Wettbewerbe 13.03.2017 Nichts zu verlieren – Viel zu gewinnen

26. Landeswettbewerb »Jugend musiziert« Sachsen 2017 in Bautzen

 

An zwei Wochenenden vom 17.–19. und 24.–26. März 2017 werden 512 Teilnehmer an verschiedenen Austragungsorten in Bautzen beim größten Jugendwettbewerb in Sachsen ihr Können beweisen. An Gastgeber und Organisatoren werden damit hohe Anforderungen gestellt. Nicht zuletzt die zahlreichen freiwilligen Helfer an allen Veranstaltungsorten tragen zum reibungslosen Ablauf bei und sichern das hohe Niveau des Wettbewerbs. Spannende Sololeistungen gibt es diesem Jahr u.a. bei den Pianisten und Sängern sowie bei der Wertung Drum-Set (Pop). In der Ensemblewertung stehen in diesem Jahr die Bläser, Streicher und Jazzer im Mittelpunkt. Der Eintritt zu den Wertungsspielen ist frei. Gäste sind willkommen! »Jugend musiziert« ist ein Nachwuchswettbewerb für Amateure. Beteiligen können sich Solisten und Kammermusik-Ensembles. 1.076 junge Leute haben bei den fünf Regionalwettbewerben in Sachsen im  Januar 2017 bereits teilgenommen. Aber nur auftreten und die Punkte einsammeln? Und vielleicht gar enttäuscht und ärgerlich wieder nach Hause fahren? Das ist nicht Ziel von »Jugend musiziert«. Der Wettbewerb will Anderes als seine Teilnehmer über den Konkurrenz- und Öffentlichkeitsdruck zu Höchstleistung zu provozieren. Darum gehört das Angebot eines Beratungsgespräches der Juroren für alle Teilnehmer seit vielen Jahren zum Programm.

Bei »Jugend musiziert« steht der Team-Gedanke im Vordergrund. Neben Motivation und Anregung für den eigenen musikalischen Lebensweg vermittelt »Jugend musiziert« nach der Wettbewerbsphase weitere Förderungen und Stipendien. Das können Projekte des Sächsischen Musikrates sein, beispielsweise das  Landesjugendorchester oder auch das Jugendjazzorchester Sachsen. Veranstalter von »Jugend musiziert« ist der Sächsische Musikrat in diesem Jahr gemeinsam mit der Stadt Bautzen. Der Wettbewerb wird gefördert aus Mitteln des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst und des Kulturraumes Oberlausitz-Niederschlesien. Als Hauptsponsoren stehen auch in diesem Jahr die Sparkassen in Sachsen gemeinsam mit ihrem Ostdeutschen Sparkassenverband sowie die Klavierbaufirma August Förster Löbau zur Seite.

Öffentliche Wertungsvorspiele (Eintritt frei)
17.–19. und 24.–26. März 2017
Melanchthon-Gymnasium Bautzen, Schiller-Gymnasium Bautzen,
BSZ Wirtschaft/Kreismusikschule Bautzen, Steinhaus Bautzen

Konzerte
Samstag, 18. März 2017, 20:00 Uhr, Steinhaus Bautzen
Konzert der Jazz-Preisträger des Landeswettbewerbes Jugend jazzt Sachsen
Veranstalter: Steinhaus Bautzen

Freitag, 7. April 2017, 19:30 Uhr , Burgtheater Bautzen
Abschlusskonzert des Landeswettbewerbs
Kassenöffnung sowie Kartenbestellungen Di–Fr 11:00–18:00, Tel. (03591) 584225
Online-Bestellungen

Weitere Konzerte mit 1. Preisträgern des Landeswettbewerbes 2017
30.04.2017, 17:00 Uhr, Schloss Weesenstein (Festival Sandstein & Musik)
06.05.2017, 17:00 Uhr, Schiller-Gymnasium Bautzen (Aula-Konzerte)
14.05.2017, Barockschloss Neschwitz

Infos zum Wettbewerb, Ablauf und die Ergebnisse tagesaktuell

Preise & Stipendien 09.03.2017 Ehrung für Václav Luks

Der Mozartpreis 2017 geht an den tschechischen Cembalisten, Hornisten, Dirigenten, Musikwissenschaftler und Pädagogen Václav Luks

 

Der tschechische Cembalist, Hornist, Dirigent, Musikwissenschaftler und Pädagoge Václav Luks erhält den Mozartpreis 2017 der Sächsischen Mozart-Gesellschaft e.V.

Mit Václav Luks wird ein herausragender Musiker gewürdigt, der in den letzten Jahren das klassische und vorklassische Repertoire samt vieler Entdeckungen und Erstaufführungen vor allem böhmischer Musik (u. a. von Zelenka, Reichenauer, Benda und Mysliveček) in historischer Aufführungspraxis kompetent und frisch erarbeitet und ausgeführt hat – zunächst als Hornist in verschiedenen Kammermusikformationen, seit 2005 als Dirigent, Gründer und Leiter seiner beiden Ensembles »Collegium 1704« und »Collegium Vocale 1704«. Mit beiden Ensembles hat sich Luks einen weltweiten Ruf erarbeitet, er steht aber ebenso für die kulturellen Verbindungen in der Region ein, so auch in Böhmen und Sachsen seit 2008 mit der erfolgreichen Konzertreihe »Musikbrücke Prag – Dresden«. Franz Streuber, Vorstand der Sächsischen Mozart-Gesellschaft e.V.: »Václav Luks leistet mit seinen Aufführungen einen enormen Beitrag zum Verstehen und zur Verständigung der Kultur und Kulturen in Mitteleuropa. Er befindet sich stets auf der Suche nach einem sinnlichen und zugleich historisch informierten, kompetent und doch lebendig von allen Mitwirkenden seiner Ensembles ausgeführten Klang der Musik, der nicht im Gestern verweilt, sondern im Heute das Publikum erreicht und allerorten begeistert.« In diesem Jahr wird der Mozartpreis von Diagnosticum Labormedizin gestiftet.

Der Mozartpreis wird im Rahmen des Eröffnungskonzertes des Sächsischen Mozartfests »Mozart und Böhmen« am 12. Mai 2017, 19 Uhr in der Kreuzkirche Chemnitz verliehen.

Wettbewerbe 02.03.2017 Deutscher Musikwettbewerb in Leipzig

Etwa 200 junge Künstlerinnen und Künstler, unter ihnen 29 aus Sachsen und Thüringen, treten in 14 Kategorien vom 27. Februar bis 11. März 2017 beim 43. Deutschen Musikwettbewerb in Leipzig auf.

 

Der Wettbewerb für den professionellen Musikernachwuchs des Landes wird damit zum ersten Mal in Ostdeutschland ausgetragen. Nach drei bzw. vier Runden entscheidet eine Gesamtjury über die Vergabe der Stipendien und der Preise des Deutschen Musikwettbewerbs (DMW). Zudem können in diesem Jahr 15 Sonderpreise verliehen werden. Die Jury setzt sich aus insgesamt 36 prominenten Persönlichkeiten der klassischen Musikszene zusammen. Nach der Bewertung durch die jeweiligen Einzeljurys in den ersten beiden Durchgängen, beurteilen ab der dritten Runde alle Juroren gemeinsam unter dem Vorsitz von Prof. Oliver Wille, Violine, Gründungsmitglied des Kuss Quartetts, die Leistungen der Teilnehmer. Für die Jury der Kategorie Blockflöte, erstmals im Wettbewerb vertreten, konnten führende Interpreten wie Prof. Jeremias Schwarzer, Prof. Dorothee Oberlinger, Prof. Maurice Steger und Prof. Robert Ehrlich gewonnen werden. Aus Leipzig werden die Professoren der Hochschule für Musik und Theater »Felix Mendelssohn Bartholdy« (HMT) Prof. Gerald Fauth, Prof. Thomas Hauschild und Prof. Tatjana Masurenko sowie Alfredo Lasheras Hakobian und Michael Silberhorn vom Label GENUIN dabei sein. Folkert Uhde vom Radialsystem Berlin ist Mitglied der Gesamtjury. Die komplette Juryliste finden Sie hier. Neu in der 43. Saison des Deutschen Musikwettbewerbes ist die »Carte Blanche« in der dritten Runde. Hier sollen die Teilnehmer selbst künstlerische Schwerpunkte setzen, diese durch kleine Moderationen dem Publikum näher bringen, und damit ihre persönliche Kreativität und Vielfalt zeigen. Auch technische Hilfsmittel wie Ton- oder Videoeinspielungen oder die Einbeziehung von bis zu drei künstlerischen Gästen sind erlaubt. Den Abschluss des Deutschen Musikwettbewerbs 2017 bilden die beiden Preisträgerkonzerte am Freitag, 10. März 2017 um 19:00 Uhr in der HMT (Kammermusik) und am Sonnabend, 11. März 2017 um 19:00 Uhr im Großen Saal des Gewandhauses zu Leipzig (Solisten mit der Staatskapelle Halle unter der Leitung von Dominik Beykirch).

Deutscher Musikwettbewerb

Kinder & Jugend 08.02.2017 Jazzwelten – Big-Band-History meets European Footprints

Dem Sächsischen Musikrat gelang es erneut, den Jazzpianisten Milan Svoboda für ein Projekt im Februar 2017 zu gewinnen.

 

Zusammen mit dem tschechischen Nachwuchsmusikern und Mitgliedern des Jugend-Jazzorchester Sachsen wird der Professor für Komposition und Jazzharmonie am Konservatorium in Prag ein besonderes Programm erarbeiten: Modernen Kompositionen amerikanischer Jazzmusiker wie Thad Jones, Buddy Rich, Bob Mintzer, Gordon Goodwin, Maria Schneider stellt er eigene Werke gegenüber. Hier Jazz der neuen Welt - in den USA entstanden, dort Jazz aus der alten Welt – von Milan Svoboda, dem Europäer aus Tschechien, der es geschafft hat, seinen eigenen, unverwechselbaren Stil zu entwickeln. Zwei Pole, die gegenübergestellt werden? Die sich mischen und doch harmonieren? Man darf sehr gespannt sein! Milan Svoboda studierte an der Orgelklasse des Prager Konservatoriums, Musikwissenschaften an der Karls-Universität in Prag und Komposition an der Prager Akademie für Musik sowie dem Berklee College für Musik in Boston, USA. 1974 gründete er sein erstes Jazzorchester, die Prager Big Band, die sich einen Namen in der Geschichte des tschechischen und europäischen Jazz machte. Als Dirigent und Arrangeur leitete Svoboda später die gemischte Tschechisch/Polnische Big Band, die mit den besten Solisten aus beiden Ländern besetzt war. Zur Zeit dirigiert er wieder ein kreatives Jazzorchester, die Prager Big Band und sein eigenes Milan Svoboda Quartett.

Konzerte
16.02.2017, 20.00 Uhr Windmühle Seifhennersdorf
17.02.2017, 20.30 Uhr Jazzclub Telegraph, Leipzig
18.02.2017, 20.00 Uhr Jazzclub Tonne Dresden
19.02.2017, 21.30 Uhr Jazzclub Reduta Prag

Der Jazzworkshop im Februar 2017 ist Bestandteil des Netzwerkes Kulturelle Bildung und Sprache. Das Netzwerk wird gefördert aus Mitteln des Kooperationsprogramms zur Förderung der grenzübergreifenden Zusammenarbeit zwischen dem Freistaat Sachsen und der Tschechischen Republik 2014-2020.

Allgemeines 07.02.2017 Neuer Blick auf die Kirchenmusik

Deutsches Musikinformationszentrum veröffentlicht Informationsportal zum kirchenmusikalischen Leben in Deutschland

 

Kaum ein anderer musikalischer Bereich ist so vielfältig und dadurch so schwer zu überblicken wie die Kirchenmusik. Zwischen Laienorientierung und hoher Professionalisierung dient sie nicht nur der Liturgie, sondern schlägt mit ihren zahlreichen Aktivitäten im Konzertleben eine Brücke in die Gesellschaft. Mit einem neuen Informationsportal zum Thema »Kirchenmusik - Musik in Religionen« legt das Deutsche Musikinformationszentrum (MIZ), eine Einrichtung des Deutschen Musikrats, erstmals ein Angebot vor, das umfassend und systematisch über die aktuelle Situation des kirchenmusikalischen Lebens in Deutschland informiert. Über die Kirchenmusik in der evangelischen und katholischen Kirche hinaus wird dabei auch die Musik in anderen Glaubensgemeinschaften in den Blick genommen. Von der Musik im Gottesdienst und der Orgel als ihrem zentralen Instrument, dem kirchlichen Amateurmusizieren und der geistlichen Musik im Konzert über die Ausbildung und Berufspraxis von Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusikern bis hin zur Musik in den orthodoxen Kirchen, im Judentum und im Islam - das neue Informationsportal des MIZ beleuchtet die Bedeutung der Musik im religiösen Leben in all ihren unterschiedlichen Facetten. In Fachbeiträgen beschreibt und untersucht das MIZ Strukturen, Ausprägungen und Entwicklungen innerhalb der einzelnen Themengebiete und liefert unter Einbeziehung aktueller statistischer Daten und Fakten eine umfassende Bestandsaufnahme.

»Kirchenmusik ist nicht nur Teil der kirchlichen Verkündigung, sie prägt darüber hinaus in hohem Maße unsere Bildungs- und Kulturlandschaft. Mit seinem neuen Angebot verfolgt das MIZ daher das Ziel, die Musik und die Musikpraxis der großen in Deutschland vertretenen Religionen in ihrer gesamten Bandbreite abzubilden und ihre gesellschaftliche Bedeutung zu unterstreichen«, so Professor Martin Maria Krüger, Präsident des Deutschen Musikrats. Dass die Kirchenmusik mit ihrem reichen Erbe eine der tragenden Säulen unseres kulturellen Lebens bildet, zeigt die aktuelle Situation deutlich: Mehr als 900.000 Menschen in Deutschland sind derzeit in 36.000 vokalen und 15.000 instrumentalen Ensembles der Kirchen aktiv. Über 3.300 hauptberufliche Kantorinnen und Kantoren erfüllen neben dem Dienst an der Orgel eine große Vielfalt an künstlerischen und künstlerisch-pädagogischen Aufgaben. Darüber hinaus sind schätzungsweise etwa neun Mal so viele neben- und ehrenamtliche Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker beschäftigt, die das musikalische Leben in den Gemeinden wesentlich gestalten. Mit mehr als 66.000 kirchenmusikalischen Veranstaltungen jährlich erreicht allein die evangelische Kirche, die hierfür Zahlen ausweist, über sieben Millionen Zuhörer und leistet damit einen unverzichtbaren Beitrag zum Musikleben in Deutschland, vor allem auch in ländlichen Regionen. »Ein besonderes Anliegen des MIZ war es, den Blick über den traditionellen Themenkreis der Kirchenmusik hinaus zu weiten und auch die Musik anderer Glaubensgemeinschaften zu beleuchten», erläutert der Leiter des MIZ Stephan Schulmeistrat. »Durch die Einbeziehung der Musik in den orthodoxen Kirchen, im Judentum und im Islam trägt das neue Informationsportal zum einen der gegenwärtigen gesellschaftlichen Situation Rechnung, zum anderen reagiert es auf die Tatsache, dass das Interesse an der Musik anderer Religionen zunehmend steigt. Dies beobachten wir beispielsweise in den Programmen zahlreicher Festivals, in denen Genreüberschreitungen und interreligiöse wie interkonfessionelle Dramaturgien immer größeren Raum einnehmen.« Über die themenbezogenen Fachbeiträge und Statistiken hinaus stellt das MIZ topographische Darstellungen zur Verfügung, z. B. zum kirchlichen Amateurmusizieren, zu Ausbildungsstätten oder zum Orgelbau. Eine umfangreiche Zusammenstellung von grundlegenden Informationen zu Arbeitsinhalten und Aufgabenfeldern von Institutionen und Einrichtungen - darunter Verbände, Forschungseinrichtungen und Archive, aber auch Wettbewerbe, Preise, Festivals mit kirchenmusikalischem Schwerpunkt sowie Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen u.v.m. – gibt einen umfassenden Überblick über infrastrukturelle Aspekte der Kirchenmusik. Ergänzt wird das Portal durch Informationsangebote zu Studien, Positionspapieren, Stellungnahmen und kulturpolitischen Dokumenten sowie durch Literaturempfehlungen, weiterführende Quellen im Internet und tagesaktuelle Nachrichten.

Allgemeines 31.01.2017 Posaunen-Knowhow für alle

Dresdner Posaunenakademie 2017 mit Fabrice Millischer

 

Die Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden und die Dresdner Bläserphilharmonie veranstalten vom 1. bis 3. Februar 2017 die Dresdner Posaunenakademie, einen dreitägigen Workshop rund um »Die Posaune als Konzert- und Orchesterinstrument«. Geleitet werden die Workshops von Prof. Olaf Krumpfer und Frank van Nooy. Jeder Posaunist – ganz gleich ob Berufsmusiker, Musikstudent oder Amateur – ist herzlich eingeladen, teilzunehmen! Special Guest und ebenfalls Mentor ist der weltweit renommierte Posaunist Fabrice Millischer, der spätestens seit dem Gewinn des 1. Preises beim ARD-Wettbewerb nicht mehr nur dem Fachpublikum ein Begriff ist. Der begeisterte Kammermusiker und Solist ist auf den großen internationalen Konzertpodien zu Hause und konnte zudem mehrere, ihm gewidmete Kompositionen uraufführen. Der 1985 geborene Fabrice Millischer unterrichtet als Professor für Posaune an der Hochschule für Musik in Freiburg und ist weltweit gefragter Dozent bei internationalen Meisterkursen, Workshops und Sommerakademien. Im Rahmen der Dresdner Posaunenakademie finden vom 1. bis 3. Februar 2017 jeweils ab 10 Uhr Workshops in der Hochschule für Musik Dresden statt. Im Bereich Konzertliteratur doziert Prof. Fabrice Millischer. Prof. Olaf Krumpfer widmet sich dem Gebiet der Orchesterliteratur und Frank van Nooy leitet den Kammermusik-Kurs. Durch den Tausch der Gruppen hat jeder Teilnehmer die Möglichkeit, in allen Bereichen aktiv zu sein.

Die Dresdner Posaunenakademie wird mit einem Abschlusskonzert mit allen Workshop-Teilnehmern am 3. Februar 2017, 19.30 Uhr im Kleinen Saal der Dresdner Musikhochschule beendet. Einige ausgewählte Teilnehmer spielen ihre Beiträge außerdem am 4. Februar 2017, 19.30 Uhr und 5. Februar 201, 17 Uhr in den Konzerten der Dresdner Bläserphilharmonie im Hygienemuseum. Unter der Leitung von Stefan Fritzen erklingen u.a. Werke von Anton Bruckner, Søren Hyldgaard und Rolf Rudin.

www.dresdner-blaeserphilharmonie.de

Kinder & Jugend 30.01.2017 Von Monteverdi bis Schlünz

Freie Plätze im Kompositionskurs für Kinder und Jugendliche in den Winterferien vom 19. bis 24.2.17 im Rittergut Limbach (bei Wilsdruff)

 

Im Winterkurs der Komponistenklasse Dresden vom 19. bis 24. Februar im Gästehaus des Ritterguts Limbach bei Wilsdruff sind noch Plätze für Gastschüler frei. Wer zwischen 8 und 18 Jahre alt ist, sich beim Musik-Erfinden ausprobieren möchte und Lust auf das Entdecken neuer Klänge hat, sollte sich so bald wie möglich bei der Komponistenklasse melden. Unter Anleitung der Komponisten Silke Fraikin und Johannes Korndörfer treffen sich 15 Schülerinnen und Schüler aus Dresden und Umgebung und widmen sich sechs Tage lang dem Komponieren und allem, was dazu gehört. Neben dem Kompositionsunterricht stehen Gehör- und Rhythmustraining, Musikhören, gemeinsames Singen und Musizieren, aber auch Theatersport sowie verschiedene Vorträge auf dem Programm, darunter Workshops mit dem Hornisten Harald Heim (Sächsische Staatskapelle Dresden) und dem Leipziger Filmemacher Tom Kaberka. Als Gastdozentin unterrichtet die Komponistin Annette Schlünz (Mitglied der Sächsischen Akademie der Künste) und gewährt den Schülern Einblicke in die Arbeit an ihrer neuen Oper »Tre Volti – Drei Blicke auf Liebe und Krieg«. Diese Oper nach Texten von Ulrike Draesner nimmt direkten Bezug auf Claudio Monteverdis Madrigal »Il Combattimento di Tancredi e Clorinda« und wird zur Eröffnung der Schwetzinger Festspiele im April 2017 uraufgeführt.

Neben der vielschichtigen Begegnung von Alter und Neuer Musik bietet der Kurs die einzigartige Gelegenheit, sich mit anderen Kreativen auszutauschen und neue kompositorische Anregungen zu erhalten. Interessenten sollten sich umgehend bei Silke Fraikin (0351-3109682) oder Johannes Korndörfer (0351-2631773, mail (at) komponistenklasse.de) melden.

Die Komponistenklasse Dresden (Leitung: Silke Fraikin) beschäftigt sich mit der Förderung von Kindern und Jugendlichen auf einem künstlerischen Gebiet, auf dem es sonst kaum Bildungsangebote gibt. Zum Unterrichtskonzept gehört es, die jungen Komponisten auch an die anderen Kunstsparten heranzuführen, genreübergreifendes Arbeiten und den kreativen Austausch mit anderen Jugendprojekten anzuregen. Die Komponistenklasse Dresden wurde 2015 mit dem Sächsischen Initiativpreis für Kunst und Kultur ausgezeichnet.

www.komponistenklasse.de

Allgemeines 27.01.2017 350 Jahre Operngeschichte in Dresden

Am 27. Januar 2017 jährt sich die Eröffnung des ersten Opernhauses in Dresden zum 350. Mal

 

Am 27. Januar 2017 jährt sich die Eröffnung des ersten Opernhauses in Dresden zum 350. Mal. Der erste Vorgängerbau der Semperoper wurde an diesem Januartag 1667 feierlich eröffnet. Die Semperoper lädt zusammen mit dem Dresdner Geschichtsverein am 25. Februar zu einem Kolloquium ein, das die Geschichte der Oper in Dresden resümiert.

Die Opernkunst hat in Dresden eine lange Tradition: Vor 350 Jahren wurde am 27. Januar 1667 der erste Vorgängerbau der Semperoper, das »Churfürstliche Opernhaus am Taschenberg« – auch bekannt als »Klengelsches Opernhaus« (nach dem Entwurf des sächsischen Oberlandbaumeisters Wolf Caspar von Klengel benannt) –, feierlich mit Giovanni Andrea Moneglias »I Teseo« eröffnet. Zu Musiktheateraufführungen kam es bereits vierzig Jahre vor diesem historischen Datum, als der Komponist Heinrich Schütz 1627 »Dafne« während einer Fürstenhochzeit auf Schloss Hartenfels bei Torgau mit Dresdner Sängern und Musikern uraufführte. Als Kapellmeister leitete Schütz die Dresdner Hofkapelle, deren Gründungsdatum auf 1548 zurückzuführen ist, und war mit ihr für die Musik am Hofe verantwortlich: geistliche wie weltliche Musik zu unterschiedlichen Anlässen wie Unterhaltung, Feierlichkeiten, Gottesdiensten oder zur politischen Repräsentation. Er lebte allerdings nur bis 1657 in Dresden und erlebte die Eröffnung des »Klengelschen Opernhaus« als drittes festes Opernhaus in Nord-Europa nach Wien und München nicht.

Bereits 1707 wurde auf Geheiß Friedrich August I. von Sachsen (August der Starke) das Klengelsche Opernhaus zu einer katholischen Hofkapelle umgebaut – der Regent war ein paar Jahre zuvor zum Katholizismus konvertiert. Die Opern- und Ballettaufführungen fanden vorrübergehend auf einer provisorischen Bühne im Riesensaal des Schlosses statt. In Vorbereitung auf anstehende Vermählungsfeierlichkeiten wurde 1718 der Grundstein eines neuen festen Opernhauses gelegt. Die italienischen Baumeister Alessandro und Girolamo Mauro errichteten unter Mitwirkung von Matthäus Pöppelmann und Balthasar Permoser (den beiden Schöpfern des Dresdner Zwingers) in nur einem Jahr das »Große Opernhaus am Zwinger«. Das Dreirangtheater, das bis zu 2000 Besucher fasste und damit zu einem der größten und schönsten europäischen Operngebäuden gehörte, wurde am 3. September 1719 mit Antonio Lottis Oper »Giove in Argo« eröffnet. Unter dem Kurfürsten Friedrich August II. und der Leitung von Johann Adolph Hasse erlebte die Opernkunst in Dresden eine Blütezeit.

Etwa fünfzig Jahre nach seiner Eröffnung wurde das Opernhaus nur noch als Ball- und Konzertsaal genutzt. Felix Mendelssohn Bartholdy dirigierte hier 1843 sein Oratorium »Paulus« und Richard Wagner am 5. April 1846 seine denkwürdige Aufführung von Beethovens Neunter Symphonie. 1849 brannte das Große Opernhaus am Zwinger während des Dresdner Maiaufstands ab und wurde danach nicht wieder errichtet.

Bereits 1755 ließ der Impresario Pietro Moretti in der Nähe des Zwingers ein weiteres Opernhaus errichten: das »Moretti-Theater«, später auch »Kleines Hoftheater« genannt. Hier wirkte Carl Maria von Weber als Hofkapellmeister des »deutsches Operndepartement« in der Zeit von 1817 bis 1826. Auf seine Empfehlung hin wurde 1817 der Dresdner Opernchor gegründet. Als Ende des 19. Jahrhunderts eine neue Gestaltung des Dresdner Stadtzentrums heranreifte, legte Gottfried Semper einen »Forum-Plan« vor, der die Zwingeranlagen bis zum Elbufer weiterführen sollte. Doch nur der Neubau des Hoftheaters sollte realisiert werden. Baubeginn war 1838; am 12. April 1841 wurde das Erste Königliche Hoftheater mit Webers »Jubelouvertüre« und Goethes »Torquato Tasso« eröffnet. Sempers Rundbau galt fortan als »schönstes Theater der Welt«. Hier wirkte Richard Wagner in den Jahren 1843 bis 1849 als Königlich Sächsischer Kapellmeister, und hier kamen seine Opern »Rienzi« (1842), »Der fliegende Holländer« (1843) und »Tannhäuser« (1845) zur Uraufführung.

Durch eine Brandkatastrophe wird der erste Semperbau am 21. September 1869 zerstört. Nur wenige Wochen später eröffnet noch im Dezember des gleichen Jahres ein rasch errichtetes Interimstheater, das als »Bretterbude« in die Geschichte des Dresdner Operngeschehens einging. In diesem Theater beginnt das Wirken des Generalmusikdirektors Ernst von Schuch, der in den kommenden Jahrzehnten die künstlerische Exzellenz der Dresdner Oper entscheidend prägte.

Gottfried Semper, der mit der Architektur eines neuen Opernhauses beauftragt wurde, lebte in der Emigration in Italien und gab von dort aus seinem Sohn Manfred Anweisungen für den Neubau. Manfred Semper führte die Bauaufsicht bei der Errichtung des zweiten Semperbaus. Am 2. Februar 1878 wurde das zweite Königliche Hoftheater wiederum mit Webers »Jubelouvertüre« und Goethes »Iphigenie auf Tauris« eröffnet. Der zweite Semperbau ist Ort zahlreicher bedeutender Uraufführungen: »Feuersnot« (1901), »Salome« (1905), »Elektra« (1909), »Der Rosenkavalier« (1911), »Intermezzo« (1924), »Die ägyptische Helena« (1928), »Arabella« (1933), »Die schweigsame Frau« (1935), »Daphne« (1938) sind die wichtigsten Werke von Richard Strauss und wurden hier erstmals auf die Bühne gebracht. Auch Opern anderer Komponisten wie Ferruccio Busoni (»Doktor Faust« – 1925), Paul Hindemith (»Cardillac« – 1926), Kurt Weill (»Der Protagonist« – 1926) oder Rudolf Wagner-Régeny (»Der Günstling« – 1935) erlebten hier ihre Weltpremiere. Unter den Kriegsbedingungen musste am 31. August 1944 der Spielbetrieb in der Semperoper eingestellt werden, nachdem Carl Maria von Webers Oper »Der Freischütz« ein letztes Mal gezeigt wurde. Der Bombenangriff auf Dresden zerstörte in der Nacht vom 13. auf den 14. Februar 1945 auch die Semperoper fast vollständig.

Als erste Interimsbühne nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die umgebaute Tonhalle in Dresden-Neustadt genutzt – später als »Kleines Haus« bekannt. Am 22. September 1948 wurde das wiederaufgebaute Schauspielhaus als »Großes Haus der Staatstheater Dresden« mit Beethovens »Fidelio« eröffnet. Bis 1984 beheimatete das Theater die Sparten Oper, Schauspiel und Ballett.

Im Jahr 1977 wurde der Grundstein zum möglichst originalgetreuen Wiederaufbau der Semperoper gelegt. Sieben Jahre später, 1984 wurde das Operngebäude an die Staatsoper zur Aufnahme des technischen und künstlerischen Probenbetriebs übergeben. Am 13. Februar 1985, vierzig Jahre nach der Zerstörung, wurde der dritte Semperbau festlich mit Carl Maria von Webers »Der Freischütz« wiedereröffnet. Die Semperoper Dresden ist eines der schönsten Theaterhäuser der Welt und ist berühmt für ihre herausragende Akustik und ihr künstlerisch hochkarätiges Programm. Sowohl das exzellente Ensemble des Hauses als auch zahlreiche internationale Gäste tragen dazu kontinuierlich bei.

Allgemeines 23.01.2017 Sie singen und lesen gern?

Mittlerweile zum festen Bestandteil der Leipziger Buchmesse geworden, ruft auch in diesem Jahr CLARA, das Jugend-Musik-Netzwerk des MDR gemeinsam mit der Leipziger Buchmesse und den Hallenser Madrigalisten zur Teilnahme am 3. Buchmesse-Chor auf.

 

Sangesfreudige Messebesucher sind eingeladen als Chor, am Sonntag, 26. März 2017, um 12.00 Uhr in der Glashalle der Leipziger Messe aufzutreten. Wie in den Vorjahren, wird es am Anfang des Messetages von 10.30 bis11.30 Uhr eine Probe in Saal 2 des Kongresscenters geben, um sich auf den öffentlichen Auftritt vorzubereiten.

Gesungen werden gemeinsam mit den Hallenser Madrigalisten unter der Leitung von Tobias Löbner u. a. die baltischen Werke »Sanctus«, »Lietuva«, »Seriau Zirgeli« und »Püha, Püha«.

Melden Sie sich an und gewinnen Sie einen Platz im Chor und damit verbunden eine Freikarte für die Buchmesse am 26.03.2017. Die Noten bekommen Sie nach der Anmeldung zugesandt. Midi-Einspielungen zum Üben gibt es auf der Internetseite der Leipziger Buchmesse zum Herunterladen.

Allgemeines 19.01.2017 Innovativ und International

Die 11. Moritzburg Festival Akademie lädt ein

 

Ab sofort können sich wieder hochtalentierte junge Musiker/innen bis zum 31. März 2017 für die Moritzburg Festival Akademie bewerben. Das ambitionierte Nachwuchsprojekt fördert musikalische Talente aus aller Welt zwischen 16 und 26 Jahren und bietet ihnen die Möglichkeit, sich im Rahmen des renommierten Moritzburg Festivals zu präsentieren.

Die nunmehr 11. Moritzburg Festival Akademie unter der künstlerischen Leitung der Violinistin Mira Wang findet vom 30. Juli bis 11. August 2017 in Moritzburg statt. Das Interesse ist stets groß, die Bewerbungen zahlreich. 2016 wurden aus über 250 Interessenten 44 Instrumentalisten aus 19 Nationen für die Moritzburg Festival Akademie eingeladen. Alle Akademist/innen erhalten ein Vollstipendium. So ist es möglich, junge Menschen unabhängig von sozialer oder kultureller Herkunft zu fördern und sie auf ihrem musikalischen Lebensweg zu inspirieren und zu unterstützen.

Seit ihrer Gründung im Jahre 2006 hat sich die Akademie einen hervorragenden Ruf als internationale und innovative musikalische »Werkstatt« erarbeitet. Sie ist fester Bestandteil des Moritzburg Festivals, das diesen Sommer zum 25. Mal stattfindet und vom 05. – 20. August in Moritzburg und Umgebung Kammermusik auf höchstem Niveau präsentiert. Die Akademist/innen werden als Festivalorchester bei der Orchesterwerkstatt in den Elbe Flugzeugwerken, beim Tourkonzert in Bad Elster sowie beim Eröffnungskonzert in der Gläsernen Manufaktur von Volkswagen in Dresden auftreten. In kleineren Kammermusikbesetzungen gestalten die jungen Musiker/innen das Proschwitzer Musik-Picknick und die Lange Nacht der Kammermusik. Engagierte Musikliebhaber/innen können das ambitionierte Nachwuchsprojekt durch die Übernahme einer Patenschaft im Wert von 1.000 € ganz gezielt unterstützen und somit einen Teil der Kosten für ein Vollstipendium übernehmen. Bei der Orchesterwerkstatt haben die Paten die Möglichkeit, ihr musikalisches Patenkind persönlich kennenzulernen.

Kontakt
Johanna Leisgang
(0351) 810 54 95
www.moritzburgfestival.de

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