Allgemeines 03.09.2019 Kennen Sie Milda?

Einladung zur Ausstellungseröffnung „Augenblicke - Muldenblicke“

22. September 2019 | 11 Uhr | Landesmusikakademie Sachsen | Schloss Colditz

 

Die alte Namensform der Mulde, Milda, wird von Namensforschern als die Wasserreiche übersetzt.

Die Mulde entspringt entlang den Nordhängen des Erzgebirges als Freiberger bzw. Zwickauer Mulde. Ab dem Zusammenfluss beider Mulden nahe Sermuth, unweit von Colditz, durchquert sie als Vereinigte Mulde das Leipziger Tiefland und die Dübener Heide bis zur Einmündung in die Elbe bei Dessau. Mit bis zu 900 Metern Höhenunterschied auf einer Länge von rund 300 Kilometern wird sie als der am schnellsten fließende Fluss Mitteleuropas bezeichnet.
Dabei fließt sie durch enge Täler und weite Flusslandschaften, vorbei an malerischen Burgen und herrschaftlichen Schlössern, Fähren und alten Mühlen, durch Talsperren und Wehre, unter historischen Brücken und Viadukten hindurch. Die Städte und Dörfer entlang des Flusslaufes geben Einblick in die eindrucksvolle Geschichte der Kulturlandschaften Sachsens.
Nicht immer friedlich plätschernd, verlässt sie auch manchmal ihr angestammtes Bett, tritt über die Ufer und hinterlässt dabei Verwüstung und Not.
Hier möchte ich Ihnen die liebenswerten, romantischen und schönen Seiten der Mulde näherbringen. Dabei liegt das besondere Augenmerk auf dem mittleren Teil der Mulde, der Landschaft zwischen Leisnig, Rochlitz und Wurzen.
Lassen Sie sich zu einem Streifzug durch unser schönes Muldental im Wandel der Tages- und Jahreszeiten verführen. Nicht immer ist die Schönheit auf den ersten Blick zu sehen, manchmal verstecken sich neue und spannende Einblicke hinter Altbekanntem. Unsere Landschaft zu lieben und zu achten ist auch ein Beitrag zur Erhaltung unserer Natur, um sie auch für spätere Generationen zu bewahren.
Ich wünsche viel Vergnügen beim „Entdecken“ von Milda in den Räumen der Landesmusikakademie Sachsen im Schloss Colditz. Die Eröffnung wird durch das Ensemble Allegro aus Leipzig unter der Leitung von Christine Theile musikalisch begleitet.

Rainer Kurth, Fotograf


Allgemeines 30.08.2019 Kirchenmusiktage werfen ihre Klänge voraus

Grußkonzerte in verschiedenen Regionen Sachsen stimmen ein

 

Das Eröffnungskonzert der insgesamt zwölf Grußkonzerte im Vorfeld der Landeskirchenmusiktage vom 23. bis 27. Oktober 2019 in Dresden findet am 1. September mit einem vogtländischen Kantorei- und Bläsertreffen in der Michaeliskirche im vogtländischen Adorf statt.

In den darauf folgenden Wochen stimmt die abwechslungsreiche Konzertreihe in den Regionen Sachsens auf das kirchenmusikalische Großereignis in Dresden ein. Mit Oratorien, Chor- und Instrumentalmusik, mit Gospel, Bläser, Orgel und Orchester ziehen die Organisatoren in den kirchenmusikalischen Zentren alle Register, bevor sie sich selbst auf den Weg nach Dresden machen.

Die Landeskirchenmusiktage unter dem Motto „spielräume“ mit zahlreichen Konzerten, Seminaren, Workshops und Fortbildungen dienen somit nicht nur als kirchenmusikalische Leistungsschau sächsischer Prägung, sondern auch als willkommener Treffpunkt für Kirchenmusiker und Kirchenmusikerinnen, um sich fortzubilden und Erfahrungen auszutauschen. Für Musikinteressierte stehen die Türen offen, ebenso die Konzerte einer breiten Besucherschar. So wird u.a. in der Dresdner Kreuzkirche am 26. Oktober die Vesper - Messe solennelle von Hector Berlioz mit dem Chor der Teilnehmer der Landeskirchenmusiktage, Solisten und Orchester der Hochschule für Musik aufgeführt.

Nach den Landeskirchenmusiktagen in Chemnitz (2007) und zuletzt im Rahmen des Deutschen Evangelischen Chorfestes in Leipzig 2014 wird im Jubiläumsjahr zum 70. Bestehen der damaligen Kirchenmusikschule und heutigen Hochschule für Kirchenmusik zum Musikfest nach Dresden eingeladen. Die Grußkonzerte und die Landeskirchenmusiktage werden durch die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen gefördert.

Vorbereitet und verantwortet werden die Landesmusiktage von der Arbeitsstelle Kirchenmusik, der Hochschule für Kirchenmusik sowie von Landeskirchenmusikdirektor Markus Leidenberger. In der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens singen und musizieren regelmäßig in 719 Kirchenchören und Kantoreien 16.681 Sängerinnen und Sänger, 519 Kurrenden mit 6.632 Kindern und 413 Instrumentalkreise mit 3.259 Musikern. 323 haupt- und nebenamtliche Kirchenmusiker sind neben über doppelt so vielen kirchenmusikalischen Helfern in den Kirchgemeinden tätig.

Mit den Grußkonzerten beginnen auch sukzessive die Anmeldungen für das kirchenmusikalische Fachpublikum aus den sächsischen Regionen.

Hier finden Sie die Grußkonzerte im Überblick


Allgemeines 30.08.2019 Hochschule für Musik Dresden unter neuer Leitung

Am 2. September 2019 tritt Axel Köhler sein Amt als Rektor der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden an. Nach reichlich einjähriger Interimsleitung folgt er damit der im März 2018 vom Rektorenamt zurückgetretenen Judith Schinker.

 

Bereits nach seiner Wahl am 03.12.2018 kündigte er an, er wolle als Einstieg in eine gut funktionierende Kommunikation jeden Mitarbeiter des Hauses kennenlernen und Kontakt zu den Studierenden aufnehmen. „Eine Bestandsaufnahme zum internen mentalen Zustand der Hochschule halte ich für einen gelingenden Start für besonders wichtig.“ In der Folge werde er zügig die gemeinsame Diskussion um Leitlinien zur weiteren Ausrichtung und Profilierung der Hochschule eröffnen.
Eine der ersten offiziellen Amtshandlungen des neuen Rektors ist die feierliche Eröffnung des Wintersemesters 2019 am 27.09.19 um 16:00 im Konzertsaal der Musikhochschule. Zu diesem Anlass wird Axel Köhler alle Studierenden, Lehrenden und Mitarbeitenden der Dresdner Musikhochschule zum neuen Studienjahr willkommen heißen.

Die feierliche Investitur des neuen Rektors findet öffentlich am 10.10.19 um 15:00 im Konzertsaal der Musikhochschule statt.

Axel Köhler wurde 1960 in Schwarzenberg im Erzgebirge geboren. Er studierte an der Dresdner Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Violinpädagogik und Gesang. Seine musikalische Karriere führte ihn zunächst ins Ensemble der Oper Halle, im Verlauf seiner künstlerischen Karriere als Gast u.a. an die Semperoper Dresden, die Bayrische Staatsoper, die Staatsoper Hamburg, das Royal Opera House London, die Staatsoper Wien sowie zu den Salzburger Festspielen. 1994 wurde er mit dem Händel-Preis geehrt und 1998 zum Kammersänger ernannt. Von 2009 bis 2016 war Axel Köhler künstlerischer Direktor und später Intendant der Oper Halle. Seit 2000 ist Köhler auch als Regisseur tätig, inszenierte u.a. in München, Bayreuth, Innsbruck, Dresden, Palermo und Graz. Seit der Spielzeit 2016/17 ist er Mitglied des Ensembles der Staatsoperette Dresden.


Foto von Axel Köhler © Lutz Edelhoff


Allgemeines 27.08.2019 Zukunft braucht Herkunft: zwei offene Kulturdenkmäler - zwei Chorkonzerte

Die EUROPA CHOR AKADEMIE GÖRLITZ am 8. September in Altdöbern und Görlitz

 

Wenn jedes Jahr am zweiten Sonntag im September historische Bauten und Stätten, die sonst nicht oder nur teilweise zugänglich sind, ihre Türen öffnen, dann sind Millionen von Architektur- und Geschichtsliebhabern zu Streifzügen in die Vergangenheit eingeladen. „Geschichte zum Anfassen”, das bietet der Tag des offenen Denkmals dem Besucher dabei in wohl einmaliger Weise. Die EUROPA CHOR AKADEMIE GÖRLITZ (ECA) unterstützt die Aktion in diesem Jahr erstmalig als Partner der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und singt in gleich zwei denkmalgeschützen Juwelen der deutschen Baugeschichte. „Denn Zukunft braucht Herkunft“, bringt Prof. Joshard Daus, Künstlerischer Leiter der ECA das Engagement auf den Punkt. Die beiden Chorkonzerte finden an herausragenden Orten für kulturelle Veranstaltungen statt - auf Schloss Altdöbern in Brandenburg und in der Stadthalle Görlitz im Freistaat Sachsen. Das Schloss geht auf eine frühdeutsche Wasserburg zurück und repräsentiert mit seiner baulichen Evolution die deutsche Geschichte in besonderer Form. Seit 1996 ist das beeindruckende Gebäude mit Anlage im Besitz der Brandenburgische Schlösser GmbH und wird in Stand gesetzt. So entwickeln sich die bedeutenden Kulturdenkmäler Schloss und Park Altdöbern wieder zu einem wesentlichen Standort im Lausitzer Seeland. Die Stadthalle ist das größte Baudenkmal der Stadt Görlitz und ein einzigartiges Jugendstil-Juwel aus dem Jahr 1910. Der Freistaat und die Bundesregierung haben für die Förderung der geplanten Komplettsanierung den größten Teil der Mittel bereitgestellt, die Europastadt Görlitz/Zgorzelec plant die Wiedereröffnung für das Jahr 2024.
Die EUROPA CHOR AKADEMIE GÖRLITZ will mit ihren beiden A-Cappella-Konzerten „Rund um den Globus - Volkslieder aus aller Welt“ mit einer musikalischen Reise den kulturellen Reichtum der grenzüberschreitenden Regionen Brandenburg und Sachsen in zwei wunderbaren Kulturdenkmälern akustisch erlebbar machen. Am eigenen Standort Görlitz liegt es der ECA am Herzen, einen Eindruck zu vermitteln, welche Strahlkraft die Stadthalle nach ihrer Fertigstellung wieder entfalten und die Europastadt zu einem Ort machen kann, der Künstler aus aller Welt anlockt und dafür sorgt, dass die Region wieder ins Scheinwerferlicht rückt. „Die Entscheidung den einzigartigen Konzertsaal zu restaurieren wird Görlitz in Europa im kulturellen Bereich eine glänzende Zukunft bescheren“, so Maestro Daus weiter. Der EUROPA CHOR freut sich, mit seinem Konzert auch eine Spenden-Aktion des Kuratoriums der Stadthallenstiftung für die Restaurierung des Frieses mit den Engelsfiguren im Großen Saal einläuten zu dürfen. Spender werden die Möglichkeit haben, über ein digitales Puzzle von Einzelteilen des Reliefs der Brüstungsfelder ihre Spende für „ihr Feld“ zu personalisieren. „Den Engeln ihre Köpfe zurückgeben, damit die Stadthalle zu Görlitz wieder ihr Gesicht hat“ – so beschreibt Volker Bandmann, MdL a.D. und Vorsitzender des Kuratoriums der Stadthallenstiftung die Bedeutung der Kampagne.

Konzerte:
Schloss Altdöbern, 12 Uhr
Stadthalle Görlitz, 17 Uhr

Allgemeines 07.08.2019 Kein leichtes Spiel

Deutsches Musikinformationszentrum beleuchtet die Situation freier Ensembles in Deutschland

 

Sie sind Motor für Kreativität und Innovation im Musikleben: die freien Ensembles. Als Zusammenschlüsse selbstständiger Musikerinnen und Musiker tragen sie jedoch vielfach ein hohes wirtschaftliches Risiko. In seinem neuen Online-Fokus Freie Ensembles zeigt das Deutsche Musikinformationszentrum (MIZ), eine Einrichtung des Deutschen Musikrats, die Chancen und Herausforderungen der freien Musikszene auf und beleuchtet insbesondere deren Bedeutung für die Alte und zeitgenössische Musik.
Freie Ensembles genießen eine hohe künstlerische Freiheit. Sie entwickeln ungewöhnliche Konzertformate, entdecken lang vergessene Werke wieder, erteilen Kompositionsaufträge und geben ihr Wissen in Educationprojekten weiter. Vor allem in der Alten und der zeitgenössischen Musik gehören sie zu den zentralen Impulsgebern und Interpreten. Rund 400 Spezialensembles verzeichnet das MIZ allein in diesen beiden Bereichen, wobei die Übergänge von zeitgenössischer Musik zu Jazz und elektronischer Musik oftmals fließend sind. Hinzu kommt eine Vielzahl von Ensembles mit einem klassisch-romantischen Schwerpunkt. Zusammen sorgen sie für eine hohe Repertoirevielfalt mit internationaler Strahlkraft.
Die künstlerische Freiheit und Vielfalt der freien Musikszene hat jedoch ihre Schattenseiten. Als Zusammenschlüsse von Freiberuflern verfügen viele Ensembles über kein regelmäßiges gesichertes Einkommen, sondern finanzieren sich aus Honoraren, Projektfördermitteln und Spenden. "Die Förderlandschaft in Deutschland stellt viele Ensembles vor große Herausforderungen, weil meist nur Projekte und kaum Strukturen finanziert werden", erklärt Stephan Schulmeistrat, Leiter des MIZ. "Es gibt nur wenige Ensembles, die eine dauerhafte Strukturförderung erhalten. Insofern ist die finanzielle Lage vieler Ensembles prekär."
Der neue Online-Fokus "Freie Ensembles" des Deutschen Musikinformationszentrums (MIZ) gibt einen Überblick über die freie Musikszene und zeigt ihre künstlerischen Schwerpunkte und spezifischen Problematiken auf. In einem Übersichtsbeitrag gehen Richard Lorber, Redakteur beim WDR und Leiter der Tage Alter Musik in Herne, sowie der Komponist Tobias Eduard Schick programmatischen und finanziellen Aspekten der freiberuflichen musikalischen Arbeit nach und beleuchten insbesondere die Szenen für Alte und zeitgenössische Musik. Außerdem spricht Lena Krause, Geschäftsführerin des neuen Interessenverbands der freien Szene FREO e.V. (Verein Freie Ensembles und Orchester in Deutschland), im Interview über die Arbeitsbedingungen und Zukunftsperspektiven freier Ensembles.
Ergänzt wird der Fokus "Freie Ensembles" durch Strukturdaten, die das MIZ zu den professionellen Ensembles für Alte und zeitgenössische Musik in Deutschland erhebt. Die Spezialensembles werden mit ihrem jeweiligen Repertoireschwerpunkt, ihrer Mitgliederzahl sowie mit Angaben zu ihrer Besetzung dargestellt. Außerdem sind dem Fokus Literaturhinweise, Statistiken und Dokumente zum Thema beigefügt.
Zu erreichen ist der neue Online-Fokus über https://themen.miz.org/fokus-freie-ensembles

Allgemeines 07.08.2019 Lausitzfestival

Aufbau der Strukturen für ein länder- und spartenübergreifendes Festival beginnen

 

Nach dem im Juni 2019 erfolgten Kabinettsbeschluss der Landesregierungen von Sachsen und Brandenburg in der Lausitz ein länder- und spartenübergreifendes Kunst-Festival zu etablieren läuft aktuell der Prozess zur Definition einer tragfähigen und arbeitsfähigen Struktur. Im Juli traf sich dazu erstmalig eine Struktur-Arbeitsgruppe. Diese besteht aus Vertretern beider beteiligter Bundesländer. Für den Freistaat Sachsen obliegt die Leitung dem Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst, für das Land Brandenburg übernimmt das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur diese Aufgabe. 
Das Hauptziel der Struktur AG ist es, auf der Basis eines gemeinsamen Festivalkonzepts Strukturen und Gremien zu definieren, welche den Aspekt, ein länder- und spartenübergreifendes sowie regional verankertes Festival zu etablieren, beinhalten und praktisch umsetzbar machen. Im ersten Schritt wird dafür in den nächsten Wochen ein länderübergreifend besetzter Fachbeirat zusammengestellt und benannt. 
Dem Netzwerktreffen der Kultur-Akteure aus Sachsen, welches im Juni auf Initiative des Kulturkonvents des Kulturraumes Oberlausitz-Niederschlesien gemeinsam mit dem Intendanten Herrn Daniel Kühnel stattfand, folgt Ende August ein Treffen der Kultur-Akteure aus Brandenburg. Hierbei sollen weitere Partnerschaften und Kooperationen aufgebaut werden.
Aktuell werden somit die Grundsteine für die weitere inhaltliche Arbeit zur Fortführung des Lausitz Festivals gelegt.
Kulturschaffende können sich weiterhin gern bei der Görlitzer Kulturservicegesellschaft mbH melden. Anregungen zu möglichen Kooperationen und Projekten im Rahmen des Lausitz Festivals werden hier gelistet und im weiteren Prozess näher beraten.
Kontakt: Görlitzer Kulturservicegesellschaft mbH, Maria Schulz, Geschäftsführung, kultur.service (at) goerlitz.de

Allgemeines 18.07.2019 »EX TEMPORE«

Das Leipziger Improvisationsfestival für Alte Musik vom 19. bis 22. September mit neuem Namen

 

Martin Erhardt, künstlerischer Festivalleiter, verabschiedet sich damit vom etwas sperrigen Titel »LivFe!«. Das bewährte Konzept hingegen bleibt gleich: Vom 19.-22. September 2019 gibt es wieder wie alle zwei Jahre Musik in Echtzeit für Kenner und Liebhaber spontan erfundener »historischer« Klänge.

Virtuosen der Alten Musik treten mitsamt ihrer Instrumente miteinander in Dialog und improvisieren in den Konzerten live auf der Bühne. Daneben stehen Workshops und JamSessions auf dem Programm. Mit dabei: Star-Gambist Paolo Pandolfo, Ensemble 1684, ein historischer Geigenwettstreit mit Mechthild Karkow und Matthieu Camilleri, Ian Harrison (Zink), Mareike Greb und Bernd Niedecken (Tanz) und etliche andere.

Kartenbestellung: www.improfestival-leipzig.de

Allgemeines 16.07.2019 Meisterklasse Gesang

Sommerkurs an der Hochschule für Kirchenmusik Dresden

 

Vom 26. bis 28.06.2019 veranstaltete die Hochschule für Kirchenmusik der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens auf ihrem Campus am Käthe-Kollwitz-Ufer einen Sommerkurs für sechs Studenten der Presbyterian University and Theological Seminary (PUTS) in Seoul/Südkorea.

Frau Prof. Gertrud Günther arbeitete mit vier Sopranistinnen und zwei Tenören an den vorbereiteten Stücken aus dem deutschen barocken und romantischen Oratorienrepertoire bzw. an ausgewählten deutschen Kunstliedern. Besonders in Bezug auf die Sprachbehandlung, den Einsatz historisch informierter Aufführungspraxis sowie das Herausarbeiten stilistisch unterschiedlicher Interpretationsweisen konnten die stimmlich alle hoch begabten Studenten vom Unterricht in der Meisterklasse in Dresden sehr profitieren. Begleitet und betreut wurden sie von ihrer Professorin Frau Lee, die gleichzeitig die Übersetzung übernahm.

Mit der Hoffnung auf Wiederholung eines solchen Kurses im Rahmen einer lockeren Partnerschaft der beiden Hochschulen wurden die Kursteilnehmer und ihre Mentorinnen Frau Prof. Lee und Frau Kwan am 28.06. verabschiedet.

Alle Studenten bereiten sich an der PUTS auf einen kirchenmusikalischen Hochschulabschluss vor, der es ihnen erlaubt, an presbyterianischen Kirchen in Südkorea bzw. in den USA als Sänger zu arbeiten.
Die Hochschule bildet außerdem auch Organisten und Theologen aus.

Allgemeines 04.07.2019 Ein Feuerwerk der Blasmusik

Das Internationale Festival für junge Blasmusik »Saxoniade« begeisterte an drei Tagen im Juni

 

Ein wahres Feuerwerk der Blasmusik mit Gänsehautfaktor erlebten die zahlreichen Besucher der 15. SAXONIADE, dem Internationalen Festival für junge Blasmusik vom 27. bis zum 30. Juni unter der Schirmherrschaft des Sächsischen Ministerpräsidenten, Michael Kretschmer. An drei Tagen präsentierten sich 350 junge Musikanten aus 4 Ländern in acht Veranstaltungen mit Shows, gemeinsamem Musizieren und konzertantem Spiel.

In diesem Jahr gab es die Musikschau der Nationen zum ersten Mal auf dem Neumarkt in Chemnitz. Nach dem musikalischen Signal »Glückauf« wurde die Veranstaltung offiziell durch den Präsidenten des Sächsischen Blasmusikverbandes, Thomas Colditz eröffnet, bevor die Orchester mit klingendem Spiel einmarschierten und vor dem Chemnitzer Rathaus Aufstellung nahmen. Dort wurden die Teilnehmer und das Publikum mit ein paar Grußworten des Mitgliedes des Deutschen Bundestages der FDP, Frank-Müller-Rosentritt empfangen. Als dann alle Orchester gemeinsam die »Glück-Auf-Fanfare« von dem Hohenstein-Ernstthaler Komponisten, Horst Häupl spielten, staunten die Zuhörer nicht schlecht, dass so viele Musiker auf so einem großen Platz zusammen musizieren können und einige waren bei diesem voluminösen Klang zu Tränen gerührt. In Hohenstein-Ernsttahl begrüßte der Oberbürgermeister, Lars Kluge das Publikum und die teilnehmenden Orchester in ihrer jeweiligen landessprache die jungen Musiker zeigten sich dann mit der Musikschau der Nationen nochmals auf dem Sportplatz am HOT-Sportzentrum.

Die Abendveranstaltungen am Freitag und Samstag mit Musik und Show non stopp, wo sich die Orchester einzeln präsentierten, fanden im Innenhof zwischen Schützenhaus und HOT-Sportzentrum statt. Bei angenehmen Temperaturen konnte das Publikum ein abwechslungsreiches Programm in gemütlicher Atmosphäre erleben. Dabei war ein besonderes Highlight der Auftritt des Polizeiorchesters Sachsen, welches nach der Musikschau ein einstündiges bunt gemischtes musikalisches Programm darbot. Die Orchester hatten auch diesmal wieder Gelegenheit sich näher kennen zulernen und sich gegenseitig zu hören um vielleicht sogar den ein oder anderen gehörten Musiktitel ins eigene Repertoire aufzunehmen.

Am Freitag und Samstag hieß es natürlich auch sich voll zu konzentrieren, um bei den Wertungsspielen maximale Punkte zu erzielen. Die Orchester konnten sich in einer von vier Schwierigkeitsstufen (Kategorie 2-5) bewerben und mussten in einer Kategorie einen Pflicht- und einen Wahltitel vortragen. Diese wurden von einer Fachjury, welche sich aus dem Chefdirigenten der Sächsischen Bläserphilharmonie Prof. Thomas Clamor, dem südtiroler Dirigenten und Komponisten Gottfried Veit und dem Lehrbeauftragten der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden Frank van Nooy bewertet. Am Ende wurden die Orchester mit einer Urkunde, Medaillen und Preisgeldern honoriert.

Am Sonntag Vormittag war dann das Preisträgerkonzert der Bestplatzierten im Schützenhaus Hohenstein-Ernstthal. Den Preis für die beste musikalische Leistung zu den Wertungsspielen in der Kategorie 3 mit 85,1 Punkten überreichte der Vorsitzende des SAXONIADE e.V., Rudi Stößel an dem Musikverein Mülsen e.V.. Das Jugendblasorchester Hohenstein-Ernstthal e.V. konnte sich auch in diesem Jahr wieder den 1.Preis in der Kategorie 4 mit 97,0 Punkten erkämpfen. Mit 94,9 Punkten erhielt die Harmonie Sternberk aus der Tschechischen Republik den 2.Preis und das Jugendblasorchester Vilnius United aus Litauen mit 92,3 Punkten den 3.Preis. In der Kategorie 5 ist in diesem Jahr das Jugendblasorchester »Surma« aus der Ukraine angetreten und erhielt einen 2.Preis mit 83,4 Punkten.
Sonderpreise wurden in diesem Jahr an einen jungen Musiker aus dem Musikverein Mülsen für seine außergewöhnlich gute Leistung beim Spiel im Schlagzeugregister vergeben, die einzigartige Majorettengruppe aus Vilnius, die zu allen Gemeinschaftstiteln der Musikschau tänzerische Einlagen brachten.

Die 15.SAXONIADE klang dann mit den Dankeschönkonzerten, bei welchen sich die Orchester für die Gastfreundschaft in den Gemeinden nochmals bedankten, in Niederfrohna und dem Naherholungszentrum Bernsdorf aus. Ein großes Dankeschön für die unkomplizierte, tatkräftige und finanzielle Unterstützung gebührt dem Kulturraum Vogtland-Zwickau, der Sparkasse Chemnitz, der Kulturstiftung Sachsen, dem Landkreis Zwickau, der Stadt Hohenstein-Ernstthal, der envia Mitteldeutsche Energie AG, Dicks-Domin und Kollegen Steuerberatungsgesellschaft mbH, die Frische Vielfalt Service GmbH, der Baumschule Hohenstein-Ernstthal, dem Eigenbetrieb Zentrales Immobilienmanagement Glauchau, dem DRK-Kreisverband Glauchau, der GlückAuf-Beauerei Gersdorf sowie allen anderen fleißigen Helfern vor und hinter den Kulissen.

Joachim Blum

 

Die Deutsche Bläserakademie bietet ein breites Angebot an Weiterbildungs- und Qualifizierungsmöglichkeiten für MusikerInnen auf verschiedenen Niveaustufen an. In diesem Jahr wird erstmalig auch ein Meisterkurs Dirigieren das Angebot ergänzen.

Der Meisterkurs vom 25. bis 28. September 2019 richtet sich an professionell tätige DirigentInnen und fortgeschrittene Studierende und bietet eine kompakte Fortbildung auf professionellem Niveau durchgeführt an Meisterwerken der Musik- und Blasorchesterliteratur in Originalen und Transkriptionen. In Einzel- und Gruppencoachings werden die TeilnehmerInnen in intensiven Phasen mit Prof. Hermann Pallhuber, einem international renommierten Dirigenten und der Sächsischen Bläserphilharmonie, dem einzigen professionellen Orchester in ausschließlicher Bläserbesetzung wichtige Erfahrungen sammeln. Dabei arbeiten sie an der klanglichen Umsetzung von Partituren und deren vielfältigen Interpretationsmöglichkeiten.

Die enge Begrenzung auf acht aktive TeilnehmerInnen ermöglicht die individuelle Betreuung und Förderung jedes/r Einzelnen. Alle aktiven KursteilnehmerInnen können sich und ihre Arbeit bei einem öffentlichen Abschlusskonzert im Saal der Deutschen Bläserakademie präsentieren.

Auch passive TeilnehmerInnen sind dazu eingeladen den Meisterkurs zu besuchen. Für sie besteht die Möglichkeit, an den allgemeinen Einheiten und den Einheiten vor dem Orchester zu hospitieren.

Geleitet wird der Kurs von Professor Hermann Pallhuber, der sowohl national, als auch international für die erfolgreiche Leitung zahlreicher Orchester und Formationen verantwortlich ist. Seit Oktober 2016 ist er Professor für Dirigieren und Leitung von Blasorchestern an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Mannheim.

Mit der Sächsischen Bläserphilharmonie steht den Teilnehmenden nicht nur ein exzellentes, sondern auch ein in der Musikvermittlung und Musikpädagogik erfahrenes Kulturorchester zur Verfügung. Das Orchester wurde 2017 in das Programm »Exzellente Orchesterlandschaft Deutschlands« von der Beauftragten der Bunderegierung für Kultur und Medien aufgenommen, über das auch dieser Kurs gefördert wird.

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