Personalia 16.04.2018 Gabriele Hegner

Sächsische Bläserphilharmonie und Deutsche Bläserakademie haben eine neue Geschäftsführerin

 

 

Gabriele Hegner hat nach knapp zwei Jahren als Orchesterdirektorin und Orchestermanagerin die Geschäftsführung der Sächsischen Bläserphilharmonie und der Deutschen Bläserakademie übernommen.

Sie löst damit ab April Heiko Schulze ab, der die Geschicke seit 1996 in Bad Lausick führte. »Mein Ziel ist es, die Wahrnehmung unserer Institution, sowohl der Sächsischen Bläserphilharmonie als auch der Deutschen Bläserakademie deutlich zu verstärken. Die Bereiche Marketing und Sponsoring müssen sich massiv verändern. Wir wollen nicht nur überregional, sondern auch in unserer Heimat die Menschen erreichen und überzeugen. Es wird Zeit für die Marke ›Sächsische Bläserphilharmonie‹!«, so Gabriele Hegner über ihre Zukunftsplänen. Gabriele Hegner bringt durch ihre 10-jährige Erfahrung als Leiterin des Künstlerischen Betriebsbüros der Hofer Symphoniker sowie ihre bereits 14-jährige Praxis als selbständige Künstleragentin und Eventmanagerin in Frankfurt am Main die nötige Erfahrung für diese Position mit. Dass sie selbst Orchestermusik studiert hat und als Fagottistin tätig war, kommt der Bläserphilharmonie ebenso entgegen.

Die Sächsische Bläserphilharmonie ist das einzige Kulturorchester Deutschlands, das in ausschließlich sinfonischer Bläserbesetzung auftritt. Mit seinem knapp 70-jährigen Bestehen kann das Ensemble, ehemals Rundfunk-Blasorchester Leipzig, auf eine bewegte Geschichte zurückblicken. Seit 2011 ist Thomas Clamor als Chefdirigent für die Sächsische Bläserphilharmonie tätig. Neben Konzerttätigkeiten im Inland fungiert das Orchester auch als Kulturbotschafter, die die Musiker unter anderem nach China, Venezuela und Australien führte. Im Herbst des vergangenen Jahres wurde das Orchester in das Förderprogramm »Exzellente Orchesterlandschaft Deutschland« aufgenommen, das von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert wird.

Kinder & Jugend 11.04.2018 100 Mozartkinder ...

... konnte die Sächsische Mozart-Gesellschaft innerhalb von zehn Jahren in ihrer musikalischen Entwicklung zu begleiten

 

Die Zeit verging wie im Fluge und die Sächsischen Mozart-Gesellschaft hat es geschafft, innerhalb von 10 Jahren über 100 Mozartkinder in ihrer musikalischen Entwicklung zu begleiten.

Die Idee von Franz Wagner-Streuber, so viele Kinder mit der Genialität Mozarts anzustecken, deren individuelle Fähigkeiten zu entwickeln, ihre Stärken zu fördern und in ein musikalisches Ensemble einzubinden, füllte sich innerhalb der vergangenen zehn Jahre immer mehr mit Leben. Wir blicken auf viele wunderbare gemeinsame Erlebnisse zurück und halten Ausschau in das kommende Jubiläumsjahr und darüber hinaus in eine Zukunft mit weiterhin viel Musik, Freude und Energie. Dieses Jubiläum gibt Anlass mit allen zu feiern, die das Projekt 100Mozartkinder in den vergangenen 10 Jahren mit ihrer Zuwendung ideeller und finanzieller Art begleitet haben. Vor allem in Chemnitz und Umgebung, aber auch in ganz Sachsen und über die Landesgrenzen hinaus, bis hin nach Tschechien, Österreich und Italien, haben die Mozartkinder bei ihren Konzerten die Sächsische Mozart-Gesellschaft e. V. mit bunten Klängen vertreten und den quirligen Geist Mozarts versprüht, was stets Aufmerksamkeit und Interesse erweckte und von Zuhörern mit viel Beifall und Erstaunen aufgenommen wurde.

Viele der damals vor zehn Jahren aufgenommenen Mozartkinder sind nun schon in ihrem Beruf angekommen, einige studieren sogar Musik. Und auch wenn sich mancher Lebensweg bereits von Chemnitz entfernt hat, halten viele nach wie vor Kontakt zum Ensemble 100Mozartkinder. Über 100 junge Menschen haben eine Menge an Eindrücken, Inspirationen und Erfahrungen für ihr Leben aus diesem Projekt mitgenommen und werden diese in die Zukunft und Gesellschaft tragen.
Mit allen Freunden und Unterstützern möchten wir zum 10jährigen Jubiläum der Mozartkinder mindestens zehn Höhepunkte erleben:

  • 4 Jubiläumskonzerte
  • Workshop mit der Band Uwaga!
  • Konzerteise nach Italien
  • Besuch der »Zauberflöte« in der Semperoper Dresden
  • eigenes Stück für die Mozartkinder komponieren lassen
  • eigenes Liederbuch der Mozartkinder erstellen
  • eigenes Logo entwickeln lassen

Unter dem Motto »Viele schaffen mehr« haben wir für dieses Vorhaben gemeinsam mit der Volksbank Chemnitz, die jede erfolgte Spende nochmal mit 25% bezuschusst, das Crowdfunding-Projekt »10 Jahre Ensemble 100Mozartkinder« gestartet. Seit Mitte Dezember 2017 besteht die Möglichkeit unter www.volksbank-chemnitz.viele-schaffen-mehr.de/mokis10 zu spenden. Bis zum Eröffnungskonzert des Sächsischen Mozartfestes am 4. Mai 2018 wollen wir die Spendensumme von mindestens 20.000 Euro erreicht haben. Das schaffen wir nicht alleine. Bitte helfen Sie kräftig mit und unterstützen Sie unser Jubiläumsvorhaben!

Den Auftakt zu mehreren grenzüberschreitenden Konzerten im Festjahr bildet eine Matinee in der Chemnitzer Oper am Samstag, 14. April um 11 Uhr, die zugleich als Einstimmung auf das Sächsischen Mozartfestes erklingt. Das Streichorchester Ponticello, zu dem die Mozartkinder seit vielen Jahren freundschaftliche Beziehungen pflegen, besteht an der Jugendkunstschule ZUŠ Chomutov bereits seit 20 Jahren. Was liegt näher, als Freundschaft und Jubiläen gemeinsam zu feiern? Die Matinee ist eine Veranstaltung im Rahmen der Feierlichkeiten 875 Jahre Stadt Chemnitz.

Allgemeines 28.03.2018 Mozart on Mortality

Das Landesjugendorchester Sachsen probt zu Ostern in der Landesmusikakademie Sachsen und lädt anschließend zu zwei Konzerten in Leipzig und Dresden ein.

  • Michael Nyman: Mozart on Mortality für Sopran und Kammerensemble
  • W. A. Mozart: Chi sá, chi sá, qual sia KV 582, Konzertarie für Sopran und Orchester
  • Yasuo Kuwahara: Raidoh - Konzert für Mandoline und Orchester
  • Rainer Lischka: Konzert für Posaune und Orchester W. A. Mozart: Sinfonie g-Moll KV 550

Teaa An, Sopran
Adrian Wehle, Posaune
Clara Weise, Mandoline
Landesjugendorchester Sachsen
Leitung: Milko Kersten

Konzerte
Sa, 07.04.2018, 20 Uhr,
Kunstkraftwerk Leipzig,
Saalfelder Straße 8b, 04179 Leipzig
(Tickets: 15,– €, erm. 8,– €)

So, 08.04.2018, 19.30 Uhr,
Hochschule für Musik Dresden,
Wettiner Platz 13, 01067 Dresden
(Tickets: 9,50 €,  erm. 6,– €)

Ticketverkauf für beide Konzerte über reservix.de und an der Abendkasse

 

Am 4. April 1787 schrieb W. A. Mozart in einem Brief an den Vater: »… Und ich danke meinem Gott, daß er mir das Glück gegönnt hat, mir die Gelegenheit (Sie verstehen mich) zu verschaffen, ihn als den Schlüssel zu unserer wahren Glückseligkeit kennen zu lernen. Ich lege mich nie zu Bette, ohne zu bedenken, daß ich vielleicht (so jung als ich bin) den andern Tag nicht mehr sein werde …« Der Komponist war erst 31 Jahre alt und schrieb derlei Gedanken über das Ende. Nur ein Jahr später entstanden seine letzten 3 großen Sinfonien, eine davon in g-Moll. Die Mitglieder des LJO Sachsen haben Kompositionen der Wiener Klassik stets auf dem Wunschzettel, eine der großen Sinfonien zu spielen ist nun Premiere.

Michael Nyman hat 1992 Mozart on Mortality komponiert – eine kleine Kammer-Ouvertüre, die den Brieftext an den Vater vertont und in unsere Zeit holt. Konzerte des LJO Sachsen bieten in aller Regelmäßigkeit jungen Solisten die Gelegenheit, sich zu präsentieren. Mozarts Konzertarien werden leider nur selten aufgeführt, in diesem Programm der ideale Rückgriff zum Original nach Nymans Eingangsstatement. Dessen Musikstil basiert auf dem Strömen von kleineren Klangbausteinen, die sich dann in ihrer Proportionalität zu einem Ganzen entwickeln können. Ein Prinzip, das auch die Wiener Klassik bereits kannte und welches gerade in dem ostinaten Beginn der g-Moll-Sinfonie den immer wieder aufs Neue beeindruckenden Sog in eine melancholisch-bewegte Klangwelt erzeugt.
Dieses Strömen von Musik macht der japanische Komponist Yasuo Kuwahara zum Thema eines ganzen Mandolinenkonzertes. Dabei ist er den Klängen der Natur auf der Spur, die in ihrer rhythmischen Raffinesse und lautmalerischen Phantasie die asiatische Herkunft nicht verleugnen, westeuropäische Traditionen aber bewusst liebevoll einschließt. Mit einem Konzertstück für Posaune und Orchester wird sich der derzeitige Soloposaunist des LJO präsentieren und damit musikalische Werbung machen für ein Instrument, für das es momentan in Sachsen nicht zuviel Nachwuchs gibt …

Kinder & Jugend 28.03.2018 Bläser kommen nach Meißen

Die Stadt an der Elbe ist Gastgeber für das 17. Sächsische Kinder- und Nachwuchsorchestertreffen

 

Die Stadt Meissen freut sich, Gastgeber für das 17. Sächsische Kinder- und Nachwuchsorchestertreffen des Sächsischen Blasmusikverbandes am 5. Mai 2018 mit 350 jungen Musikerinnen und Musiker zu sein.

Für das diesjährige Treffen haben sich aktuell 14 Orchester angemeldet, darunter auch Gäste aus Thüringen. Auf fünf Bühnen im Stadtzentrum werden die Programme der Orchester zu erleben sein, bis 16 Uhr auf dem Hauptmarkt mit dem großen Abschlusskonzert aller Teilnehmenden der Höhepunkt des Musikfestes zu erleben ist. Der Kinder- und Nachwuchsorchestertreff wurde ins Leben gerufen, um den jungen Musizierenden eine Plattform zum Zeigen ihrer herausragenden Leistungen zu geben. Die jungen Orchestermitglieder aus den verschiedenen Regionen Sachsens lernen einander kennen, besuchen sich gegenseitig bei ihren Auftritten und musizieren beim gemeinsamen Abschlusskonzert aller Teilnehmer miteinander. Feste wie dieses verbinden die Musizierenden, ihre Gäste und die Gastgeber über die Konzerte hinaus.

Kulturelle Bildung 23.03.2018 Kulturelle Bildung ist kein Abstraktum ...

Der Sächsische Musikrat zum Handlungsprogramm »Nachhaltige Sicherung der Bildungsqualität in Sachsen«

 

Kulturelle Bildung ist kein Abstraktum, sondern bedarf der eigenen elementaren Betätigung und Erfahrung

Der Präsident des Sächsischen Musikrates, Prof. Dr. Christoph Krummacher, hat sich am 21. März mit einem Schreiben an Staatsminister Christian Piwarz gewandt.

Die mit dem Handlungsprogramm »Nachhaltige Sicherung der Bildungsqualität in Sachsen« in Aussicht gestellten Verbesserungen der Rahmenbedingungen für Schulbildung in Sachsen werden dahin grundsätzlich begrüßt. Der Sächsische Musikrat verweist in dem Scheiben auch auf Meldungen, nach denen im Fach Musik Reduktionen geplant sind. Zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen aus den letzten Jahrzehnten belegen eindeutig die hohe Bedeutung der musisch-ästhetischen Schulfächer und insbesondere des Musikunterrichtes für die soziale Bildung und den Zusammenhalt von Kindern und Jugendlichen – im Klassenverbund und lebenslang. »Der Stellenwert der entsprechenden Bildungsinhalte ist in besonderer Weise hinsichtlich sozial schwächerer Milieus und deren Integration und Teilhabe wichtig«, so Krummacher. Insofern sieht der Musikrat die Stärkung der politischen und sozialen Bildung im unmittelbaren Zusammenhang mit der musisch-ästhetische Bildung. »Kulturelle Bildung ist kein Abstraktum, sondern bedarf der eigenen elementaren Betätigung und Erfahrung, wie sie nur im obligatorischen Fachunterricht vermittelbar sind«, heißt es im Schreiben. Die weitere Stärkung der Ganztagsangebote wird dies nicht leisten können, jedenfalls nicht in der bisher gegebenen Qualität und Verbindlichkeit.

Der Sächsische Musikrat hofft auf eine breite Bildungsdiskussion in Sachsen, die für Deutschland vorbildhaft sein könnte. Die Expertise des Musikrates und seiner Mitglieder, u.a. der beiden Musikhochschulen in Sachsen, des Bundesverbandes Musikuntericht und außerschulisch agierender Akteure wie den Musikschulen und Chorverbänden sollten dabei hilfreich sein.

Kinder & Jugend 19.03.2018 Neues Dozententeam an der SBMV-Akademie für die Jugendleiterausbildung

Seminare des Sächsischen Blasmusikverbandes zum Erwerb und zur Verlängerung der Jugendleitercard (JuLeiCa)

 

Vom 2. bis 4. März 2018 fand in der Landesmusikakademie Sachsen das Aufbauseminar des Sächsischen Blasmusikverbandes zur Verlängerung der Jugendleitercard (JuLeiCa) für insgesamt 9 Teilnehmer sowie der erste Teil des Grundseminars zum Erwerb der JuLeiCa mit 13 Teilnehmern statt.

Warum erwerben die Jugendleiterinnen und Jugendleiter ihre Qualifikation an der SBMV-Akademie? Verschiedene Aspekte sprechen dafür – so gute Seminar-Rahmenbedingungen. Als Seminarort kooperiert die SBMV-Akademie mit der Landesmusikakademie Sachsen. Für Teilnehmende und Dozenten sind dort ausgezeichnete Arbeitsbedingungen gegeben. Letztlich entscheidend sind für die Teilnehmenden das zu erwerbende Wissen und die praktischen Fähigkeiten und Fertigkeiten im Umgang mit Kindern und Jugendlichen in den Musikvereinen. Diese praxisorientierte Ausrichtung liegt der Seminargestaltung zu Grunde, die in die Wissensvermittlung in allen Themenbereichen einfließt. Garant dafür ist das Dozententeam.

In diesem Jahr trat ein neues Dozententeam an:

  • Sarah Nehring, Pädagogische Fachkraft in der Schule, Trainerin in der Jugend(verbands)arbeit, Nachwuchsbeauftragte im Orchester Holzhausen e.V. und ehrenamtlich in der Jugendhilfe tätig
  • Jonas Ernecke, Musikwissenschaftler, Trainer in der Jugend(verbands)arbeit, Dirigent Oederaner Blasmusikanten e.V.
  • Sascha Mühleisen, Fachgebietsleiter Ausbildung der Jugendfeuerwehr Sachsen, Themenkomplex Recht

Unter Leitung von Marion Frank, Bildungsreferentin des SBMV e.V. und Mitwirkung von Gaston Saborowski, der die Seminarübergabe begleitet hat, fanden die Seminare statt. »Die Übergabe hat gepasst«, war eine Teilnehmeräußerung aus dem Aufbauseminar: »Anne und Gaston haben uns viel beigebracht, mit euch, Sarah, Jonas und Sascha, gehen die Aufbauseminare toll weiter, wir lernen stets neues!«

Warum ist an der SBMV-Akademie ein eigener überfachlicher Bildungsbereich mit einem Bildungsschwerpunkt Jugendarbeit seit 2016 aktiv? Die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in unseren Musikvereinen basiert auf den gleichen gesetzlichen Vorschriften wie zum Beispiel in Sport- und Theatervereinen, Literaturzirkeln oder Arbeitsgemeinschaften junger Wissenschaftler. Qualifizierte Fachkräfte sind einzusetzen, in Seminaren erwerben sie die Jugendleitercard (JuLeiCa). Nach bundesweit einheitlichen Standards erfolgt die Ausbildung, mit der JuLeiCa erwerben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen deutschlandweit anerkannten Qualifikations- und Legitimationsnachweis für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Nach dem Grundseminar (im Allgemeinen umfasst es 48 Bildungseinheiten an zwei Wochenenden) ist aller drei Jahre ein Wochenend-Aufbauseminar zur Verlängerung der JuLeiCa zu besuchen.

Die Themenbereiche reichen von psychologischen und pädagogischen Grundlagen für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, wie Motivation, Gruppenpädagogik, Konfliktmanagement und Organisation über Fragen zu Kindeswohlgefährdung, Jugendschutz und Aufsichtspflicht bis hin zu Demokratiebildung und Erste Hilfe. Die JuLeiCa-Seminare an der SBMV-Akademie werden in Trägerschaft der Bläserjugend Sachsen im SBMV durchgeführt; die Jugendleitercard wird nach erfolgreicher Seminarteilnahme vom Bundesjugendring ausgestellt.

Silke Schulze

Wettbewerbe 16.03.2018 Jugendwettbewerb mit 74 jungen Musikerinnen und Musikern

11. Roland-Zimmer-Jugendwettbewerb für Soloinstrumente Gitarre, Mandoline und Zither vom 5. bis 7. April 2018 in Hohenstein-Ernstthal

Veranstalter

SAXONIADE e.V. und Bund Deutscher Zupfmusiker – Landesverband Sachsen e.V

 

Mit 45 Teilnehmern im Fach Gitarre werden am 5. und 6. April 2018 die öffentlichen Wertungsspiele im Lessinggymnasium Hohenstein-Ernstthal absolviert. Ab Samstag wird der Wettbewerb durch die Wertungsspiele von 16 Mandolinisten und 13 Zitherspielern ergänzt. Vom hohen Niveau und dem ausdrucksstarken Spiel der jungen Künstler kann sich das Publikum im Konzert der Preisträger am 7. April 2018 in der Aula des Lessing Gymnasium in Hohenstein-Ernstthal ab 19 Uhr überzeugen.

Nach einer Idee von Gerhard Puhlfürst, dem damaligen Präsidenten des SAXONIADE e.V.,entstand 1998 der Roland-Zimmer Jugendwettbewerb für Gitarre Solo und Mandoline Solo und wurde zum ersten Mal im Schloss Forderglauchau durchgeführt. Danach waren sich der Bund Deutscher Zupfmusiker, Landesverband Sachsen e.V. und der SAXONIADE e.V. einig, den zweiten Wettbewerb im Jahr 2000 mit dem Instrument Zither zu erweitern und zu bereichern. Der Roland-Zimmer-Jugendwettbewerb für Soloinstrumente Gitarre, Mandoline und Zither ist dem Vermächtnis von Prof. Roland Zimmer (1933-1993) gewidmet. Die kennzeichnenden Orte des Lebens von Prof. Roland Zimmer waren die Musikstadt Markneukirchen im Vogtland und Thüringens Klassikerstadt Weimar. Seinem Studium in Weimar folgte eine Lehrtätigkeit an der nunmehrigen Franz-Liszt-Hochschule, die später durch Dozenten-, Juroren- und Konzerttätigkeit über den nationalen Rahmen hinaus ergänzt wurde.

Der Wettbewerb dient der Förderung des Amateurmusizierens, der Anhebung der musikalischen Qualität und versteht sich als Wegbereiter für nationale und internationale Leistungsvergleiche.

In dem anspruchsvollen musikalischen Wettstreit haben Kinder und Jugendliche die Möglichkeit, in den Fächern Gitarre, Mandoline und Zither ihre solistischen Leistungen zu präsentieren und ihre Kräfte zu messen. Eine fachkundige Jury schätzt die im Wertungsspiel dargebotene Leistung eines jeden ein, beurteilt und gibt Hinweise für die weitere Arbeit. So können die jungen Künstler auch untereinander ihre künstlerischen Leistungen vergleichen.

Rudi Stößel

Wettbewerbe 05.03.2018 Nichts zu verlieren – Viel zu gewinnen

27. Landeswettbewerb »Jugend musiziert« Sachsen 2018 in Reichenbach im Vogtland

Öffentliche Wertungsvorspiele (Eintritt frei)
9.-11. und 16.-18. März 2018

  • Goethe-Gymnasium Reichenbach
  • Neuberinhaus Reichenbach
  • Ratssaal Reichenbach
  • Weinholdschule Reichenbach (nur 9.-11. März)
  • Sächsisches Landesgymnasium für Musik Dresden (9. März, Schlagzeug-Ensemble)
  • Robert-Schumann-Konservatorium der Stadt Zwickau (17. März, Klavier-vierhändig)

Konzerte
Samstag, 17. März 2018, 20 Uhr, Neuberinhaus Reichenbach
Konzert der Jazz-Preisträger des Landeswettbewerbes Jugend jazzt Sachsen
Eintritt frei!

Freitag, 4. Mai 2018, 19:30 Uhr, Rathaus Reichenbach
Abschlusskonzert des Landeswettbewerbs
Eintritt frei!

Tagesaktuelle Infos

 

An den zwei kommenden Wochenenden vom 9.-11. und 16.-18. März 2018 werden 510 Teilnehmer an verschiedenen Austragungsorten in Reichenbach beim größten Jugendwettbewerb in Sachsen ihr Können beweisen. In den Solowertungen sind dies 46% (!) mehr Teilnehmer (284 Solowertungen statt 194), als im vergleichbaren Wettbewerbsjahr 2015. An Gastgeber und Organisatoren werden damit hohe Anforderungen gestellt. Nicht zuletzt die zahlreichen freiwilligen Helfer an allen Veranstaltungsorten tragen zum reibungslosen Ablauf bei und sichern das hohe Niveau des Wettbewerbs. Der diesjährige Wettbewerb sprengt von der Anzahl der Wertungen alle Dimensionen, so dass einige Kategorien nach Dresden (Schlagzeug) und Zwickau (Klavier-vierhändig) »ausgelagert« werden mussten.

Spannende Sololeistungen gibt es diesem Jahr u.a. bei den Bläsern, Gitarristen sowie bei Musical und Jazz. In der Ensemblewertung stehen in diesem Jahr die Duo-Wertungen mit Streichinstrumenten und Sängern im Mittelpunkt. Der Eintritt zu den Wertungsspielen ist frei. Gäste sind willkommen!

»Jugend musiziert« ist ein Nachwuchswettbewerb für Amateure. Beteiligen können sich Solisten und Kammermusik-Ensembles. 1.096 junge Leute haben bei den fünf Regionalwettbewerben in Sachsen im Januar 2018 bereits teilgenommen. Aber nur auftreten und die Punkte einsammeln? Und vielleicht gar enttäuscht und ärgerlich wieder nach Hause fahren? Das ist nicht Ziel von »Jugend musiziert«. Der Wettbewerb will anderes, als seine Teilnehmer über den Konkurrenz– und Öffentlichkeitsdruck zu Höchstleistung zu provozieren. Wichtig ist ihm, zum Musizieren, zur Arbeit mit dem Musikinstrument oder der Singstimme anzuregen, sich mit verschiedenen Musizierstilen und Musikwerken unterschiedlicher Epochen auseinandersetzen und zum gemeinsamen »Erlebnis Musik« zusammen zu finden.

Darum gehört das Angebot eines Beratungsgespräches der Juroren für alle Teilnehmer seit vielen Jahren zum Programm. Aber auch das wird in diesem Jahr aufgrund der Fülle von Wertungen schwierig werden. Da Wettbewerbstage oder Spielorte nicht beliebig erweiter werden können werden die Beratungsgespräche der Teilnehmer – das ist neu – erst nach der Ergebnisbekanntgabe am Abschluss des Wertungstages stattfinden.

Bei »Jugend musiziert« steht der Team-Gedanke im Vordergrund. Neben Motivation und Anregung für den eigenen musikalischen Lebensweg vermittelt »Jugend musiziert« nach der Wettbewerbsphase weitere Förderungen und Stipendien. Das können Projekte des Sächsischen Musikrates sein, beispielsweise das Landesjugendorchester oder auch das Jugendjazzorchester Sachsen.

Veranstalter von »Jugend musiziert« ist der Sächsische Musikrat in diesem Jahr gemeinsam mit der Stadt Reichenbach im Vogtland. Der Wettbewerb wird gefördert aus Mitteln des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst. Als Hauptsponsor steht auch in diesem Jahr der Ostdeutschen Sparkassenverband gemeinsam mit der Sparkasse Vogtland zur Verfügung. Von Anfang an fördert die Sparkassen-Finanzgruppe den Wettbewerb und steht »Jugend musiziert« seit nunmehr 55 Jahren als treuer Partner zur Seite. Der diesjährige Landeswettbewerb im vogtländischen Reichenbach ist damit eine besondere Herzensangelegenheit für die Sparkasse Vogtland.

Weitere Förderer sind:

  • CUBE - PERSONAL DRUMS - Jonas Hillmann & Dirk Törppe GbR
  • Finkenburg Stiftung
  • Klavierbaufirma August Förster Löbau
  • Stadtwerke Reichenbach/Vogtland GmbH
  • Verband deutscher Musikschulen, Landesverband Sachsen e.V.

 

 

Allgemeines 02.03.2018 Wilde Träume, wachsame Engel

Vorgestellt: das Programm des fünften Musikfestes Erzgebirge

 

 

Zum Abschluss einer thematischen Trilogie wartet das Musikfest Erzgebirge in diesem Jahr nach den »BLICKEN« (2014) und »WEGEN« (2016) mit ganz unterschiedlichen »TRÄUMEN« auf. Künstlerisch hochkarätige Festkonzerte wechseln sich ab mit jungen, überraschenden Formaten – die Mischung, für die das dramaturgisch klug durchinszenierte Festival unter der Intendanz von Prof. Hans-Christoph Rademann steht. »Das Musikfest Erzgebirge hatte von Anfang an einen hohen Anteil überregionaler Besucher«, so Hans-Christoph Rademann. »Mithilfe unserer Freunde und Partner vor Ort, mit den Kirchgemeinden, den Städten und Kommunen, schaffen wir es, den Besuchern aus ganz Deutschland, ja Europa, aber auch dem treuen Publikum der Erzgebirgsregion ein abwechslungsreiches Programm auf allerhöchstem künstlerischen Niveau zu bieten.« Der Landrat des Erzgebirgskreises, Frank Vogel fügt hinzu: »Bei vielen Musikliebhabern ist das Musikfest im Jahreskalender fest verankert. Und mit ca. 30 Prozent ist der Anteil überregionaler Besucher hoch – das ist natürlich ein guter touristischer Effekt. Das Bild vom Erzgebirge wird durch das Musikfest durch einen weiteren, wichtigen Stein ergänzt und noch stärker als Ort der Hochkultur wahrgenommen.«

Nach dem festlichen Eröffnungskonzert in der St. Martinskirche in Zschopau am 7. September reihen sich dieses Jahr Konzerte in Annaberg-Buchholz, Grünstädtel, Grünhain, Augustusburg, Freiberg, Schneeberg, Stützengrün und Schwarzenberg zu einer Kette farbiger, teils wilder »Träume«. Als ganz besonderer Höhepunkt ist 2018 ein barocker Circus auf dem Marktplatz von Annaberg-Buchholz geplant, der die Besucher bereits ab dem 6. September in elf Vorstellungen musikalisch an die Anfänge des modernen Circus führen wird.

Am 5. März 2018 beginnt der Vorverkauf für die Konzerte des Festivals; der Vorverkauf für die Circus-Veranstaltungen startet nach einer großen Crowdfounding-Aktion Ende Mai. Tickets sind über den Internetanbieter reservix.de und in den Vorverkaufsstellen der Freien Presse sowie direkt im Festivalbüro erhältlich. Dort gibt es auch wieder das Festivalticket, das den Besuch aller Konzerte erlaubt. Ausführliche Informationen zu allen Veranstaltungen und zu dem Begleitprogramm sind auf der Webseite des Festivals abrufbar.

Kulturpolitik 01.03.2018 Neue Zahlen zur Sächsischen Kultur- und Kreativwirtschaft

Die sächsische Kultur- und Kreativwirtschaft in Sachsen wächst, wie aus dem am 27. Februar vorgestellten »Zwischenbericht zum 2. Kulturwirtschaftsbericht« zu entnehmen ist.

 

Die sächsische Kultur- und Kreativwirtschaft wächst und ist sowohl bedeutender Arbeitgeber als auch starke Wirtschaftsbranche im Freistaat. Am 27. Februar 2018 wurde in Dresden der »Zwischenbericht zum 2. Kulturwirtschaftsbericht« vorgestellt.

Die Kultur – und Kreativwirtschaft besteht aus zwölf Teilmärkten, inklusive dem für Sachsen spezifischen Kunsthandwerk und erwirtschaftete im Jahr 2015 einen Umsatz von 3,35 Mrd. Euro. Die erzielte Bruttowertschöpfung lag bei 1,7 Mrd. Euro. Jedes 16. Unternehmen in Sachsen gehört zur Kultur- und Kreativwirtschaft. Knapp 71.000 Menschen sind in der Kultur- und Kreativwirtschaft beschäftigt, immerhin 3,4 % aller Erwerbstätigen Sachsens. Mit über 39.000 sozialversichungspflichtigen Beschäftigten (2016) liegt die Branche vor der Automobilindustrie und auf Augenhöhe mit dem Maschinenbau. Designwirtschaft, Pressemarkt, Software-/Games-Industrie und der Werbemarkt sind die wirtschaftlichen Triebfedern der sächsischen Kultur- und Kreativwirtschaft. Im Vergleich der ostdeutschen Flächenländer liegen die sächsischen AkteurInnen an der Spitze und erwirtschaften einen Umsatz von 3,1 Mrd. Euro.

Vor allem der Anteil von Frauen in der Kultur- und Kreativwirtschaft war auch 2016 überdurchschnittlich hoch und lag mit 46,6% bei sozialversicherungspflichtgen Beschäftigten über dem Bundesdurchschnitt. Der Großteil der Frauen ist innerhalb der sächsischen Kultur- und Kreativwirtschaft mit 74,8 Prozent im Buchmarkt beschäftigt, wohingegen der Anteil von Frauen in der Software-/Games-Industrie mit 30,8 Prozent am niedrigsten ausfällt.

Die Zahlen machen deutlich, dass die Kultur- und Kreativwirtschaft eine zentrale Rolle im Wirtschafts- und Innovationssystem in Sachsen spielt und auch für die Regionalentwicklung immer wichtiger wird.

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