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Zwei junge Musikerinnenaus Sachsen erhalten wertvolle Violinen

Insgesamt 23 kostbare Streichinstrumente aus dem Deutschen Musikinstrumentenfonds vergab die Deutsche Stiftung Musikleben am 25. September 2013 an Preisträger des diesjährigen Bundeswettbewerbs Jugend musiziert. Im Spiegelsaal des Hamburger Museums für Kunst und Gewerbe bekamen auch Pauline Herold aus Pirna und Natalie Wende aus Freital im Rahmen eines feierlichen Konzertes jeweils ein Instrument überreicht.

Die 12-jährige Natalie darf nun zunächst für zwei Jahre auf einer 7/8-Violine von Georg Klotz, gebaut 1697, aus dem Besitz der Deutschen Stiftung Musikleben spielen. Die 14-jährige Pauline erhielt leihweise eine Violine von Hendrick Jacobs, gebaut 1699 in Amsterdam, ebenfalls aus dem Besitz der Stiftung. Pauline Herold erhielt ihren ersten Violinunterricht im Alter von fünf Jahren. Seit 2008 ist sie Schülerin von Andrea Eckoldt am Landesgymnasium für Musik Carl Maria von Weber Dresden. Dieses Jahr besuchte Pauline außerdem einen Meisterkurs bei Mira Wang. Beim Wettbewerb Jugend musiziert nahm sie bereits mehrfach erfolgreich auf Regional-, Landes- und Bundesebene teil. Zuletzt gewann die junge Musikerin beim diesjährigen Bundeswettbewerb einen 1. Preis in der Solowertung Violine.

Natalie Wende gehört mit ihren 12 Jahren zu den jüngsten Musikern, die gestern ein Instrument erhielten. Sie begann im Alter von sechs Jahren mit dem Geige- und Klavierspielen an der Musikschule Freital. 2010 wechselte sie im Fach Violine an das Heinrich-Schütz-Konservatorium Dresden zu Holle Eggert. Vor zwei Jahren wurde Natalie am Sächsischen Landesgymnasium für Musik Carl-Maria von Weber Dresden aufgenommen und wird seit 2012 von Prof. Annedore Haasemann unter-richtet. Bei Jugend musiziert erhielt sie dieses Jahr einen 3. Bundespreis in der Kategorie »Violine solo«.

»Besonders für junge Streicher ist es wichtig, ein Instrument zu spielen, das sie fordert und mit dem sie sich künstlerisch weiterentwickeln können« so Irene Schulte-Hillen, Präsidentin der Deutschen Stiftung Musikleben. Deswegen setzt die Stiftung ihre Förderung schon bei den Jüngsten an. Jedes Jahr im Herbst überlässt die Deutsche Stiftung Musikleben einen Teil der insgesamt über 180 Geigen, Bratschen, Celli und Kontrabässe aus ihrem Fonds leihweise herausragenden Jugend musiziert-Teilnehmern, nach der diesjährigen Vergabe sind es insgesamt 90. Die übrigen Instrumente aus dem Deutschen Musikinstrumentenfonds – u.a. wertvolle Meisterwerke etwa von J.B. Guadagnini, Andrea Guarneri und Antonio Stradivari – stellt die Stiftung fortgeschrittenen Nachwuchsstreichern zur Verfügung, um sich im internationalen Wettbewerb behaupten zu können. Denn ein klangschönes oder historisches Instrument ist für viele junge Musiker unerschwinglich, aber gerade für angehende Solisten sehr notwendig. »Häufig ist die Herbstvergabe der Beginn einer langjährigen Beziehung unserer Stiftung zu den Musikern. Denn oft spielen sie nach zwei, drei Jahren bei unserem bundesweiten Wettbewerb des Deutschen Musikinstrumenten-fonds um ein noch besseres Instrument vor« erklärt die Präsidentin. Der 22. Wettbewerb findet vom 21. bis 23. Februar 2014 ebenfalls im Museum für Kunst und Gewerbe statt.

www.deutsche-stiftung-musikleben.de



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