Die Kinderbigband Plauen hat beim dritten Landeswettbewerb »Jugend jazzt mit dem ŠKODA Jazzpreis« für Jazzorchester in Sachsen den ersten Platz belegt. Die Bigband um den Leiter Alexander Gebel konnte sich beim Wettstreit gegen eine starke Konkurrenz aus ganz Sachsen durchsetzen. Für die jungen Musiker der Kinderbigband Plauen ist der Erfolg gleich ein mehrfacher.
Neben der Ehrung in der Landesmusikakademie Sachsen im Schloss Colditz steht nun die Teilnahme an der vom Deutschen Musikrat ausgerichteten Bundesbegegnung »Jugend jazzt mit dem ŠKODA Jazzpreis« 2014 bevor; hier kämpfen die besten jungen Jazzorchester aus ganz Deutschland um begehrte Nachwuchspreise. Der organisatorische Leiter der Band, Jörg Leitz vom Vogtlandkonservatorium »Clara Wieck« Plauen ist sehr stolz auf die Leistung der Kinderbigband: »Wir sind sehr froh, dass wir mit den jüngsten Teilnehmern der Jazzbegegnung solch ein Ergebnis vorweisen können und sind gespannt auf die Bundesbegegnung in Stuttgart. Die Jazzbegegnung war sehr gut geplant und organisiert. Die hervorragenden Bedingungen in der Landesmusikakademie im Schloss Colditz haben wesentlich dazu beigetagen, dass die Teilnehmer sich so wohl gefühlt haben und dadurch auch so hohe Leistungen gezeigt werden konnten.«
Für die Kinderbigband Plauen ist der Erfolg beim Landeswettbewerb in Colditz ein wichtiger Schritt: Mit dem Sieg in ihrem Bundesland haben sich die Nachwuchstalente die Teilnahme bei der deutschlandweiten Bundesbegegnung »Jugend jazzt mit dem ŠKODA Jazzpreis« gesichert, die vom 29. Mai bis 1. Juni in Stuttgart ausgetragen wird. Hier nur dabei zu sein, ist allein schon ein lohnendes Ziel; denn jede der Bands, die sich für die Bundesbegegnung qualifizieren konnte, sieht spannenden Veranstaltungen mit hochkarätigen Musikpädagogen und internationalen Jazzgrößen entgegen. Die Workshops sind dabei das Highlight. Der musikpädagogische Anspruch und die Förderung stehen bei »Jugend jazzt« seit jeher im Vordergrund und sind für die meisten Beteiligten wichtiger als der Wettbewerb – wer den renommierten ŠKODA Jazzpreis dann noch für sich erringen kann, dem steht neben einem Workshop auch ein anschließendes Konzert mit einer echten Jazzgröße bevor.
Der ŠKODA Jazzpreis wurde 2002 zum ersten Mal vergeben und ist seit 2010 fester Bestandteil der Bundesbegegnung „Jugend jazzt“. Von der ersten Stunde stand hier die Chance zum künstlerischen Austausch und öffentlichen Live-Auftritt im Mittelpunkt, der für die Jazzmusik von zentraler Bedeutung ist. Bei den Vorbereitungen auf den Wettbewerb indes profitieren die sächsischen Landessieger vom Fachwissen von Prof. Thomas Zoller. Der Juryvorsitzende (HfM Carl Maria von Weber Dresden) wird ein Coaching für Nachwuchsjazzer aus Plauen leiten. Außerdem erhielt die Schlagzeugerin Carin Heder aus Batzen einen Solistenpreis, der ein Stipendium für die Teilnehme am Sommerprojekt 2014 des Jugend-Jazzorchesters Sachsen beinhaltet. Der Posaunist Josef Zeimetz aus Coswig erhält die Möglichkeit als Hospitant in die Arbeit des Jugend-Jazzorchesters Sachsen ebenso kostenfrei für ein Projekt mit »hinein zu schnuppern«.
In Stuttgart werden die anderen Teilnehmer der sächsischen Landesbegegnung nicht musizieren. Jedoch konnte jede teilnehmende Band mit einem »Preis« im Gepäck den Heimweg aus Colditz antreten. The Triple B's des Gymnasiums Coswig vermittelt der Sächsische Musikrat ein Konzertauftritt. Die Big Band des Humboldt-Gymnasiums Radeberg und die Big Band der KMS Bautzen gingen in Colditz ebenfalls nicht leer aus. Sie dürfen jeweils mit Rolf von Nordenskjöld und Prof. Thomas Zoller proben.
