Kulturpolitik |

Deutsche Opernkonferenz tagte in Leipzig

Der Zusammenschluss der wichtigsten Opernhäuser im deutschsprachigen Raum, die Deutsche Opernkonferenz, tagte vom 16. bis 18. April in Leipzig. Intendanten und Verwaltungsdirektoren debattierten dabei über künstlerische und tarifrechtliche Fragen sowie den Umgang mit den Subventionskürzungen im Kulturbereich.

Die Deutsche Opernkonferenz (DOK), Zusammenschluss der wichtigsten Opernhäuser im deutschsprachigen Raum, fand vom 10. bis 12. April in Leipzig statt. Im Rahmen ihrer dreitägigen Frühjahrstagung diskutierten die Intendanten und Verwaltungsdirektoren, unter der Leitung ihres Vorsitzenden Bernd Loebe (Intendant der Oper Frankfurt), über tarifrechtliche Fragen sowie die künstlerische und strukturelle Positionierung der einzelnen Häuser. Dabei verstärkte sich bei den Teilnehmern der Eindruck, dass aufgrund eines stetig steigenden Einnahmedrucks die Gefahr eines "angepassten" Inszenierungsstils immer realer wird oder werden könnte. Kommunale Arbeitgeber gäben mehr und mehr die Verantwortung der Finanzierung von Tariferhöhungen an die Theater bzw. Opernhäuser weiter, so dass sich der Spielraum für künstlerische Gestaltung und Freiheit verenge. Die Opernkonferenz ermahnt die kommunalen Träger, ihren Pflichten nachzukommen und nicht die Budgets der Opernhäuser für haushaltspolitische Sanierungen zu nutzen. Zudem nimmt die Vereinigung mit einem gewissen Erstaunen zu Kenntnis, dass bei verschiedenen Auslassungen von Politikern im kommunalen Raum Kultur bzw. Bildung gegen Soziales ausgespielt wird, als wolle man bewusst viele Maßnahmen in den Spielplänen sowie die zahlreichen pädagogischen Nebenaktivitäten der Opernhäuser nicht anerkennen. Während der Tagung wurde der Frankfurter Intendant Bernd Loebe einstimmig als Vorsitzender für drei weitere Jahre wiedergewählt. Loebe hat das Amt seit 2010 inne und wird es nun bis 2016 ausüben.

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