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Schumann und Wagner

Zwickau feiert Schumann-Fest vom 2. bis 23. Juni 2013

Musikfreude werden es bestätigen: Wenn sich ein musikalisches Fest dem Thema "Schumann und Wagner" zuwendet, dann muss das eine spannende Sache werden, die man nicht verpassen darf. Anlass für das Motto der etablierten Zwickauer Veranstaltungsreihe ist der 200. Geburtstag von Richard Wagner. Mit dem romantischen Komponisten Robert Schumann war er seit Anfang der 1830er Jahre bekannt. Die beiden überragenden Komponisten pflegten einen engen kollegialen Austausch. Das Zwickauer Schumann-Fest verspricht den Musik-interessenten aus nah und fern neben musikalischen Hochgenüssen auch einen Erkenntnisgewinn über das besondere Verhältnis der beiden Musikgenies.


Das jährlich stattfindende Zwickauer Musikfest stellt in diesem Jahr die Werke der beiden großen Meister in ihrem Beziehungsreichtum und in ihrer Individualität gegenüber. Das spannende Spektrum des diesjährigen Programmangebots reicht von Orchestermusik über Oper, szenischem Abend, Kindernachmittag und Kammermusik bis hin zu einer Papier-theateraufführung und einem Jazzkonzert.


Tatsächlich hatten Schumann und Wagner vielerlei Berührungspunkte. Wagner war Mitar-beiter an Schumanns Neuer Zeitschrift für Musik. Beide traten im Winter 1831/32 als Sin-foniekomponisten an die Öffentlichkeit, ließen ihre jugendlichen Versuche dann aber un-veröffentlicht. In den gemeinsamen Dresdner Jahren 1844 bis 1849 entstanden Wagners Tannhäuser und Schumanns Genoveva.

Wie kann man die Geburtstage großer Komponisten besser feiern als mit ihren eigenen Werken?  Mit der Aufführung von Wagners „Tannhäuser“ im Zwickauer Gewandhaus beginnt das Schumann-Fest am 2. Juni um 18 Uhr. Am Vorabend vom Robert Schumanns 203. Geburtstag ehrt seine Geburtsstadt Zwickau ihren großen Sohn mit einem Festkonzert vom Feinsten.
Dieses besondere Festkonzert am 7. Juni, um 19.30 Uhr, im Konzert- und Ballhaus „Neue Welt“ ist zugleich auch einer der Höhepunkte des Schumann-Fests 2013. Ungewöhnliches bietet das Konzert zunächst durch seine Besetzung: Zu hören ist mit der Chursächsischen Philharmonie Bad Elster ein komplettes Orchester, das jedoch nicht auf den heute üblichen Instrumenten spielt, sondern auf Originalinstrumenten der Zeit Robert Schumanns. Da wurden Flöten noch aus Holz gebaut, Trompeten und Hörner hatten noch keine Ventile und den Streichinstrumenten gaben die damals üblichen Darmsaiten einen wärmeren Klang. Die Leitung hat Florian Merz, der seit seiner CD-Gesamteinspielung der Schumannschen Sinfo-nien und Ouvertüren aus dem Jahr 1993, die von der amerikanischen Fachzeitschrift »CD-Review« zu »Best CD of the Year 1993« gekürt wurde, einer der bedeutendsten Schumann-Dirigenten weltweit ist. Mit der auf Originalinstrumenten musizierenden Chursächsischen Philharmonie legte er 1996 eine vielbeachtete CD-Aufnahme von Orchesterwerken Richard Wagners vor.

Eine absolute Premiere bietet das Programm des Festkonzerts: Es stellt die Jugendsinfonien Robert Schumanns und Richard Wagners vor, die beide im Jahr 1832 in Leipzig entstanden und (teil-)aufgeführt wurden, dann aber unveröffentlicht blieben. Von Schumanns Jugendsinfonie in g-Moll, der sogenannten „Zwickauer Sinfonie“ waren bisher nur die ersten beiden Sätze bekannt. Robert Schumann hinterließ aber eine vollständige Partitur des Scherzos und weitreichende Particell-Entwürfe zu dessen Trio und zum Finale. Der Leipziger Komponist Olav Kröger hat nun diese beiden Sätze nach Schumanns Skizzen rekonstruiert und frei ergänzt und so wird die Sinfonie in Zwickau erstmals komplett als Uraufführung zu hören sein. Im Zentrum des Konzerts stehen die fünf Wesendonck-Lieder Richard Wagners, die er Ende der 1850er Jahre auf Texte seiner Züricher Freundin Mathilde Wesendonck mit Orches-terbegleitung komponierte. Es singt Romy Petrick, Sopranistin der Dresdner Semperoper.

www.schumann-zwickau.de

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