Wettbewerbe 14.03.2019 Nichts zu verlieren - Viel zu gewinnen

Landeswettbewerb »Jugend musiziert« Sachsen 2019 in Leipzig

Öffentliche Wertungsvorspiele (Eintritt frei)
29.-31. März und 5.-7. April 2019

Veranstaltungsorte

Hochschule für Musik und Theater »Felix Mendelssohn Bartholdy« Leipzig
Musikschule Leipzig »Johann Sebastian Bach«
Neue Musik Leipzig
Schumann-Haus

Konzerte

Samstag, 30. März 2019, 20:00, Neue Musik Leipzig (Eisenacher Str. 72, 04155 Leipzig)
Konzert der Jazz-Preisträger des Landeswettbewerbes Jugend jazzt Sachsen 2019
Eintritt frei!

Sonntag, 7. April 2019, 19:30, Musikschule Leipzig, Masur-Saal
Abschlusskonzert des Landeswettbewerbes Jugend musiziert Sachsen 2019
Eintritt frei!
Abschluss ab 18:45 mit Musik, Getränken und Essen

Infos zum Wettbewerb, Ablauf und die Ergebnisse finden Sie tagesaktuell unter auf der Seite des Landeswettbewerbs Sachsen

 

Vom 29.-31. März und 5.-7. April 2019 werden 553 Teilnehmer an verschiedenen Austragungsorten in Leipzig beim größten Jugendwettbewerb in Sachsen ihr Können beweisen. Damit ist die Teilnehmerzahl zum vergleichbaren Wettbewerb im Jahr 2015 um 28% gestiegen. An Gastgeber und Organisatoren werden damit hohe Anforderungen gestellt. Nicht zuletzt die zahlreichen freiwilligen Helfer an allen Veranstaltungsorten tragen zum reibungslosen Ablauf bei und sichern das hohe Niveau des Wettbewerbs.

Der diesjährige Wettbewerb sprengt von der Anzahl der Wertungen alle Dimensionen, so dass an den sechs Wertungstagen jeweils fünf Wertungsorte parallel bespielt werden. Spannende Sololeistungen gibt es diesem Jahr u.a. bei den Streichern und Schlagzeug. In der Ensemblewertung stehen in diesem Jahr die Duo-Wertungen mit Bläsern und Pianisten sowie Jazz, Vokalensemble und Klavier-Kammermusik im Mittelpunkt. Der Eintritt zu den Wertungsspielen ist frei. Gäste sind willkommen!

Aber nur auftreten und die Punkte einsammeln? Und vielleicht gar enttäuscht und ärgerlich wieder nach Hause fahren? Das ist nicht Ziel von »Jugend musiziert«. Der Wettbewerb will Anderes als seine Teilnehmer über den Konkurrenz- und Öffentlichkeitsdruck zu Höchstleistung zu provozieren. Wichtig ist ihm, zum Musizieren, zur Arbeit mit dem Musikinstrument oder der Singstimme anzuregen, sich mit verschiedenen Musizierstilen und Musikwerken unterschiedlicher Epochen auseinandersetzen und zum gemeinsamen Erlebnis »Musik« zusammen zu finden.

Darum gehört das Angebot eines Beratungsgespräches der Juroren für alle Teilnehmer seit vielen Jahren zum Programm. Aber auch das wird in diesem Jahr aufgrund der Fülle von Wertungen schwierig werden. Da Wettbewerbstage oder Spielorte nicht beliebig erweiter werden können werden die Beratungsgespräche der Teilnehmer teilweise auch erst nach der Ergebnisbekanntgabe am Abschluss des Wertungstages stattfinden.

Bei »Jugend musiziert« steht der Team-Gedanke im Vordergrund. Neben Motivation und Anregung für den eigenen musikalischen Lebensweg vermittelt »Jugend musiziert« nach der Wettbewerbsphase weitere Förderungen und Stipendien. Das können Projekte des Sächsischen Musikrates sein, beispielsweise das Landesjugendorchester oder auch das Jugendjazzorchester Sachsen.

Veranstalter von »Jugend musiziert« ist der Sächsische Musikrat in diesem Jahr gemeinsam mit der Stadt Leipzig. Der Wettbewerb wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes. Als Hauptsponsor steht auch in diesem Jahr der Ostdeutschen Sparkassenverband gemeinsam mit der Sparkasse Leipzig zur Verfügung. Wir sind sehr dankbar, dass Porsche Leipzig neu als Förderer bei Jugend musiziert Sachsen großzügig einsteigt.

Preise & Stipendien 13.03.2019 Förderpreis für junge Komponisten geht nach Dresden

Elias Jurgschat und Kuba Krzewiński erhalten den »Förderpreis für junge Komponisten und Musikwissenschaftler«

Der mit 2.500 Euro dotierte »Förderpreis für junge Komponisten und Musikwissenschaftler« wird 2019 zu gleichen Teilen an zwei Dresdner Komponisten vergeben, und zwar an Elias Jurgschat und Kuba Krzewiński.

Elias Jurgschat (geb. 1995) studierte Komposition bei Manfred Trojahn (Düsseldorf) und seit 2017 bei Mark Andre an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden. Sein Schaffensschwerpunkt liegt in der instrumentalen Kammer- und Ensemblemusik. Nach dem Urteil der Jury sind seine Partituren genau ausgehört und zeigen eine sichere Beherrschung der instrumentalen Möglichkeiten und der Form. Er hat bereits mehrere Preise gewonnen, zuletzt den Kompositionspreis der Alban Berg Stiftung Wien (2019). Kuba Krzewiński (geb. 1988) studierte Komposition in Lodz, Den Haag und seit 2017 bei Manos Tsangaris in Dresden. Seine oftmals szenischen oder audiovisuellen Werke sind nach Einschätzung der Jury gekennzeichnet durch intensive konzeptuelle und dramaturgische Planung und akribische Ausführung. Er erhielt mehrere Stipendien. Sein Schaffen wurde bereits auf Festivals in Polen, Belgien, den Niederlanden, Deutschland, Portugal und China präsentiert.

Mitglieder der Jury, die am 9. März in Leipzig getagt hat, waren Prof. Matthias Drude (Vorsitzender des Landesverbands Sachsen im Deutschen Komponistenverband e.V.), Prof. Dr. Jörn Peter Hiekel, Dr. Tobias Eduard Schick (Dresden) und Knut Müller (Stellvertretender Vorsitzender des Sächsischen Musikbunds, Leipzig). Der Preis wird im Zweijahresrhythmus vom Sächsischen Musikbund e.V. in Zusammenarbeit mit dem Landesverband Sachsen im Deutschen Komponistenverband und der Leipzigstiftung verliehen. Die öffentliche Preisverleihung findet voraussichtlich Ende Oktober in Leipzig statt.

Preise & Stipendien 05.03.2019 »Ein Kind der spätsowjetischen Ära«

Andris Nelsons erhält den 10. Internationalen Schostakowitsch Preis Gohrisch

 

Bei der diesjährigen zehnten Ausgabe der Internationalen Schostakowitsch Tage in Gohrisch (Sächsische Schweiz) wird der Dirigent Andris Nelsons mit dem 10. Internationalen Schostakowitsch Preis Gohrisch ausgezeichnet. Er nimmt den undotierten Preis am 23. Juni 2019 in der Gohrischer Konzertscheune persönlich entgegen. Der gebürtige Lette ist einer der gefragtesten Maestri der Gegenwart. Als Gewandhauskapellmeister in Leipzig und Music Director des Boston Symphony Orchestra hat er derzeit zwei der renommiertesten Positionen im internationalen Musikleben inne. Geboren 1978 in Riga, bezeichnet sich Andris Nelsons selbst als ein »Kind der spätsowjetischen Ära«, in der er mit der Musik von Schostakowitsch förmlich aufwuchs. Später erhielt er wichtige Impulse aus erster Hand von seinem Mentor Mariss Jansons. Erst vor wenigen Tagen wurde Andris Nelsons für seine Einspielung von Schostakowitschs Symphonien Nr. 4 und 11 mit dem Boston Symphony Orchestra mit zwei Grammy Awards ausgezeichnet. Es ist nach 2017 und 2018 die dritte Grammy-Auszeichnung in Folge für die zyklische Gesamteinspielung der Schostakowitsch-Symphonien bei der Deutschen Grammophon, die damit schon jetzt als ein diskographischer Meilenstein gilt. Andris Nelsons, der zurzeit in Boston weilt, zeigte sich hocherfreut über die Ehrung mit dem Gohrischer Preis: »Schostakowitschs Musik ist tief in meinem Herzen verwurzelt. Ihre Emotionalität ist von zeitloser Gültigkeit, und ich wünsche mir, dass sie das Publikum genauso erreicht wie mich. Ich finde es großartig, was zu Ehren Schostakowitschs in Gohrisch entstanden ist und freue mich sehr, den Preis an diesem besonderen Ort entgegennehmen zu dürfen.«

Dmitri Schostakowitsch komponierte 1960 in Gohrisch, 40 Kilometer südöstlich von Dresden gelegen, sein achtes Streichquartett c-Moll op. 110. Das autobiographisch geprägte Werk dokumentiert auf besonders erschütternde Weise das existenzielle Leiden des Komponisten unter dem Sowjetregime. Seit 2010 finden in Gohrisch jährlich Internationale Schostakowitsch Tage statt, die in Kooperation mit der Sächsischen Staatskapelle Dresden ausgerichtet werden und den Künstler, der 1972 ein weiteres Mal Gohrisch besuchte, von immer neuen Seiten beleuchten. Mit dem zehnten Jahrgang feiert das Festival 2019 ein Jubiläum. »Andris Nelsons ist ein Künstler, der die menschlichen Aspekte der Musik Schostakowitschs in die heutige Zeit überträgt«, begründet der Künstlerische Leiter der Schostakowitsch Tage, Tobias Niederschlag, die Entscheidung. »Die schonungslose Intensität seines Musizierens ist ansteckend und berührend zugleich. Andris Nelsons lässt uns immer wieder miterleben, wie aktuell die Musik Schostakowitschs heute noch ist.«

Zu den bisherigen Trägern des Internationalen Schostakowitsch Preises Gohrisch zählen die Dirigenten Kurt Sanderling, Gennady Rozhdestvensky und Yuri Temirkanov, der Geiger Gidon Kremer, die Komponistin Sofia Gubaidulina sowie das Borodin Quartet.

Die 10. Internationalen Schostakowitsch Tage Gohrisch finden vom 20. bis 23. Juni 2019 im Kurort Gohrisch statt.

Kulturpolitik 01.03.2019 Sachsen Spitzenplatz bei der Kulturförderung

Neunter Kulturfinanzbericht Kunst und Kultur der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder

 

Im Freistaat Sachsen wird innerhalb Deutschlands pro Einwohner das meiste Geld zur Förderung von Kunst und Kultur ausgegeben. Zu diesem Ergebnis kommt der jüngst veröffentlichte neunte Kulturfinanzbericht der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder: Im Jahr 2015 wurden pro Einwohner in Sachsen 211,62 Euro für Kunst und Kultur investiert. Für dieses und nächstes Jahr sind je rund 245 Millionen Euro für die Förderung der Kultur vorgesehen (im Jahr 2018 waren es ca. 217 Millionen Euro).

Kern der erneut steigenden Mittel für die Förderung von Kunst und Kultur ist der Aufwuchs des Sächsischen Kulturraumgesetzes um 10 Millionen Euro pro Jahr bis 2022 (insgesamt 104,7 Millionen Euro pro Jahr). Die meisten Mittel pro Einwohner – 73,90 Euro – setzt Sachsen für die Förderung von Theater und Musik ein. 39,04 Euro je Einwohner gehen an Museen, Sammlungen und Ausstellungen. Nicht nur gemessen an den Ausgaben pro Einwohner, sondern auch bei der Betrachtung der Kulturausgaben am Gesamthaushalt (4,06 Prozent) oder gemessen am Bruttoinlandsprodukt (0,76 Prozent) behauptet der Freistaat Sachsen seine Spitzenposition bei den Kulturausgaben.

Quelle: Medienservice Sachsen

Kinder & Jugend 28.02.2019 Alles andere als öde – Jazz bei Kids beliebt

Vom 1. bis 3. März 2019 findet in Leipzig das 10. Internationale Kinderjazzfestival statt.

 

Zum nunmehr zehnten Mal veranstaltet der Verein »Kids Jazz L.E.« das internationale Kinderjazzfestival in Leipzig. Das Programm steht und die Teilnehmer bereiten bereits intensiv ihre Auftritte auf der großen Bühne im MDR-Orchestersaal vor. Vom 1. bis 3. März stehen die Jugendlichen im Rampenlicht. Sie werden zeigen, dass Jazz definitiv »in« ist und das diese oft sonst Erwachsenen vorbehaltene Musik ihnen viel Freude bereitet. Die Erfahrung hat vor allem Veranstalter und Saxofonist Reiko Brockelt gesammelt, wenn er Schülern die Möglichkeit gegeben hat, in einem Jazz-Ensemble mitzuwirken. Die Motivation zu üben, sei sofort gestiegen. Das kann auch die 13-jährige Teilnehmerin Solomiia Kobets aus Kiew bestätigen. Seit fünf Jahren spielt sie Geige. Auf den ersten Blick, eher nicht DAS typische Instrument für Jazzmusik. Doch genau diese musikalische Richtung sei der Grund für ihre Liebe zur Musik, verrät die Preisträgerin. Jazz sei genau die Musik, mit der sie sich am besten entfalten könne. Und das können auch die Chili Strings aus Fürstenfeldbruck bestätigen. Das Streicher-Ensemble ist zum wiederholten Male beim Festival dabei und wird vermutlich erneut das Publik davon überzeugen, wie gut Jazz-Klassiker auf Geige und Co. klingen können. Neben Solomiia Kobets reist auch das ukrainische Familientrio ShekBand aus Kiew zum Festival an sowie Pianist Akim Grui. Andere Teilnehmer kommen aus der ganzen Republik. So wie die Jugend Bigband Rügen, Bonds Junior Edition aus Weil am Rhein, die Nahariya Kids aus Berlin und das Jazzquartett der Musikschule der Hofer Symphoniker. Aus der Nähe von Dresden kommt die Sebnitz-Bigband und Leipzig wird von den Jazzkids vertreten. Ein weiteres Highlight ist der MDR-Kinderchor, der das Festival am 1. März eröffnen wird. Und zum 10-jährigen Jubiläum haben sich auch ehemalige Teilnehmer in einer Allstar-Band gefunden. Darunter Schlagzeugerin Anna Nastasia Hinkelmann. Sie stand vor 10 Jahren bereits beim 1. Kids Jazz Festival auf der Bühne. Heute studiert sie Musik und möchte ihr Hobby zum Beruf machen.

Neben den Konzerten im MDR-Orchestersaal auf dem Leipziger Augustusplatz, finden im Rahmen des Festivals Workshops für musikbegeisterte Kinder und Jugendliche statt. Hier lernen die Teilnehmer andere Musiker kennen, die sich als Ensemble oder Solist angemeldet haben. In der Hochschule für Musik und Theater »Felix Mendelssohn Bartholdy« werden die jungen Musiker von erfahrenen Dozenten und Profi- Musikern unterrichtet. Zum Abschluss treten auch sie am letzten Festivaltag im MDR-Orchestersaal auf.

Die Konzerte finden alle im MDR-Orchestersaal (Augustusplatz statt. Am Freitag dem 1. März geht es 19 Uhr los, am 2. März um 17 Uhr und am 3. März treten alle Festivalteilnehmer ab 14 Uhr auf. Eintritt: Kinder bis einschl. 16 Jahre zahlen 4 Euro, Erwachsene 8 Euro.

Allgemeines 22.02.2019 Preisträger des Thüringer Kompositionspreises ermittelt

Thomas Nathan Krüger erhält Auftragskomposition für die Staatskapelle Weimar

 

Der in Nordhausen lebende Komponist Thomas Nathan Krüger konnte sich gegen seine Mitbewerber um den Thüringer Kompositionspreis durchsetzen. Dieser Preis wurde von der Thüringer Staatskanzlei und dem Landesmusikrat Thüringen e.V. im Herbst 2018 zum siebten Mal ausgeschrieben. Es handelt sich hierbei um eine Auszeichnung, die jährlich an einen von einer hochkarätigen Jury ausgewählten Thüringer Komponisten vergeben wird. In diesem Jahr setzte sich die Jury unter dem Vorsitz des Präsidenten des Landesmusikrates Thüringen, Prof. Eckart Lange, wie folgt zusammen: Prof. Claudia Buder (Weimar), Prof. Wilfried Krätzschmar (Dresden) Helmut Zapf (Berlin). In den von Thomas Nathan Krüger eingereichten, für seine Arbeit exemplarischen Werke beeindruckte die Jury vor allen Dingen die interessante rhythmische Fraktur und kreative musikalische Umsetzung, die einerseits gute Bezüge zur Vergangenheit vorweist, gleichzeitig aber auch zukunftsweisend ist.

Thomas Nathan Krüger wurde 1986 in Sangerhausen (Sachsen-Anhalt) geboren. Bereits 2005 komponierte er als Schüler der Landesschule Pforta seine erste Oper. Nach einem Kompositionsstudium an der Weimarer Musikhochschule folgten weitere Studien an der Kunstuniversität Graz sowie an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart, an der er jüngst sein Konzertexamen mit Auszeichnung abschloss. Zu seinen Lehrern gehören Annette Schlünz, Michael Obst, Beat Furrer, Caspar Johannes Walter, Michael Reudenbach und Martin Schüttler. Neben unzähligen solistischen und kammermusikalischen Werken schrieb Thomas Nathan Krüger Orchesterwerke für die Staatskapelle Halle/Saale, das Stuttgarter Kammerorchester und die Jenaer Philharmonie. Seine Musik erklang bereits auf Konzertpodien in Europa, Südamerika und Australien, gespielt von renommierten Klangkörpern wie dem Minguet Quartett, dem Cuarteto de Cuerdas UNTREF, dem Ensemble hand werk oder dem ensemble recherche. Kompositionsaufträge erhielt er unter anderem vom Südwestrundfunk, dem IMPULS Festival Sachsen-Anhalt und dem Aleph Gitarrenquartett. Einige seiner Werke erscheinen beim Verlag Neue Musik sowie in der Edition Chanterelle im Allegra Musikverlag.

Seit 2012 widmet er sich auch der Aufführung experimenteller Musik als Mitglied der Initiative für Neue Musik SUONO MOBILE. Zu seinem Repertoire gehören Werke von Louis Andriessen, Annesley Black, Carola Bauckholt, Michael Maierhof und Mathias Spahlinger. Thomas Nathan Krüger erhielt 2010 den Franz-Liszt-Preis, war Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes und im Jahr 2015 Stipendiat der Kunststiftung Baden-Württemberg. Er war Lehrbeauftragter an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart und unterrichtet seit 2008 Kinder und Jugendliche im Rahmen der Komponistenklasse Sachsen-Anhalt. Seit Beginn der Spielzeit 2018 ist er künstlerischer Mitarbeiter am Theater Nordhausen.

Die an Thomas Nathan Krüger vergebene Auftragskomposition wird im Rahmen des 6. Sinfoniekonzertes der Spielzeit 2019/20 durch die Staatskapelle Weimar unter der Leitung von Stefan Lano am 2. Februar 2020 in der Weimarhalle uraufgeführt.

 

»Clara 200« ist das Motto des Schumann-Festes vom 6. bis 16. Juni 2019. Es ist Höhepunkt eines ganzjährigen Veranstaltungsangebotes, mit dem die Robert-Schumann-Stadt Zwickau den 200. Geburtstag der genialen Gattin des romantischen Komponisten feiert und zugleich ihr Leben und Werk in den Fokus stellt.

Clara Schumann, geb. Wieck, war eine erfolgreiche Pianistin und Komponistin. Sie arbeitete zudem als Klavierpädagogin, Konzertveranstalterin, Herausgeberin und Professorin für Klavier. Im Jahresverlauf 2019 erklingt ihr gesamtes kompositorisches Werk. Dabei sind Ur- und Erstaufführungen! Neu in diesem Jahr: Das Schumann-Fest soll erstmals mit internationalen Meisterkursen einhergehen. Geplant sind diese vom 6. bis 10. Juni. Die Anregung dafür gab der Zwickauer Ausnahmegeiger Elin Kolev. Auch 2019 wird ein allseits beliebter Publikumsmagnet nicht fehlen: das romantische Lichterfest rund um den Schwanenteich. Dazu sind Jung und Alt am Freitag, dem 14. Juni, eingeladen. Schirmherr des Schumann-Festes ist der Ministerpräsident des Freistaates Sachsen, Michael Kretschmer. Clara Schumann trat 1832 erstmals in Zwickau auf und heiratete 1840 den dort geborenen Komponisten Robert Schumann. Das Schumann-Fest 2019 aus Anlass ihres 200. Geburtstages steht ganz im Zeichen dieser außergewöhnlichen Frau und Ausnahmekünstlerin. Und so werden passend zum Thema »Clara 200« vor allem Künstlerinnen zu erleben sein, die wie Clara Meisterinnen im Fach Klavier sind: die rumänisch-französische Pianistin Mara Dobrescu, Ragna Schirmer (Zwickauer Schumann-Preisträgerin 2019), Konstanze Eickhorst oder Natalia Ehwald (einst Preisträgerin des Kleinen Schumann-Wettbewerbs). Im Verlauf des Schumann-Festes wird die gesamte Bandbreite des kompositorischen Schaffens Clara Schumanns ausgeschöpft. Das Repertoire reicht bis hin zu Orchesterkonzert, Kammermusik, Solo- und Chorlied. Überhaupt ist das Programmspektrum mit Konzerten, Puppen- und Musiktheater, Ausstellungen, Ballett sowie Vortrag breit gefächert. Es gibt Erst- und Uraufführungen, beispielsweise von Clara Schumanns heutiger Komponisten-Kollegin Charlotte Seither. Ihre im Auftrag des Theaters Plauen-Zwickau (im Verbund mit anderen Schumann-Städten) entstandene Komposition »Sie, die spricht« wird im Eröffnungskonzert erklingen. Erstmals wird es in diesem Jahr im Rahmen des Schumann-Festes internationale Meisterkurse mit angesehenen Gastdozenten geben. Auf Initiative des aus Zwickau stammenden Geigers Elin Kolev konnten als Dozenten hochrangige Künstler ihres Fachs gewonnen werden: Mitsuko Shirai (Gesang), Yair Kless (Violine), Gustav Rivinius (Violoncello) und Pavel Gililov (Klavier). Die Kurse sind für interessierte Besucher öffentlich und finden vom 6. bis 9. Juni ganztägig im Robert-Schumann-Konservatorium, dem Bürgersaal im Rathaus und der Galerie am Domhof statt.

Gefördert werden das Schumann-Fest Zwickau und die Meisterkurse von der Sparkasse Zwickau und dem Kulturraum Vogtland-Zwickau.

Jugendjazzorchester 13.02.2019 »Bebop and Beyond«

Jugend-Jazzorchester Sachsen trifft Janis Steprans

Konzerte

Donnerstag, 21.02.2019 | 19.30 Uhr
Colditz, Landesmusikakademie Sachsen

Freitag, 22.02.2019  | 20 Uhr
Leipzig, WERK 2 - Kulturfabrik Leipzig e.V.

Sonnabend, 23.02.2019  | 20 Uhr
Plauen, Alte Kaffeerösterei

Sonntag, 24.02.2019  | 20 Uhr
Dresden, Jazzclub Tonne e.V.

 

Vom 15. bis 21. Februar 2019 wird das Jugend-Jazzorchester Sachsen zu seinem Workshop in der Landesmusikakademie Colditz aufbrechen. Das Nachwuchsensemble probt dort eine Woche lang unter der Leitung des renommierten kanadischen Saxophonisten Janis Steprans ein Programm ein, welches den Schwerpunkt auf den amerikanischen Bebop und dessen Entwicklungen bis in die Gegenwart legt. Diese Richtung des Jazz löste in den frühen 40er Jahren den Swing ab, da die großen Ballsäle New Yorks, wo Swing getanzt und gespielt wurde, kriegs- und wirtschaftlich bedingt schlossen. Ein kleines Viertel in Midtown Manhattan mit vielen winzigen Nachtclubs wurde die Keimzelle für eine neue Richtung des Jazz, genannt Bebop. Bebop ist und bleibt die Grundlage des Modern Jazz, welcher – wie die Musik Bachs den Grundstein für die europäische Musiktradition legte – noch immer den zeitgenössischen Jazz beeinflusst. Die improvisatorischen Stile Charlie Parkers und Dizzy Gillespies waren in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts grundlegend für die musikalische Entwicklung  von Stilen wir Modal Jazz, Free Jazz, der Fusion von Rock und Jazz in den 70er Jahren und aktuell der Verbindung von Jazz und klassischer Musik.

Janis Steprans, der bereits mit Dizzy Gillespie zusammen musizierte, stammt aus Quebec, Kanada, wo er sowohl als Solist und Bandmitglied als auch als Dozent an der »Université Laval« in Quebec tätig ist. Er begann seine Laufbahn als Jazz-Musiker bereits in der Highschool, wo er mit dem Saxophonspiel anfing und setzte sein Studium an der McGill Universität unter Gerry Danovitch und am New England Konservatorium mit Joe Allard fort.

Er wird mit Hilfe von einem dreiköpfigen Dozententeam und mit Unterstützung von zwei Experten in Sachen Musikergesundheit die Leitung dieses Workshop des Jugendjazzorchester übernehmen und gemeinsam mit den jungen Musikern die Entwicklung moderner improvisierter Musik von den Beginnen in der 52. Straße New Yorks bis in die Gegenwart erforschen.

Das Jugend-Jazzorchester Sachsen ist eine Big Band vom Feinsten. Das Ensemble, dessen Bühnenbesetzung nicht mehr als 20 Musiker umfasst, besteht in immer wechselnden Besetzungen seit 1993 und begeisterte seit seiner Gründung sowohl regionales Publikum als auch Jazzliebhaber in Kanada, Griechenland, Indien, Ungarn, Israel und wo die zahlreichen Konzertreisen noch hinführten. Dabei befindet sich auch die künstlerische Leitung im ständigen Wechsel, um den jungen Musikern im Alter zwischen 16 und 26 Jahren möglichst vielfältige Impulse zu geben. So dirigierten schon Jazzgrößen wie Carla Bley (USA), Jürgen Friedrich, Joe Sullivan (Kanada), Rolf von Nordenskjöld, Marko Lackner, Al Porcino, Thomas Zoller und Ansgar Striepens die Band.

 

 

Allgemeines 12.02.2019 Sachsens Chorleiter holen sich in Freiberg Impulse für ihre Chöre

40 Chorleiterinnen und Chorleiter aus Sachsen werden sich in der ersten Winterferienwoche vom 17. bis zum 22. Februar 2019 in Freiberg weiterbilden. Gut ein Drittel von ihnen leitet Chöre an Schulen und in Bildungseinrichtungen des Freistaates.

 

Zum 44. Mal werden sich Chorleiter, Chorassistent, Sänger*innen, Musiklehrer, Musikstudenten und musikalisch interessierte Schüler während des »Sächsischen Chorleiterseminars« des Sächsisches Chorverbandes e.V. in einem mehrstufigen Kurssystem von Grund-, Aufbau-, Meisterkurs und den diesjährigen Spezialkursen Männerchor und JazzPopGroove der Interpretation traditioneller und moderner Chorliteratur zuwenden. Erfahrene und renommierte Dozenten werden ihnen aktuelles Wissen über Chorleitung vermitteln. Die künstlerische Leitung des »44. Sächsischen Chorleiterseminars« liegt in den Händen des Chemnitzers Wolfgang Richter, Leiter diverser Chorensembles, Musikpädagoge und Vizepräsident des Sächsischen Chorverbandes e.V. Wolfgang Richter wird zudem den Lehrgangschor aus Chorleitern und Chorsängern leiten. Der Lehrgangschor wird zusammen mit dem »a-cappella-Chor« Freiberg, dem Chor der Leibnizschule Leipzig und den Studiochören des Seminars am 22. Februar, 18 Uhr, das traditionelle Abschlusskonzert des »44. Sächsischen Chorleiterseminars« in der Nikolaikirche zu Freiberg gestalten.

Auch in diesem Jahr wird das »Sächsische Chorleiterseminar« unterstützt von der Stadt Freiberg, die seit fünf Jahren den Sächsischen Chorverband e.V. Probenräume in der Stadt sowie die Nikolaikirche für das Abschlusskonzert öffnet. Die Kursteilnehmer erhalten zudem die Möglichkeit, die kulturelle Vielfalt der Silberstadt kennenzulernen. Zu weiteren Unterstützern der in Deutschland in seiner Vielfalt der Wissensvermittlung zum Thema Chorleitung einzigartigen Fortbildungsveranstaltung gehören das Kirchenchorwerk der Evang.-Lutherischen Landeskirche Sachsen und das Sächsische Landesamt für Schule und Bildung. Das Sächsische Staatsministerium für Kultus erkennt das Chorleiterseminar zudem als Weiterbildungsveranstaltung für Musiklehrer an. Die Teilnehmerkosten für sächsische Lehrer werden übernommen. Der Sächsische Chorverband e.V., der sich auch als Fachverband für Chorleitung und Chorarbeit sieht, bietet zusätzlich zum »Sächsischen Chorleiterseminar« über das Jahr und die Regionen Sachsens verteilte Workshops zu den Themen Chorleitung und Chorarbeit an. Als Dozenten werden in Freiberg dabei sein: Claudia Zohm, Chorleiterin, Lied- und Konzertsängerin und Gesangspädagogin aus Weimar, der Dirigent, Ensembleleiter, Organist und Continuospieler Sebastian Schilling aus Chemnitz, der Chordirektor und Kapellmeister am Mittelsächsischen Theater Freiberg Peter Kubisch, der Chordirektor der Bundesvereinigung Deutscher Chorverbände und freischaffende Musikerzieher, Dirigent, Komponist und Musikverleger Nico Nebe aus Zwickau sowie der Chorleiter, Stimmbildner, Vocalcoach Jan-Hendrik Herrmann aus Köln. Der Bariton und Beatboxer der A-cappella-Band »Soundescape« gewann beim Deutschen Chorwettbewerb 2018 mit dem Jazzchor der Uni Bonn in der Kategorie »Populäre Musik – a cappella« den ersten Preis sowie einen Sonderpreis.

Das »Sächsische Chorleiterseminar« findet vom 17. bis zum 22. Februar 2019 in Freiberg statt. Kurzfristige Anmeldungen sind noch über die Geschäftsstelle des Sächsischen Chorverbandes möglich.

Allgemeines 04.02.2019 Geburtstagskonzert

130 Jahre Erzgebirgische Philharmonie Aue

 

Im festlichen Geburtstagskonzert mit Sektempfang anlässlich ihres 130jährigen Bestehens, lädt die Erzgebirgische Philharmonie Aue und der Verein Freunde und Förderer der Erzgebirgischen Philharmonie am Samstag, dem 9. Februar im Kulturhaus Aue und am Montag, dem 11. Februar im Winterstein-Theater Annaberg-Buchholz zu einer musikalischen Reise nach Italien und einem kurzen Abstecher nach Frankreich ein. Auf dem Plan stehen u.a. Werke von Rossini, Leoncavallo, Berlioz und Paganini. Solistin des Abends ist Liv Migdal, am Pult steht GMD Naoshi Takahashi.

Den Abend eröffnet die Ouvertüre zu Gioacchino Rossinis Oper »Der Türke in Italien«. Im Anschluss daran wird das »Intermezzo sinfonico« aus Pietro Mascagnis »Cavalleria Rusticana« zu hören sein, gefolgt von der Ouvertüre zu Luigi Cherubinis Oper »Der Wasserträger« und dem Intermezzo aus der Oper »I Pagliacci« von Ruggiero Leoncavallo. Die Konzertouvertüre »Römischer Karneval« von Hector Berlioz hat bis heute einen festen Platz im Repertoire der Sinfonieorchester. Der Höhepunkt dieser konzertanten Geburtstagsfeier ist das Konzert für Violine und Orchester Nr. 1 D-Dur op. 6 von Nicolò Paganini, dem »Teufelsgeiger«. Paganini komponierte Stücke, die zu seinen Lebzeiten nur er selbst spielte.

Werbung