30.04.2020

»Wir werden unsere Chöre bestmöglich unterstützen«

Daniel Kernchen hat die Geschäftsführung des Sächsischen Chorverbandes übernommen

Der Kulturmanager und Musikwissenschaftler Daniel Kernchen hat im April die Geschäftsführung des Sächsischen Chorverbandes e.V. übernommen Er löste den bisherigen Geschäftsführer des Laienchorverbandes Thomas Lohse in dieser Funktion ab.

»Wir danken Thomas Lose für die langjährige Leitung der Geschäftsstelle unseres Verbandes und für sein Engagement für die sächsischen Laienchöre. Mit Daniel Kernchen hat das Präsidium des Sächsischen Chorverbandes einen Kulturmanager gewinnen können, von dem wir uns bei der weiteren Profilierung unseres Laienchorverbandes und des Chorwesens in Sachsens wichtige Impulse erwarten«, wünscht Horst Wehner, Präsident des Sächsischen Chorverbandes e.V., dem neuen Verbands-Geschäftsführer viel Erfolg. Durch die aktuellen Einschränkungen des gesellschaftlichen Lebens stehen die Chorvereine des Sächsischen Chorverbandes vor bislang nicht gekannten Herausforderungen.

»Eigentlich hätten wir ab dem heutigen Donnerstag in Leipzig das Deutsche Chorfest mit tausenden Chorsänger*innen aus Deutschland und vielen Nachbarländern gefeiert. Über 450 Chöre wollten sich in Leipzig begegnen, für den Chorgesang werben und die Sachsen erfreuen. Stattdessen mussten unsere Chöre in den letzten Wochen ihre Probentätigkeit einstellen, an Auftritte und Konzerte ist aktuell nicht zu denken. Wir haben als Verband unsere Woche der offenen Chöre absagen müssen, in der wir nach dem Chorfest an Chorgesang interessierte Sachsen zu uns in die Chöre einladen wollten«, fasst Horst Wehner die aktuelle Situation in der sächsischen Chorlandschaft zusammen. Zahlreiche Chöre des Sächsischen Chorgesangs halten ihren Spaß am Chorgesang inzwischen virtuell frisch, ob in unserem, mit der Deutschen Chorjugend e.V. initiierten Projekt #zusammenSINGENwirSTÄRKER oder in eigenen Chorinitiativen. »Das ersetzt zwar keine Proben, dieser virtuelle Chorgesang verbindet jedoch«, so der Präsident des Sächsischen Chorverbandes e.V. Er möchte den Chören Mut machen: »In den Familien lässt es sich hervorragend musizieren und singen. In Zeiten des Zuhausebleibens ist es eine gute Gelegenheit, das gemeinsame Singen wieder aufleben zu lassen.« Den Chören, in denen viele Sänger*innen zu den sogenannten Risikogruppen gehören, empfiehlt er, miteinander in Kontakt zu bleiben, jede Möglichkeit zu nutzen, sich miteinander auszutauschen. »Wir werden wieder gemeinsam singen«, verspricht Horst Wehner.

Der neue Chorverbands-Geschäftsführer ist in diesen Tagen insbesondere Ansprechpartner für die Chöre des Verbandes. Der 40-jährige Daniel Kernchen studierte nach einer kaufmännischen Ausbildung Musikwissenschaft, Kulturmanagement und Rechtswissenschaft an der Hochschule für Musik »Franz Liszt« Weimar sowie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Im Anschluss an sein Studium war er Orchestermanager bei den Thüringer Symphonikern Saalfeld-Rudolstadt, wechselte 2011 als Orchesterdirektor zum Brandenburgischen Staatsorchester Frankfurt und war für die Spielzeiten 2015/2016 sowie 2016/2017 Intendant der Jenaer Philharmonie. Danach war er freischaffend als Kulturmanager tätig. »Auch für mich ist es neu, diese berufliche Aufgabe in einer so außergewöhnlichen Situation zu übernehmen und mich in diese einzuarbeiten. Wir werden unsere Chöre bestmöglich unterstützen und versuchen, die Folgen der Corona-Krise für unsere Mitgliedschöre so gering wie möglich zu halten«, erklärt Daniel Kernchen. Dazu befindet sich der Verband im regen Austausch mit den zuständigen Stellen im Freistaat Sachsen und im Deutschen Chorverband e.V.

Daniel Kernchen
Foto: © Tobias Tanzyna

 

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