Allgemeines 06.12.2017 1,9 Millionen Euro für Musik, Theater, Kunst und mehr ...

Die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen fördert im ersten Halbjahr 2018 neue Projekte mit 1,9 Millionen Euro

 

Am 6. Dezember wurden durch den Vorstand der Kulturstiftung Fördergelder in Höhe von rund 1,9 Mio. Euro für Projekte bewilligt, die in der ersten Hälfte des Jahres 2018 durchgeführt werden. Auf Empfehlung der Fachbeiräte werden damit insgesamt 179 herausragende Kunst- und Kulturprojekte im Freistaat Sachsen zur Förderung gebracht. Darunter sind Theaterprojekte, Kunstausstellungen, Musik- und Filmfestivals, Lesungen, Industriekulturtage, soziokulturelle Projekte und Vorhaben, die spartenübergreifend neue künstlerische Ausdrucksformen erproben.

Die Projektförderung ist das Herzstück der Kulturstiftung. Jährlich werden mittlerweile mehr als 350 Projekte unterstützt. Diese hohe Zahl spricht für die Vielfalt und die herausragende Qualität der freien Kunst- und Kulturszene im Freistaat Sachsen. Die Ideen und die Begeisterung, mit denen die Künstlerinnen und Künstler, die vielen Vereine und Initiativen das Kulturleben in Sachsen gestalten, sind durchweg außergewöhnlich, wie der Ausblick auf einige geförderte Projekte im Jahr 2018 beispielhaft zeigt: Gefördert wird im Jahr 2018 auch das Musikfest Erzgebirge. Der bevorstehende Festivaljahrgang steht unter dem Motto »Träume«. Unter der Leitung des Intendanten Christoph Rademann wird derzeit ein Konzertprogramm zusammengestellt, dass sich unter anderem mit Liebesträumen, Albträumen, Zukunftsträumen, Träumen von Freiheit und von fremden Welten beschäftigt.

Einen Überblick über alle im ersten Halbjahr 2018 durch die Kulturstiftung geförderten Kunst- und Kulturprojekte finden Sie in Kürze unter www.kdfs.de.

Personalia 30.11.2017 Peter Ringel

Trauer um den ehemaligen Vizepräsidenten des Sächsischen Musikrates

 

Der Sächsische Musikrat e.V. trauert um Peter Ringel. Nach Angaben seiner Familie starb er am 26. November 2017 im Alter von 77 Jahren in Dresden.

Liebe zur Musik, Beharrlichkeit und die Gabe, konsequent Prioritäten setzen zu können – das waren wesentliche Eigenschaften, die Peter Ringel zeitlebens eingebracht hat, um seine große Leidenschaft,
die Aufführung von Bläser-Kammermusik, zu leben und mit anderen zu teilen. Als Vizepräsident des Sächsischen Musikrates von 1992 bis 2003 hat sich Peter Ringel für ein breites Musikleben in Sachsen engagiert. Wir sind ihm dafür dankbar.

Die Trauerfeier findet am 6. Dezember 2017 um 11 Uhr auf dem Friedhof Bannewitz statt.

Prof. Dr. Christoph Krummacher
Präsident des Sächsischen Musikrates


Preise & Stipendien 13.11.2017 Auszeichnung für die Gottfried-Silbermann-Gesellschaft

Die Stadt Freiberg ehrt die Gottfried-Silbermann-Gesellschaft e.V. mit dem Bürgerpreis 2017.

 

Damit würdigt sie ihr vielfältiges Engagement als Kulturbotschafterin in der Region und weltweit. In der Begründung heißt es: »Das kulturelle Leben der Stadt Freiberg wird seit 1991 auf vielfältige Art und Weise durch die Gottfried-Silbermann-Gesellschaft e.V. geprägt. […] Denn mit ihren Veranstaltungen und Angeboten vermittelt die Silbermann-Gesellschaft (Musik-)Geschichtswissen sowohl der Stadt wie auch der Region – wobei sie sich an Erwachsene ebenso richtet wie an Kinder.« Die Stadt würdigt insbesondere die gelungene Verbindung von Tradition und Moderne bei den überregional renommierten Silbermann-Tagen. Mit der in diesem Jahr eröffneten Ausstellung im Silbermann-Haus habe die Gesellschaft einen Anziehungspunkt am Schloßplatz geschaffen.

Die Silbermann-Gesellschaft freut sich sehr über diese ehrenvolle Auszeichnung. »Sie unterstreicht in starker Weise den Stellenwert unserer Arbeit in der Stadt und in der Region. Dies ist das Ergebnis langjähriger Arbeit vieler engagierter Menschen, ganz gleich ob als Angestellte oder Ehrenamtler«, sagt der Präsident der Silbermann-Gesellschaft, Albrecht Koch. »Mit der Eröffnung der Dauerausstellung im Silbermann-Haus ist uns in diesem Jahr ein bedeutender Schritt gelungen. Aber letztlich würdigt der Bürgerpreis auch die gesamte Arbeit der vergangenen Jahrzehnte, die einst in kleinstem Rahmen unter dem Gründungspräsidenten Hans Otto begann und unter Dietrich Wagler sukzessive erweitert wurde. Wir als Silbermann-Gesellschaft fühlen uns geehrt und sind gleichzeitig umso motivierter, unsere Arbeit in der Zukunft weiter so fortzuführen und weiterzuentwickeln.«

Die Auszeichnung findet im Rahmen des Neujahrsempfangs der Stadt Freiberg am 12. Januar 2018 um 18 Uhr in der Konzert- und Tagungshalle Nikolaikirche statt.

Allgemeines 02.11.2017 WORLD & VISION

International, emotional, phänomenal – die 17. Jazztage Dresden laden vom 2. bis 26. November nach Dresden ein

 

Über 350 internationale Helden der Jazzszene, europäische Stars, nationale Virtuosen und auch zahlreiche Nachwuchskünstler wollen im November über 20.000 Besucher mit ihren Kompositionen und Konzerten begeistern. Insgesamt werden 21 Bühnen bespielt, wobei den begeisterungsfähigen Jazzfan neben 68 Konzerten, sechs Sonderkonzerten, vier QF-Jazztreffs auch acht »Swing & Dine«-Veranstaltungen erwarten. Unter dem Motto WORLD & VISION begrüßen die Jazztage in der speziell zu einem großen Jazzclub umgebauten Hauptspielstätte Erlwein-Capitol neben dem diesjährigen Titelgesicht Ute Lemper auch Marcus Miller, Curtis Stigers, Silje Nergaard, Tom Gaebel, Puppini Sisters, Nils Landgren Funk Unit, Roby Lakatos, Mike Stern, Stacey Kent und Meret Becker. Zum Abschlusskonzert am 26. November lädt Klaus Doldinger`s Passport ins Schauspielhaus ein, wo am 12. November bereits die A-Cappella-Legende TAKE 6 dem verstorbenen Al Jarreau gedenkt, der 2016 eines seiner letzten Konzerte überhaupt zu den Jazztagen Dresden gab.

Daneben können Besucher beim Stöbern im üppigen wie abwechslungsreichen Festivalprogramm natürlich noch zahlreiche weitere Highlights entdecken, darunter auch die ein oder andere Neuheit, welche auch für erfahrene Jazztage-Gänger eine Premiere bedeuten dürften. So taucht in diesem Jahr erstmals die Staatsoperette in der Liste der Lokationen auf und auch der neueröffnete Kulturpalast swingt im Rhythmus der Jazzmusik. »The Chick Corea & Steve Gadd Band« werden den Kulturpalastreigen am 3. November adeln, gefolgt von Quadro Nuevo & Cairo Steps (7. November), Estas Tonne (9. November), der Dresdner Philharmonie (10. und 11. November) und den Klazz Brothers mit »Tango meets Cuba« am 14. Dezember. »Wir freuen uns, dass alle drei Jazztage-Konzerte in der Staatsoperette wie geplant stattfinden können, denn der von uns genutzte Bühnenteil vor dem Eisernen Vorhang ist zum Glück nicht vom großen Wasserschaden betroffen«, sagt Kilian Forster, Intendant der Jazztage Dresden.

Ebenfalls neu ist die Pianoreihe im Dresdner Piano-Salon in Zusammenarbeit mit Ludmilla Schmidt und ihrer Reihe »Junge Meister der Klassik« mit dem »Tingvall Trio«, dem von Quincy Jones präsentierten »Alfredo Rodriguez Trio«, Tobias Forster und David Gazarov.

Wer nach einer fulminanten Eröffnungsfeier am 2. November im QF (Quartier an der Frauenkirche) die Jazztage lieber in heimeliger Atmosphäre erleben möchte, dem hat das Societaetstheater die wohl intimsten Festivalmomente mit »Hotel Bossa Nova«, »Trinity of Queen«, »Le Bang Bang« und weiteren Künstlern zu bieten. Auch das Urgestein der Dresdner Jazzbühnen, der Jazzclub Tonne, lässt wie gewohnt Stars wie Lyambiko, Cristin Claas, Duck Tape Ticket, Wolfgang Haffner, Jeff Cascaro oder Noisy Pots die Jazzherzen höherschlagen.

Weltmusik-Fans können durch die Kooperation mit »Musik zwischen den Welten« auf unterschiedlichen Bühnen das »Barcelona Gipsy Balkan Orchestra«, Karasol, Dikanda, Fanfare Ciocarla, Grainne Holland, HUUN-HUUR-TU, »Greg Pattillo`s Project Trio« oder Sting`s Lieblingsgitarrist Dominic Miller erleben.

Tickets sind zwischen 11 Euro und 39 Euro in der Dresden-Information im QF sowie in allen anderen Dresdner und deutschlandweiten ReserviX-Vorverkaufsstellen erhältlich. Ebenso steht die ReserviX-Hotline unter 01806 700733 (20 Cent aus dem Festnetz, mobil 60 Cent) zur Verfügung. Weitere Informationen über Rabatte sowie Festival-Pässe sind über das Jazztage-Büro unter ticket (at) jazztage-dresden.de oder telefonisch unter 0351 4540304 erhältlich.

Jazztage Dresden

Wettbewerbe 09.10.2017 Zeig, was du kannst!

Anmeldungen zum Wettbewerb »Jugend musizert« sind noch bis 15. November möglich

 

»Jugend musiziert« lädt Kinder und Jugendliche ein, mit ihrem Instrument oder ihrer Stimme die Konzertbühne zu betreten, sich dem Vergleich mit anderen zu stellen und von einer Fachjury bewertet zu werden. Sie beurteilt die musikalischen Leistungen, vergibt Punkte und Preise und bietet im Anschluss an das Wertungsspiel Beratungsgespräche an. »Jugend musiziert« 2018 ist ausgeschrieben für die Solo-Kategorien: Blasinstrumente, Zupfinstrumente, Bass (Pop), Musical, Orgel und Besondere Instrumente (Baglama, Hackbrett). Ensembles können in den Kategorien Duo: Klavier und ein Streichinstrument, Duo Kunstlied: Singstimme und Klavier, Schlagzeug-Ensemble, Klavier vierhändig und Besondere Ensembles mit Werken der Klassik, Romantik, Spätromantik und Klassischen Moderne teilnehmen. Wer mitmachen möchte, muss ein Vorspielprogramm mit Musik aus verschiedenen Epochen vorbereiten. In der Pop-Kategorie sind selbstkomponierte Stücke gefragt. Die Kategorie Musical verlangt auch Sprechmonologe und eine Tanzperformance. Als Preise winken Urkunden, Stipendien, Konzertauftritte oder Geldpreise, die die Partner von »Jugend musiziert« vergeben können.

Die Anmeldung für eine Teilnahme am Wettbewerb »Jugend musiziert« 2018 erfolgt online auf dem deutschlandweiten Jugend-musiziert-Portal.

Der Wettbewerb »Jugend musiziert« startet mit den Regionalwettbewerben im Januar 2018. Wer dort einen 1. Preis mit Weiterleitung erhält, kann anschließend im März am Landeswettbewerb seines Bundeslandes teilnehmen.

Der Landeswettbewerb Sachsen findet an zwei Wochenenden im März 2018 in Reichenbach/Vogtl. statt und ist wie folgt geplant (Stand: 04.10.2017):

1. Wettbewerbswochenende 09.–11. März 2018
Solowertungen: Blockflöte, Musical, Klarinette, Oboe, Saxophon, Fagott, Zither, Gitarre, Mandoline
Ensemblewertungen: Duo Klavier und ein Streichinstrument

Bereits fest steht am 1. WE folgende Wertung:
09.03.2018: Schlagzeugensembles (im Landesgymnasium für Musik, Dresden)

2. Wettbewerbswochenende 16.–18. März 2018
Solowertungen: Querflöte, Horn, Trompete, Posaune, Tuba, Bass (Pop)
Ensemblewertungen: Duo Kunstlied, Besondere Ensembles

Bereits fest stehen am 2. WE folgende Wertungen:
17.03.2018: Jazz-Solo (Neuberinhaus Reichenbach)
17.03.2018: Klavier, vierhändig (Robert-Schumann-Konservatorium Zwickau)
17.03.2018: Orgel (HfM Weimar, gemeinsam mit LW Thüringen)

(Änderungen vorbehalten)
Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der dem Jugend-musiziert-Internetportal für Sachsen.

Die ersten Preisträger aller Bundesländer sind schließlich zum Bundeswettbewerb in die Hansestadt Lübeck eingeladen.

Allgemeines 05.10.2017 Yaara Tal & Andreas Groethuysen

Leipziger Chopin-Tage vom 19. bis 22. Oktober mit hochkarätigem Programm

 

Mit den 27. Leipziger Chopin-Tagen feiert die Neue Leipziger Chopin-Gesellschaft (NLChG) vom 19. bis 22. Oktober ihr 25-jähriges Bestehen. Die 1992 gegründete Gesellschaft ist in ihrer Zusammensetzung und ihrem aktiven Vereinsleben einzigartig in Deutschlands Kulturszene.

Im Jubiläumsjahr stellten die Organisatoren um Vereinsvorsitzende Prof. Gudrun Franke ein hochkarätiges Festivalprogramm zusammen. Mit Yaara Tal und Andreas Groethuysen ist es erstmals gelungen, eines der prägenden Klavierduos unserer Zeit für ein Konzert bei den Leipziger Chopin-Tagen zu verpflichten. Für ihre klanglich vollkommen Interpretationen und ihre kreative Programmgestaltung wurden sie bereits fünf Mal mit dem »ECHO Klassik« und zehn Mal mit dem »Preis der Deutschen Schallplattenkritik« geehrt. Am 20. Oktober, 19:30 Uhr, im Großen Saal der HMT Leipzig, interpretiert das Duo Werke von Robert Schumann, Wolfgang Amadeus Mozart / Edvard Grieg, Camille Saint-Saëns und Franz Schubert für zwei Klaviere bzw. Klavier zu vier Händen. Im Eröffnungskonzert am 19. Oktober, 20 Uhr, im Polnischen Institut, ist der Finalist des diesjährigen Deutschen Musikwettbewerbs (2017 in Leipzig), der Pianist Viktor Soos, zu hören. Er erhielt den Pianistenpreis der Neuen Leipziger Chopin-Gesellschaft und wählte für seinen Klavierabend u.a. Mazurkas und die Sonate h-Moll op. 48 von Fryderyk Chopin. Der 1. Preisträger des Klavierwettbewerbs Premio Roberto Mellini 2016 (Trento/Italien), Jonas Aumiller, konzertiert am 22. Oktober, 16 Uhr, im Kulturzentrum der Stadt Schneeberg. Zur Einstimung auf die Chopin-Tage wird am 17. Oktober, 19:30 Uhr, in der Cinémathèque in der naTo der Film »Spanische Grippe« (Hiszpanka, 2015) gezeigt. Die fantasiereiche Geschichte um den Meisterpianisten und polnischen Ministerpräsidenten Ignacy Jan Paderewski und seinen zwielichtigen Gegenspieler Dr. M. Abuse wird mit viel Chopinscher Klaviermusik erzählt.

Innerhalb der Chopin-Tage findet alljährlich die Klavier- und Kammermusikwerkstatt für Schüler und Jugendliche statt. Junge Nachwuchsmusiker stellen am 21. Oktober ab 10 Uhr in der Leipziger Musikhochschule ihr Können unter Beweis. Das wichtigste Jugend-Projekt der Neuen Leipziger Chopin-Gesellschaft findet 2017 bereits zum 22. Mal statt. Anliegen der Werkstatt ist es, den heranwachsenden Musikern neue Anregungen mit auf den Weg zu geben, Interpretationen zu vertiefen und das kammermusikalische Zusammenspiel zu fördern. Die Teilnehmer aus Sachsen und Sachsen-Anhalt tragen vor Publikum zwei vorbereitete Klavier- und/oder Kammermusikwerke vor und haben im Anschluss die Möglichkeit, mit den Juroren zu arbeiten. Die Jury setzt sich aus Professoren und Dozenten der Neuen Leipziger Chopin-Gesellschaft zusammen: Albrecht Hartmann (MLU Halle-Wittenberg), Andreas Kühn (HfM Dresden), Gudrun Franke, Gerhard Erber, Igor Gryshyn, Alexander Meinel, Dietmar Nawroth, Christian A. Pohl, Eva Sperl und Andriy Tsygichko (HMT Leipzig). Die jungen Pianisten und Kammermusikpartner erhalten Sachpreise vom Polnischen Institut in Leipzig. Für die beste Interpretation eines Chopin Werkes vergibt der Soroptimist-Club Leipzig den Chopin-Preis 2017. Zuhörer und Hospitanten sind herzlich willkommen.

Ihren Abschluss finden die Leipziger Chopin-Tage am Sonntag, 22. Oktober, 18:00 Uhr, mit dem Festlichen Salon im Weißen Haus in Markkleeberg. Die Veranstaltung verbindet Musik und Unterhaltung mit Köstlichkeiten für Gaumen und Kehle. Peter Korfmacher, Feuilleton-Chefder Leipziger Volkszeitung, wird an diesem Abend seinen Plattenschrank öffnen und einige besondere Aufnahmen seiner umfangreichen Sammlung vorstellen.

Die 1992 gegründete Neue Leipziger Chopin-Gesellschaft vereint vorrangig Leipziger Pianisten, Hochschuldozenten, Orchestermusiker und Sänger aus Mitteldeutschland. Zusammen konzertieren sie in den beiden überaus erfolgreichen Veranstaltungsreihen in Leipzig/Markkleeberg »Herfurthsche Hausmusik« (bis 2015 »Westphalsche Hausmusik«) und »Weißes Haus exklusiv«. Zehn Konzerte mit insgesamt rund 60 Künstlern pro Jahr vereinen sich in der Hausmusik unter einem Schwerpunkt und garantieren damit eine interpretatorischeVielfalt. 2017 wird zum Jubiläum der Gesellschaft ein musikalisches Tagebuch von Fryderyk Chopin aufgeblättert. Seine Kompositionen werden mit den wichtigsten Lebensstationen des Komponisten verbunden und zeichnen zugleich ein eindrucksvolles Bild des 19. Jahrhunderts.

Preise & Stipendien 04.10.2017 Sächsischer Initiativpreis für Kunst und Kultur

Die Dresdner Sinfoniker e.V. erhielten in diesem Jahr den Preis der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen

 

Seit 2005 verleiht die Kulturstiftung diesen Preis alle zwei Jahre, um Eigeninitiative und Innovationskraft zu fördern. Ausgezeichnet werden sächsische Kultureinrichtungen, die mit Ausdauer und Mut neue Ideen umsetzen und damit Vorbild für andere sind. »Die Dresdner Sinfoniker bieten nicht nur ein Vorbild für avanciertes Musizieren, sondern auch für ein unabhängiges und themengerechtes künstlerisches Agieren im internationalen Rahmen», sagt Laudator Dieter Jaenicke, Intendant HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste. Mit dem Initiativpreis für Kunst und Kultur möchte die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, neben der Innovation und Kreativität der Konzeptideen und der Kulturvermittlung, insbesondere auch die flexible Organisationsform der Sinfoniker ehren, welche nur durch das große Engagement der einzelnen Mitglieder möglich ist. Der Sächsische Initiativpreis für Kunst und Kultur ist mit einem Preisgeld von 10.000,00 EUR verbunden.

Der mit 2.500 Euro dotierte Förderpreis geht in diesem Jahr an den Görlitzer Verein Second Attempt. Mit seinen grenz- und spartenübergreifenden Jugendprojekten ist der Verein seit nunmehr fast fünfzehn Jahren als Motor eines aktiven und kreativen soziokulturellen Wandels in Görlitz und der Region bekannt. »Second Attempt, zu Deutsch ›Zweiter Versuch‹, steht für eine zukunftsorientierte Kunst- und Kulturarbeit mit Jugendlichen. Falls die Umsetzung ihrer Ideen nicht beim ersten Versuch gelingt, dann eben beim zweiten oder auch dritten Anlauf«, so Ulf Großmann, Präsident der Kulturstiftung, in seiner Laudatio. Die feierliche Übergabe des Sächsischen Initiativpreises für Kunst und Kultur durch Staatsministerin Dr. Eva-Maria Stange erfolgte am 30. September 2017 beim 14. Sächsischen Stiftungstag im Tagungszentrum der Sächsischen Wirtschaft in Radebeul.

 

Drei Kammermusikensembles aus den Ländern Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt erhielten am gestrigen Sonntag, den 17. September 2017 in der Notenbank Weimar den diesjährigen Jugendmusikpreis der Holger Koppe-Stiftung. Dieser mit 5.000€ dotierte Preis wurde zum zweiten Mal vom Stifter persönlich übergeben und ging, auf Vorschlag der Landesmusikräte, an folgende Kammermusikensembles:

Streichtrio des Landesgymnasiums für Musik Carl Maria von Weber in Dresden
Friederike Herold (12 Jahre) –Violoncello, Charlotte Herold (16 Jahre) – Violine, Pauline Herold (18 Jahre) – Violine

Klarinettenquartett der Kreismusikschule »Louis Spohr« Gotha
Conrad Hähnlein (14 Jahre), Johanna Kalms (15 Jahre), Helene Grubmüller (15 Jahre), Lilly Bindel (14 Jahre)

Akkordeon-Duo des Konservatoriums »Georg Friedrich Händel« Halle (Saale)
Frauke Maxi Seifert (12 Jahre), Katharina Hildmann (13 Jahre)

Der Sächsische Musiktrat begründete seinen Vorschlag zur Auszeichung an die Geschwister Charlotte, Friederike und Pauline Herold aus Pirna wie folgt: »Die hohe Musikalität aller drei Mädchen, die sich in einerseits in der Meisterschaft des solistischen Spiels, aber auch im kammermusikalischen Spiel ›in Familie‹ und als Mitglieder von verschiedenen Landesförderensembles des Sächsischen Musikrates widerspiegeln sind in ihrer Kontinuität und in der Aussicht auf die Entwicklung aller drei jungen Musikerinnen einmalig. Charlotte und Pauline sind bereits mehrfache Bundespreisträger des Wettbewerbs Jugend musiziert in den Jahren 2013 bis 2017. Friederike, die jüngste und wahrscheinlich die Begabteste von allen, hat in diesem Jahr gemeinsam mit Charlotte in der Altersgruppe III des Bundeswettbewerbs die Höchstpunktzahl von 25 erreichen können. Man muss Charlotte, Friederike und Pauline nur beim Musizieren zuschauen, um sehen, welche Freude und Konzentration bei der Reproduktion von Musik entstehen kann. Der Sächsische Musikrat möchte mit der Verleihung des Preises natürlich auch das familiäre Engagement ehren, was hinter diesen Leistungen und der Art und Weise des Musizierens und dem persönlichen Auftritt aller drei Mädchen steht. Es ist ein großer Dank und ein Kompliment an die Eltern.«

»Gemeinsames Musizieren trägt nach meiner Überzeugung zum Zusammenhalt unserer Gesellschaft bei, zu Toleranz und Vielfältigkeit.« Mit diesen Worten begründete Dr. Holger Koppe in seiner Rede anlässlich der Verleihung in Weimar das Engagement seiner Stiftung für die musikalische Jugend. Auch Weimars Stadtkulturdirektorin, Frau Julia Miehe, bekräftigte in Ihrem Grußwort »Warum wir junge Musizierende fördern müssen« die Unterstützung von jungen Musikern und Musikerinnen. Der Präsident des Landesmusikrates Thüringen bedankte sich für das Engagement der Holger Koppe-Stiftung und für die Gelegenheit, das diesjährige Preisträgerkonzert in Thüringen veranstalten zu können.

Kulturpolitik 11.09.2017 »Musik und Integration«

Einladung zum Projektportal des Deutschen Musikinformationszentrums

 

 

Das Musikinformationszentrum des Deutschen Musikrats (MIZ) stellt ab sofort eine Projektdatenbank bereit, in der umfassende Informationen über die Bandbreite an Initiativen, Projekten und Veranstaltungen rund um das Thema »Musik und Integration« bundesweit zusammengetragen und präsentiert werden.

Wir möchten Sie heute einladen, auch Ihre Projekte und Veranstaltungen im Rahmen des neuen Angebots vorzustellen. Die Projektdatenbank ist der erste Meilenstein eines neuen Informations- und Austauschportals, an dessen Aufbau das MIZ derzeit mit Unterstützung der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien arbeitet. Neben der Information über aktuell laufende Projekte soll das Portal künftig insbesondere den Erfahrungsaustausch zwischen Akteuren und Veranstaltern musikbezogener Integrationsprojekte intensivieren und damit die Vielfalt und Qualität der angebotenen Maßnahmen nachhaltig stärken. Die neue Datenbank basiert auf dem Vorgängerprojekt des MIZ »Musik macht Heimat«. Da das neue Portal vielfältige Möglichkeiten zur Vernetzung und zum Austausch mit andern Projektträgern bereitstellen wird, möchten wir Sie bitten, sich für das neue Angebot des MIZ als Veranstalter zu registrieren und uns Ihre aktuellen Aktivitäten im Bereich der musikalischen Integrationsarbeit zu übermitteln. Sie erreichen das Portal unter: https://integration.miz.org (die Registrierungsfunktion finden Sie unten auf der Seite).

Ihre Vorteile im Überblick:
• Ihr Projekt wird auf der zentralen Plattform für den Musikbereich sichtbar – es wird so als Teil des großen Engagements der Musikszene wahrnehmbar.
• Potenzielle Förderer können sich hier über Ihre Arbeit informieren.
• Ihr Austausch und die Zusammenarbeit mit anderen Projektträgern werden gestärkt.
• Sie erhalten Inspiration für neue Themen und Techniken für Ihre praktische Arbeit.

Bis zum Frühjahr 2018 wird das Portal sukzessive um ein zentrales Forum zum Austausch sowie eine Vielzahl thematisch-begleitender Informationen ergänzt, darunter praxisnahe Fachbeiträge sowie Arbeitshilfen und Informationen aus der Praxis. Wir würden uns freuen, wenn Sie sich an dem Aufbau der neuen zentralen Plattform für den Musikbereich beteiligen würden. Bitte zögern Sie nicht, uns mit Fragen oder Anregungen direkt zu kontaktieren.

Stephan Schulmeistrat

Kulturpolitik 06.09.2017 Sächsischer Bibliothekspreis 2017 geht an Musikbibliothek in Leipzig

Die Bibliothek der Hochschule für Musik und Theater »Felix Mendelssohn Bartholdy« (HMT) Leipzig hat im August den mit 10.000 Euro dotierten Sächsischen Bibliothekspreis 2017 gewonnen.

 

In den vergangenen Jahren wurde die Auszeichnung anhand eines Schwerpunktthemas vergeben. 2017 war das Kriterium der Preisvergabe die vielseitige Arbeit der Bibliotheken selbst. Kunst- und Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange sagte: »Über die Wahl der Jury freue ich mich außerordentlich. Die diesjährige Preisträgerin, die Bibliothek der HMT Leipzig, ist mit ihren Mitarbeiterinnen beispielhaft in ihrer Kompetenz, ihrer leidenschaftlichen Kundenorientierung, ihrem Teamgeist und Einsatz. Ganz oben aber steht ihre in die Zukunft gerichtete Offenheit: Dazu zählen das engagierte Voranschreiten auf dem Gebiet der digitalen Services bei gleichzeitiger Sensibilität für die Bedürfnisse einer Bibliothek für Künstler, die Kooperationen mit anderen Bibliotheken, Lehrtätigkeit und internationales Engagement. Es ist kein Zufall, dass die Bibliothek der HMT im Jahr 2018 Ausrichter des Kongresses der International Association of Music Libraries, Archives and Documentation Centres (IAML) sein wird, dem einwöchigen, größten internationalen musikbibliothekarischen Kongress mit rund 400 Gästen aus etwa 30 Ländern.«

Christian Schramm, Vorsitzender des Landesverbands Sachsen im Deutschen Bibliotheksverband e.V. gratulierte ebenfalls zu der Auszeichnung: »Die Bibliothek der Hochschule für Musik und Theater »Felix Mendelssohn Bartholdy« (HMT) Leipzig verfügt über eine für wissenschaftliche Bibliotheken eher schmale Personalausstattung. Dank des hohen Engagements und der Fachkompetenz ihres Teams gelingt es der Bibliothek jedoch, international in der ersten Liga mitzuspielen. Das von ihr entwickelte Discovery-Katalogsystem sowie der im nächsten Jahr von ihr auszurichtende Jahreskongress der IAML sind dafür ein Beweis.« Die Jury begründete ihre Entscheidung damit, dass die HMT-Bibliothek mit angeschlossenem Archiv und Instrumentenausleihe seit vielen Jahren ein regional und überregional stark beachtetes Serviceangebot für Studium, Lehre und künstlerische Praxis anbietet. Dazu steht sie in engem Kontakt mit Lehrenden und Studierenden. Durch die konsequente Integration digitaler Technologien und enge Kooperationsbeziehungen mit der Universitätsbibliothek Leipzig, der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden und anderen leistungsstarken Partnern sei es der Bibliothek gelungen, eines der weltweit ersten Discovery-Katalogsysteme mit dezidiert musikbibliothekarischer Ausrichtung anzubieten und mit digitalen Publikationswerkzeugen Sichtbarkeit und Reichweite für HMT-Quellen und -Forschungsergebnisse spürbar zu steigern. Hervorgehoben wurde zudem die professionelle Öffentlichkeitsarbeit der HMT-Bibliothek, dank derer sie mehrfach zusätzliche private Mittel für besondere Erwerbungen akquirierte.

Die Sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Dr. Eva-Maria Stange, wird den »Sächsischen Bibliothekspreis 2017« am 24. Oktober 2017, dem »Tag der Bibliotheken«, um 17.00 Uhr in der HMT Leipzig, Grassistr. 8 (Foyer 2. Etage) verleihen. Die Preisverleihung ist öffentlich.

http://www.hmt-leipzig.de/de/hmt/bibliothek

 

 

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