Allgemeines 17.06.2016 Living Legends

»Living Legends« machen Dresden im November zur großen Jazz-Bühne

 

Der 16. Festivaljahrgang der Jazztage Dresden ist ganz dem Thema LIVING LEGENDS gewidmet und gibt die Bühnen der Stadt frei für die Stars und Legenden des Jazz. Dabei vertreten einerseits Al Jarreau, Stanley Clarke, Klaus Doldinger, Chris Barber und Al di Meola, die trotz ihrer bereits langen und unglaublich erfolgreichen Karrieren nach wie vor auf den Bühnen dieser Welt Maßstäbe für nachfolgende Musikergenerationen setzen.

Andererseits bieten die Jazztage ein ebensolches Podium für außergewöhnliche Programme verschiedenster Künstler aus den unterschiedlichsten Genres und Stilen und deren jeweils einzigartige und hochkreative Auseinandersetzung mit großen Musikern der Vergangenheit. Diese reichen von den klassischen Meistern Mozart und Beethoven über Duke Ellington und George Gershwin bis hin zu Michael Jackson, Udo Jürgens und Prince. Zu den 68 Veranstaltungen im Festivalzeitraum vom 4. bis zum 13. November 2016 werden über 250 Künstler aus 30 Nationen an zehn Spielstätten erwartet. 2016 wird die »alte« auch wieder die neue Hauptspielstätte sein. Das Erlwein-Capitol im OSTRAPARK ist Festivalzentrum und wird erneut zum coolen und wohl größten Jazzclub Deutschlands umgebaut, um in 15 Konzerten den Festivalstars von Estas Tonnè am 4. November über Al Jarreau, Stanley Clarke, Tom Gaebel, Lizz Wright, Mnozil Brass, Jasmin Tabatabai bis zu Patax am 13. November und vielen weiteren den entsprechenden Rahmen zu bieten. Die bereits langjährige Zusammenarbeit mit dem Jazzclub Tonne wird deutlich ausgebaut – so gibt es allein elf Konzerte im alten Gewölbe unter dem Kurländer Palais, darunter Rick Margitza, Jazz Bigband Graz, Pascal von Wroblewsky, Markus Schinkel, Jacob Karlzon und Sebastian Studnitzki. Von Free Jazz bis »Tributes to« Udo Jürgens, Deep Purple und Beethoven spiegeln die Konzerte im Jazzclub Tonne die programmatische Vielfalt der Jazztage wider. »Die Jazztage werden in diesem Jahr lebende Legenden nach Dresden bringen und lassen zeitlose Legenden in Jazz-Tributs musikalisch weiterleben«, verrät Kilian Forster, Intendant der Jazztage Dresden.

Das Societaetstheater ist mit sieben Konzerten seit Jahren eine der Hauptspielstätten und wird neben dem Barcelona Gipsy Balkan Orchestra und Micha Maass auch den außergewöhnlichen Rahmentrommler Mohamad Reza Mortazavi präsentieren. Das Gebäudeensemble »Deutsche Werkstätten Hellerau« wird erstmals mit vier Konzerten ein ganzes Wochenende (12. und 13. November) Jazz beherbergen: Klaus Doldinger`s Passport, Terem Quartet, die Mozart Group und das Kinderkonzert mit Tumba Ito. Ein »Wiedersehen mit alten Freunden« gibt es am 13. November, wenn die Jazztage nach einigen Jahren Pause mit zwei Konzerten im Flughafen Dresden zu Gast sind: The Big Chris Barber Band mit dem erfolgreichsten Jazzmusiker aller Zeiten und das Familienkonzert mit der YoJazz Big Band aus Hamburg an der Seite des unvergleichlichen Gunther Emmerlich.

Weiterhin werden die Jazztage auch über die Dresdner Stadtgrenzen hinaus aktiv und verwandeln dabei das Theater Meißen, das in diesem Jahr die 3. Blues Night der Jazztage zu Gast hat, die Landesbühnen Sachsen in Radebeul mit den Classical Crossover Spezialisten UWAGA! sowie die Alte Kirche Klotzsche mit Loyko zu Jazztage-Bühnen. Das QF (Quartier an der Frauenkirche) gibt zum Festivalstart am 4. November erneut die gesamte Passage frei für die große Eröffnung der Jazztage. Auf mehreren Bühnen und mit einem ambitionierten Programm verschiedenster Künstler, kleinen Konzerten in der gesamten Passage und einer Modenschau zu Live-Jazz wird das Publikum auf das die Festivaltage eingestimmt. Das kommunikative Zentrum und allabendlicher Treff von Künstlern, Publikum, Partnern und weiteren Gästen bei hervorragender Musik – sowie häufig außergewöhnlichen, spontanen Treffen der Künstler der verschiedenen Abendkonzerte auf der Session-Bühne finden auch in diesem Jahr täglich vom 4. bis 13. November im Gewandhaus Dresden statt. Ebenso wie das Format für Genießer: Swing & Dine mit erstklassigem 3-Gänge-Menü zu entsprechend hochwertiger Musik (4. bis 6. und 11. bis 13. November). Die Radio Körner Jazztage-Lounge findet erneut im Erlwein Capitol statt und lädt bereits vor den Konzerten zum entspannten Ankommen und Einstimmen bei guter Musik ein.

Jazztage Dresden
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Kulturpolitik 14.06.2016 Europäische Musikbörse

Ob italienischer Gesangswettbewerb, estnisches Jazzfestival, spanischer Dirigentenworkshop oder Schweizer Akkordeonkurs – die Europäische Musikbörse gibt Einblicke in die bunte Vielfalt europäischer Musikkultur.

 

 

Musik ist eine bedeutende soziale Kraft. Sie muss als unverzichtbarer und integrativer Bestandteil unserer Gesellschaft und unserer Kultur nicht nur gefördert, sondern auch für jeden Einzelnen erreichbar gemacht werden. Zur Förderung des Dialogs zwischen den verschiedenen Regionen Europas hat der Deutsche Musikrats im Jahr 2009 die »Europäische Musikbörse« initiiert – eine interaktive Informations- und Austauschplattform für Musikschaffende in den Regionen Europas. Unter www.music-connects.eu informiert die Website ihre Besucher und Nutzer über aktuelle musikalische Aktivitäten und bietet Möglichkeiten des Austauschs über nationale Grenzen hinweg. Musikschaffende in allen Ländern Europas können auf den Seiten der Europäischen Musikbörse ihr eigenes Profil hinterlegen, Veranstaltungen veröffentlichen und Kooperationsangebote und -gesuche einstellen. Dabei spielt es weder eine Rolle, ob sie Rock-, Pop- oder Jazzmusiker sind, im Orchester oder im Ensemble spielen, im Chor singen oder sich als Solokünstler vorstellen möchten. Jeder ist herzlich willkommen! Wir möchten Sie herzlich dazu einladen, als Multiplikator dabei mitzuwirken, die Europäische Musikbörse mit digitalen Inhalten zu füllen und sich dadurch interaktiv und kreativ am Ausbau des Netzwerkes zu beteiligen. Wir freuen uns, wenn Sie auf die Existenz dieser Plattform aufmerksam machen und zum Gebrauch der Europäischen Musikbörse animieren. Sollten Sie weitere Informationen zur Europäischen Musikbörse wünschen, können Sie uns gerne kontaktieren.

Wettbewerbe 10.06.2016 Rekordbeteiligung beim Schumann-Wettbewerb

214 junge Künstler aus 30 Ländern zu Gast in Zwickau

 

Der 17. Internationale Robert-Schumann-Wettbewerb für Klavier und Gesang verzeichnet einen Teilnehmerrekord. Einschließlich der Liedbegleiter reisten 214 junge Künstler aus 30 Ländern in Zwickau an. Der Wettbewerb begann heute um 16 Uhr mit der Begrüßung der Teilnehmer und Juroren im Robert-Schumann-Haus. Dabei wurde »H« als »Startbuchstabe« gezogen, woraus sich die Auftrittsreihenfolge ergibt. Das Eröffnungskonzert um 19.30 Uhr im Rathaus gestaltet das Schumann Quartett. Am morgigen Freitag beginnt dann die 1. Auswahlrunde. Für den diesjährigen Schumann-Wettbewerb in der Geburtsstadt des Komponisten hatten sich insgesamt 141 Sänger und 117 Pianisten angemeldet. An den Start gehen nun 74 Pianistinnen und Pianisten (48 Frauen und 26 Männer) sowie 48 Sängerinnen und 42 Sänger. Hinzukommen die 50 Liedbegleiter. Jüngste Teilnehmerin im Fach Klavier und des Wettbewerbs insgesamt ist Lvjie Zhang aus China, die am 8. August 1998 geboren wurde. In der Gesangskategorie ist die am 9. Oktober 1995 geborene Anna Luigi die jüngste Mitwirkende. »Älteste« Teilnehmerin des Wettbewerbs ist die russische Sängerin Victoria Zyablitskaya (geb. am 26. Januar 1984), bei den Klavierspielern ist dies die Pianistin Bo Kun Jung aus Korea, die am 1. März 1986 das Licht der Welt erblickte. Für den 16. Internationalen Robert-Schumann-Wettbewerb im Jahr 2012 lagen ursprünglich Anmeldungen von 205 Künstlern aus 37 Ländern vor, davon 69 im Fach Klavier und 136 im Fach Gesang. Teilgenommen hatten damals 43 Pianisten sowie 91 Sängerinnen und Sänger aus insgesamt 29 Ländern. Bei den Veranstaltungen 2008 und 2004 waren 108 bzw. 128 Teilnehmer nach Zwickau gekommen. Die Teilnehmer treten von morgen an in den musikalischen Wettstreit. Bewertet werden die jungen Künstler von einer international besetzten Jury. Die 1. Auswahlrunde Klavier findet vom Freitag, 10. Juni bis Montag, 13. Juni ab 10.30 Uhr im Robert Schumann Konservatorium statt. An den gleichen Tagen, jeweils ab 13 Uhr ist im Konzert- und Ballhaus »Neue Welt« die Auswahlrunde im Fach Gesang. Der Eintritt ist frei.

Ausgelobt sind im Fach Klavier, im Gesang/ Sängerinnen und im Gesang/ Sänger jeweils 10.000 Euro für den ersten Preis sowie 7.500 Euro und 5.000 Euro für den zweiten bzw. dritten Preis. Verliehen werden außerdem in jeder der drei Kategorien eine Gold-, Silber- und Bronzemedaille. Mit 3.000 Euro dotiert ist der Sonderpreis für den besten Liedbegleiter. Alle Gewinner präsentieren sich gemeinsam mit dem Philharmonischen Orchester des Theaters Plauen-Zwickau im großen Preisträgerkonzert am 19. Juni, um 19.30 Uhr, im Konzert- und Ballhaus »Neue Welt«.

Der Internationale Robert-Schumann-Wettbewerb für Klavier und Gesang findet seit 1956, zunächst in Berlin, und seit 1963 in Zwickau statt. Neben dem Bach-Wettbewerb und dem ARD-Musikwettbewerb ist er damit der älteste internationale Interpretationswettbewerb in Deutschland und hat schon vielen Künstlern den Weg zu einer erfolgreichen Karriere geebnet. Unter ihnen finden sich namhafte Sänger und Sängerinnen wie Siegfried Lorenz, Mitsuko Shirai, Edith Wiens oder Mary Ann Hart und Pianisten wie Peter Rösel, Pavel Egorov, Balázs Szokolay oder Yves Henry. Veranstaltet wird der Internationale Robert-Schumann-Wettbewerb für Klavier und Gesang von der Stadt Zwickau in Verbindung mit der Robert-Schumann-Gesellschaft Zwickau e.V.

Robert-Schumann-Gesellschaft Zwickau e.V. | Schumannwettbewerb auf facebook

 

Aller vier Jahre wird die Musikstadt Markneukirchen zum Mekka für junge Hornisten und Tubisten aus aller Welt. Sie kommen ins Vogtland, in ein Zentrum des deutschen Orchesterinstrumentenbaus, dessen handwerkliche Tradition 2014 in die Liste des immateriellen Kulturerbes in Deutschland aufgenommen wurde.

Markneukirchen war in den 1980er Jahren Vorreiter bei der Schaffung eines hochrangigen internationalen Wettbewerbes für die Tuba als Soloinstrument und hob sie 1984 erstmals auf das Podium eines internationalen Wettbewerbs. Seither wächst die Anziehungskraft dieses musikalischen Wettstreites beständig an und so haben sich für den diesjährigen 51. Internationalen Instrumentalwettbewerb vom 19. bis 28. Mai 2016 insgesamt 233 junge Musikerinnen und Musiker aus 35 Ländern und 6 Kontinenten beworben, davon 118 im Fach Tuba und 115 im Fach Horn – jeweils so viele wie nie zuvor in der Markneukirchen Wettbewerbsgeschichte für diese beiden Instrumente. Im Fach Horn galt es zunächst die Hürde einer CD-Vorauswahl zu meistern, bevor an 83 Bewerber dieser Kategorie Einladungen gesendet werden konnten. Letztlich stellten sich 145 Kandidaten dem 10-tätigen Wettbewerb, 61 im Fach Horn und 84 im Fach Tuba.

Unter der Präsidentschaft von Prof. Peter Damm verfolgten die Mitglieder der internationalen Jurys die drei Auswahlprüfungen und das abschließende Orchesterfinale in jedem Fach sehr aufmerksam und kürten am Ende jeweils drei Preisträger. Den Fachjuryvorsitz übernahmen Prof. Christian Lampert (Deutschland) für das Fach Horn, selbst Preisträger des Markneukirchener Wettbewerbes, sowie Markus Theinert (Deutschland) im Fach Tuba. Im Fach Horn gehörten der Jury an: Prof. Mag. Johannes Hinterholzer (Österreich), Prof. Michael Höltzel (Deutschland), Prof. Herman Jeurissen (Niederlande), Prof. Vladimíra Klánská (Tschechische Republik), Prof. Erich Penzel (Deutschland) und Prof. Frøydis Ree Wekre (Norwegen). Juroren im Fach Tuba waren: Prof. Øystein Baadsvik (Norwegen), Prof. Gérard Buquet (Frankreich), Markus Hötzel (Deutschland, zweimaliger Preisträger des Markneukirchener Wettbewerbes), Prof. Eiichi Inagawa (Japan), Prof. Daniel Perantoni (USA), Prof. Josef Steinböck (Österreich), Stefan Tischler (Deutschland) und Prof. Jörg Wachsmuth (Deutschland, zweimaliger Preisträger des Wettbewerbes in Markneukirchen), der insbesondere als Solist mit der Markneukirchener Riesentuba eine enge Beziehung zur Musikstadt pflegt. Die Schirmherrschaft haben der Chefdirigent der Sächsischen Staatskapelle Dresden Christian Thielemann, die Sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst Dr. Eva-Maria Stange sowie Professor Kurt Masur (†) übernommen.

Nach anspruchsvollen Programmen mit Werken verschiedenster Epochen, solo und mit Klavierbegleitung in den drei Auswahlprüfungen, präsentierten sich in der abschließenden Finalrunde die bis dahin Bestplatzierten im Fach Horn mit dem Concerto per Corno (1957) des tschechischen Komponisten Jiří Pauer in Begleitung des Philharmonischen Orchesters Plauen-Zwickau unter der Leitung von GMD Lutz de Veer. Im Anschluss daran wurden folgende Preise vergeben:

2. Preisträger: Luís Duarte Dias Moreira (Portugal)
2. Preisträger und Publikumspreisträger: Nicolás Gómez Naval (Spanien)
3. Preisträger: Ivo Dudler (Schweiz)

Auch im Fach Tuba vergab die Jury nach Abschluss der Finalrunde mit dem Concerto (1992) for Tuba and Orchestra des armenischen Komponisten Alexander Arutiunian keinen ersten Preis. Es wurden gekürt:

2. Preisträger: Henrique Dos Santos Costa (Portugal)
3. Preisträger: Florian Schuegraf (Frankreich)
3. Preisträger: Gergely Lukács (Ungarn)

Zusätzlich zu den Geldpreisen im Gesamtwert von 18.000 Euro, die von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, der Paracelsus Klinik Adorf-Schöneck, der Volksbank Vogtland, dem Vogtlandkreis und der Merkur Bank gestiftet wurden, können sich die Preisträger nun unter anderem auch über ein Diskanthorn »Hans Hoyer« sowie einen Gutschein zum Kauf einer Tuba der Buffet Crampon Deutschland GmbH, ein Naturhorn – gestiftet von der Sparkasse Vogtland, Konzertengagements bei der Chursächsischen Philharmonie Bad Elster, beim Festival Horn Class Prag sowie im Leubnitzer Schloss, über Dämpfer der Firma Jürgen Voigt, Markneukirchen, Gig Bags für Horn und Tuba von GEWA music, Notengutscheine aus dem Friedrich Hoffmeister Musikverlag Leipzig sowie Bücher freuen.
Neben konzentriertem Arbeiten im Rahmen des Wettbewerbes boten die Tage in Markneukirchen aber auch Unterhaltung in Form von abwechslungsreichen Konzerten sowie Interessantes und Wissenswertes aus dem Bereich des Musikinstrumentenbaus.

Das Sinfoniekonzert zur Eröffnung des Wettbewerbes gestaltete in diesem Jahr erneut das Sinfonieorchester Markneukirchen, diesmal gemeinsam mit der Klarinettistin Bettina Aust. Sie war 2014 erste Preisträgerin des Markneukirchener Wettbewerbes und kehrte jetzt mit Mozarts Klarinettenkonzert an den Ort ihres Erfolges zurück. Auf viel Interesse bei Publikum und Juroren ist der Vortrag »Vom Serpent zur modernen Tuba« von Roland Szentpali gestoßen. Der ungarische Tubist hat, unterstützt durch zahlreiche Musikstücke, die Entwicklungsstufen der heutigen Tuba detailreich und unterhaltsam den interessierten Gästen vermittelt und als mehrfacher Preisträger des Markneukirchener Tubawettbewerbes alle jungen Kandidaten besonders beeindruckt.
Einblicke in die Welt der Musikinstrumente und ihrer Herstellung vermittelten aber auch die Tage der offenen Tür im Studiengang Musikinstrumentenbau der Westsächsischen Hochschule Zwickau (FH), im Institut für Musikinstrumentenbau Zwota und bei der Buffet Crampon Deutschland GmbH sowie die Schauvorführung zum Geigenbau in der Erlebniswelt Musikinstrumentenbau Markneukirchen und Besuche in den Werkstätten der einheimischen Meister und bei den Ausstellungen in der Musikhalle Markneukirchen.

Ergänzt wurde das Rahmenprogramm durch ein Konzert des Blasorchesters Markneukirchen unter dem Motto »Vive la France«, durch die Museumsnacht in den Musikinstrumentenmuseen der Stadt mit Eröffnung einer Sonderausstellung zu Saxophonen aus dem deutschsprachigen Raum, Konzerten mit Gottfried Sembdner (Orgel), dem Mandolinen- und Gitarrenensemble Markneukirchen, dem Frauenchor Luby und dem Klingenthaler Saxophonquintett. Im Preisträgerkonzert mit den Bestplatzierten fand der 51. Internationale Instrumentalwettbewerb Markneukirchen schließlich einen würdigen Abschluss. Alle Preisträger brillierten in Anwesenheit der Schirmherrin und Staatsministerin Dr. Eva-Maria Stange noch einmal mit Stücken aus dem Wettbewerbsprogramm. Bürgermeister Andreas Rubner wies schon einmal auf den nächsten Instrumentalwettbewerb in Markneukirchen vom 4. bis 13. Mai 2017 hin und lud Musikerinnen und Musiker der Fächer Viola und Kontrabass herzlich nach Markneukirchen ein.

www.markneukirchen.de

Allgemeines 01.06.2016 Wo viele eine Stimme haben

Das 17. Festival »a cappella« ging erfolgreich zu Ende

 

Fast durchgängig von einstimmenden Gesprächen und Vorträgen begleitet, hat das Festival »a cappella« in diesem Jahr elf Konzerte in die Musikhochburg Leipzig gebracht. Neugierige – und immer sehr aufmerksame – ca. 7.200 Zuhörer erlebten dabei höchst überzeugende Vokalensembles aus ganz verschiedenen Teilen Europas und eine ebenso weitläufige Palette an Klängen und Ausdrucksformen. Neben einer sehr guten Auslastung der Konzerte bekräftigte die erlebte Atmosphäre der »a cappella«-Woche, welch ausgezeichneten Stand das Festival in der Szene bei musizierenden wie auch hörenden Gästen hat. Viel Seltenes erklang im diesjährigen Programm: Renaissance-Werke aus dem Spanien des 16. Jahrhunderts etwa – sehr farbig und wohlklingend dargeboten von La Colombina, die erst das zweite spanische Ensemble bei »a cappella« waren. Oder traditionelle georgische Vokalmusik (UNESCOWeltkulturerbe) mit dem Ensemble Shavnabada, das gekonnt aufzeigte, wie unterschiedlich sich die Gesangskultur Georgiens in den verschiedenen Regionen des Landes gestaltet und wie viel Empfinden und Kraft darin liegt. Shavnabada trat bei »a cappella« auch das erste Mal in Deutschland auf. Amarcord, die Gastgeber und künstlerischen Leiter, boten –als Premiere in Leipzig – ihre gemeinsame Erarbeitung von Claudio Monteverdis »Marienvesper« mit der Lautten Compagney Berlin. Für ihr Eröffnungskonzert stellten sie wiederum Vokalmusik der Romantik von verschiedenen europäischen Komponisten mit Bezug zu Leipzig zusammen und deckten dabei unter anderem geschmackvolle Stücke des zehnten Gewandhauskapellmeisters Carl Reinecke auf. Das britische Ensemble Gothic Voices schließlich widmete sich in seinem Programm den Entwicklungen der Vokalpolyphonie und präsentierte nach wie vor selten erklingende Werke der frühen europäischen Mehrstimmigkeit. Auch gute Bekannte und schlichtweg gute Unterhaltung standen auf dem Programm: aus Ungarn die Erstplatzierten des letztjährigen Internationalen A CAPPELLA Wettbewerbs, Jazzation, sowie die A-cappella-Pop-Fachmänner Fool Moonund aus Köln die deutschen Humorgaranten basta – allesamt vom Publikum ausgiebig gefeiert. Das Festival, zu dem in diesem Jahr parallel auch der 100. Deutsche Katholikentag in Leipzig stattfand, stand spür- und (in Konzertansagen oder Einführungsgesprächen) auch hörbar nicht zuletzt für Respekt, Freundschaft und Offenheit ein. Im nächsten Jahr feiert »a cappella« mit dem 18. Festival sein 20-jähriges Bestehen und wird erneut die Vielfalt und Schönheit des Gesangs zelebrieren. Vom 21. bis 30. April 2017 zu Gast sind dann unter anderem The Idea of North (Australien), A Filetta (Korsika) und Profeti della Quinta (Israel/Schweiz). Außerdem findet vom 27. bis 30. April die 10. Ausgabe des Internationalen A CAPPELLA Wettbewerbs Leipzig statt.

Nähere Informationen zum Festival »a cappella« finden Sie unter www.a-cappella-festival.de oder www.facebook.com/acappellafestivalleipzig

Kinder & Jugend 31.05.2016 300 Stimmen beim Fest der Kinderchöre

Gemeinsames Konzert des Kinderchores der Oper Leipzig, des Gewandhauskinderchores, des MDR-Kinderchores und des Mädchenchores der Schola Cantorum

 

Der Kinderchor der Oper Leipzig lädt unter dem Motto »Singen verbindet!« am Sonntag, dem 5. Juni um 11 Uhr die großen Kinderchöre der Stadt, den GewandhausKinderchor, den MDR-Kinderchor und den Kinderchor der Schola Cantorum zu einem Fest der Kinderchöre ein. Jeder Chor präsentiert seinen einzigartigen Klang mit anspruchsvoller Chorliteratur und dem ein oder anderen Pop-Klassiker in einzelnen Formationen. Das Singen verbindet, demonstrieren die 300 Kinder und Jugendlichen auch als ein großer gemeinsamer Chor, wenn sie u.a. Chorwerke von Felix Mendelssohn Bartholdy, Bob Chilcott oder John Leavitt stimmgewaltig auf die große Bühne des Opernhauses bringen. Die Moderation an diesem Sonntagvormittag übernimmt der MDR-Sprecher Axel Thielmann. Die Musikalische Leitung der Chöre liegt in den Händen der jeweiligen Chorleiter selbst, Sophie Bauer für den Kinderchor der Oper Leipzig, Frank-Steffen Elster für den GewandhausKinderchor, Ulrich Kaiser für den MDR Kinderchor und Marcus Friedrich für den Mädchenchor und das Ensemble der Schola Cantorum Leipzig. Begleitet werden sie von Maria Hinze am Klavier, Kivanc Tire (Violine), Franz Schwarznau (Kontrabass) und Hannes Malkowski am Schlagzeug.

Karten (10 Euro) erhalten Sie an der Kasse im Opernhaus, unter: (0341) 12 61 261 (Mo–Sa, 10:00–19:00), per E-Mail oder unter www.oper-leipzig.de

Allgemeines 30.05.2016 Viele Stimmen – ein Klang

Gemeinsames Singen zum »Weltflüchtlingstag« am 20. Juni 2016 um 18.30 Uhr auf dem Dresdner Theaterplatz

 

In der aktuellen Diskussion über Migration wird über Zahlen, Gesetzte und Maßnahmen gesprochen. Dabei gerät das Schicksal jedes einzelnen Menschen, der gezwungen ist, seine Heimat, sein bisheriges Leben und seine Sprache zu verlassen, schnell in den Hintergrund. Der ehemalige UNHCR-Flüchtlingshochkommissar António Guterres bringt es auf den Punkt: »Überall auf der Welt fliehen Familien vor Gewalt. Die Zahlen sind gewaltig, aber wir dürfen nicht vergessen, dass diese Menschen Mütter und Väter, Töchter und Söhne sind, Menschen wie Du und ich – bevor der Krieg sie zur Flucht gezwungen hat. Am Weltflüchtlingstag sollten sich alle daran erinnern, was uns verbindet: unsere gemeinsame Menschlichkeit.« Diese Menschlichkeit sollten wir uns jenseits divergierender politischer Auffassungen bewahren. Nichts anderes war auch die Aussage des Screens, der in den letzten Monaten an der Exedra der Semperoper zu sehen war. In diesem Sinne soll auch das gemeinsame Singen am 20. Juni 2016, dem Welttag der Flüchtlinge und Migranten verstanden werden: als Geste für alle zur Flucht gezwungenen Menschen, ihre Sehnsüchte und Hoffnungen auf ein besseres und nicht von Gewalt oder Tod bedrohtes Leben, als Gedenken an alle, die auf der Flucht ihr Leben verloren, und vielleicht auch als Erinnerung daran, dass wir alle in unseren Familiengeschichten Fluchtbewegungen und Völkerwanderungen entdecken, wenn wir uns damit beschäftigen.

Neben Mitgliedern des Ensembles von Oper, Chor und Ballett der Semperoper und Musikern der Staatskapelle Dresden werden der Kinderchor der Semperoper, der Sinfoniechor Dresden, die Singakademie, der Universitätschor, Chöre des Vitzthum-Gymnasiums und weiterer Schulen aus Dresden und Umgebung teilnehmen und verschiedenste Kompositionen erklingen lassen. Daneben ist auch das Publikum herzlich eingeladen, sich bei einigen Liedern zu beteiligen. Die Lieder zum gemeinsamen Singen, Michael Praetorius’ »Audite Silete«, das afrikanische Lied »Baba Wethu (Vaterunser)« sowie »Der Mond ist aufgegangen« und John Lennons »Imagine«, werden ab 1. Juni 2016 auf www.semperoper.de zum Download zur Verfügung gestellt. Wir danken dem Bärenreiter Verlag Kassel und Universal Music für die freundliche Erlaubnis, das Material benutzen zu dürfen.

Kulturpolitik 27.05.2016 Händel, Grönemeyer oder Reinhard Mey?

Am 9. Mai, dem Europatag, beginnt die einmonatige Abstimmung, die feststellen soll, welche sechs Lieder Deutschland im ersten Liederbuch der Europäischen Union repräsentieren sollen.

 

Am Europatag beginnt die einmonatige Abstimmung, die feststellen soll, welche sechs Lieder Deutschland im ersten Liederbuch der Europäischen Union repräsentieren sollen. 2015 wurden etwa 600 Deutsche Lieder, unterteilt in sechs Kategorien, von vielen Musikstudierenden und Musiklehrern sowie von mehreren Chören nominiert.

Die Menschen in Deutschland sind die siebten, die dazu eingeladen sind abzustimmen. Es haben EU-weit bereits ganze 12.000 Menschen die ersten 36 Lieder ausgewählt, u.a. in Dänemark, Österreich und Griechenland. Das EU-Liederbuch ist kein Propagandaprojekt aus Brüssel. Das Pionierprojekt wurde in Gang gesetzt wurde von einer gemeinnützigen Organisation ohne Unterstützung durch die EU und wurde von Experten und überraschend von Politiker und Politikerinnen aus dem ganzen politischen Spektrum applaudiert.

Die Abstimmung

Bei der Abstimmung am 9. Mai wird es möglich sein, die Lieder zu wählen, die Deutschland im ersten Liederbuch der Europäischen Union in sechs Kategorien repräsentieren werden. Der Stimmzettel für Deutschland fasst 60 der meistgennannten Lieder, und wurde von Professor Ekkehard Klemm redigiert, dem Präsidenten des Verbandes Deutscher Konzertchöre – VDKC. Die sechs Liedkategorien wurden in einer Zusammenarbeit mit 17 Musikkonservatorien und -fakultäten in 14 Mitgliedstaaten der EU ausgewählt. Sie sind: 1) Liebeslieder, 2) Lieder über die Natur und die Jahreszeiten, 3) Lieder über die Freiheit und den Frieden, 4) Volkslieder, 5) Lieder über den Glauben und 6) Kinderlieder. Einen Monat lang - bis 9. Juni - Können alle Deutschen unter www.eu-songbook.org für ihre Favoriten abstimmen.

Die ersten 36 der insgesamt 168 Lieder wurden so bereits in andern EU Staaten gewählt: Es folgen noch Abstimmungen in den übrigen 21 Ländern – Ebenfalls im Mai, Polen, im Juni dann Italien – wo wie in Deutschland Musikstudenten, Lehrer und Chorsänger Lieder aus ihrem nationalen Musikerbe nominiert haben.

 

Ein Projekt für die EU ohne die EU

Das EU-Liederbuch ist ein einmaliges demokratisches Pionierprojekt von einer gemeinnützigen Organisation ohne politische oder finanzielle Verbindungen zum EU-System. Dies applaudierte die ehemalige dänische EU-Kommissarin Ritt Bjerregaard im nationalen dänischen Rundfunk: »Finanzielle Hilfe von der EU-Kommission zu bekommen wäre ein Todeskuss gewesen!«. Der Aussage, dass das EU-Liederbuch nationale Gefühle mit europäischen Gedanken kombinieren würde, wurde in Dänemark von Politikern und Politikerinnen aus dem ganzen politischen Spektrum mit überraschender Einheit zugestimmt.

 

Erfolg in Österreich

Über die Abstimmung in Österreich im vergangenen Jahr berichteten über 40 Medien. Dieser Trend bewirkte, dass mehr als 3000 Menschen an der Abstimmung teilnahmen. Unter den sechs ausgewählten Liedern bekam Franz Grubers »Stille Nacht« mit 70% der Stimmen den innerhalb einer Kategorie. Der österreichische Redakteur, Dr. Helmut Brenner von der Kunstuniversität Graz, sagte im Zusammengang mit der Abstimmung: »Wer miteinander singt, schießt nicht aufeinander – was mehr wäre zu gewinnen? Unter dem Titel ›Stimmen der Völker in Liedern‹ wurde 1807 Johann Gottfried Herders Sammlung von Volksliedern veröffentlicht – der Titel würde auch für das EU-Liederbuch gut passen.«

Unterstützung in Deutschland aus Politik und Wissenschaft

Professor Eckehardt Klemm, EU-Liederbuch Redakteur für Deutschland, sowie die Schleswig-Holsteinische Ministerin für Justiz, Kultur und Europa, Anke Spoorendonk, unterstützen aktiv das Projekt. »Europäische Verständigung heißt vor allem auch, das zu kennen, was andere Kulturen prägt. Das EU-Liederbuch ist eine wundervolle Initiative, diesem Ziel näher zu kommen und knüpft damit an die besten Ideen der Aufklärung an«, so Professor Klemm. Ähnlich auch Ministerin Spoorendonk: »Was für einen wichtigen Beitrag zum kulturellen Austausch die Musik und das gemeinsame Singen haben können, kann ich als Kulturministerin gar nicht genug betonen. Ich freue mich daher sehr über dieses schöne Projekt, das auf musikalische Weise den Zusammenhalt und den Austausch innerhalb Europas fördern möchte.«
Darüber hinaus kommt auch Zuspruch aus dem Bundespräsidialamt: Das Referat für Europapolitik lobt das EU-Liederbuch als »einen wichtigen Beitrag, um die europäische Idee mit Leben zu erfüllen und zur Förderung von Verständigung und zum Zusammenwachsen der europäischen Zivilgesellschaft«.

 

Mehr als Kohle, Stahl und Fisch

Gründer und Vorsitzender des Vereins, Jeppe Marsling (Geboren 1974), sieht sich hier bestätigt: »Wenn wir, die Bürger der EU, den ernsten Wunsch haben, den Schritt vom volkswirtschaftlichen Austausch – Kohle, Stahl und Fisch – zum kulturellen und sozialen Austausch zu wagen, wenn wir in der Tat dieses Verhältnis auf eine neue Ebene bringen wollen, dann müssen wir alle die EU dementsprechend in Besitz nehmen, da sie in erster Linie uns Bürgern und nicht den Politikern und Bürokraten gehört.«

In der ersten Ausgabe werden alle Lieder sowohl in der Originalsprache wie auch in der englischen Übersetzung erscheinen. Mögliche Gewinne hieraus sind dann für eine zweite Ausgabe eingeplant, in der alle Lieder in allen 23 Übersetzungen gedruckt werden. So wird jeder und jede, unabhängig von seinen oder ihren Englischkenntnissen, alle Lieder verstehen und mitsingen können.

 

Fact Sheet und Kontaktinformationen

DIE SECHS KATEGORIEN
Die sechs Liedkategorien wurden in einer Zusammenarbeit mit 17 Musikkonservatorien und -fakultäten in 14 Mitgliedstaaten der EU ausgewählt. Sie sind:

1) Liebeslieder,
2) Lieder über die Natur & die Jahreszeiten,
3) Lieder über die Freiheit & den Frieden,
4) Volkslieder,
5) Lieder über den Glauben und
6) Kinderlieder.

DIE TEILNEHMER
Im Februar 2015 wurden 124 Konservatorien und 200 Chöre dazu aufgefordert Lieder für das Liederbuch zu nominieren. Seitdem haben ca. 1.200 Musiklehrer, Studenten und Chorsänger unseren elektronischen Stimmzettel geöffnet und mehr als 3000 Lieder auf 24 Sprachen nominiert. In Deutschland war die Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden sehr aktiv im Nominierungsprozess.

ÜBERSETZUNG UND HERAUSGEBUNG
Wenn die 28 Abstimmungen abgeschlossen und alle 168 Lieder gefunden sind, wird unser Musikredakteur, der Italiener Francesco Cali, Noten, Akkorden und Texte einsammeln. Danach werden die 168 Lieder von Fachleuten auf Englisch übersetzt. Wir hoffen, dass wir die erste Ausgabe am Europatag, am 9. Mai 2017, herausgeben können. Mögliche Gewinne werden eine zweite Ausgabe finanzieren, in der alle Lieder in alle 24 Sprachen der EU übersetzt werden.

KONTAKTINFORMATIONEN

Für weitere Informationen: www.eu-songbook.org
Facebook: »The European Union Songbook«


Für Kommentare über die deutsche Liederauswahl, EU Liederbuch Redakteur für Deutschland:

Ekkehard Klemm,
Präsident des Verbandes Deutscher KonzertChöre VDKC
Professor für Dirigieren, Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden
Künstlerischer Leiter der Singakademie Dresden
klemm58dirigiert@outlook.de
0049 177 8404395

Für Kommentare über das EU- Liederbuch:

Florian Wagenknecht,
Projektleiter für Deutschland
editor@eu-songbook.org
0045 50 14 91 17
 

Fünf Unterstützer/innen:

Anke Spoorendonk, Ministerin für Justiz, Kultur und Europa in Schleswig-Holstein:
Was für einen wichtigen Beitrag zum kulturellen Austausch die Musik und das gemeinsame Singen haben können, kann ich als Kulturministerin gar nicht genug betonen. Ich freue mich daher sehr über dieses schöne Projekt, das auf musikalische Weise den Zusammenhalt und den Austausch innerhalb Europas fördern möchte. Und auch ganz persönlich bin ich geprägt vom dänischen Folkehøjskolesangbogen und der Erfahrung, welch positive Wirkung das gemeinsame Singen auf das tägliche Zusammenleben hat. Ganz nebenbei wird in den ganz unterschiedlichen Liedern ein Stück des europäischen kulturellen Erbes bewahrt und weitergegeben.

Ekkehard Klemm, Präsident des Verbandes Deutscher KonzertChöre VDKC:
Europäische Verständigung heißt vor allem auch, das zu kennen, was andere Kulturen prägt. Das EU-Songbook ist eine wundervolle Initiative, diesem Ziel näher zu kommen und knüpft damit an die besten Ideen der Aufklärung an, die mit den »Stimmen der Völkern in Liedern« bereits ähnliche Wege der Verständigung suchte. Durch die Abstimmung vieler Sängerinnen und Sänger werden die Meinungen Tausender von Menschen einbezogen – wir können dem Projekt nur bestes Gelingen wünschen und blicken neugierig auf die Veröffentlichungen!

Peter Duelund, Leiter des Nordisk Kulturinstitut - Nordic Institute of Culture:
Das EU-Gesangsbuch ist ein geniales Modell, da es ein Bürgerprojekt ist, das die EU nicht stört - und das ist sehr wichtig. (…) Die größte Bedrohung ist nicht der Euro. Im Gegenteil: Die größte Bedrohung ist es, keine kulturelle Gemeinschaft bilden.

Ritt Bjerregaard, Ehemalige EU-Kommissarin für Umwelt:
Sie haben Recht damit, finanzielle Unterstützung der EU-Kommission zu umgehen: Dies wäre ein Todeskuss gewesen. Ein solches Projekt so aus dem Boden zu stampfen ist freudebringend und baut auf. Ich hoffe, dem Gesangbuch folgt eine CD, denn ich und wahrscheinlich viele andere sind gespannt darauf, die Lieder auch in ihren Originalfassungen zu hören.

Uffe Østergaard, Jean Monnet Professor, European Politics & Integration, Copenhagen Business School:
Mit Sicherheit eine großartige Initiative der Gesellschaft. Singen ist ein fantastischer Weg sich zu begegnen (…) Es ist eine gute Idee die Kategorie ‚Nationallieder‘ zu vermeiden, da diese oft davon handeln, wie wir gegen andere kämpften und sie töteten. Es ist das perfekte Timing, mit einem Austausch von höherer Kultur beizutragen - Ich bereue, die Idee nicht selbst gehabt zu haben, sie ist einfach offensichtlich großartig.

Helmut Brenner, Ethnomusikologe an der Kunstuniversität Graz, EU-Songbook Editor, Österreich:
Unter dem Titel »Stimmen der Völker in Liedern« wurde 1807 Johann Gottfried Herders Sammlung von Volksliedern veröffentlicht – der Titel würde auch für das EU-Liederbuch gut passen. Die EU wird immer mehr zu einer Einheit, doch die Stärke dieser Einheit liegt in ihrer Vielfalt. Wenn das EU-Liederbuch dazu beitrüge, diese Vielfalt ein wenig besser zu verstehen, wäre schon viel gewonnen. Und wenn es dazu beitrüge, dass irgendwann die ‚Stimmen der Völker’ nicht mehr nebeneinander erklängen, sondern miteinander, noch viel mehr. Wer miteinander singt, schießt nicht aufeinander – was mehr wäre zu gewinnen?

Kinder & Jugend 24.05.2016 Karneval der Tiere

Kinder musizieren und tanzen für Kinder

 

Der Karneval der Tiere ist eine große Zoologische Fantasie in der vierhändigen Fassung von Camille Saint-Saëns mit der Erzählung zum Bühnenwerk in einer künstlerisch dramaturgischen Musiktheaterproduktion der Dipl. Musikpädagogin & Pianistin Stephanie Dathe und einer Tanzchoreographie von Gundula Peuthert vom Tanzwerk Leipzig. Das Projekt entstand als Kooperationsprojekt der schola arssynerga, dem Zoo Leipzig und dem DTKV Sachsen e.V. anlässlich des Jubiläums 1000 Jahre Leipzig im vergangenen Jahr. Am ersten Ferienwochenende 2015 erlebte es seine Premiere vor ca. 2000 Besuchern innerhalb der Festlichkeiten um die Wiedereröffnung der Kongresshalle im Zoo Leipzig. Das Projekt ermöglicht sowohl Laufpublikum, Familien, Kindern und Besuchern aller sozialen Schichten, Herkunft und Religion teilzuhaben am kulturellen Erbe und sichert durch die Aufführungen im Zoo einen ganz besonderen Einstieg in die kreative und humorvolle Erlebniswelt mit den Mitteln von Musik und Tanz von Kindern und Jugendlichen für ein Publikum jeden Alters.

Es spielen junge Pianisten der »schola arssynerga« gemeinsam mit Gastschülern von verschiedenen Lehrkräften verschiedener Musikschulen und jungen Tänzern des Tanzwerk Leipzig. Die Idee zum »Karneval der Tiere« hatte Camille Saint-Saëns im Jahr 1886 anlässlich einer Aufführung im Freundeskreis. Ganz offensichtlich amüsierte es ihn, bekannte Melodien von Berufskollegen verfremdet auf eigene »tierische« Weise so darzustellen, dass sie wie liebevolle Anekdoten die der Musik oft aufgesetzte ehrfurchtsvolle Ernsthaftigkeit nehmen. Saint-Saëns ließ das Werk zu Lebzeiten allerdings nicht veröffentlichen. So wurde es erst postum im Jahr 1922 uraufgeführt und zog anschließend um die Welt. Die beiden beteiligten Schulen gestalten gemeinsam eine ganz eigene Reise durch die 14 kleinen Abenteuer mit Raubkatzen, Hühner und Hähnen, Wilden Eseln, Fossilien, Kängurus, tanzenden Schildkröten und einer Elefantendame, einem Schwan, Vögeln, einem Kuckuck im tiefen Wald sowie Persönlichkeiten mit langen Ohren. Allerlei Tierrufe und bekannte Melodien bekannter Komponisten machen die heiteren 45 Minuten der Aufführung zum Erlebnis für groß und klein. Die vierhändige Klavierversion stammt vom Komponisten selbst. Die Erzählung wird von Pauline Braune gestaltet. Der aufwendige Orchesterpart wird in einer eigens gemeinsam mit den Spielern entwickelten liebevollen improvisatorischen Version von Peter Kuhnsch mit klassischem Schlagzeug und Percussion ersetzt. So verbinden sich verschiedene künstlerische Handschriften in diesem Projekt.

Der musik- und bewegungspädagogische Ansatz ist dabei unverkennbar. Die Musik wird lebendig im Zusammenwirken der Akteure innerhalb der intermedialen Spielraumsituation die in der Erarbeitungsphase entsteht. Die jungen Tänzerinnen und Tänzer des Tanzwerk Leipzig unterstützen mit der Tanzperformance von Gundula Peuthert den parodistischen Ansatz von Camille Saint-Saëns, denn wie kaum ein anderes musikalisches Werk verbindet es kreative Phantasie, kindliche Wahrnehmung, Humor und ernsthafte Beobachtung in geradezu genialer Treffsicherheit mit der Tier- und Erlebniswelt des Zoologischen Garten in Leipzig. Durch die regelmäßige Mitwirkung in Projekten der Schüler der »schola arssynerga« entsteht im Ensemblespiel eine Gemeinschaft im Umgang mit Musik, die im hohen Maß sowohl für die ausführenden Schüler als auch Tänzer, aber auch für die Zuhörer und Zuschauer musikalisch - kulturell bildend ist. Gleichzeitig beschäftigen sich die jungen teilnehmenden Spieler und Tänzer vertiefend mit einem zentralen Komponisten der klassischen Klavier- und Orchesterliteratur und einem professionellen Werk, das unter normalen Umständen im Schulalltag, aber auch beim Freizeitmusizieren in dieser verdichteten und vertieften Form nicht annähernd so erarbeitet werden könnte wie in der Projektarbeit innerhalb dieser Musiktheaterproduktion. Ziel ist es gemeinsam mit dem Publikum unter dem Motto »Kinder musizieren und tanzen für Kinder« in Dialog zu treten. Nach erfolgten Aufführungen im Zoo Leipzig, wird das Projekt vorher und nachher während des gesamten Jahres in verschiedenen Modulen und Ausführungen durch Einrichtungen wie KiTas, soziokulturellen Einrichtungen und Schulen wandern und verspricht schon jetzt eine große nachhaltige Wirkung.

Der »Karneval der Tiere« von Camille Saint-Saëns zum Ferienauftakt im Zoo Leipzig am 25. und 26. Juni 2016, jeweils 14 Uhr und 16 Uhr. Öffentliche Generalproben finden jeweils 11 Uhr im Gründergarten statt.

www.arssynerga.de

Allgemeines 23.05.2016 Swingin’ SAXONIA

Bereits zum neunten Mal treffen sich Big Bands und Combos zum Internationalen BigBand-Festival Swingin’ SAXONIA am 25. und 26. Juni 2016 im Schützenhaus Hohenstein-Ernstthal.

 

Die Festivalidee besteht darin, sowohl jungen Musikern bzw. Bands, als auch der Vielzahl von Musikern, die bereits zu den reiferen Jahrgängen zählen, ein Podium zu bieten sowie Bühne und Prüfstein für ihre Leistung zu sein. Für solche »namenlosen« Formationen ist es in Deutschland leider oft nicht leicht, Auftrittsmöglichkeiten zu erlangen oder gar ihren Leistungsstand mit anderen Bands zu vergleichen. Dabei ist der Status »Amateur« überhaupt nicht gleichzusetzen mit »unprofessionell«, denn was von diesen Bands teilweise geboten wird, kann sich auf jeder Bühne sehen bzw. hören lassen. In diesem Jahr sind mit 10 teilnehmenden Big Bands und Combos erneut wieder über 170 Instrumentalisten live zu erleben. Alle teilnehmenden Bands spielen auch zum »Big-Band-Spektakel« am 25. Juni 2016 im Schützenhauses Hohenstein-Ernstthal ab 19 Uhr bis Mitternacht. Die Bestplatzierten des Festivals präsentieren dann noch einmal am 26. Juni 2016, 17 Uhr im Konzert der Preisträger. Karten zu den Veranstaltungen gibt es im Vorverkauf zu ermäßigten Preisen, auch als Kombiticket beim SAXONIADE e.V., Schulstr.7, 09337 Hohenstein-Ernstthal oder bei der Stadtinformation Hohenstein-Ernstthal.

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