Kulturpolitik |

Schorlemmer will mehr Geld für Kulturräume

Sachsen Kunstministerin Sabine von Schorlemer will bei den Verhandlungen zum Doppelhaushalt 2015/2016 mehr Geld für die Kulturräume herausholen.

Dresden (dpa/sn) – Sachsen Kunstministerin Sabine von Schorlemer (parteilos) will bei den Verhandlungen zum Doppelhaushalt 2015/2016 mehr Geld für die Kulturräume herausholen. »Das Kulturraumgesetz wird auch im Lichte des demografischen Wandels sehr wichtig bleiben. Wir brauchen eine bessere Ausstattung dafür«, sagte sie am Dienstag der Nachrichtenagentur dpa. Als Grund führte sie unter anderem Tarifsteigerungen und wachsende Energiepreise an. »Natürlich muss man das irgendwann aufstocken.«

Das Land zahlt jedes Jahr für die Kulturräume 86,7 Millionen Euro. Die Summe ist seit langem unverändert. Von Schorlemer geht davon aus, dass gerade in einer alternden Gesellschaft kulturelle Angebote flächendeckend wichtig sind und nicht nur kulturelle »Leuchttürme« gefördert werden dürfen.

Allerdings will sie auch die Flaggschiffe sächsischer Kultur ausreichend ausgestattet wissen. In Regie des Kunstministeriums waren Staatsoper und Staatsschauspiel in Dresden kaufmännisch zusammengeführt worden. Die Bühnen bleiben aber auch künftig eigenständig. »Hier kommt zusammen, was zusammen gehört, bei aller künstlerischen Eigenständigkeit der Häuser selbst«, sagte die parteilose Ministerin.

Der Freistaat gleicht erst seit wenigen Jahren wieder die Tarifsteigerungen in der Semperoper und im Staatsschauspiel aus. »Das ist aber kein Automatismus. Das sind harte Verhandlungen. Das wird jedes Mal aufs Neue hinterfragt. Es ist mir aber bisher gelungen, diesen Konflikt zu befrieden.«

Von Schorlemer erinnerte daran, dass Sachsen sich auch über seine reiche Kulturlandschaft definiert. Dennoch sei jede Haushaltsverhandlung eine Herausforderung. »Da gibt es kein Prä – auch nicht für die Kultur. Wir haben aber nach wie vor die höchsten Kulturausgaben eines Flächenlandes. Das ist unser Ehrgeiz.« Wichtig sei es, Angebote in der Fläche zu erhalten und nicht nur die kulturellen »Leuchttürme« in Dresden oder Leipzig zu fördern.

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