06.02.2015

Ehrung für einen sächsischen Komponisten

Günter Neubert erhält den »Helmut-Bräutigam-Preis« der Stadt Crimmitschau

Am 1. Februar wurde der Komponist Günter Neubert mit dem »Helmut-Bräutigam-Preis« der Stadt Crimmitschau geehrt. Die Ehrung nahm Oberbürgermeister Holm Günther in der St. Laurentiuskirche in Crimmitschau vor. Die Laudatio hielt Prof. Dr. Johannes Forner, Professor für Musikwissenschaft an der Hochschule für Musik und Theater in Leipzig.

Der 1936 in Crimmitschau geborene Günter Neubert studierte von 1959–1965 und 1968 bis 1971 Komposition bei Rudolf Wagner-Régeny und Paul Dessau an der Akademie der Künste der DDR in Berlin. 1975 bis 1989 nahm er Lehraufträge an den Hochschulen für Musik in Dresden und Leipzig wahr. Seit 1992 ist der Vorstandsmitglied des Deutschen Komponistenverbandes (DKV) sowie Leiter des Büros für zeitgenössische Musik Leipzig. Er wurde in den Gründungsausschuss der Sächsischen Akademie der Künste berufen und ist Mitglied des Sächsischen Musikrates. Günter Neubert komponiert für alle Gattungen. Besonders hervorzuheben sind die Opern »Weihnachtsgans Auguste« (1974) und »Persephone oder Der Ausgleich der Welten« (1989/1996), die »Sinfonia infernale« (1985), sowie die Oratorien »Laudate Ninive« (1982/83) und »Wo der Herr nicht das Haus baut« (2006).

Der Preis wird alle drei Jahre verliehen und soll an den Crimmitschauer Komponisten Helmut Bräutigam erinnern. Bräutigam studierte von 1934–1937 u.a. Komposition bei Hermann Grabner und Johann Nepomuk David. In seinem kurzen Leben schuf Bräutigam Kanons, Orgel- und Kammermusiken und Lieder. Thomaskantor Georg Christoph Biller führte mit dem Thomanerchor mehrmals seine Weihnachts-Motetten in der Thomaskirche auf. Helmut Brätigam, der im Zweiten Weltkrieg 1942 im Alter von 27 Jahren in Rußland fiel, wäre im vergangenen Jahr 100 Jahre alt geworden.

Crimmitschaus Oberbürgermeister Holm Günther (l.) gratuliert Günter Neubert zu seiner Auszeichnung.
Foto: Stadtverwaltung Crimmitschau / Uta Pleißner

 

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