Preise & Stipendien 21.07.2017 Kulturstiftung vergibt Meisterinstrumente

Zur Förderung begabter Nachwuchsmusiker vergibt die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen in diesem Jahr aus ihrem Musikinstrumentenfonds vier wertvolle Meisterinstrumente

 


Zur Förderung begabter Nachwuchsmusiker vergibt die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen in diesem Jahr aus ihrem Musikinstrumentenfonds vier wertvolle Meisterinstrumente: ein Violoncello des Markneukirchner Geigenbaumeisters Ekkard Seidl (venezianisches Modell,  Baujahr 1999), einen Kontrabass aus der Meisterwerkstatt Alfred Meyer Markneukirchen (4/4 Größe, 4-saitig, Baujahr 2007) und zwei Bassposaunen (Lätzsch Bassposaune, Modell SL 580, Goldmessing, 2012 und S.E. Shires B II 2 R 10 Bassposaune, Jazz, 2012). Die Instrumente werden leihweise für einen Zeitraum von drei Jahren zur Verfügung gestellt, eine Verlängerung um weitere zwei Jahre ist möglich.
Als Stipendiaten können sich insbesondere Mitglieder der sächsischen Landesjugendensembles, begabte Musikschüler, Preisträger von Wettbewerben wie „ Jugend musiziert“, sowie junge Absolventen oder Studierende an den sächsischen Musikhochschulen bewerben. Weitere Informationen und die Unterlagen zur Ausschreibung sind im Internet unter www.kdfs.de zu finden.
Die Bewerbungen sind bis zum 31. August 2017 an die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, Karl-Liebknecht-Str. 56, 01109 Dresden zu richten. Der Bewerbung sind eine Kurzbiographie, Zeugnisse, Empfehlungen und Beurteilungen sowie Informationen über Preise und die Teilnahme an Wettbewerben beizufügen.Weitere Informationen: Johannes Schiel, Tel. 0351-8848024, kontakt@kdfs.de

Kinder & Jugend 26.06.2017 Fleißige „LandStreicher“ sind wieder unterwegs

Seit dieser Woche sind die „LandStreicher“, ein Nachwuchsstreichorchester des Sächsischen Musikrates, wieder unterwegs. Die Ergebnisse der Proben lassen sich knapp zwei Wochen später in zwei Konzerten, am 6. Juli in der Inselkirche Hermannswerder in Potsdam und am 7. Juli in der St. Pauli Theaterruine in Dresden, bestaunen.

 

Schon seit 2001 organisiert der Sächsische Musikrat e.V. das Orchester, aber kein Jahr ist wie das andere bei den LandStreichern. Die 10 bis 14-Jährigen bewerben sich in einem Probespiel jedes Jahr aufs Neue, so ändert sich die 40-köpfige Besetzung von Jahr zu Jahr. In der zweiwöchigen Probephase, die jedes Jahr zu Beginn der Sommerferien stattfindet, sammeln die jungen Talente erste Einblicke in die Orchesterarbeit und erlangen Erfahrungen in professionellen Vorgehensweisen. Täglich widmen sie sich fünf (und manchmal auch mehr) Stunden dem Musizieren und erarbeiten ein Programm, das am Ende der Probephase in zwei Konzerten zu hören ist. Doch nicht nur die Realisierung der Konzerte, auch das soziale Miteinander und der Entstehungsprozess stehen ganz zentral im Fokus. Denn nur mit einer gehörigen Portion Teamwork und Kooperation ist eine solche Leistung erst möglich.

 

Durch das eingespielte Dozententeam und den langjährigen künstlerischen Leiter Wolfgang Behrend, mit dem das Orchester schon seit 2005 zusammenarbeitet, ist eine kontinuierliche Entwicklung möglich. Die jährlich wechselnden Standorte der Probenphasen bringen auf der anderen Seite jedes Jahr frischen Wind und neue Impulse in den Prozess. Dieses Jahr findet die Probenzeit auf Schloss Trebnitz in Brandenburg statt.

 

Auf dem diesjährigen Programm stehen bekannte Namen wie Antonio Vivaldi und Antonín Dvořák, aber auch Georg Matthias Monn, Witold Lutosławski und John Rutter sind mit beeindruckenden Kompositionen vertreten. Das Cellokonzert von Antonio Vivaldi wird von Friederike Kollmar (15) gespielt, selbst eine ehemalige LandStreicherin.

 

Programm:

Georg Matthias Monn: Sinfonia G-Dur

Antonio Vivaldi: Konzert für Violoncello, Streichorchester und B.c. a-Moll RV 422

Antonín Dvořák: Zwei Walzer op. 54

Witold Lutosławski: Fünf Volksmelodien

John Rutter: Suite für Streichorchester

 

Konzerte:

Do, 06.07.2017 | 19 Uhr

Potsdam, Inselkirche Hermannswerder

 

Fr, 07.07.2017 | 19:30 Uhr

Dresden, St. Pauli Theaterruine

 

Solistin: Friederike Kollmar, Violoncello

Leitung: Wolfgang Behrend        

 

Pressekontakt: Matthias Pagenkopf, 0172.8785192, pagenkopf (at) saechsischer-musikrat.de

Bildmaterial: http://www.saechsischer-musikrat.de/projekte/landstreicher-sachsen/presse/

Link zum Projekt: http://www.saechsischer-musikrat.de/projekte/landstreicher-sachsen/16-projekt-2017/

Kinder & Jugend 21.06.2017 … and the SchulchorPatenschaft 2017/18 goes to: Jugendchor des Romain-Rolland-Gymnasiums Dresden

Für die SchulchorPatenschaft des Dresdner Kammerchores in der kommenden Saison wurde der Jugendchor des Romain-Rolland-Gymnasiums ausgewählt.

 

Mehrere Monate dürfen die Jugendlichen die Profis begleiten, werden von MentorInnen mit Einzelstimmbildung individuell gefördert, erleben gemeinsame Probenarbeit und besuchen Konzerte. Herzstück ist die Mitgestaltung des Pogrom-Gedenkkonzertes am 10. November 2017 in der Dresdner Annenkirche.

Musikvermittlung: Eine Herzensangelegenheit: »In der jungen Generation die Begeisterung für klassische Musik zu wecken – eine Begeisterung, die hoffentlich ein Leben lang anhält – diese Aufgabe ist für mich und den Dresdner Kammerchor eine Herzensangelegenheit«, sagt Chefdirigent Hans-Christoph Rademann. »Wir freuen uns sehr, dass unsere SchulchorPatenschaft nun in die fünfte Runde geht: in einer neuen, vertieften Form, die sich auf die ganze Konzertsaison erstreckt«, so Agnes Böhm, Geschäftsführerin des Kammerchores. »Regelmäßig werden die beiden Chöre einander begegnen und miteinander singen. Die Jugendlichen sollen hier nicht nur stimmlich gefördert werden, sondern vor allem auch Neues kennenlernen und Neues ausprobieren, Offenheit erleben und selbst kreativ werden – zum Beispiel beim Gestalteten von Konzerteinführungen oder in einem Workshop im Rahmen unserer Chorwerkstatt für Neue Musik ›CoroTopia‹ im April 2018.« Erfolgsrezept in der Education-Arbeit: Seit 2013 schreibt der Dresdner Kammerchor SchulchorPatenschaften aus, um die sich alle interessierten Schulen bewerben können. In den vergangenen Jahren wurden der Jugendchor der Evangelischen Schulgemeinschaft Annaberg-Buchholz, der Chor des Vitzthum-Gymnasiums Dresden, der Chor der Rudolf-Hildebrand-Schule Markkleeberg und der Schulchor des Carl-von-Bach-Gymnasiums Stollberg/Erzgebirge mit einer Patenschaft gefördert.

Die SchulchorPatenschaft mit dem Jugendchor des RoRo-Gymnasiums Dresden (Leitung: Katja Schöne) beginnt mit dem Saisonstart im September 2017.

Wettbewerbe 12.06.2017 Sechs sächsische Chöre fahren 2018 nach Freiburg

Ein Rückblick auf die »Chorwelten« mit 7. Sächsischen Chorwettbewerb in Bad Elster

 

Mit Monteverdis Madrigal »Da murmeln schon die Wellen«, das die Naturschönheit eines erwachenden Morgens beschreibt, eröffnete am Samstagvormittag der Canzonetta-Kammerchor Leipzig die tschechisch-deutsche Chorbegegnung CHORWELTEN mit dem 7. Sächsischen Chorwettbewerb im schönen und sommerlichen Ambiente der Kurstadt Bad Elster. Geschulte Stimmen wetteiferten mit kreativen Arrangements und suggestiv vorgetragenen Texten beim alle vier Jahre stattfindenden Landeschorwettbewerb. Bei den Wertungssingen im König Albert Theater, dem Königlichem Kurhaus und im neu eröffneten Saal des Theatercafés fanden sie mit ihren Programmen großen Anklang. Auch das offene Singen des Chorpodiums im blühenden Kurpark Bad Elster erfreute sich zahlreicher Zuschauer. Singend und swingend trugen die Chöre hier den Sängerwettstreit in die Stadt. 18 Chöre mit insgesamt 412 Sängerinnen und Sänger waren aus Leipzig, Eilenburg, Markleeberg, Dresden, Meißen, Chemnitz und Litoměřice ins Vogtland gereist und stellten sich in neun Wertungskategorien einer Fachjury aus Persönlichkeiten der deutschen Chorszene. Diese bewerteten die Chorleistungen unter technischen und künstlerischen Gesichtspunkten und im abendlichen Preisträgerkonzert im König Albert Theater wurden die Wettbewerbsergebnisse feierlich bekannt gegeben, Prädikate und Preise verliehen. Die Chöre sangen noch einmal Höhepunkte aus ihren Programmen und mit »The Long Day Closes« von Arthur Sullivan, meisterlich interpretiert von der Vokalgruppe VIP, ging ein schöner und erfolgreicher Wettbewerbstag zu Ende.

Sechs Chöre können sich über die Delegierung zum 10. Deutschen Chorwettbewerb im Mai 2018 in Freiburg freuen: das Pop-Vokalensemble Quintense, der Kammerchor Josquin des Préz, der Jazzchor »Chornfeld«, der Denkmalchor (alle aus Leipzig), der Mädchenchor der Rudolf-Hildebrand-Schule Markkleeberg sowie die Vokalgruppe VIP aus Dresden. Diese sechs Chöre und Ensembles begeisterten mit sehr guten bis hervorragenden Leistungen Jury und Publikum. Der ebenfalls sehr geeignete Canzonetta-Kammerchor Leipzig wurde zusätzlich für den Deutschen Chorwettbewerb empfohlen.

Besonders hervorzuheben ist die Leistung der jungen Chorleiterin Virginie Ongyerth, die mit zwei Chören antrat (Jazzchor »Chornfeld« und MädchenchorPLUS der Rudolf-Hildebrand-Schule Markkleeberg) und mit beiden Ensembles für den Deutschen Chorwettbewerb nominiert wurde, und zudem mit einem Chor einen Sonderpreis errang.

Zur Würdigung ganz besonderer Leistungen der teilnehmen Chöre überreichte der Präsident des Sächsischen Musikrates, Prof. Dr. Christoph Krummacher, drei Förderpreise in Höhe von insgesamt 1.500 Euro. Für die punkthöchste Wertung des Wettbewerbs wurde das Pop-Vokalensemble Quintense vom Sächsischen Musikrat gewürdigt. Der Verlag Breitkopf und Härtel prämierte den MädchenchorPLUS der Rudolf-Hildebrand-Schule Markkleeberg mit den Sonderpreis für herausragende Programmgestaltung und den von der Sächsischen Staatsbäder GmbH gestifteten Nachwuchsförderpreis erhielt der hervorragende tschechische Kinderchor Modrásci aus Litoměřice.

Bad Elster, die kleine Kurstadt im Süden des Freistaates war bereits zum zweiten Mal Austragungsort des Sächsischen Chorwettbewerbs. Die »Festspielmeile der kurzen Wege« bietet mit dem Königlichen Kurhaus, dem König Albert Theater, dem neu eröffneten Theatercafé sowie dem herrlichen Kurpark einen nahezu idealen Austragungsort für die Chorbegegnung CHORWELTEN. Neben der Qualität der Spielstätten garantierten aber auch (wieder) die hervorragenden Gastgeber und professionellen Veranstaltungspartner, die Chursächsische Veranstaltungs GmbH, die Stadt Bad Elster sowie das Badecafé im Kurpark, das die Mittagsversorgung der Chöre übernahm, einen erfolgreichen Sängerwettstreit.

Alle Ergebnisse sowie detaillierte Informationen zur Veranstaltung und den beteiligten Chören können der Website des Chorwettbewerbs entnommen werden.

Die CHORWELTEN sind ein Projekt des Sächsischer Musikrat e.V. im Rahmen des Netzwerkes Kulturelle Bildung und Sprache. Das Netzwerk wird gefördert aus Mitteln des Kooperationsprogramms zur Förderung der grenzübergreifenden Zusammenarbeit zwischen dem Freistaat Sachsen und der Tschechischen Republik 2014-2020.

Wettbewerbe 09.06.2017 »Chorwelten« in Bad Elster

Der Sächsische Musikrat veranstaltet am 10. Juni die tschechisch-deutsche Chorbegegnung CHORWELTEN in der Kultur- und Festspielstadt Bad Elster.

 

18 Chöre aus Sachsen und Tschechien werden am frühen Morgen des 10. Juni aus Leipzig, Eilenburg, Markleeberg, Dresden, Meißen, Chemnitz und Litoměřice in den Vogtlandkreis reisen, um sich gegenseitig zuzuhören, gemeinsam zu singen, sich kennenzulernen und vor allem in einem Sängerwettstreit gegeneinander anzutreten. Der 7. Sächsische Chorwettbewerb bringt 412 Sängerinnen und Sänger aller Altersstufen und unterschiedlichster Chorformationen in die Bäderstadt nahe der tschechischen Grenze und hier werden Nachbarn sich klangvoll im Singen messen und um eine Nominierung zum 10. Deutschen Chorwettbewerb wetteifern. In 9 Kategorien stellen sich große gemischte Chöre, Kammer-, Kinder- und Jazzchöre sowie Vokalensembles einer Fachjury, die aus Persönlichkeiten der deutschen Chorszene besteht.

Die Wertungssingen der Chöre finden ab 10 Uhr im Königlichen Kurhaus, im König-Albert-Theater sowie im benachbarten Theatercafé statt und sind öffentlich, der Eintritt ist frei. Parallel zum Wettbewerb findet im Musikpavillon am Badeplatz ein Chorpodium statt. Im schönen Ambiente des Kurparks haben die Chöre die Möglichkeit, sich auf einer Bühne ohne Wertungsdruck zu präsentieren und den Chortreffengedanken direkt ins Zentrum der Kurstadt zu tragen. Ein breites Spektrum sächsischer Chormusik wird den Kurgästen präsentiert: Um 15:30 Uhr eröffnet der Johann-Srauß-Chor Leipzig mit »Sing mit mir« den bunten Reigen, es folgen Gospelklänge, dann swingt es und große romantische Chormusik wechselt sich mit Volksliedklängen ab.

Bad Elster, die kleine Kurstadt im Süden des Freistaates ist bereits zum zweiten Mal Austragungsort des Sächsischen Chorwettbewerbs. Die »Festspielmeile der kurzen Wege« bietet mit dem Königlichen Kurhaus, dem König Albert Theater, dem neu eröffneten Theatercafé sowie dem herrlichen Kurpark einen nahezu idealen Austragungsort für die CHORWELTEN. Neben der Qualität der Spielstätten ist uns die Chursächsischen Veranstaltungs GmbH ein professioneller Veranstaltungspartner. Um die Vorbereitung der Chöre auf den Wettbewerb zielgerichtet zu unterstützen, hat der Sächsische Musikrat allen teilnehmenden Chöre speziell zugeschnittene Coachings mit hochqualifizierten Chorexperten sowie Probenaufenthalte in der Landesmusikakademie Sachsen angeboten. Die gleiche Förderung gilt auch für diejenigen Ensembles, die sich auf der Basis ihrer Leistungen für den Bundeswettbewerb im Mai 2018 in Freiburg qualifizieren werden. Im abendlichen Preisträgerkonzert im König-Albert-Theater werden die Wettbewerbsergebnisse feierlich bekannt gegeben, Prädikate und Preise verliehen. Die Chöre singen noch einmal Höhepunkte aus ihren Programmen.

»Wo man singt, da lass dich ruhig nieder!«
10. Juni 2017 | 19:30 Preisträgerkonzert im König Albert Theater
Der Eintritt ist frei. Restkarten sind ggf. an der Abendkasse erhältlich.

Die Zeitpläne der Wertungssingen und des Chorpodiums entnehmen Sie bitte den Informationen vor Ort oder der Website des Sächsischen Musikrates.

Die CHORWELTEN sind ein Projekt des Sächsischen Musikrates im Rahmen des Netzwerkes Kulturelle Bildung und Sprache. Das Netzwerk wird gefördert aus Mitteln des Kooperationsprogramms zur Förderung der grenzübergreifenden Zusammenarbeit zwischen dem Freistaat Sachsen und der Tschechischen Republik 2014–2020.

Kulturpolitik 08.06.2017 Millionen für eine lebendige Kunst- und Kulturszene in Sachsen

Kulturstiftung des Freistaates Sachsen fördert im zweiten Halbjahr 2017 neue Projekte für 1,1 Millionen Euro

 

Der Vorstand der Kulturstiftung hat in seiner Sitzung im Juni für das zweite Halbjahr 2017 Fördergelder in Höhe von rund 1,1 Millionen Euro bewilligt. Auf Empfehlung der Fachbeiräte erhielten insgesamt 133 herausragende Kunst- und Kulturprojekte im Freistaat Sachsen eine Förderzusage. Darunter sind Theaterprojekte, Musikfestivals, Kunstausstellungen, Lesungen sowie Projekte aus den Bereichen Film, Soziokultur und Industriekultur, die in der zweiten Jahreshälfte 2017 in Sachsen durchgeführt werden.

Mit der Projektförderung leistet die Kulturstiftung einen wesentlichen Beitrag für eine lebendige Kunst- und Kulturszene im Freistaat Sachsen. »Die Projektförderung der Kulturstiftung ist eine Erfolgsgeschichte. Seit 1993 ist es uns gelungen, mehr als 4.500 Projekte zu fördern. Dabei zeigt sich eine enorme Vielfalt, von der die Künstlerinnen und Künstler ebenso profitieren wie das Publikum und die vielen Ehrenamtlichen, die auf ganz unterschiedliche Weise und mit großem Engagement in Kunsträumen, Theatern, soziokulturellen Zentren, Chören, Orchestern, Museen oder Filmwerkstätten arbeiten. Ihnen allen gilt unsere Unterstützung und Anerkennung«, betont Stiftungsdirektor Ralph Lindner.

Ein Blick auf die aktuellen Projekte verdeutlicht diese Vielfalt an Ideen und Themen. Zum Beispiel lädt der Kunstverein Meißen e.V. unter der Überschrift »AUSSER HAUS« Künstlerinnen und Künstler nach Meißen ein, um in den derzeit nicht genutzten Läden der Altstadt ortsspezifische Arbeiten zu entwickeln und diese in den Schaufenstern für alle sichtbar auszustellen. Mit einer »Sommerparade der Werktätigen« durch die Leipziger Quartiere Plagwitz und Lindenau wird die Schaubühne Lindenfels eine Brücke zwischen der einstigen industriellen Prägung und dem von Kunst- und Kreativwirtschaft vorangetriebenen Wandel schlagen. Die seit vielen Jahren auch international erfolgreiche Tanztheatergruppe DEREVO St. Petersburg – Dresden erhält eine Förderung zur Entwicklung eines neuen Theaterstücks. »POTOK. Der Strom« so lautet der vorläufige Titel für die geplante Inszenierung, die sich durch Tanz, Clownerie und Bewegungsbilder mit der Globalisierung beschäftigen wird. Bewegung, Ortswechsel, Ankommen und Weiterreisen sowie Erneuerung und Veränderung, das sind die Stichworte, von denen die Stückentwicklung ihren Ausgang nehmen wird. Auf dem Gelände der Scheune in der Dresdner Neustadt findet im Juli der 20. Schaubudensommer statt. Das Festival ist gibt einen Einblick in das aktuelle Schaffen der freien sächsischen Tanz-, Theater- und Musikszene. Durch die Oberlausitz reist im Herbst das so genannte »FAB MOBIL« des Dresdner constitute e.V. Das mobile Zukunftslabor ist unter anderem mit 3D-Druckern, 3D-Scannern, einer CNC-Fräse sowie einer Lötstation ausgerüstet. Es wird an Schulen und soziokulturellen Einrichtungen Station machen und insbesondere Jugendliche zu Experimenten sowie der Verwirklichung eigener Ideen einladen. In einer siebenteiligen Reihe wird sich der Leipziger Kuratorium Haus des Buches e.V. mit der Idee und den Wirkungen der Oktoberrevolution beschäftigen, die sich 2017 zum einhundertsten Mal jährt. Geplant sind moderierte Autorenlesungen, szenische Lesungen und Filmvorführungen, unter anderem mit der aktuellen Preisträgerin der Leipziger Buchmesse Natascha Wodin. Sie liest aus ihrem aktuellen Roman »Sie kam aus Mariupol«. Ebenfalls eine Förderung erhält die hechtfilm – Filmproduktion UG für die Produktion des Dokumentarfilms »Im Umbruch«, der sich mit drei Tänzerinnen in drei verschiedenen Zeitaltern - der DDR, der Nachwendezeit und heute – befasst. Im Zentrum steht die ostdeutsche Ikone der Improvisation: Fine Kwiatkowski. Mit ihr gibt der Film einen Einblick in die Subkultur der DDR in den 1970er und 80er Jahren. Außerdem erzählt der Plot wie Kunstschaffende aus dieser Szene die Wiedervereinigung erlebt haben und wie sie danach zurechtkamen.

Einen Überblick über alle im zweiten Halbjahr 2017 durch die Kulturstiftung geförderten Kunst- und Kulturprojekte finden Sie auf der Website der Kulturstiftung. Die Projekte werden mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes.

Für Rückfragen: Dr. Manuel Frey, (0351) 884 80 15

Allgemeines 29.05.2017 Mozart und Böhmen in Chemnitz

26. Sächsisches Mozartfest »Mozart und Böhmen« erfolgreich beendet

 

Mit dem Abschlusskonzert »Im Originalklang« in der vollbesetzten Schloßkirche Chemnitz ist das 26. Sächsische Mozartfest »Mozart und Böhmen« gestern abend erfolgreich zu Ende gegangen. Der Cembalist Mahan Esfahani und das La Folia Barockorchester gestalteten einen hochspannenden Konzertabend mit Musik von Mozart und seinen böhmischen Zeitgenossen – sie hinterließen ein restlos begeistertes Publikum.

Unter der Schirmherrschaft von Dr. Matthias Rößler, Präsident des Sächsischen Landtages und Barbara Ludwig, Oberbürgermeisterin der Stadt Chemnitz fanden beim Sächsischen Mozartfest in diesem Jahr 27 Veranstaltungen an 17 Tagen statt – das Festival strahlte diesmal nicht nur in der Stadt Chemnitz und in die sächsische Region zwischen Mittel-, Westsachsen und dem Erzgebirge aus. Dem Festivalmotto folgend gab es Konzerte in der böhmischen Nachbarregion ebenso wie Gastspiele tschechischer Musiker, Chöre und Ensembles in Sachsen. Beim Sächsischen Mozartfest 2017 waren herausragende Konzerte mit dem Leipziger Streichquartett, Matthias Kirschnereit und dem Minguet Quartett, dem Mendelssohn Kammerorchester Leipzig, dem La Folia Barockorchester und dem Schweizer Folkensemble musique en route zu erleben.

Der Mozartpreis 2017 wurde im Eröffnungskonzert in der Kreuzkirche an den Dirigenten und Cembalisten Václav Luks verliehen. Damit, so der 1. Vorsitzende der Sächsischen Mozart-Gesellschaft e. V., Gert Gauder, »wurde ein leidenschaftlicher junger Europäer geehrt, der seine musikalische Kompetenz seit Jahren in Böhmen wie in Sachsen zur Verbindung von Kultur und Kulturen einsetzt.« Franz Streuber, Vorstand der Sächsischen Mozart-Gesellschaft e. V., zeigte sich erfreut, dass eine lebendige, sich fortsetzende und deutlich fortentwickelnde Mozartpflege in Sachsen in diesem Jahr sowohl durch Spitzenensembles als auch durch Laienmusiker, Chöre und den musikalischen Nachwuchs eindrucksvoll demonstriert wurde. »Im Miteinander von Musikern, Gästen, Partnern und Unterstützern geschieht Exzeptionelles, und diese Atmosphäre war in unseren Konzerten zum Mozartfest, im Austausch und im persönlichen Engagement wieder spürbar.« Mit Unterstützung des Mozarteums Salzburg konnte erneut die begleitende Ausstellung »Mozart in Kursachsen« gezeigt werden – diesmal im Schloß Waldenburg, wo nicht nur der Freundeskreis Waldenburg sein 15-jähriges Bestehen feierte, sondern auch das Ensemble Amadeus unter Leitung von Normann Kästner 20-jähriges Bestehen mit einem bejubelten Konzert beging. 2018 steht das 27. Sächsische Mozartfest unter dem Motto »Variationen« und wird vom 4. bis 13. Mai stattfinden. Der Vorverkauf startet im November.

Alexander Keuk

 

Musik hat schon immer über Grenzen hinweg angeregt und begeistert. Ob Lieder und Tänze im Volk, die europäische Musikgeschichte vieler Jahrhunderte oder der aktuelle Musikmarkt allen Genres, immer fand und findet ein Austausch zwischen den Kulturen statt. Und natürlich findet dieser weltoffene Austausch im Instrumentenbau seinen Niederschlag. So ist auch Dresdens Musikgeschichte ganz selbstverständlich über viele Jahrhunderte hinweg durch den Musikinstrumentenbau mitgetragen und mitentwickelt worden. Das bekannteste Beispiel hierfür ist wohl der Orgelbau von Gottfried Silbermann, die Regel war und ist eher der stille Dienst im Hintergrund. Eine Innung der Musikinstrumentenbauer gab es in Dresden zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Sie verschwand jedoch wieder mit dem Ende des Dritten Reiches. Nach der friedlichen Revolution von 1989 haben nun die Instrumentenbaumeister im Raum Dresden neu eine Innung gegründet. Zuvor waren sie in der DDR in einer »Berufsgruppe im Bezirk Dresden« zusammengefasst. Sie wollten gemeinsam und in eigener Regie für ihre Angelegenheiten arbeiten und werben. Diese Gründung vom 22.09.1990 liegt nun über 26 Jahre zurück und so möchte die Innung ihr Gründungsjubiläum, etwas verspätet, in gebührender Weise feiern. Hierzu haben die Meister beschlossen, dem flüchtlingsorientierten Dresdner Musikprojekt »paradiesisch musizieren« eine großzügige Spende zukommen zu lassen. Die Übergabe wird auf der Innungsfeier am 12.05.2017 sein. »Paradiesisch Musizieren« ist 2015 auf dem Höhepunkt der Flüchtlingsbewegung entstanden. Paul Hoorn (ehem. »Das blaue Einhorn«) ist mit seinem Akkordeon in die schnell errichteten Flüchtlingslager gegangen, um Türen und Herzen zu öffnen und so einen Austausch zu ermöglichen. Daraus ist eine Bewegung des gemeinsamen Musizierens von Einheimischen und neuen Nachbarn entstanden, die an der Evangelischen Hochschule Dresden verankert ist. Der Hochschulchor sowie Instrumentalisten als Schüler und Lehrer von beiden Seiten entwickeln nun gemeinsam eine weitere Farbe in der Dresdner Musikpalette. Eine Spendensumme sowie mehrere Instrumente aus der Innung sollen dieses im Wesentlichen ehrenamtlich getragene Projekt fördern. Und nicht nur die Instrumentenmacher, sondern ganz Dresden kann sich über die musikalische Antwort von »paradiesisch musizieren« freuen.

Norbert Walsch

Allgemeines 06.04.2017 Eröffnung des Internationales Kurt-Masur-Institutes mit Anne-Sophie Mutter

Mit einem großen Fest-Wochenende vom 3. bis 5. November 2017 sollen die Räumlichkeiten der Stiftung Internationales Kurt-Masur-Institut im Mendelssohn-Haus Leipzig eingeweiht werden.

 

Zu erleben ist die facettenreiche Programmatik des Internationalen Kurt-Masur-Institutes (IKMI). Namhafte, international bekannte Freunde, Kollegen, Interpreten und Schüler Kurt Masurs werden sich zum Thema Beethoven austauschen. Erwartet werden u.a. die Geigerin Anne-Sophie Mutter, der Dirigent Ken-David Masur sowie Dr. Michael Ladenburger (Beethovenhaus Bonn) und Musikwissenschaftler Prof. Peter Gülke. Außerdem sind Konzerte mit Musikern der Mendelssohn-Orchesterakademie des Gewandhauses, der Kurt-Masur -Orchesterakademie der Dresdner Philharmonie sowie Stipendiaten der Anne-Sophie-Mutter-Stiftung geplant. Ergänzt wird das Festwochenende mit Brief-Lesungen aus dem Masur-Nachlass sowie einem Education-Programm zusammen mit Schülern der Kurt-Masur-Schule Leipzig.

Im Mendelssohn-Haus Leipzig, dem letzten Wohnhaus des Komponisten, welches durch die große Unterstützung von Kurt Masur ein Stück 19. Jahrhundert erlebbar macht, entsteht ein Zentrum für Begegnung und kulturelle Bildung: Ziel des Internationalen Kurt-Masur-Instituts ist es, basierend auf Masurs humanistischer, musikalischer, gesellschaftlicher Haltung und Gesinnung, einen Dialog durch Musik auf nationaler und internationaler Ebene zu fördern. »Man muss an die Kraft der Musik glauben und sie fühlen lernen. Sie vermag das Gute im Menschen zu erwecken und zu stärken«, so der Maestro. Finanziell unterstützt wird das IKMI vom Dezernat Kultur der Stadt Leipzig. Für das Corporate Design und die Gestaltung der Webseite zeichnen Christian Kern und accolade pr aus Leipzig verantwortlich. Getreu dem Motto des Internationalen Kurt-Masur-Instituts »Musik – Begegnung – Inspiration« entwickelte das Kuratorium unter der Präsidentin und Stifterin Tomoko Masur und der Geschäftsführerin Anna-Barbara Schmidt ein ambitioniertes Stiftungsprogramm. Geplant sind Seminare und Meisterkurse für junge Musiker unter dem Titel Kurt-Masur-Akademie sowie Kurt-Masur-Lectures, in denen gesellschaftsrelevante Themen von internationalen Persönlichkeiten mit großer Inspirationskraft vorgetragen werden. Das öffentliche Gespräch zwischen Kurt Masur, Helmut Schmidt und Peter Maffay im Oktober 2014 anlässlich des 25. Jubiläums der Friedlichen Revolution (Peterskirche Leipzig) gilt als Auftakt dieser Reihe.

Wettbewerbe 06.04.2017 »Jugend musiziert« 2017 mit Rekordergebnis

26. Landeswettbewerb »Jugend musiziert« endet am Freitag in Bautzen mit einem Abschlusskonzert.

 

Mit einem Abschlusskonzert im Burgtheater Bautzen am 7. April endet der 26. Landeswettbewerb »Jugend musiziert« Sachsen. Die Veranstalter waren mit dem Verlauf zufrieden, waren doch wegen der Vielzahl der Teilnehmer einige logistische Probleme zu lösen, die aber in hervorragender Zusammenarbeit zwischen dem Sächsischen Musikrat, der Stadt und Musikschule Bautzen gemeistert wurden.

512 TeilnehmerInnen in 12 verschiedenen Wertungskategorien stellten sich an den zwei vergangenen Wochenenden im März den 57 Juroren aus dem gesamten Bundesgebiet. 1.100 Schülerinnen und Schüler hatten sich im Januar in fünf Regionalwettbewerben in Sachsen um die Teilnahme am Landeswettbewerb beworben. 185 junge Musiker – und das ist eine Rekordbeteiligung – werden den Freistaat Sachsen beim Bundeswettbewerb zu Pfingsten in Paderborn vertreten. Die hohe Zahl der Weiterleitungen spiegelt das sehr hohe Niveau des diesjährigen Wettbewerbsjahrganges in allen Kategorien wieder. Staatsministerin Dr. Eva-Maria Stange, der Oberbürgermeister der Stadt Bautzen Alexander Ahrens, der Präsident des Sächsischen Musikrates Prof. Dr. Christoph Krummacher und weitere Vertreter von Institutionen und Förderern werden zwölf Sonderpreise, die mit insgesamt 5.000 Euro dotiert sind, an hervorragende Teilnehmer vergeben.

Veranstalter des Wettbewerbs ist der Sächsische Musikrat. Der Wettbewerb wird in diesem Jahr gefördert durch Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst, den Kulturraum Niederschlesien-Oberlausitz und die Stadt Bautzen. Als Hauptsponsor konnte wiederum der Ostdeutsche Sparkassenverband sowie die Klavierbaufirma August Förster Löbau gewonnen werden.

Alle Ergebnisse des Wettbewerbs 2017
Kontakt und Infos zum Wettbewerb

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