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Internationaler Meisterkurs an den Orgeln Silbermanns und Oehmes

Albrecht Koch und Prof. Dean Billmeyer unterrichten Studenten aus fünf Ländern

Die Gottfried-Silbermann-Gesellschaft empfängt vom 14. bis 18. Juli 2014 acht junge Organisten aus fünf Ländern zu einem internationalen Meisterkurs. Dozenten sind der Freiberger Domorganist Albrecht Koch und Prof. Dean Billmeyer von der University of Minnesota. Sie unterrichten an den historischen Orgeln Gottfried Silbermanns in Freiberg und seines Schülers Adam Gottfried Oehme in Zethau.

Im Mittelpunkt stehen die Werke Johann Sebastian Bachs und seiner Zeitgenossen. Der Kurs vermittelt die neusten Erkenntnisse zu ihrer Interpretation und Aufführungspraxis. Die Teilnehmer, die aus den USA, Tschechien, Norwegen, Japan und China kommen, haben die Gelegenheit, an den original erhaltenen Barockorgeln die Musik jener Zeit zu spielen. Dabei richtet sich die Aufmerksamkeit vor allem auf Fragen der Registrierung und des Musizierens in der komplexen akustischen Umgebung von Kirchenräumen, aber auch auf rein technische Aspekte wie den begrenzten Umfang von Manual und Pedal bei diesen Instrumenten. Die Teilnehmer sind im Bildungszentrum »Grüne Schule grenzenlos« in Zethau untergebracht. In der Elisabethkirche geben sie zum Abschluss des Meisterkurses am 18. Juli, 16 Uhr, ein Konzert an der Oehme-Orgel von 1788. Dozent. Dean Billmeyer spielt am 16. Juli, 12 Uhr, die Mittagsmusik in der Freiberger Petrikirche.

Für die Silbermann-Gesellschaft ist der Meisterkurs Teil ihrer Bildungsarbeit und ihres Engagements zur Förderung des Nachwuchses. Durch seine internationale Ausrichtung ist der Meisterkurs Gelegenheit, Silbermann und seine Orgeln noch bekannter zu machen und Musiker aus aller Welt in die einzigartige Orgellandschaft Sachsens zu ziehen. Nicht zuletzt sind die Studenten potenzielle Teilnehmer des Internationalen Gottfried-Silbermann-Orgelwettbewerbs, der im September 2015 zum zwölften Mal in Freiberg ausgerichtet wird.

Prof. Dean Billmeyer 2013 in der Kirche Brand-Erbisdorf
Foto: Detlev Müller

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