Preise & Stipendien 11.01.2016 Auszeichnung für Maria Perlt

Förderforum der Staatsoperette Dresden vergibt den Förderpreis für junge Künstler

 

Am 10. Januar 2016 wurde Maria Perlt, Solistin an der Staatsoperette Dresden, mit dem Förderpreis für junge Künstler ausgezeichnet. Diese vom Förderforum der Staatsoperette initiierte Ehrung wurde zum dritten Mal vergeben. Den mit 1.000 € dotierten Preis überreichte zur Vorstellung der Vorsitzende des Fördervereins Prof. Dr. Werner Patzelt gemeinsam mit Intendant Wolfgang Schaller. Doch bevor Maria Perlt, zu ihrer großen Überraschung, den Preis erhielt, brillierte die junge Sopranistin zur Matinee mit »Glitter and Be Gay« – der Koloraturarie der Cunegonde aus Bernsteins »Candide« auf der Bühne.

Maria Perlt wurde in Berlin geboren, war mehrfache Preisträgerin des Bundeswettbewerbes Jugend musiziert und absolvierte ihr Gesangsstudium von 2007 bis 2012 an der Dresdner Musikhochschule. Sie bestritt zahlreiche Konzerte, unter anderem mit dem Sächsischen Vocalensembles, dem Dresdner Kreuzchor und der Singakademie Dresden. Gastspiele führten sie an Serkowitzer Volksoper, die Kammeroper München und die Dresdner Musikfestspiele. Von 2013 bis 2015 war Maria Perlt am Stadttheater Pforzheim engagiert. Seit März 2015 gehört Maria Perlt zum Solisten-Ensemble der Staatsoperette Dresden. Hier überzeugte das Ausnahmetalent stimmlich und darstellerisch mit ihren Interpretationen der Königin der Nacht in »Die Zauberflöte«, der Adele in »Die Fledermaus« oder auch in jüngster Vergangenheit in der Rolle der Schwanenprinzessin in »Das Märchen vom Zaren Saltan«.

 

Im Rahmen des 12. Sächsischen Stiftungstages wurde am 21. November 2015 im Deutschen Hygiene-Museum der Sächsische Initiativpreis für Kunst und Kultur verliehen. Den mit 10.000 Euro dotierten Hauptpreis nahm die Komponistenklasse Dresden, vertreten durch die beiden Kompositionslehrer Silke Fraikin und Johannes Korndörfer, Dr. Wieland Schwanebeck (Stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Freunde und Förderer der Komponistenklasse Dresden e.V.) und Schülerin Mara Wiegleb) entgegen.

In seiner bewegenden Laudatio würdigte Prof. Wilfried Krätzschmar in umfassender Weise die über 30-jährige erfolgreiche Arbeit der Komponistenklasse Dresden, das Engagement ihres Gründers Hans J. Wenzel und all seiner Mitstreiter: »Wir ehren, wenn heute dieser Preis verliehen wird, außer den jetzigen Lehrern und Machern auch die Erfinder und Gründer mit; und alle, die diese Unternehmung durch die Zeiten getragen und behütet – und gerettet haben; wir bedenken neben den jetzigen Kinderkomponisten die Generationen ihrer Vorgänger; und im eigentlichen preisen wir eine Idee – zu deren Wirken wir nicht nur den Beteiligten, sondern sehr auch uns selbst als teilhabendem Gemeinwesen gratulieren können!«

Zur Preisverleihung erklangen Werke von Schülern der Komponistenklasse Dresden. Mechthild Winkler (Violine) und Albrecht Scharnweber (Klarinette) spielten »Die faule und die schnelle Maus« von Mara Wiegleb, »Die Spinne« von Mariam Winkler und »Verlustig« von Ole Jana (Bundespreis »Jugend komponiert« 2014).

Der Sächsische Initiativpreis für Kunst und Kultur wird im zweijährigen Turnus mit dem Ziel verliehen, vor dem Hintergrund der zunehmenden Wettbewerbssituation im Kulturbereich ein Signal in Richtung Eigeninitiative zu senden. Mit dem Initiativpreis werden Einrichtungen prämiert, die neue Wege bei Konzeption und Betrieb gehen, speziell im Hinblick auf die Finanzierungs-, Organisations- und Rechtsform sowie bei der Entwicklung neuartiger Programme.

Preise & Stipendien 04.05.2015 Mozartpreisträgerin 2015 – Midori Seiler

Eröffnungskonzert des Sächsischen Mozartfestes am 8. Mai 2015 in der Kreuzkirche Chemnitz

 

Hochkarätig startet das Sächsische Mozartfest 2015 am Freitag, dem 8. Mai um 19 Uhr in der Chemnitzer Kreuzkirche. Auf dem Programm stehen Mozarts Divertimento F-Dur KV 138, Joseph Haydns Violinkonzert C-Dur und Leopold Kozeluhs Sinfonia g-Moll.

Den Mozartpreis der Sächsischen Mozart-Gesellschaft e.V. 2015 erhält die Geigerin Midori Seiler für ihre herausragende interpretatorische und lehrend vermittelnden Leistungen als Musikerin und Pädagogin. Die Sächsische Mozart-Gesellschaft e.V. sieht und würdigt Midori Seiler stehend in einer authentisch künstlerischen Wahrhaftigkeit und Beseeltheit als schöpferische Musikerin, wie sie inspiriert durch Wolfgang Amadé Mozart und sein geistig-künstlerisches Umfeld, sein Anspruch und seine Wirkung in den nachfolgenden Generationen auf höchstem Niveau gekannt und wertgeschätzt wird. Der Vorstand der Sächsischen Mozart-Gesellschaft e.V. ist froh und freut sich, daß die Gäste und Teilnehmer der Künstlerin innerhalb der Sächsischen Mozartfeste 2007, 2009 und zuletzt 2011 zu ihrem Meisterkurs »Bach Solosonaten und Partiten« begegnen durften und sie erleben konnten.

In diesem Jahr ist Midori Seiler innerhalb des Eröffnungskonzertes des Sächsischen Mozartfestes als Solistin und Leiterin des Chemnitzer Barockorchesters erlebbar. Der Mozartpreis wird vergeben von der Sächsischen Mozart-Gesellschaft e.V. und überreicht durch die Vorstände Petra Kunze und Gert Gauder. Die Laudatio hält Professorin Adriana Bera, Präsidentin der Mozartgesellschaft Rumäniens und Mozartpreisträgerin 2012. Das Konzert wird von MDR Figaro aufgezeichnet und am selben Abend zu 20.05 Uhr gesendet. Anlässlich des Eröffnungskonzertes engagiert sich die Sächsische Mozart-Gesellschaft e.V. wieder für die von ihr initiierte Spendensammlung »Ein Flügel für Chemnitz« zum Ankauf eines Konzertflügels für den neuen Saal der Musikschule Chemnitz.

Midori Seiler
Sächsisches Mozartfest

Preise & Stipendien 14.10.2014 Dresden erbittet Vorschläge für den Kunstpreis der Stadt

Die Landeshauptstadt Dresden vergibt jährlich einen Kunstpreis an herausragende Kulturschaffende, die in der Elbmetropole leben und arbeiten, sowie einen Förderpreis für vielversprechende Nachwuchskünstler.

 

Zur Pflege und Förderung zeitgenössischer Kunstleistungen stiftet der/die Oberbürgermeister/-in der Stadt Dresden jährlich den Kunstpreis der Landeshauptstadt Dresden und den Förderpreis der Landeshauptstadt Dresden.Der Kunstpreis wird an Künstlerinnen und Künstler oder Ensembles mit anerkanntem künstlerischem Wert verliehen. Der Förderpreis geht an Personen, die aufgrund ihrer Persönlichkeit und ihrer künstlerischen Leistungen eine herausragende künstlerische Aussage erwarten lassen. Beide Preise sind mit jeweils 5.000 Euro dotiert und können sowohl an einzelne Künstlerinnen und Künstler als auch an Ensembles verliehen werden.

Für die Preisträger des Jahres 2015 bittet das Amt für Kultur und Denkmalschutz um Vorschläge. Vorschlagsberechtigt sind neben dem Kulturausschuss des Dresdner Stadtrates alle Dresdner Verbände, Vereine und Kultureinrichtungen. Einzelpersonen können keine Vorschläge abgeben. Die Einsendefrist endet am 31. Oktober 2014. Eine unabhängige Jury wählt die Preisträger aus. Die Verleihung erfolgt im Rahmen eines Festaktes. Preisträger des Jahres 2014 waren der Dirigent Prof. Hans-Christoph Rademann und die Initiative TanzNetzDresden.

Vorschläge bitte an: Landeshauptstadt Dresden, Amt für Kultur und Denkmalschutz, Johannes Schulz, Königstraße 15, 01097 Dresden, E-Mail

Statut zur Verleihung des Kunstpreises und des Förderpreises der Landeshauptstadt Dresden

Preise & Stipendien 16.09.2014 Johann Walter Plakette 2014

Die Johann Walter Plakette wird am 28. September in der Schlosskapelle des Residenzschlosses Dresden vergeben.

 

Der lebendige Reichtum sächsischer Musikkultur, die für viele Menschen zum inneren Besitz gehört, ist wesentlich der Hingabe musikbegeisterter Menschen an die Kunstausübung zu danken. In der Überzeugung, dass allein die aktive Musikpflege die Zukunft unserer Musikkultur gewährleistet, hat der Sächsische Musikrat die Johann Walter Plakette gestiftet, um mit ihrer Verleihung aller zwei Jahre auf beispielhafte Leistungen im Musikleben unseres Landes aufmerksam zu machen.

Der Sächsische Musikrat e.V. vergibt am 28. September 2014 zum siebten Mal die Johann Walter Plakette. Die Vergabe erfolgt an zwei Persönlichkeiten, die sich um die Pflege der Musiktradition und des Musiklebens in Sachsen, die Förderung des musikalischen Nachwuchses oder die Entwicklung des zeitgenössischen Musikschaffens in Sachsen besondere Verdienste erworben haben. Mit Prof. Hans-Christoph Rademann und Friedrich-Wilhelm von Rauch werden im Jahr 2014 zwei Persönlichkeiten die Ehrung erhalten, die auf sehr unterschiedliche Weise Sachsens Kultur in ihrer Einmaligkeit vorbildlich mit geprägt haben. Prof. Hans-Christoph Rademann wird für seine nachhaltigen Verdienste als Chordirigent geehrt. Mit Prof. Hans-Christoph Rademann verfügt das deutsche Musikleben über eine weithin angesehene Persönlichkeit, die mit hoher Chorkultur, durch mustergültige Beiträge zur Pflege der Musik von Heinrich Schütz und vielfältiges kulturelles Engagement das Musikleben in Sachsen in den letzten Jahrzehnten entscheidend mitgeprägt hat. Friedrich-Wilhelm von Rauch hat mit hohem persönlichem Einsatz und sehr zielgerichtet die Entwicklung der kulturellen Infrastruktur in Sachsen befördert. Die nachhaltige Gewinnung der Sparkassen in Sachsen als Partner für kulturelle Initiativen und Institutionen war ihm dabei ein großes Anliegen. Der Sächsische Musikrat ehrt dieses Engagement in bleibender Dankbarkeit.

Als Laudatoren konnten Prof. Dr. Karin Freifrau von Welck und Prof. Ekkehard Klemm gewonnen werden. Der Präsident des Sächsischen Musikrates e.V., Prof. Dr. Christoph Krummacher wird die Auszeichnungen in einer öffentlichen Veranstaltung am Sonntag, 28. September 2014 um 11 Uhr in der Schlosskapelle des Residenzschlosses Dresden verliehen.

Die Veranstaltung ist öffentlich. Um Anmeldung wird gebeten.

Preise & Stipendien 12.09.2014 Vladimir Yaskorski erhält Ernst-von-Schuch-Preis

Anlässlich des 100. Todestages von Ernst von Schuch vergab die »Familienstiftung Ernst Edler von Schuch« in Kooperation mit dem DIRIGENTENFORUM des Deutschen Musikrates erstmals einen Förderpreis an einen jungen Dirigenten.

 

Im Rahmen der Ausstellung »Die Schuchs – eine Künstlerfamilie in Dresden« erhielt Vladimir Yaskorski am 5. September 2014 im Stadtmuseum Dresden den mit 2.000 Euro dotierten Ernst-von-Schuch-Preis. Eine Jury, bestehend aus Prof. Lutz Köhler, Prof. Klaus Arp, Philippe Bach, Georg Fritzsch und Hartmut Karmeier, ernannte im Mai in Anwesenheit und mit Zustimmung von Martina Damm, Sprecherin der Ernst-von-Schuch-Familienstiftung, den aus Armenien stammenden Vladimir Yaskorski beim Abschlussdirigieren der 1. Förderstufe des DIRIGENTENFORUMs mit dem Brandenburgischen Staatsorchester Frankfurt zum Preisträger. Die Auszeichnung wird vergeben in Erinnerung an Ernst Edler von Schuch (1846-1914), der von 1872 bis 1914 an der Hofoper wirkte und als Generalmusikdirektor die Königliche Musikalische Kapelle (die heutige Staatskapelle) in Dresden zu Weltruhm führte. Der von Brigitte Bela, Enkelin von Ernst von Schuch, gestiftete Preis zeichnet einen jungen Dirigenten für seine dirigentischen Leistungen, speziell im Opernbereich, aus. Bei der feierlichen Übergabe im Festsaal des Stadtmuseums Dresden waren u.a. die Stifterin Brigitte Bela, Martina Damm, Urenkelin von Ernst von Schuch anwesend. Andreas Schüller, Chefdirigent der Staatsoperette Dresden, hielt die Laudatio.

Vladimir Yaskorski studierte Dirigieren an der Hochschule für Musik »Franz Liszt« Weimar bei Prof. Anthony Bramall und Prof. Gunter Kahlert. Zuvor absolvierte er am Staatlichen Konservatorium Jerewan (Armenien) und an der Musikhochschule Lübeck ein Violinstudium. Er war Musikalischer Leiter der Jungen Marburger Philharmonie, dirigierte regelmäßig die Neue Philharmonie Hamburg und leitete das Collegium Musicum Weimar. Von 2012 bis 2013 hatte er an der Musikhochschule Lübeck einen Lehrauftrag für Orchesterleitung. Er assistierte 2013 GMD Markus Frank bei der Produktion von »Die heimliche Ehe« (Cimarosa) am Theater Nordhausen und 2014 GMD Hermann Bäumer bei der Produktion von »Don Giovanni« (Mozart) am Theater Mainz. In der Spielzeit 2014/15 assistiert er darüber hinaus Andreas Schüller an der Staatsoperette Dresden bei der Produktion von »Der Zarewitsch« (Lehár) und übernimmt mehrere Vorstellungen. Vladimir Yaskorski wird seit 2012 durch das Dirigentenforum des Deutschen Musikrates gefördert und nahm an Meisterkursen u.a. bei Pavel Baleff, Johannes Kalitzke, Colin Metters, Marc Piollet und Bruno Weil teil.

Foto: Verleihung des 1. Ernst-von-Schuch-Preises im Stadtmuseum Dresden. V.l.n.r.: Andreas Schüller, Chefdirigent der Staatsoperette Dresden, Preisträger Vladimir Yaskorski, Stifterin Brigitte Bela, Dr. Benedikt Holtbernd, Künstlerischer Geschäftsführer der Deutscher Musikrat gGmbH, Prof. Gerd Uecker, Beiratsmitglied des Dirigentenforums, Martina Damm, Urenkelin von Ernst von Schuch und Sprecherin der Familienstiftung Ernst Edler von Schuch, und Wolfgang Schaller, Intendant der Staatsoperette Dresden.

Preise & Stipendien 17.03.2014 125 Party Pieces

Deutscher Musikverleger-Verband kürt die vom Forum Zeitgenössischer Musik Leipzig herausgegebene CAGE100 Box »125 Party Pieces« zur »Best Edition 2014«

 

125 Komponistinnen und Komponisten konnte das Forum Zeitgenössischer Musik Leipzig [FZML] innerhalb des CAGE100 Festivals für das »Party Pieces Project«, die größte Gemeinschaftskomposition der Welt, gewinnen. »Da Cage selber die Idee der gemeinschaftlichen Komposition in den 40er Jahren entwickelt hat, ist das vorliegende Projekt von der Idee und Umsetzung her schon auszeichnungswürdig.«, so lobt die fünfköpfige Jury des Deutschen Musikverleger-Verbands das Endergebnis dieses Großvorhabens, für das das FZML jetzt die Auszeichnung »Best Edition 2014« erhalten hat.

Weiterhin heißt es in der Begründung der Jury: »Präsentiert wird dieses großartige Projekt in einer hochwertigen schwarzen Box (DIN A4 Überformat), mit Prägung des Festival Logos auf Deckel, sowie Druck des Projekttitels in Gelb. Die Box enthält die 125 Einzelblätter mit den Reproduktionen der handschriftlich verfassten Kompositionen, auf Original-Transparentpapier, 140 g. Der hochwertige Druck erweckt den Anschein, die Originale in der Hand zu halten und verführt zu einem spielerischen Entdecken der Kompositionen und ihrer Bezüge zueinander. Besonders wurde im Druck die Unterschiedlichkeit, der
persönliche Charakter der einzelnen Komponisten eingefangen.«

»Wir sind außerordentlich stolz, Träger einer so traditionsreichen Auszeichnung zu sein, die seit nunmehr 20 Jahren an Musikverlage und andere Musikinstitutionen vergeben wird«, so Thomas Christoph Heyde, künstlerischer Leiter des Forum Zeitgenössischer Musik Leipzig und des CAGE100 Festivals. Auch für die teilnehmenden Komponistinnen und Komponisten sei der Preis eine besondere Anerkennung, sagte Sebastian Vaske, projektleitender Dramaturg am FZML: »Alle Künstlerinnen und Künstler haben diesen Preis mit uns gemeinsam erarbeitet. Sowohl die Komposition selbst, als auch die Party Pieces Box konnte nur in dieser Art und Weise realisiert werden, weil jeder einzelne von ihnen die Bereitschaft hatte, sein Schaffen in den Kontext einer größeren Sache zu stellen. Wir freuen uns gerade deshalb auch über diese Auszeichnung, denn auf diese Weise wird auch den Komponistinnen und Komponisten einmal mehr Anerkennung für diesen Beitrag zu teil.«

Die Jury bestehend aus namhaften Persönlichkeiten aus den Bereichen Design, Musikwissenschaft, Notenfachhandel und Musikjournalismus kürte 9 der insgesamt 72 eingereichten Editionen in verschiedenen Kategorien. Die »Party Pieces Box« wurde im Bereich »Musik des 20./21. Jahrhunderts« ausgezeichnet.

Preise & Stipendien 23.01.2014 Operettenworkshop für junge Dirigenten in der Musikalischen Komödie Leipzig

Beim Abschlusskonzert des 12. Operettenworkshops für junge Dirigenten in der Musikalischen Komödie Leipzig wurde der 6. Deutsche Operettenpreis für junge Dirigenten an den aus Estland stammenden Dirigenten Mihhail Gerts verliehen.

 

Fünf Teilnehmer nahmen an dem einwöchigen Workshop unter der Leitung von Roland Seiffarth, Ehrendirigent der Musikalischen Komödie, teil und stellten sich in dem Abschlusskonzert dem Votum der Jury. Dieser gehörten neben Seiffarth selbst auch Stefan Diederich, Chefdirigent der Musikalischen Komödie, der Theaterwissenschaftler und Operettenforscher Dr. Stefan Frey sowie die renommierte Kammersängerin Prof. Regina Werner-Dietrich an. Den Vorsitz der Jury hatte der Dirigent Manfred Mayrhofer inne. Auf dem Programm für die fünf Teilnehmer standen Komponisten wie Strauß, Lehàr und Kálmán. Das Konzert wurde von MDR Figaro live übertragen und durch das Programm führte die Moderatorin Bettina Volksdorf. Darüber hinaus konnte an diesem Abend das Publikum seinen Favoriten per Stimmkarte  entscheiden. Der diesjährige Gewinner des Publikumspreises der Leipziger Volkszeitung (LVZ) ist der aus Taiwan stammende Dirigent Chin-Chao Lin. Der Preis wurde von Peter Korfmacher, Ressortleiter Kultur der LVZ, übergeben. Mihhail Gerts konnte beim Konzert vor allem mit der Ouvertüre und »Klänge der Heimat« aus »Die Fledermaus« von Johann Strauß überzeugen. Der Gewinn beinhaltet die musikalische Assistenz bei der Operettenproduktion »Die lustige Witwe« (Premiere am 22. März 2014) in der Musikalischen Komödie und das Dirigat einer Vorstellung.

Mihhail Gerts studierte zunächst Klavier und Orchesterdirigieren bei Prof. Ivari Ilja und Prof. Paul Mägi an der Estnischen Akademie für Musik und Theater Tallinn, bevor er 2011 seine Ausbildung in Deutschland an der Hochschule für Musik »Hanns Eisler« Berlin bei Prof. Christian Ehwald und Prof. Hans-Dieter Baum fortsetzte. Seit 2007 ist er als Kapellmeister an der Nationaloper Estland tätig und dirigierte beispielsweise »Così fan tutte« (Mozart), »Rigoletto« (Verdi), »Carmen« (Bizet), »La Bohème« (Puccini) und »Die Liebe zu den drei Orangen« (Prokofjew).

Weitere Informationen unter www.musikrat.de/dirigentenforum

Abbildung: Mihhail Gerts | Foro: Oper Leipzig, Tom Schulze

Preise & Stipendien 22.01.2014 Sächsische Mozart‐Gesellschaft vergibt Mozart‐Stipendium 2014

Elisabeth Hinz und Martin Schley erhalten in diesem Jahr das Mozart‐Stipendium der Sächsischen Mozart‐Gesellschaft. Dieses beinhaltet eine finanzielle Förderung über einen Zeitraum von einem halben Jahr sowie die Vermittlung von Konzertmöglichkeiten.

 

Die beiden 16jährigen Nachwuchsmusiker erhalten ihren Unterricht am Robert‐Schumann‐Konservatorium der Stadt Zwickau. Sie spielen seit sechs Jahren gemeinsam im Gitarrenduo. Ihre musikalische Entwicklung vom Kinderduo zum anspruchsvollen Gitarrenduo zweier Jugendlicher wurde durch das Zusammenwachsen ihrer außergewöhnlichen Talente möglich. Bereits als junge Spieler wurden sie behutsam auf Konzerte und Wettbewerbe vorbereitet, so dass eine Bereitschaft für diese musikalische Laufbahn entwickelt werden konnte. Sie profitierten von unzähligen Workshops und Seminaren bei Gitarrendozenten aus dem In‐ und Ausland. Elisabeth und Martin gehören der Begabtenklasse des Freistaates Sachsen an und sind Mitglieder im Zupforchester des Zwickauer Konservatoriums und im Landesjugendzupforchester. Beim Bundeswettbewerb »Jugend musiziert« 2013 gewannen sie im Fach Gitarrenduo den 1. Preis und beim 11. Internationalen Anna‐Amalia‐Gitarrenwettbewerb erhielt Elisabeth Hinz das Prädikat »Sehr gut« und Martin Schley das Prädikat »Gut«.

Preise & Stipendien 20.12.2013 Rechtzeitig zum Weihnachtsfest

Kulturstiftung verleiht drei wertvolle Meisterinstrumente an junge sächsische Musiker

 

Zum Ausklang ihres Jubiläumsjahres übergab die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen am 19. Dezember im Festspielhaus Hellerau in Dresden drei wertvolle Musikinstrumente aus ihrem Musikinstrumentenfonds an begabte Nachwuchsmusiker. Die neu erworbene Konzertgitarre »CHRISTOPH SEMBDNER« (»Thomas Fellow Signature«) erhält der 14jährige Philipp Adam, der die 9. Klasse im Sächsischen Landesgymnasium für Musik Carl Maria von Weber Dresden besucht. Mathilde Salzmann (15 Jahre), ebenfalls Schülerin am Sächsischen Landesgymnasium für Musik, wurde das Englischhorn aus dem Hause Gebrüder Mönnig, Holzblasinstrumentenbau Markneukirchen überreicht. Der Meisterkontrabass »ALFRED MEYER« aus Markneukirchen wird in den nächsten Jahren von Jakob Petzl (Jahrgang 1985) gespielt. Er studiert Kontrabass bei Professor Pepe Berns und Professor Frithjof Grabner an der Hochschule für Musik und Theater »Felix Mendelssohn-Bartholdy« in Leipzig.
»Das ist ein tolles Weihnachtsgeschenk!«, sagt der 14jährige Gitarrist Philipp Adam. »Ich freue mich riesig, dieses neue Instrument der Kulturstiftung in den nächsten Jahren spielen zu dürfen.«

Die Instrumente der Kulturstiftung werden den Stipendiaten leihweise für einen Zeitraum von drei Jahren zur Verfügung gestellt. Eine Verlängerung um weitere drei Jahre ist möglich. Insgesamt umfasst der Musikinstrumentenfonds der Kulturstiftung mittlerweile 13 wertvolle Musikinstrumente. Zwei Instrumente, ein August-Förster-Flügel und eine Konzertcembalo, befinden sich als Dauerleihgaben in der Landesmusikakademie Sachsen auf Schloss Colditz. Alle weiteren Musikinstrumente, darunter Violinen, Bratschen, Celli und Posaunen werden bereits von jungen Stipendiaten der Kulturstiftung gespielt. Ziel des im Jahr 2000 begründeten Musikinstrumentenfonds der Kulturstiftung ist es, jungen Musikerinnen und Musikern den Einstieg in eine professionelle Karriere durch die Nutzung eines hervorragenden Instruments zu erleichtern.

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