Landesjugendorchester |

»Stille – Träume – Aufbruch«

Das Landesjugendorchester widmet sich in seinem Herbstprojekt mit Mahlers 1. Sinfonie und dem Violinkonzert von Sibelius zwei großen Werken der spätromantischen Orchesterliteratur.

Am Anfang ist nichts: Keine Melodie, kein Rhythmus – nur Stille. Und genau daraus entsteht alles! Sowohl das Violinkonzert von Jean Sibelius als auch Gustav Mahlers 1. Sinfonie entfalten sich von stillem Naturerwachen – wie aus einem Traum – zu gigantischen und kraftvollen Werken. Beide erzählen von Aufbruch und sind gleichsam eine Hommage an die Kraft der Natur, welche stetig neues Leben hervorbringt und uns unseren Lebensraum schenkt. Aus Stille wird Kraft. In diesem Spannungsfeld erklimmt das Landesjugendorchester Sachsen die Höhen der großen Orchesterliteratur – und möchte damit Mut machen. Mut zum Aufbruch, um Träume wahr werden zu lassen. 

Solist dieses Projektes ist Hartmut Schill, 1. Konzertmeister der Robert-Schumann-Philharmonie Chemnitz und Primarius des Robert-Schumann-Quartetts. Als Dozent beim Landesjugendorchester Sachsen – seit Herbst 2022 ist er dort regelmäßig tätig – sowie als Gründer und Leiter der Rudolf-Kempe-Orchesterakademie engagiert sich Hartmut Schill seit vielen Jahren in der Nachwuchsförderung. 

Zu seiner Mitwirkung als Solist beim Landesjugendorchester Sachsen äußert sich Hartmut Schill: »Den Wunsch, das Sibelius Violinkonzert wieder mit Orchester spielen zu können, hege ich schon lange. Als zu Mahlers erster Sinfonie ein passendes Werk für das Programm gesucht wurde, habe ich mit großer Freude spontan zugesagt. Das Violinkonzert von Jean Sibelius hat für mich, neben der unglaublichen Virtuosität, mit seinen ausgeprägten Kadenzen im 1. Satz und den dunklen Farben in der Orchestrierung neben der Nähe zur Natur eine ungeheure philosophische Tiefe und mutet wie eine Erzählung aus fernen Tagen an. Der zweite Satz gehört zum Poetischsten und Schönsten, was für Geige komponiert wurde! Der dritte Satz, als wilder, fast fandango-artiger Dance Macabre, schlägt inhaltlich den Bogen zu Gustav Mahler.«

Zu erleben Sind Orchester und Solist in drei Konzerten am 16., 17. und 18. Oktober in Chemnitz, Dresden und Leipzig. Erstmalig wird bei diesen Konzerten eine Werkeinführung für das Publikum angeboten – jeweils 45 Minuten vor Konzertbeginn.

Ein Mann mit schwarzem Anzug, weißem Hemd und weißer Fliege blickt, mit seiner Violine unterm Arm, freundlich in Richtung Kamera
Solist im Herbstprojekt des LJO: Hartmut Schill
Foto: © Dieter Wuschanski

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