Allgemeines 18.06.2018 1. Sächsisches Chorfest führt 400 Sängerinnen und Sänger nach Moritzburg

Am 24. Juni werden sie im Umfeld des Moritzburger Schlosses ihre Lieder anstimmen und etwa sechs Stunden mit Chorgesang zum Klingen bringen.

 

Das 1. Sächsische Chorfest wird gleichzeitig mit dem 14. Chorsingen in Moritzburg ausgerichtet. Das Sächsische Chorfest organisieren der Sächsische Chorverband und der Erlebnis Moritzburg e.V. gemeinsam. »Wir haben in den zurückliegenden Jahren bereits 13 Mal Sängerinnen und Sänger nach Moritzburg eingeladen«, sagt Andreas Hauffe, Vizepräsident des Sächsischen Chorverbandes und Präsident des Ostsächsischen Chorverbandes. »Wir freuen uns nunmehr, im 14. Jahr des Chorfestes in Moritzburg dieses zugleich als das 1. Sächsische Chorfest unseres Landesverbandes ausrichten zu dürfen.«

Das Sächsische Chorfest wird von nun an jährlich wechselnd in den Regionen ausgerichtet, in denen der Sächsische Chorverband mit Regionalverbänden vertreten ist. Mit dem Sächsischen Chorfest will der Chorverband seinen organisierten über 8.500 Sängerinnen und Sängern eine weitere »große Bühne des Gesangs« geben und der Öffentlichkeit zeigen wie traditionsreich, heimatverbunden und facettenreich modernes Chorsingen in Sachsen ist. »Vom Volkslied bis zum Poptitel, vom traditionellen Männerchor bis zum Pop-oder Jazz-Chor spannt sich die Bandbreite unserer Chöre und ihres Repertoires«, so Andreas Hauffe. Das Chorfest ist auch für sächsische und Chöre aus den angrenzenden Bundesländern offen, die nicht im Sächsischen Chorverband organisiert sind. Am 24. Juni werden Männerchöre, Frauenchöre und Gemischte Chöre nach Moritzburg kommen. Sie treten auf Bühnen im Hof des Käthe-Kollwitz-Museums auf, auf der Festwiese bei Adams Gasthof und auf der großen Hauptbühne am Moritzburger Schloss. Höhepunkt wird das gemeinsame Singen von 14 Chören mit dem Publikum um 15 Uhr vor dem Schloss sein. 18 Uhr wird das 1. Sächsische Chorfest mit dem Abschlusssingen von sieben Chören am Moritzburger Schloss zu Ende gehen. Der Eintritt zu den Veranstaltungen ist frei.

Allgemeines 12.06.2018 Klang – Kunst – Werk

Die Dresdner Meisterkurse Musik widmen sich vom 17. bis 22. September 2018 an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden insbesondere der intensiven interpretatorischen Arbeit

Projektleitung: Prof. Dr. Florian Uhlig
Bewerbungsschluss: 15. Juli 2018
Informationen: www.hfmdd.de/dmm

 

»Das müsste gar eine schlechte Kunst sein, die sich auf einmal fassen ließe, deren Letztes von demjenigen gleich geschaut werden könnte, der zuerst hereintritt.« Was Goethe in Wilhelm Meisters Wanderjahren 1821 formulierte, hat noch heute, rund zweihundert Jahre später, tragende Kraft. Auf die Kunst sollte man sich einlassen, sie betrachten, sich ihr langsam nähern, ihre Komplexität und Tiefe nach und nach ausloten. Das gilt vielleicht in besonderem Maße für Interpreten, deren Aufgabe es ist, musikalische Kunstwerke zu deuten und klanglich erlebbar zu machen.

Sieben künstlerische Meisterkurse werden von hochkarätigen Dozenten und einem Ensemble in Residence gestaltet. Zudem gibt es ein umfangreiches Begleitprogramm mit Physioprophylaxe-Kursen, Führungen, Talk-Runden und Musikphysiologie-Vorlesungen. Günter Baby Sommer gestaltet einen Improvisationskurs diesmal zum Thema »Improvisieren – Ein spartenübergreifendes Experiment mit Musikern und bildenden Künstlern«. Mit Antje Meichsner, Felix Ermacora und Simon Hillme stehen ihm die Meisterschüler der Klasse von Prof. Carsten Nicolai (HfBK Dresden) zur Seite. Auch ein Flashmob mit Meisterkursteilnehmern in der Dresdner S-Bahn ist geplant.

Höhepunkt der Meisterkurse wird das Abschlusskonzert mit Kursteilnehmern am 22. September 2018 um 19:30 Uhr im Konzertsaal der Dresdner Musikhochschule sein.

Allgemeines 11.06.2018 32 Nachwuchstalente aus 15 Nationen

Die Moritzburg Festival Akademie bietet internationalen Nachwuchstalenten zum zwölften Mal ein attraktives Sprungbrett

 

Eingebunden in das 26. Moritzburg Festival (11.–26. August 2018) bietet die Moritzburg Festival Akademie internationalen Nachwuchstalenten zum 12. Mal ein attraktives Sprungbrett für einen erfolgreichen musikalischen Lebensweg. Diesen Sommer werden 32 junge Musikerinnen und Musiker aus 15 Nationen das Moritzburg Festival Orchester bilden und sich in verschiedenen Konzertformaten einem breiten Publikum präsentieren. Mithilfe einer Crowdfunding-Aktion soll zum ersten Mal die von den Akademisten gestaltete und äußerst beliebte Lange Nacht der Kammermusik am 16. August 2018 als CD aufgenommen werden. Während in einer Woche bei der Fußball-WM 32 Mannschaften gegeneinander antreten, werden die 32 Musiktalente in der Moritzburg Festival Akademie an einem perfekten Zusammenspiel arbeiten. Durch die »erstaunliche orchestrale Homogenität und wirklich brilliante Einzelleistungen« (DNN) konnte sich das ambitionierte Förderprojekt weltweilt als eines der Top-Nachwuchsorchester etablieren. Bei über 450 Bewerbungen auf 32 Orchesterstellen war die Konkurrenz dieses Jahr wieder dementsprechend hoch. Eine internationale Jury aus Spitzenmusikern wie Christian Poltéra, Daniel Ottensamer, Richard O’Neill und Antti Siirala hatte die besten BewerberInnen ausgewählt. Im August werden nun ehrgeizige Musikerinnen und Musiker aus den verschiedensten Regionen der Welt innerhalb einer Woche zum Moritzburg Festival Orchester zusammenwachsen. Dabei kommt fast die Hälfte der Nachwuchstalente aus Europa, 25 % aus Asien und 16 % reisen vom nordamerikanischen Kontinent an. Die jungen Talente der Moritzburg Festival Akademie präsentieren unter der Leitung von Josep Caballé Domenech u.a. Mozarts Konzert für Flöte, Harfe und Orchester KV 299. Mit Mathieu Dufour (Berliner Philharmoniker) und Anneleen Lenaerts (Wiener Philharmoniker) konnten als Solisten zwei Musiker aus internationalen Spitzen-Orchestern gewonnen werden. Zusätzlich studieren die Akademisten auch ein vielseitiges Kammermusikrepertoire ein und erhalten dabei Anregungen von Festival-Künstlern wie Olli Mustonen, Narek Hakhnazaryan, Jan Vogler, Pauline Sachse und Paul Huang. Das kammermusikalische Programm wird im Rahmen des Moritzburg Festivals am 12. August beim Proschwitzer Musik-Picknick sowie am 16. August bei der Langen Nacht der Kammermusik einem breiten Publikum präsentiert.

Allgemeines 07.06.2018 »Geschichten – Kunst – Katastrophen«

Mit einem Eröffnungsreigen, darunter drei deutsche Erstaufführungen, startet HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste unter der neuen Intendanz von Carena Schlewitt in die Saison 2018/2019

 

Unter dem Motto »Geschichten – Kunst – Katastrophen« geht es um Geschichten und Geschichte, um Biografien und das Hereinbrechen unerwarteter Ereignisse, um Lebensentwürfe in Zeiten großer gesellschaftlicher Umbrüche. Herausragende Künstler/innen und Ensembles wie die Needcompany (BE), Milo Rau/IIPM (DE, CH, A), blitz theatre group (GR), Thom Luz (CH) und Dimitris Papaioannou (GR) zeigen im Eröffnungsmonat ein breites Spektrum zwischen Theater, Tanz, Performance, Musik und Musiktheater. Die Eröffnungsproduktion der belgischen Needcompany »Krieg und Terpentin« (Deutsche Erstaufführung) ist eine musikalisch choreografische Romanadaption des mehrfach ausgezeichneten gleichnamigen Buches von Stefan Hertmans. In dem Stück »Empire« von Milo Rau erzählen Schauspieler/innen aus Griechenland, Syrien und Rumänien ihre Geschichten von Heimat, Familie, Repression und Krieg. Die blitz theatre group aus Athen tanzt nach der Katastrophe in einem leeren Ballsaal auf den Trümmern Europas und erinnert sich mit Poesie und Ironie an frühere Zeiten. Der Schweizer Musiktheatermagier Thom Luz entwickelt mit seinen vier Ausnahmemusiker/inne/n für »Unusual Wheather Phenomena« eine sich verselbstständigende Wettersinfonie. Ein weiterer Programmhöhepunkt im Herbst 2018 ist das neue jährliche Format »4:3 – KAMMER MUSIK NEU«, in dessen Zentrum zeitgenössische Kammermusik steht.

Das Jahr 2019 wird mit dem neuen Format »Happy New Ear« begrüßt. Zu Gast sind die Sächsische Staatskapelle Dresden und am darauffolgenden Tag das Ensemble ZEITKRATZER. Im März 2019 stellt »TONLAGEN – Dresdner Tage der zeitgenössischen Musik« die Stimme nicht nur als musikalisches und akustisches Phänomen in den Mittelpunkt. Unter dem Arbeitstitel »Erbstücke« setzen sich im Frühjahr 2019 mehrere aktuelle Tanz- und Theaterproduktionen mit dem Begriff des Erbes auseinander. Im Juni 2019 schaut die internationale Tanzwelt auf Dresden und HELLERAU, wenn sich der Tanzkongress unter der künstlerischen Leitung der renommierten Choreografin Meg Stuart in einem experimentellen Versammlungsformat zeitgenössischen Fragen des Tanzes widmen wird. Außerdem gibt es Kooperationen mit dem Medienkunstfestival CYNETART, mit DAVE – Festival für Clubkultur, Fast Forward – Europäisches Festival für Junge Regie, Our Stage – 4. Europäisches Bürgerbühnenfestival, mit den Dresdner Musikfestspielen, der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden, dem Heinrich-Schütz-Konservatorium Dresden und dem Zentralwerk Dresden.

 

Horst Wehner wird den Sächsischen Chorverband (SCV) e.V. auch in den nächsten vier Jahren als Präsident führen. Die Mitgliederversammlung des Chorverbandes bestätigte den 66-jährigen mit 90 von 92 abgegebenen Stimmen eindrucksvoll in seinem Amt. Erstmals war Horst Wehner war vor vier Jahren von den Mitgliedschören des Sächsischen Chorverbandes zum Präsidenten gewählt worden. Er ist Mitglied des Sächsischen Landtags und zweiter Vizepräsident des Sächsischen Landtags. Zu Vizepräsidenten des Sächsischen Chorverbandes wählten die Mitgliedschöre den Chemnitzer Chorleiter Wolfgang Richter und den Präsidenten des Ostsächsischen Chorverbandes e.V. Andreas Hauffe. Neben der Wahl des neuen Präsidiums stand die Mitgliedschaft der Sächsischen Laienchor-Sängerinnen und Sänger im Deutschen Chorverband (DCV) im Mittelpunkt der Mitgliederversammlung. Die Mitgliedschöre sprachen sich nach eingehender Diskussion für einen weiteren Verbleib im Bundesverband aus. Dieser war in den letzten Monaten in ein »unruhiges Fahrwasser« geraten, musste deswegen Austritte von Landesverbänden hinnehmen und stellt sich derzeit unter dem neugewählten DCV-Präsidenten Christian Wulff neu auf. »Wir werden uns in die zukunftsfähige Neuausrichtung des Deutschen Chorverbandes im Interesse unserer sächsischen Chöre und des Laienchorwesens aktiv einbringen«, versprach Horst Wehner.

Mehr singende Mitglieder in Sachsens Chören - Schulchöre dind für Chornachwuchs wichtig

Der Sächsische Chorverband vertritt die Interessen von 270 Chören in Sachsen mit über 8.500 Sängerinnen und Sängern. Auf der Mitgliederversammlung konstatierte SCV-Präsident Horst Wehner, dass in den letzten zwei Jahren die Anzahl der Mitgliedschöre nahezu konstant gehalten werden konnte. Dennoch bereiten den Chören Überalterung und fehlender SängerInnen-Nachwuchs vor allem im ländlichen Gegenden Sorgen. »Andererseits haben die neu in unseren Verband aufgenommenen Chöre mehr singende Sachsen zu uns geführt, da sie höhere Mitgiedszahlen haben «, so der SCV-Präsident. Insbesondere im ostsächsischen Raum konnten neue Mitgliedschöre geworben werden. Darunter seien auch wieder Kinder- und Jugendchöre. Dies sei nicht nur eine gute Nachricht für die Chorszene in Sachsen, sondern zeige, dass das Singen im Chor lebendig und modern sei. Der Chorgesang in Kindereinrichtungen und in Schulen sei weiterhin ein hohes Gut und müsse gefördert werden. »Wir werden uns für die kulturelle Bildung an den Schulen und insbesondere für die Schulchöre und die musikalische Ensemblearbeit an unseren Schulen weiter stark machen«, versprach Horst Wehner. Gemeinsam mit weiteren sächsischen Fachverbänden und Interessengruppen setze sich der Sächsische Chorverband für den Musikunterricht an Schulen und die außerschulische Chor- und Ensemblearbeit ein. »Singen im Chor hat insbesondere in Sachsen eine lange Tradition, die nicht verloren gehen darf. Aus den Schulchören heraus wächst der Nachwuchs für unsere Chöre. Zudem fördert das Chorsingen die Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen nachweislich und wirkt sich gesellschaftspolitisch nachhaltig aus.«, begründet Horst Wehner das Engagement des SCV für Musik und Gesang an Sachsens Schulen.

 

Sachsens Chorsängerinnen freuen sich auf das Deutsche Chorfest 2020 in Leipzig

»Wir freuen uns schon heute darauf, im Mai 2020 zum Deutschen Chorfest in Leipzig zu zeigen, welche große Lebensfreude das Chorsingen bringt«, erklärte Horst Wehner. Im 30. Jahr der Deutschen Einheit wird das vom Deutschen Chorverband organisierte Deutsche Chorfest erstmals Tausende Sängerinnen und Sänger nach Ostdeutschland einladen. »Es wird ein Fest des Chorgesangs werden, das bundesweites Interesse finden wird.«

Der Sächsische Chorverband e.V. wird sich in den nächsten Jahren der Fortentwicklung des Chorgesangs in Sachsen mit zahlreichen neuen Ideen widmen. Im Mittelpunkt stehen die Kinder- und Jugendarbeit in den Chören ebenso wie die Ausbildung und Qualifikation von Chorleitern, die qualitative Förderung des Chorgesangs durch Chorwettbewerbe und Chorfeste und die Unterstützung der kreativen Ideen der Mitgliedschöre in den Regionen Westsachsen, Ostsachsen, Chemnitz und Leipzig, in denen die Chöre jeweils in Regionalverbänden organisiert sind. Am 24. Juni wird der Sächsische Chorverband gemeinsam mit dem Ostsächsischen Chorverband und dem Erlebnis Moritzburg e.V. zum 1. Sächsischen Chorfest nach Moritzburg einladen.

Allgemeines 02.05.2018 Variationen

Vom 4. bis 13. Mai 2018 findet in Chemnitz das 27. Sächsische Mozartfest statt

Eintrittskarten zu den Konzerten des Sächsischem Mozartfestes 2018 sind online im Ticketshop (www.mozartfest-sachsen.de), in der Geschäftsstelle der Sächsischen Mozart-Gesellschaft e.V. (0371-6949444) sowie in allen Freie-Presse-Shops in Ihrer Nähe erhältlich.

 

Am 4. Mai beginnt in Chemnitz das 27. Sächsische Mozartfest. In den folgenden zehn Tagen wagt das Festival mit seinem diesjährigen Thema »Variationen« einen frischen Blick auf alte Werke, erkundet Zusammenhänge, fördert zahlreiche Entdeckungen zu Tage und lässt Vertrautes in neuem Licht erscheinen.

Im Eröffnungskonzert sorgen die Pianistin Saskia Giorgini, Gewinnerin des Internationalen Mozartwettbewerbs Salzburg 2016, und Dirigent Eckehard Stier mit dem Netzwerkorchester für eine mit Überraschungen und Pointen bespickte Begegnung zwischen Johann Christian Bach, Wolfgang Amadé Mozart und Arvo Pärt. Ein weiteres Orchesterkonzert steht mit der Deutschen Streicherphilharmonie unter Leitung von Wolfgang Hentrich auf dem Programm. Mozarts Requiem findet in einer Bearbeitung ganz »ohne Worte« im Wasserkraftwerk Mittweida eine optische Umsetzung in Lichtdesign. Das Ehepaar Martina und Chris Jarrett lenken beim Baustellenkonzert in der Neuen Universitätsbibliothek Chemnitz den Blick auf Mozart pur und von Mozart angeregte Eigenkompositionen. Dem Thema Mozart in Jazz widmet sich auch das Abschlusskonzert mit Klarinettist Helmut Eisel sowie Silvio Schneider und Conny Sommer. Mit der Reihe Opern und Sinfonien »im Taschenformat« bilden kammermusikalische Bearbeitungen einen weiteren Schwerpunkt des Festivals.

Das Sächsische Mozartfest 2018 »Variationen« überrascht, bewegt und begeistert: ganz im Geiste des Genies Mozart und seiner Musik.

Allgemeines 28.03.2018 Mozart on Mortality

Das Landesjugendorchester Sachsen probt zu Ostern in der Landesmusikakademie Sachsen und lädt anschließend zu zwei Konzerten in Leipzig und Dresden ein.

  • Michael Nyman: Mozart on Mortality für Sopran und Kammerensemble
  • W. A. Mozart: Chi sá, chi sá, qual sia KV 582, Konzertarie für Sopran und Orchester
  • Yasuo Kuwahara: Raidoh - Konzert für Mandoline und Orchester
  • Rainer Lischka: Konzert für Posaune und Orchester W. A. Mozart: Sinfonie g-Moll KV 550

Teaa An, Sopran
Adrian Wehle, Posaune
Clara Weise, Mandoline
Landesjugendorchester Sachsen
Leitung: Milko Kersten

Konzerte
Sa, 07.04.2018, 20 Uhr,
Kunstkraftwerk Leipzig,
Saalfelder Straße 8b, 04179 Leipzig
(Tickets: 15,– €, erm. 8,– €)

So, 08.04.2018, 19.30 Uhr,
Hochschule für Musik Dresden,
Wettiner Platz 13, 01067 Dresden
(Tickets: 9,50 €,  erm. 6,– €)

Ticketverkauf für beide Konzerte über reservix.de und an der Abendkasse

 

Am 4. April 1787 schrieb W. A. Mozart in einem Brief an den Vater: »… Und ich danke meinem Gott, daß er mir das Glück gegönnt hat, mir die Gelegenheit (Sie verstehen mich) zu verschaffen, ihn als den Schlüssel zu unserer wahren Glückseligkeit kennen zu lernen. Ich lege mich nie zu Bette, ohne zu bedenken, daß ich vielleicht (so jung als ich bin) den andern Tag nicht mehr sein werde …« Der Komponist war erst 31 Jahre alt und schrieb derlei Gedanken über das Ende. Nur ein Jahr später entstanden seine letzten 3 großen Sinfonien, eine davon in g-Moll. Die Mitglieder des LJO Sachsen haben Kompositionen der Wiener Klassik stets auf dem Wunschzettel, eine der großen Sinfonien zu spielen ist nun Premiere.

Michael Nyman hat 1992 Mozart on Mortality komponiert – eine kleine Kammer-Ouvertüre, die den Brieftext an den Vater vertont und in unsere Zeit holt. Konzerte des LJO Sachsen bieten in aller Regelmäßigkeit jungen Solisten die Gelegenheit, sich zu präsentieren. Mozarts Konzertarien werden leider nur selten aufgeführt, in diesem Programm der ideale Rückgriff zum Original nach Nymans Eingangsstatement. Dessen Musikstil basiert auf dem Strömen von kleineren Klangbausteinen, die sich dann in ihrer Proportionalität zu einem Ganzen entwickeln können. Ein Prinzip, das auch die Wiener Klassik bereits kannte und welches gerade in dem ostinaten Beginn der g-Moll-Sinfonie den immer wieder aufs Neue beeindruckenden Sog in eine melancholisch-bewegte Klangwelt erzeugt.
Dieses Strömen von Musik macht der japanische Komponist Yasuo Kuwahara zum Thema eines ganzen Mandolinenkonzertes. Dabei ist er den Klängen der Natur auf der Spur, die in ihrer rhythmischen Raffinesse und lautmalerischen Phantasie die asiatische Herkunft nicht verleugnen, westeuropäische Traditionen aber bewusst liebevoll einschließt. Mit einem Konzertstück für Posaune und Orchester wird sich der derzeitige Soloposaunist des LJO präsentieren und damit musikalische Werbung machen für ein Instrument, für das es momentan in Sachsen nicht zuviel Nachwuchs gibt …

Allgemeines 02.03.2018 Wilde Träume, wachsame Engel

Vorgestellt: das Programm des fünften Musikfestes Erzgebirge

 

 

Zum Abschluss einer thematischen Trilogie wartet das Musikfest Erzgebirge in diesem Jahr nach den »BLICKEN« (2014) und »WEGEN« (2016) mit ganz unterschiedlichen »TRÄUMEN« auf. Künstlerisch hochkarätige Festkonzerte wechseln sich ab mit jungen, überraschenden Formaten – die Mischung, für die das dramaturgisch klug durchinszenierte Festival unter der Intendanz von Prof. Hans-Christoph Rademann steht. »Das Musikfest Erzgebirge hatte von Anfang an einen hohen Anteil überregionaler Besucher«, so Hans-Christoph Rademann. »Mithilfe unserer Freunde und Partner vor Ort, mit den Kirchgemeinden, den Städten und Kommunen, schaffen wir es, den Besuchern aus ganz Deutschland, ja Europa, aber auch dem treuen Publikum der Erzgebirgsregion ein abwechslungsreiches Programm auf allerhöchstem künstlerischen Niveau zu bieten.« Der Landrat des Erzgebirgskreises, Frank Vogel fügt hinzu: »Bei vielen Musikliebhabern ist das Musikfest im Jahreskalender fest verankert. Und mit ca. 30 Prozent ist der Anteil überregionaler Besucher hoch – das ist natürlich ein guter touristischer Effekt. Das Bild vom Erzgebirge wird durch das Musikfest durch einen weiteren, wichtigen Stein ergänzt und noch stärker als Ort der Hochkultur wahrgenommen.«

Nach dem festlichen Eröffnungskonzert in der St. Martinskirche in Zschopau am 7. September reihen sich dieses Jahr Konzerte in Annaberg-Buchholz, Grünstädtel, Grünhain, Augustusburg, Freiberg, Schneeberg, Stützengrün und Schwarzenberg zu einer Kette farbiger, teils wilder »Träume«. Als ganz besonderer Höhepunkt ist 2018 ein barocker Circus auf dem Marktplatz von Annaberg-Buchholz geplant, der die Besucher bereits ab dem 6. September in elf Vorstellungen musikalisch an die Anfänge des modernen Circus führen wird.

Am 5. März 2018 beginnt der Vorverkauf für die Konzerte des Festivals; der Vorverkauf für die Circus-Veranstaltungen startet nach einer großen Crowdfounding-Aktion Ende Mai. Tickets sind über den Internetanbieter reservix.de und in den Vorverkaufsstellen der Freien Presse sowie direkt im Festivalbüro erhältlich. Dort gibt es auch wieder das Festivalticket, das den Besuch aller Konzerte erlaubt. Ausführliche Informationen zu allen Veranstaltungen und zu dem Begleitprogramm sind auf der Webseite des Festivals abrufbar.

Allgemeines 14.02.2018 Deutscher Musikinstrumentenpreis 2018

Wir gratulieren zwei sächsischen Musikinstrumentenbauern zu ihren Auszeichnungen

 

Der Preisrichterausschuss für die Vergabe des Deutschen Musikinstrumentenpreises hat die Preisträger des Wettbewerbs 2018 ermittelt. Der Deutsche Musikinstrumentenpreis 2018 für Bratsche (maximale Korpuslänge 420 mm) wird an Streichinstrumentenbau Steffen Friedel, Dresden vergeben, für Oboe geht er an den Hersteller Gebrüder Mönnig Holzblasinstrumente GmbH, Markneukirchen.

Die Auszeichnungen werden am 13. April 2018 anlässlich der Internationalen Frankfurter Musikmesse verliehen.

Allgemeines 16.01.2018 Tour de Piano

Die Neue Leipziger Chopin-Gesellschaft und die Stadt Markkleeberg starten am Sonntag mit 64 Musikern aus Sachsen und Sachsen-Anhalt in die Saison 2018 der Herfurthschen Hausmusik

 

Am Sonntag, 21. Januar wird um 17 Uhr im Weißen Haus in Markkleeberg die neue Konzertsaison der Herfurthschen Hausmusik der Neuen Leipziger Chopin-Gesellschaft eröffnet.

2018 begeben sich 64 mitwirkende Musiker in insgesamt zehn Konzerten auf die »Tour de Piano«. Zu erleben sind Mitglieder des Gewandhausorchesters, des MDR Rundfunkchores, der Oper Leipzig, Professoren der Hochschule für Musik und Theater Felix Mendelssohn Bartholdy sowie Dozenten weiterer Hochschulen und Musikschulen in Sachsen und Sachen-Anhalt. Mit der »Tour de Piano« wird die langjährige und erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen der Neuen Leipziger Chopin-Gesellschaft und der Stadt Markkleeberg fortgesetzt. In dem diesjährigen Konzertzyklus geben bekannte sowie selten zu hörende Klavier- und Kammermusikkompositionen einen landestypischen Einblick in die Musiktradition des jeweiligen Reiseziels. So treffen beispielsweise im Februarkonzert (11.02.) Dvořáks Slawische Tänze op. 46 und sein Dumky Klaviertrio Nr. 4 auf Martinůs »Schmetterlinge und Paradiesvögel« oder im März Ravels »Gaspard de la nuit« auf Lieder von Pauline Viardot-García (25.03.). Nach Russland geht es am 23. September mit Préludes von Rachmaninow, der Klaviersonate Nr. 2 von AlexanderSkrjabin, Liedern und Arien von Peter I. Tschaikowsky u.a. Zu den Höhepunkten zählen 2018 die Sommerserenade (Alla tedesca, 01.07.) und der Festliche Salon zum Abschluss der 28. Leipziger Chopin-Tage (American Rhapsody, 21.10.). Im Gedenken an den 100. Todestag von Edvard Grieg sind im November bedeutende Werke Skandinavischer Meister zu entdecken (18.11.). Den Abschluss findet die »Tour de Piano« 2018 am 9. Dezember in Chopins Heimat Polen.

Die 1992 gegründete Neue Leipziger Chopin-Gesellschaft vereint vorrangig Leipziger Pianisten, Hochschuldozenten, Orchestermusiker und Sänger aus Mitteldeutschland. Zusammen konzertieren sie in den beiden überaus erfolgreichen Veranstaltungsreihen in Leipzig/Markkleeberg »Herfurthsche Hausmusik« (bis 2015 »Westphalsche Hausmusik«) und »Weißes Haus exklusiv«. Zehn Konzerte mit insgesamt rund 60 Künstlern pro Jahr vereinen sich in der Hausmusik unter einem Schwerpunkt und garantieren damit eine interpretatorische Vielfalt. 2017 wurde zum Jubiläum der Gesellschaft ein musikalisches Tagebuch von Fryderyk Chopin aufgeblättert. Der Zyklus verband dessen Kompositionen mit den wichtigsten Lebensstationen des Komponisten und zeichnete zugleich ein eindrucksvolles Bild des 19. Jahrhunderts. In diese Jahr wird die Gesellschaft bereits zum 28. Mal die Leipziger Chopin-Tage vom 18.-21.10.2018 veranstalten

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