Kinder & Jugend 13.01.2020 MUSAIK erhält Sonderpreis in der Semperoper Dresden

Der Dresdner Friedenspreis 2020 geht an Muzoon Almellehan und das Dresdner Kinderorchester MUSAIK

Eine Veranstaltung des Friends of Dresden Deutschland e.V. und der Semperoper Dresden. Wir freuen uns sehr über die Auszeichnung und danken unseren Partnern und bisherigen Unterstützern: Cellex Stiftung, Quartiersmanagement Prohlis, Sächsischer Musikrat e.V., Societaetstheater Dresden, Stiftung Volkssolidarität Dresden, Landeshauptstadt Dresden, Kulturstiftung des Freistaates Sachsen sowie Vinci Stiftung

 

Ein Mittwochnachmittag in Prohlis, Kinder mit Cello- und Geigenkasten auf dem Weg zur Schule, vorbei an den Plattenbauten und durchs Einkaufszentrum am Jacob-Winter-Platz in die Gamigstraße. Pachelbels Kanon klingt aus den geöffneten Fenstern des Schulgebäudes. Ein ungewöhnliches Bild? Wer kennt sie nicht, die Vorurteile gegenüber dem Dresdner Stadtteil Prohlis: Plattenbau, Armut und Perspektivlosigkeit. Doch seit zwei Jahren zeigt sich genau dort auch ein ganz anderes Gesicht: in ihrem freiwilligen sozialen Jahr in Peru erfuhren die Dresdner Musikpädagoginnen Deborah Oehler und Luise Börner auf ganz besondere Weise, welche Kraft Musik haben kann. In Trujillo, einem der ärmsten Gebiete, halfen sie, ein Jugendorchester aufzubauen. Zurück in Dresden gründeten sie ein ähnliches Projekt in Prohlis: Musaik – Grenzenlos Musizieren e.V. Inzwischen spielen hier 80 Kinder miteinander, deutsche Kinder und Kinder aus geflüchteten Familien. Viele kommen aus Syrien. Und alle haben Spaß an Musik. Bei ihren Auftritten werden die Kinder begeistert gefeiert. Für das herausragende Engagement für Kinder und Jugendliche aus verschiedenen Gesellschaftsschichten und Kulturkreisen bekommt das Ensemble am 9. Februar 2020 den Sonderpreis zum 11. Dresden-Preis und wird in der Semperoper Dresden musizieren.

Die Hauptpreisträgerin Muzoon Almellehan kämpft für den Zugang zu Bildung und wurde 2017 zur jüngsten UNICEF-Sonderbotschafterin in der Geschichte der Organisation ernannt. Die junge Frau, die auch die »Malala von Syrien« genannt wird, gibt Millionen von Kindern, die in Kriegsgebieten und auf der Flucht keine Schule besuchen können, eine Stimme und erhält als Würdigung ihres außergewöhnlichen Engagements den diesjährigen »Dresden-Preis«. Die Laudatio auf Muzoon wird Kim Phuc Phan Thi, die Preisträgerin von 2019, halten.

Das Schicksal Dresdens als Mahnung verstehend, würdigt der Preis außergewöhnliche Leistungen herausragender Persönlichkeiten, die präventiv wirken und Eskalationen verhindern helfen. 

Die Preisverleihung findet am Sonntag, 9. Februar 2020, 16 Uhr statt. Eintrittskarten zum Preis von 5 Euro sind erhältlich beim Besucherdienst der Semperoper, Schinkelwache, Theaterplatz 2, 01067 Dresden, Telefon (0351) 49 11 705 sowie auf der Website der Semperoper Dresden.

Kinder & Jugend 03.12.2019 West-Östlicher Diwan

Heute ist die neue (nunmehr neunte) CD des Landesjugendorchesters Sachsen erschienen.

West-Östlicher Diwan
Thorsten Schmid-Kapfenburg: »Ein west-östlicher Divan« - Konzertsuite für Ud, Streichorchester und Pauken
Thabet Azzawi: 28 is the new 15
Anton Bruckner: Sinfonie d-Moll »Nullte« WAB 100

Landesjugendorchester Sachsen
Mitglieder des Singapore National Youth Orchestra
Thabet Azzawi, Ud (Deir Azzor/Dresden)
Tim Niklas Rumpelt, Pauken (Fuchshain)
Leitung: Milko Kersten

CD-Bestellungen
Sächsischer Musikrat e.V.
kirchberg@saechsischer-musikrat.de
Preis: 15 € (+ Versandkosten)

 

Zukunft braucht Herkunft – Altes und Neuestes als Schwesternpaar einer dramaturgischen Leitlinie: das LJO Sachsen hat in den letzten 20 Jahren das hohe Ausbildungsniveau im Land repräsentiert und war weltweit Kulturbotschafter in Sachen Musik. Vor allem die Auswahl zeitgenössischer Werke, die interpretiert wurden, hat aufhorchen lassen durch eine stets klar ablesbare politische Motivation. So auch in dieser Aufnahme. Der Divan als Sammlung von Poesie und Prosa in der orientalischen Literatur wird von Goethe um die westliche Hemisphäre erweitert, in unserer Aufnahme als musikalische Metapher gesetzt. Kann ein derartiger musikalischer, west-östlicher Divan eine poetische Einheit werden? Die Kunst antwortet darauf seit hunderten von Jahren in vielfältiger Ausdifferenzierung mit JA: nicht den Kampf, sondern die Begegnung der Kulturen gilt es zu stärken und zu erleben. Das Vertrauen, eigene (westliche) kulturelle Leistungen als Ressource zu verstehen, die sich selbstbewusst in einem Abstand zu den Ressourcen anderer Kulturkreise (östlich) definiert und welche sich wiederum gegenseitig in ihrer Wandlung befruchten können, dieses Vertrauen muss gesellschaftlich wieder gestärkt werden. Im vorliegenden Konzert für Ud, Pauken und Streicher findet dieser Prozess bereits eine ästhetische Vorwegnahme.

Die Aufnahmen dieser CD stammen aus einem Live-Mitschnitt des MDR vom 20.10.2019 aus dem Gewandhaus Leipzig.

Kinder & Jugend 29.11.2019 Orchestermusik trifft Geologie

Uraufführung des neuen Kindermusikstücks »Der Supervulkan«

 

Das neue Kindermusikstück der Sächsischen Bläserphilharmonie »Der Supervulkan – Eine musikalische Erdgeschichte« wurde im November zum ersten Mal dem Publikum präsentiert. Neben der Aufführung vor Fachpublikum auf der Musikmesse »musicpark« in Leipzig, konnte man das Konzert in Mügeln (Landkreis Nordsachsen) und Markkleeberg (Landkreis Leipzig) erleben.

Das Stück ist ein musikalisch-szenisches Konzertprogramm das Kinder und Jugendliche im Alter von ca. 6 bis 14 Jahren für die erdgeschichtliche Entwicklung begeistert. Nicht nur die kleinen Konzertbesucher, sondern auch Eltern, Großeltern, Tanten, Onkel und LehrerInnen staunten, als Frau Prof. Dr. Zweistein erzählte, wie die Region, in der sie leben eigentlich entstanden ist: Die Welt von Frau Prof. Dr. Zweistein – weitgereiste Expertin der Vulkanologie – wird eines Tages völlig auf den Kopf gestellt. Schuld daran ist ein kleiner Stein, der sich mit ihr auf eine spannende und verrückt-komische Reise quer durch die verschiedenen Erdzeitalter begibt. Dabei wird schnell klar, dass jeder noch so kleine Stein eine große Geschichte erzählen kann, welche mehr mit uns zu tun hat, als wir glauben …

Nach dem großen Erfolg der Auftragsproduktion »Florentine Apfelblüte« wurde der Berliner Komponist Matthias Preisinger ein weiteres Mal von der Sächsischen Bläserphilharmonie beauftragt dieses Kinderprojekt umzusetzen. Die geologischen Hintergründe zur musikalischen Geschichte lieferten die Wissenschaftlerin Dr. Annett Krüger und der Gymnasiallehrer und Schulbuchautor Dr. Wolfgang Gerber. Die zwei jungen Schauspielerinnen Jennifer Demmel und Christine Steuber aus Leipzig haben sich mit den theoretischen Inhalten dramaturgisch auseinandergesetzt und zielgruppengerecht aufbereitet.

Die Einzigartigkeit des Projektes liegt in der Verbindung von Geologie und klassischer Musik, die mit der Kooperation der Sächsischen Bläserphilharmonie und dem Geopark Porphyrland deutschlandweit einzigartig ist. Als ganzheitlicher Bildungsansatz sind zukünftig neben dem Konzerterlebnis schulbegleitende Exkursionen in den Geopark und die thematische Behandlung im fächerübergreifenden Unterricht geplant.

Die vom Kulturraum Leipziger Raum und vom Land Sachsen geförderte Sächsische Bläserphilharmonie ist das einzige Kulturorchester Deutschlands, das in ausschließlich sinfonischer Bläserbesetzung auftritt und ist damit einzigartig in der deutschen Orchesterlandschaft. 2017 wurde das Orchester in das Förderprogramm »Exzellente Orchesterlandschaft Deutschland« der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgenommen, worüber auch dieses Projekt mitfinanziert wird. Ergänzend erhält der Geopark Porphyrland. Steinreich in Sachsen e.V. für das Kindermusikstück finanzielle Unterstützung auch aus Haushaltmitteln des Freistaates Sachsen durch die Förderung des Sächsischen Oberbergamtes.

Kinder & Jugend 23.10.2019 Clara-Schumann-Wettbewerb für junge Pianistinnen und Pianisten in Leipzig

Die Pianistin Heike-Angela Moser, Ur-Ur-Urenkelin von Clara Schumann, zählte zu den Jurorinnen dieses Wettbewerbs

Preisträger des Clara-Schumann-Wettbewerb 2019

Altersgruppe I (8-11 Jahre)
1. Preis: Babett Lehnert (Leipzig)
2. Preis: Leon Filip Emaykin (Halle/Saale)
3. Preis: Tanja Müller (Freiberg)
Förderpreise: Babett Lehnert

Altersgruppe II (12-15 Jahre)
1. Preis: Tantan Wang (Leipzig)
2. Preis: Anna Ulmschneider (Stuttgart)
3. Preis: Markus Kuhlmann (Lübeck)
Förderpreise: Tantan Wang, Anna Ulmschneider, Elisabeth Merschdorf (Jena), Marie Lehnert (Leipzig), Florentine Lehnert (Leipzig), Georgij Martyushev (Leipzig), Waldemar Albrecht Stapel (Halle/Saale)

Altersgruppe III (16-19 Jahre)
1. Preis: nicht vergeben
2. Preis: Carina Schleining (Leipzig) und Marcia Stück (Alt Ruppin)
3. Preis: Erik Johann Schumacher
Förderpreise: Franz Karl Scholl (Biederitz)

 

Die Freude an der Interpretation von Clara Schumanns anspruchsvollen Werken war dem Pianistennachwuchs nicht nur während des Wettbewerbsvorspiel sondern auch im restlos ausverkaufen Preisträgerkonzert am Sonntagvormittag im Schumann-Haus Leipzig deutlich anzumerken. Jeweils drei Preisträgerinnen und Preisträger in drei Altersklassen ehrte die Jury beim Clara-Schumann-Wettbewerb für junge Pianistinnen und Pianisten in Leipzig (19. bis 20. Oktober 2019). Außerdem konnte die Jury herausragende Einzelinterpretationen mit Förderpreisen auszeichnen. Insgesamt wurden Preisgelder in Höhe von 3.150 Euro sowie Sachpreise für jeden Teilnehmer vergeben.

Insgesamt 18 Teilnehmer aus Schleswig-Holstein, Baden-Württemberg, Sachsen, Sachsen- Anhalt, Thüringen und Brandenburg präsentieren am Samstag, 19. Oktober 2019, in der Hochschule für Musik und Theater ihr vorbereitetes Programm. Es umfasste ein Originalwerk der diesjährigen Jubilarin sowie ein Werk von Fryderyk Chopin oder Robert Schumann oder einem anderen in der Zeit von 1800-1849 geborenen Komponisten.

Die Jury bestand aus der Ur-Ur-Urenkelin von Clara Schumann, Heike-Angela Moser (München), Sonia Achkar (HMT Leipzig/ HMDK Stuttgart), Katharina Treutler (Berlin, HMT Leipzig), Prof. Gudrun Franke, Alexander Meinel und Prof. Dietmar Nawroth (HMT Leipzig). Die Förderung des Nachwuchses ist seit der Gründung der Neuen Leipziger Chopin- Gesellschaft ein besonderes Anliegen des Vereins. Deren 2. Vorsitzende, Prof. Gudrun Franke, organisiert bereits seit über 20 Jahren die Klavier- und Kammermusikwerkstatt für Schüler und Jugendliche. 2019 initiierte sie den Clara-Schumann-Wettbewerb und fand in dem Soroptimist Club Leipzig, dem Polnischen Institut Filiale Leipzig, der Europäischen Stiftung der Rahn Dittrich Group für Bildung und Kultur und dem Schumann-Haus engagierte Förderer.

Der Wettbewerb war Teil der 29. Leipziger Chopin-Tage (17. bis 20. Oktober 2019) der Neuen Leipziger Chopin-Gesellschaft im Rahmen des Festjahres CLARA19 der Stadt Leipzig anlässlich des 200. Geburtstages von Clara Schumann. Die 1992 gegründete Neue Leipziger Chopin-Gesellschaft vereint vorrangig Leipziger Pianisten, Hochschuldozenten, Orchestermusiker und Sänger aus Mitteldeutschland.

19.10.2019 | 19:30 Uhr
Konzert in Dresden
Konzertsaal der Hochschule für Musik

20.10.2019 | 19 Uhr
Konzert in Leipzig
Gewandhaus Leipzig, Großer Saal

Landesjugendorchester Sachsen
Mitglieder des Singapore National Youth Orchestra

Solisten

19.10.: Hyunyoung Lee, Klavier
(Klasse Prof. Gunther Anger, Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden)

20.10.: Kilian Scholla, Klavier
(Klasse Prof. Dietmar Nawroth, Hochschule für Musik und Theater Leipzig)

Thabet Azzawi, Ud
(Deirazzor/Dresden)

Tim Niklas Rumpelt, Pauke
(Fuchshain)

Leitung

Milko Kersten

 

Orient und Okzident treffen im Konzertprogramm des Landesjugendorchesters Sachsen unmittelbar aufeinander. Unterschiedliche Denk-und Klangwelten beeinflussen sich, ohne um die Vormacht zu streben. Sie achten sich im Nebeneinander und entfalten ihre Schönheit in ihrer Unterschiedlichkeit. Robert Schumanns »Phantasie« für Klavier und Orchester, die er später zum Klavierkonzert erweiterte, ist ein beredtes Beispiel für dessen Maxime: »Musik ist die höhere Potenz der Poesie«. Ein Liebesgedicht in Tönen. Im Werk von Schmidt-Kapfenburg geht türkische Volksmusik in ihrem Skalenreichtum eine Verbindung mit der abendländischen Dur-Moll-Tonalität ein. Bei Anton Bruckner tut sich ein kreativer Graben auf zwischen dessen weitgehend ereignislosem, biederen Privatleben und dessen kompositorischer Welt, die uns verführt zu Erhabenem, Skurrilem und Dämonischem. In eine poetische Welt von apokalyptischer Wucht. Das LJO Sachsen lädt mit seinem Herbstprogramm zur »Vorlesung« Sinfonische Poetik: Liebe–Neugier–Glaube.

Robert Schumann: Klavierkonzert a-Moll op. 54
Thorsten Schmid-Kapfenburg: »Ein West-östlicher Divan« – Konzertsuite für Ud, Streichorchester und Pauken
Anton Bruckner: Sinfonie d-Moll »Nullte« WAB 100

Kinder & Jugend 25.09.2019 Förderstipendium der Sächsischen Mozart-Gesellschaft

Für musikalisch hochbegabte Kinder und Jugendliche vergibt die Sächsische Mozart-Gesellschaft e.V. im Rahmen ihrer langjährigen Kinder- und Jugendförderung ein Förderstipendium zur Unterstützung ihrer Ausbildung und musikalischen Laufbahn im Jahr 2020.

Für das Förderstipendium der Sächsischen Mozart-Gesellschaft e.V. kann man sich selbst bewerben oder durch Dritte vorgeschlagen werden.

Vorschläge und Bewerbungen für das Förderstipendium 2020 sind bis zum 31. Oktober 2019 zu richten an:
Sächsische Mozart-Gesellschaft e.V.
Hartmannstraße 7c
09111 Chemnitz       

 

Das Förderstipendium beinhaltet eine finanzielle Zuwendung in Höhe von 600 €. Darüber hinaus gibt die Sächsische Mozart-Gesellschaft den Stipendiaten die Möglichkeit, ihr Können in Konzerten zu demonstrieren und somit wertvolle Erfahrung zu sammeln. Die Vorstellung der neuen Stipendiaten erfolgt in einem repräsentativen Rahmen bei einem Konzert der Sächsischen Mozart-Gesellschaft e.V.

Vergabekriterien
1. Das Förderstipendium wird an musikalisch hochbegabte Kinder und Jugendliche zur Unterstützung ihrer musikalischen Ausbildung im instrumentalen oder vokalen Bereich verliehen.
2. Das Förderstipendium wird in einer Höhe von insgesamt 600 € für ein Kalenderjahr ausgegeben.
3. Das Förderstipendium kann sowohl an eine Einzelperson als auch an ein Ensemble verliehen werden.
4. Das Höchstalter der Stipendiaten zum Stichtag der Verleihung beträgt 18 Jahre.
5. Voraussetzung für die Verleihung des Förderstipendiums sind herausragende Wettbewerbserfolge wie beispielsweise bei »Jugend musiziert« (mindestens auf Landesebene) oder ähnlichen Wettbewerben bzw. ein herausragendes nachgewiesenes Leistungsniveau.

Bewerbungsunterlagen beinhalten einen kurzen Lebenslauf, den musikalischen Werdegang, das bereits erarbeitete Repertoire, Referenzen von Lehrern sowie ein Foto und aktuelle Video- oder Tonaufnahmen.

Kinder & Jugend 27.08.2019 Jugend musiziert 2020 Holzbläser-Kammermusik-Projekt

Das Holzbläser-Kammermusik-Projekt ist Bestandteil der Meisterkurse mit Joachim Klemm und Philipp Zeller zur Vorbereitung auf »Jugend musiziert« 2020.

 

Sächsische Musikschüler, die bislang noch keinen Kammermusikpartner haben, können sich im Rahmen dieses Projekts zu Holzbläser-Kammermusikensembles zusammenfinden und sich gemeinsam mit Prof. Joachim Klemm (Klarinette) und Prof. Philipp Zeller (Fagott) auf den Regionalwettbewerb »Jugend musiziert« 2020 vorbereiten. Es können Ensembles mit gleichen Instrumenten oder gemischte Ensembles als Bläserquintett und Trio d’anches gebildet werden. Auch bereits bestehende Formationen können sich bewerben.

Ab Oktober 2019 sollen die Proben in Wochenendblöcken an Musikschulen der Region stattfinden, aus deren Nähe die beteiligten Musikschüler kommen. Die enge Zusammenarbeit mit den jeweiligen Musikschullehrern ist ein Kernelement dieses Projekts. Weitere Informationen unter www.hfmdd.de/nachwuchsfoerderung

Anfragen und Anmeldungen können durch die Musikschullehrer ab sofort an das Netzwerk Musikalische Nachwuchsförderung in Sachsen gesendet werden: Silke Fraikin (Projektkoordination) netzwerk.nachwuchsfoerderung (at) hfmdd.de

Veranstalter: Hochschule für Musik Dresden und Sächsisches Landesgymnasium für Musik

Kinder & Jugend 22.08.2019 Komponisten schreiben für Jugend musiziert in Sachsen

Der Sächsische Musikrat und der Deutsche Komponistenverband LV Sachsen/Sachsen-Anhalt setzen auch in diesem Jahr das seit 2004 im Abstand von zwei Jahren bundesweit einmalige Projekt "Komponisten schreiben für Jugend musiziert" im Zeitraum 2019/2020 fort.

 

 

"Komponisten schreiben für Jugend musiziert" lebt vom Engagement des Komponisten und Hochschullehrers Prof. Matthias Drude und Torsten Tannenberg, Geschäftsführer des Sächsischen Musikrates und Projektleiter des Landeswettbewerbs Jugend musiziert in Sachsen.Das Kompositionsprojekt beinhaltet die Zusammenarbeit lebender sächsischer Komponist/-innen mit interessierten Ensembles bzw. Solist/-innen. Ziel ist es, ein für den Solisten oder das Ensemble adäquates Werk zu komponieren und im Rahmen der Teilnahme am Wettbewerb "Jugend musiziert" 2020 uraufzuführen. Die dafür notwendige finanzielle Unterstützung der Komponist/-innen übernimmt der Sächsische Musikrat. Damit entstehen für die beteiligten Musikschulen, freiberuflichen Musikpädagog/-innen und Musizierenden keine Ausgaben.In diesem Jahr werden folgende drei Kooperationen realisiert:

Agnes Ponizil (Dresden) / Quasar J001516XX für Akkordeonduo
„Welt ist Klang“. Mit diesem Zitat von Joachim Ernst Berendt erforschen wir, warum eigentlich alles in der Welt, vom Tanz der Elektronen um den Atomkern über alle Lebens Kreisläufe bis zu den Schwingungen der Galaxien, Schwingung ist. In diesem Grundgedanken entsteht das Stück Quasar J001516 2019 für Akkordeonduo in Zusammenarbeit mit der Akkordeonlehrerin Danny Leuschner und Schüler/-innen aus Dresden und Meißen. Menschen reizt es immer wieder, die Weiten des Universums, den Kosmos zu erforschen. So erforschen wir den Kosmos des Instrumentes Akkordeon zwar nicht umfassend, aber wir suchen eine eigene Spur. Stilistisch wird die Komposition der Minimal Music zuzuordnen sein. Es wird zusätzliche Möglichkeiten geben, die experimentelle Spielweise des Akkordeons auszuloten. Die Interpret/-innen sind bei aleatorischen Flächen und improvisierten Teilen zur kreativen Mitarbeit ausdrücklich eingeladen. Das Werk entsteht in enger Zusammenarbeit den mit virtuosen Möglichkeiten der jungen Interpreten und ihren Entwicklungsreserven.

Peter Helmut Lang (Leipzig)/ Komposition für Querflöten, Violine, Harfe, Klavier und  Schlagwerk
Die Komposition entsteht auf Anregung der Leipziger Musikpädagogin Elizaveta Birjukova für ein Kammermusikensemble mit Schüler/-innen der Musikschule Leipzig.

Shir-Ran Yinon (Leipzig) / Komposition für Streichquartett
Die künstlerische Zusammenarbeit mit einem Streichquartett mit Schüler/-innen aus Leipzig entstand auf Anregung von Marie Smalla, die als Instrumentalpädagogin an der Musikschule Leipzig arbeitet.

Das Projekt ist ein „Work in progress“. Das gegenseitige Kennenlernen von Komponist und Musiker/-innen spielt bereits vor Beginn der Komposition eine große Rolle. Auch der abschließende Probenprozess wird vom Komponisten begleitet und wird dadurch auch für die jungen Musiker/-innen

Kontakt: Sächsischer Musikrat, Torsten Tannenberg
Tel. 0351-8024233, tannenberg (at) saechsischer-musikrat.de

Foto: (c) Agnes Ponizil 2019

 

 

 

Kinder & Jugend 07.08.2019 Jugend-Jazzorchester Sachsen trifft Jan Schreiner

Vom 9. bis 18. August probt das Jugend-Jazzorchester Sachsen in der Landesmusikakademie Sachsen

 

Die Band probt dort eine Woche lang unter der Leitung von Jan Schreiner. Lebendiger Jazz made in Germany –  so könnte man die Elemente in Jan Schreiners Musik mit der Mischung aus Soul Jazz der Sixties, dem Groove mit einem Hauch Unterhaltungsmusik plakativ zusammenfassen. Das Besondere liegt im Klang. Man hört einerseits die Fülle einer Big Band, eines für Jazz-Verhältnisse größeren Ensembles, gleichzeitig die Beweglichkeit und Flexibilität eines Solistenensembles. Dies liegt in der Natur der Komposition.  Als Bass-Posaunist und Tubist arbeitet Schreiner auch gern mit den Nuancen der tiefen Töne. Der Künstler schreibt Einzelstimmen, aus denen sich vertikale Zufallsklänge ergeben. Was vielleicht auf den ersten Blick widersprüchlich erscheint, überzeugt als Ganzes. Es entsteht ein dichter, satter Sound mit eindrucksvollen Soli, ein expressives Spiel mit steigender Dynamikkurve.  Geformt wird ein »Kollektiv aus Individualisten« zum Ensemble,  Einheit und Persönlichkeit zugleich.
Jan Schreiner, 1984 in Stuttgart geboren, ist er einer der wenigen deutschen Bass-Posaunisten, der sich auch international einen Namen machte.  2016 erhielt er den Master of Music in Jazz Composition an der Musikhochschule Mannheim bei Jürgen Friedrich. 2005-08 war Jan Schreiner Mitglied des Bundesjazzorchesters. 2007 war er Mitbegründer des Lucerne Jazz Orchestra.  2009 gründete er das Vertigo Trombone Quartet mit Nils Wogram, Bernhard Bamert und Andreas Tschopp und war 2010 Mitbegründer des Berlin Art Orchestra. Seit 2014 ist er als Komponist hauptsächlich für das Jan Schreiner Large Ensemble tätig. 2018 erschien das Doppelalbum "You Better Look Twice" auf Float Music. Als Sideman/Aushilfe stand Jan Schreiner unter anderem mit folgenden Formationen auf der Bühne: Ed Partyka Jazz Orchestra, Till Brönner Orchestra, Subway Jazz Orchestra, Malte Schillers Red Balloon, Reinhold Schmölzers orchest•ra•conteur, WDR Big Band and HR Big Band, NDR Big Band, RIAS Big Band, Swiss Jazz Orchestra, Sunday Night Orchestra, Ensemble Modern uvm.
Als Gastdirigent/Komponist leitete er folgende Formationen: Spielvereinigung Süd, Jazzkombinat Hamburg, Subway Jazz Orchestra, Sunday Night Orchestra, Mannheim Jazz Orchestra, Lucerne Jazz Orchestra and Berlin Art Orchestra.

Das JUGEND-JAZZORCHESTER SACHSEN ist eine Big Band vom Feinsten. Das Ensemble, dessen Bühnenbesetzung nicht mehr als 20 Musiker umfasst, besteht in immer wechselnden Besetzungen seit 1993 und begeisterte seit seiner Gründung sowohl regionales Publikum als auch Jazzliebhaber in Kanada, Griechenland, Indien, Ungarn, Israel und wo die zahlreichen Konzertreisen noch hinführten. Dabei befindet sich auch die künstlerische Leitung im ständigen Wechsel, um den jungen Musikern im Alter zwischen 16 und 26 Jahren möglichst vielfältige Impulse zu geben. So dirigierten schon Jazzgrößen wie Jürgen Friedrich, Carla Bley (USA), Joe Sullivan (Kanada), Rolf von Nordenskjöld, Marko Lackner, Al Porcino, Thomas Zoller, Ansgar Striepens, Milan Svoboda (Tschechien), Janis Steprans (Kanada) die Band. Das übergeordnete Motto ist dabei immer „Think Jazz! Feel Jazz! Be Jazz!“

Konzerte:
Donnerstag, 15.08.2019 | 19.30 Uhr | 11. Colditzer Jazz-Night in Colditz, Kammermusiksaal  
Info unter: 034381-469575 / lma@lma-sachsen.de
Um telefonische Voranmeldung wird gebeten!
Eintritt frei, Spenden sind herzlich willkommen!

Freitag, 16.08.2019 | 20:00 | Dresden Jazzclub Tonne e.V. (Tzschirnerplatz 3-5; 01067 Dresden)
Eintritt Vvk. Erm. 15/11 €, Ak. 18/14 € zzgl. Gebühren
Tickets: www.reservix.de; www.jazzclubtonne.de und in vielen VVK-Stellen in Dresden und Umgebung

Sonnabend, 17.08.2019 | 15 Uhr | Landesgartenschau Frankenberg (Naturerlebnisraum Zschopauaue; 09669 Frankenberg / Sa.)
Informationen unter: lgs-frankenberg.de/unbekannt/jugend-jazzorchester-sachsen/

Sonntag, 17.08.2019 | 15 Uhr | 16. Internationale Jazztage Bad Elster
Musikpavillon am Badeplatz (Badstr 6; 08645 Bad Elster)
Informationen unter: chursaechsische.de/veranstaltungen/detail/8443.html
Eintritt frei


Kinder & Jugend 15.07.2019 »Die Konferenz der Kinder« in Dresden

Musikalisches Sommercamp für »Die Konferenz der Kinder«. Dresdner Schüler nutzen letzte Ferienwoche zum Proben

Konzerte
So, 18. August, 16 Uhr
Frauenkirche Dresden, Uraufführung

Di, 20. bis Fr, 23. August, jeweils 10 Uhr
Frauenkirche Dresden, Schulaufführungen

Künstlerische Leitung: Elisabeth Holmer
Komposition: Arne Gieshoff, Libretto: Alexander Gruber
Pädagogische Leitung: Wolfgang Lessing
Künstler: 100 Schülerinnen und Schüler aus Dresden und Umgebung sowie die Ensembles AuditivVokal und El Perro Andaluz

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Die Vorbereitungen für »Die Konferenz der Kinder« laufen an. Seit einigen Wochen studieren über 100 junge Sänger der teilnehmenden Schulen und Vereine aus Dresden und Umgebung ihre Chorstellen ein. Damit am Sonntag, dem 18. August 2019 in der Dresdner Frauenkirche die erfolgreiche Uraufführung des Kinder-Oratoriums stattfinden kann, treffen sich alle Teilnehmer in der letzten Woche der sächsischen Sommerferien zu einem gemeinsamen Sommercamp: Vom 12. bis 17. August proben die Kinder gemeinsam mit Profimusikern im Dresdner Landesgymnasium für Musik.

Das auf einem Motiv von Erich Kästner basierende 70-minütige Oratorium ermöglicht über 100 Schülerinnen und Schülern unterschiedlicher Herkunft und Abstammung, sich kreativ mit den Themen Krieg, Flucht und Umwelt- zerstörung auseinanderzusetzen. Ähnlich wie in Kästners »Konferenz der Tiere« steht auch hier der leidenschaftliche Appell für die Rechte der Kinder im Fokus.

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