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Große Ehre für einen großen Leipziger

Kurt Masur hat am 4. Juni 2014 in Leipzig den Verdienstorden des Freistaates Sachsen erhalten.

Der sächsische Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) übergab die Auszeichnung bei einem Festakt im Mendelssohn-Haus zu Leipzig. »Mit Kurt Masur ehren wir eine Persönlichkeit, deren musikalisches und gesellschaftliches Engagement in aller Welt höchste Anerkennung gefunden hat«, sagte der Ministerpräsident. Tillich erinnerte in seiner Laudatio an die Wendezeit und speziell an den 9. Oktober 1989 in Leipzig: »Damals haben Sie Ihr großes Ansehen gemeinsam mit fünf anderen Leipzigern für einen Appell an die Menschen genutzt. Sie riefen alle Seiten dazu auf, Ruhe und Besonnenheit zu wahren. Die Montagsdemonstration sollte friedlich verlaufen.« Masur habe so zur Beruhigung der Gemüter und der Lage beigetragen und dafür gesorgt, dass die Revolution friedlich war. Verdienstvoll sei aber auch sein Engagement um das Werk von Felix Mendelssohn Bartholdy. Die von Masur 1991 mitbegründete Mendelssohn-Stiftung habe erfolgreich Spenden gesammelt und damit das Mendelssohn-Haus wieder in seinen ursprünglichen Zustand versetzt.

Der an Parkinson erkrankte Maestro, der mit seiner Frau Tomoko gekommen war, nahm die Ehrung sichtlich gerührt entgegen.

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