Kulturpolitik |

Theater in Plauen und Zwickau III

Der Sächsische Musikrat fordert eine langfristige kulturpolitische Strategie für die westsächsische Region.

Der Sächsische Musikrat hat sich nun auch in einem Schreiben an die Stadträte in Plauen und Zwickau, sowie Dr. Pia Findeiß, Oberbürgermeisterin der Stadt Zwickau und Ralf Oberdorfer, Oberbürgermeister der Stadt Plauen in die Theaterdiskussion in Zwickau und Plauen eingeschaltet und einen notwendigen Vermittlungsprozess gefordert, an dessen Ende eine langfristige kulturpolitische Strategie für die westsächsische Region liegen muss.

In dem Schreiben heißt es u.a. »Der Sächsische Musikrat ist durch vielfältige Kooperationen mit Ihren beiden Städten verbunden, in deren Rahmen Wettbewerbe und Veranstaltungen stattfanden. Aus persönlichen Kontakten mit Ihnen und vielen anderen Verantwortlichen wissen wir um das kulturelle Klima, das in Ihren Städten herrscht und für Ihre ganze Region von großer Bedeutung ist. Wir gehen daher zunächst davon aus, dass die veröffentlichte Beschlussvorlage zum Grundlagenvertrag des Theaters Plauen-Zwickau kein Akt kultureller Barbarei, sondern Ausdruck höchster Finanznot ist.  Es ist ein Weckruf, der dazu dienen muss, alle Beteiligten – Landkreis, Städte, Kulturraum und Theater – an einen Tisch zu bringen und auf Augenhöhe eine langfristige Strategie zu entwickeln, wie sich die  im Theater Plauen-Zwickau angesiedelten Sparten in den nächsten Jahren entwickeln sollen. Dabei müssen langfristig verlässliche Vereinbarungen das Ziel sein, auf der Basis einer ehrlichen Bestandsaufnahme von notwendigen Angeboten für die Region und des politischem Willens, diese Angebote dann auch in einem angemessenen Umfang zu finanzieren. Wir geben nachdrücklich zu bedenken, dass eine Abwicklung wesentlicher Sparten des Theaters Plauen-Zwickau nicht nur die Kommunen beschädigen, sondern eine über den engeren Theaterbereich hinausgehende Auswirkung auf das musikalisch-kulturelle Leben haben wird. Ihre beiden Städte stehen nicht nur in einer besonderen kulturellen Tradition, sondern sind und bleiben in einer auf die Gegenwart bezogenen kulturellen Verantwortung.«

Prof. Dr. Christoph Krummacher, Präsident des Sächsischen Musikrates
Foto: privat

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