Allgemeines 07.08.2019 Kein leichtes Spiel

Deutsches Musikinformationszentrum beleuchtet die Situation freier Ensembles in Deutschland

 

Sie sind Motor für Kreativität und Innovation im Musikleben: die freien Ensembles. Als Zusammenschlüsse selbstständiger Musikerinnen und Musiker tragen sie jedoch vielfach ein hohes wirtschaftliches Risiko. In seinem neuen Online-Fokus Freie Ensembles zeigt das Deutsche Musikinformationszentrum (MIZ), eine Einrichtung des Deutschen Musikrats, die Chancen und Herausforderungen der freien Musikszene auf und beleuchtet insbesondere deren Bedeutung für die Alte und zeitgenössische Musik.
Freie Ensembles genießen eine hohe künstlerische Freiheit. Sie entwickeln ungewöhnliche Konzertformate, entdecken lang vergessene Werke wieder, erteilen Kompositionsaufträge und geben ihr Wissen in Educationprojekten weiter. Vor allem in der Alten und der zeitgenössischen Musik gehören sie zu den zentralen Impulsgebern und Interpreten. Rund 400 Spezialensembles verzeichnet das MIZ allein in diesen beiden Bereichen, wobei die Übergänge von zeitgenössischer Musik zu Jazz und elektronischer Musik oftmals fließend sind. Hinzu kommt eine Vielzahl von Ensembles mit einem klassisch-romantischen Schwerpunkt. Zusammen sorgen sie für eine hohe Repertoirevielfalt mit internationaler Strahlkraft.
Die künstlerische Freiheit und Vielfalt der freien Musikszene hat jedoch ihre Schattenseiten. Als Zusammenschlüsse von Freiberuflern verfügen viele Ensembles über kein regelmäßiges gesichertes Einkommen, sondern finanzieren sich aus Honoraren, Projektfördermitteln und Spenden. "Die Förderlandschaft in Deutschland stellt viele Ensembles vor große Herausforderungen, weil meist nur Projekte und kaum Strukturen finanziert werden", erklärt Stephan Schulmeistrat, Leiter des MIZ. "Es gibt nur wenige Ensembles, die eine dauerhafte Strukturförderung erhalten. Insofern ist die finanzielle Lage vieler Ensembles prekär."
Der neue Online-Fokus "Freie Ensembles" des Deutschen Musikinformationszentrums (MIZ) gibt einen Überblick über die freie Musikszene und zeigt ihre künstlerischen Schwerpunkte und spezifischen Problematiken auf. In einem Übersichtsbeitrag gehen Richard Lorber, Redakteur beim WDR und Leiter der Tage Alter Musik in Herne, sowie der Komponist Tobias Eduard Schick programmatischen und finanziellen Aspekten der freiberuflichen musikalischen Arbeit nach und beleuchten insbesondere die Szenen für Alte und zeitgenössische Musik. Außerdem spricht Lena Krause, Geschäftsführerin des neuen Interessenverbands der freien Szene FREO e.V. (Verein Freie Ensembles und Orchester in Deutschland), im Interview über die Arbeitsbedingungen und Zukunftsperspektiven freier Ensembles.
Ergänzt wird der Fokus "Freie Ensembles" durch Strukturdaten, die das MIZ zu den professionellen Ensembles für Alte und zeitgenössische Musik in Deutschland erhebt. Die Spezialensembles werden mit ihrem jeweiligen Repertoireschwerpunkt, ihrer Mitgliederzahl sowie mit Angaben zu ihrer Besetzung dargestellt. Außerdem sind dem Fokus Literaturhinweise, Statistiken und Dokumente zum Thema beigefügt.
Zu erreichen ist der neue Online-Fokus über https://themen.miz.org/fokus-freie-ensembles

Allgemeines 07.08.2019 Lausitzfestival

Aufbau der Strukturen für ein länder- und spartenübergreifendes Festival beginnen

 

Nach dem im Juni 2019 erfolgten Kabinettsbeschluss der Landesregierungen von Sachsen und Brandenburg in der Lausitz ein länder- und spartenübergreifendes Kunst-Festival zu etablieren läuft aktuell der Prozess zur Definition einer tragfähigen und arbeitsfähigen Struktur. Im Juli traf sich dazu erstmalig eine Struktur-Arbeitsgruppe. Diese besteht aus Vertretern beider beteiligter Bundesländer. Für den Freistaat Sachsen obliegt die Leitung dem Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst, für das Land Brandenburg übernimmt das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur diese Aufgabe. 
Das Hauptziel der Struktur AG ist es, auf der Basis eines gemeinsamen Festivalkonzepts Strukturen und Gremien zu definieren, welche den Aspekt, ein länder- und spartenübergreifendes sowie regional verankertes Festival zu etablieren, beinhalten und praktisch umsetzbar machen. Im ersten Schritt wird dafür in den nächsten Wochen ein länderübergreifend besetzter Fachbeirat zusammengestellt und benannt. 
Dem Netzwerktreffen der Kultur-Akteure aus Sachsen, welches im Juni auf Initiative des Kulturkonvents des Kulturraumes Oberlausitz-Niederschlesien gemeinsam mit dem Intendanten Herrn Daniel Kühnel stattfand, folgt Ende August ein Treffen der Kultur-Akteure aus Brandenburg. Hierbei sollen weitere Partnerschaften und Kooperationen aufgebaut werden.
Aktuell werden somit die Grundsteine für die weitere inhaltliche Arbeit zur Fortführung des Lausitz Festivals gelegt.
Kulturschaffende können sich weiterhin gern bei der Görlitzer Kulturservicegesellschaft mbH melden. Anregungen zu möglichen Kooperationen und Projekten im Rahmen des Lausitz Festivals werden hier gelistet und im weiteren Prozess näher beraten.
Kontakt: Görlitzer Kulturservicegesellschaft mbH, Maria Schulz, Geschäftsführung, kultur.service (at) goerlitz.de

Allgemeines 18.07.2019 »EX TEMPORE«

Das Leipziger Improvisationsfestival für Alte Musik vom 19. bis 22. September mit neuem Namen

 

Martin Erhardt, künstlerischer Festivalleiter, verabschiedet sich damit vom etwas sperrigen Titel »LivFe!«. Das bewährte Konzept hingegen bleibt gleich: Vom 19.-22. September 2019 gibt es wieder wie alle zwei Jahre Musik in Echtzeit für Kenner und Liebhaber spontan erfundener »historischer« Klänge.

Virtuosen der Alten Musik treten mitsamt ihrer Instrumente miteinander in Dialog und improvisieren in den Konzerten live auf der Bühne. Daneben stehen Workshops und JamSessions auf dem Programm. Mit dabei: Star-Gambist Paolo Pandolfo, Ensemble 1684, ein historischer Geigenwettstreit mit Mechthild Karkow und Matthieu Camilleri, Ian Harrison (Zink), Mareike Greb und Bernd Niedecken (Tanz) und etliche andere.

Kartenbestellung: www.improfestival-leipzig.de

Allgemeines 16.07.2019 Meisterklasse Gesang

Sommerkurs an der Hochschule für Kirchenmusik Dresden

 

Vom 26. bis 28.06.2019 veranstaltete die Hochschule für Kirchenmusik der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens auf ihrem Campus am Käthe-Kollwitz-Ufer einen Sommerkurs für sechs Studenten der Presbyterian University and Theological Seminary (PUTS) in Seoul/Südkorea.

Frau Prof. Gertrud Günther arbeitete mit vier Sopranistinnen und zwei Tenören an den vorbereiteten Stücken aus dem deutschen barocken und romantischen Oratorienrepertoire bzw. an ausgewählten deutschen Kunstliedern. Besonders in Bezug auf die Sprachbehandlung, den Einsatz historisch informierter Aufführungspraxis sowie das Herausarbeiten stilistisch unterschiedlicher Interpretationsweisen konnten die stimmlich alle hoch begabten Studenten vom Unterricht in der Meisterklasse in Dresden sehr profitieren. Begleitet und betreut wurden sie von ihrer Professorin Frau Lee, die gleichzeitig die Übersetzung übernahm.

Mit der Hoffnung auf Wiederholung eines solchen Kurses im Rahmen einer lockeren Partnerschaft der beiden Hochschulen wurden die Kursteilnehmer und ihre Mentorinnen Frau Prof. Lee und Frau Kwan am 28.06. verabschiedet.

Alle Studenten bereiten sich an der PUTS auf einen kirchenmusikalischen Hochschulabschluss vor, der es ihnen erlaubt, an presbyterianischen Kirchen in Südkorea bzw. in den USA als Sänger zu arbeiten.
Die Hochschule bildet außerdem auch Organisten und Theologen aus.

Allgemeines 04.07.2019 Ein Feuerwerk der Blasmusik

Das Internationale Festival für junge Blasmusik »Saxoniade« begeisterte an drei Tagen im Juni

 

Ein wahres Feuerwerk der Blasmusik mit Gänsehautfaktor erlebten die zahlreichen Besucher der 15. SAXONIADE, dem Internationalen Festival für junge Blasmusik vom 27. bis zum 30. Juni unter der Schirmherrschaft des Sächsischen Ministerpräsidenten, Michael Kretschmer. An drei Tagen präsentierten sich 350 junge Musikanten aus 4 Ländern in acht Veranstaltungen mit Shows, gemeinsamem Musizieren und konzertantem Spiel.

In diesem Jahr gab es die Musikschau der Nationen zum ersten Mal auf dem Neumarkt in Chemnitz. Nach dem musikalischen Signal »Glückauf« wurde die Veranstaltung offiziell durch den Präsidenten des Sächsischen Blasmusikverbandes, Thomas Colditz eröffnet, bevor die Orchester mit klingendem Spiel einmarschierten und vor dem Chemnitzer Rathaus Aufstellung nahmen. Dort wurden die Teilnehmer und das Publikum mit ein paar Grußworten des Mitgliedes des Deutschen Bundestages der FDP, Frank-Müller-Rosentritt empfangen. Als dann alle Orchester gemeinsam die »Glück-Auf-Fanfare« von dem Hohenstein-Ernstthaler Komponisten, Horst Häupl spielten, staunten die Zuhörer nicht schlecht, dass so viele Musiker auf so einem großen Platz zusammen musizieren können und einige waren bei diesem voluminösen Klang zu Tränen gerührt. In Hohenstein-Ernsttahl begrüßte der Oberbürgermeister, Lars Kluge das Publikum und die teilnehmenden Orchester in ihrer jeweiligen landessprache die jungen Musiker zeigten sich dann mit der Musikschau der Nationen nochmals auf dem Sportplatz am HOT-Sportzentrum.

Die Abendveranstaltungen am Freitag und Samstag mit Musik und Show non stopp, wo sich die Orchester einzeln präsentierten, fanden im Innenhof zwischen Schützenhaus und HOT-Sportzentrum statt. Bei angenehmen Temperaturen konnte das Publikum ein abwechslungsreiches Programm in gemütlicher Atmosphäre erleben. Dabei war ein besonderes Highlight der Auftritt des Polizeiorchesters Sachsen, welches nach der Musikschau ein einstündiges bunt gemischtes musikalisches Programm darbot. Die Orchester hatten auch diesmal wieder Gelegenheit sich näher kennen zulernen und sich gegenseitig zu hören um vielleicht sogar den ein oder anderen gehörten Musiktitel ins eigene Repertoire aufzunehmen.

Am Freitag und Samstag hieß es natürlich auch sich voll zu konzentrieren, um bei den Wertungsspielen maximale Punkte zu erzielen. Die Orchester konnten sich in einer von vier Schwierigkeitsstufen (Kategorie 2-5) bewerben und mussten in einer Kategorie einen Pflicht- und einen Wahltitel vortragen. Diese wurden von einer Fachjury, welche sich aus dem Chefdirigenten der Sächsischen Bläserphilharmonie Prof. Thomas Clamor, dem südtiroler Dirigenten und Komponisten Gottfried Veit und dem Lehrbeauftragten der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden Frank van Nooy bewertet. Am Ende wurden die Orchester mit einer Urkunde, Medaillen und Preisgeldern honoriert.

Am Sonntag Vormittag war dann das Preisträgerkonzert der Bestplatzierten im Schützenhaus Hohenstein-Ernstthal. Den Preis für die beste musikalische Leistung zu den Wertungsspielen in der Kategorie 3 mit 85,1 Punkten überreichte der Vorsitzende des SAXONIADE e.V., Rudi Stößel an dem Musikverein Mülsen e.V.. Das Jugendblasorchester Hohenstein-Ernstthal e.V. konnte sich auch in diesem Jahr wieder den 1.Preis in der Kategorie 4 mit 97,0 Punkten erkämpfen. Mit 94,9 Punkten erhielt die Harmonie Sternberk aus der Tschechischen Republik den 2.Preis und das Jugendblasorchester Vilnius United aus Litauen mit 92,3 Punkten den 3.Preis. In der Kategorie 5 ist in diesem Jahr das Jugendblasorchester »Surma« aus der Ukraine angetreten und erhielt einen 2.Preis mit 83,4 Punkten.
Sonderpreise wurden in diesem Jahr an einen jungen Musiker aus dem Musikverein Mülsen für seine außergewöhnlich gute Leistung beim Spiel im Schlagzeugregister vergeben, die einzigartige Majorettengruppe aus Vilnius, die zu allen Gemeinschaftstiteln der Musikschau tänzerische Einlagen brachten.

Die 15.SAXONIADE klang dann mit den Dankeschönkonzerten, bei welchen sich die Orchester für die Gastfreundschaft in den Gemeinden nochmals bedankten, in Niederfrohna und dem Naherholungszentrum Bernsdorf aus. Ein großes Dankeschön für die unkomplizierte, tatkräftige und finanzielle Unterstützung gebührt dem Kulturraum Vogtland-Zwickau, der Sparkasse Chemnitz, der Kulturstiftung Sachsen, dem Landkreis Zwickau, der Stadt Hohenstein-Ernstthal, der envia Mitteldeutsche Energie AG, Dicks-Domin und Kollegen Steuerberatungsgesellschaft mbH, die Frische Vielfalt Service GmbH, der Baumschule Hohenstein-Ernstthal, dem Eigenbetrieb Zentrales Immobilienmanagement Glauchau, dem DRK-Kreisverband Glauchau, der GlückAuf-Beauerei Gersdorf sowie allen anderen fleißigen Helfern vor und hinter den Kulissen.

Joachim Blum

 

Die Deutsche Bläserakademie bietet ein breites Angebot an Weiterbildungs- und Qualifizierungsmöglichkeiten für MusikerInnen auf verschiedenen Niveaustufen an. In diesem Jahr wird erstmalig auch ein Meisterkurs Dirigieren das Angebot ergänzen.

Der Meisterkurs vom 25. bis 28. September 2019 richtet sich an professionell tätige DirigentInnen und fortgeschrittene Studierende und bietet eine kompakte Fortbildung auf professionellem Niveau durchgeführt an Meisterwerken der Musik- und Blasorchesterliteratur in Originalen und Transkriptionen. In Einzel- und Gruppencoachings werden die TeilnehmerInnen in intensiven Phasen mit Prof. Hermann Pallhuber, einem international renommierten Dirigenten und der Sächsischen Bläserphilharmonie, dem einzigen professionellen Orchester in ausschließlicher Bläserbesetzung wichtige Erfahrungen sammeln. Dabei arbeiten sie an der klanglichen Umsetzung von Partituren und deren vielfältigen Interpretationsmöglichkeiten.

Die enge Begrenzung auf acht aktive TeilnehmerInnen ermöglicht die individuelle Betreuung und Förderung jedes/r Einzelnen. Alle aktiven KursteilnehmerInnen können sich und ihre Arbeit bei einem öffentlichen Abschlusskonzert im Saal der Deutschen Bläserakademie präsentieren.

Auch passive TeilnehmerInnen sind dazu eingeladen den Meisterkurs zu besuchen. Für sie besteht die Möglichkeit, an den allgemeinen Einheiten und den Einheiten vor dem Orchester zu hospitieren.

Geleitet wird der Kurs von Professor Hermann Pallhuber, der sowohl national, als auch international für die erfolgreiche Leitung zahlreicher Orchester und Formationen verantwortlich ist. Seit Oktober 2016 ist er Professor für Dirigieren und Leitung von Blasorchestern an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Mannheim.

Mit der Sächsischen Bläserphilharmonie steht den Teilnehmenden nicht nur ein exzellentes, sondern auch ein in der Musikvermittlung und Musikpädagogik erfahrenes Kulturorchester zur Verfügung. Das Orchester wurde 2017 in das Programm »Exzellente Orchesterlandschaft Deutschlands« von der Beauftragten der Bunderegierung für Kultur und Medien aufgenommen, über das auch dieser Kurs gefördert wird.

Allgemeines 12.06.2019 Colditz ist erstmals Austragungsort für Chorfestival

5. Muldentaler Chorfestival und -wettbewerb präsentiert Chöre aus Sachsen und Thüringen

 

Zehn Chöre verschiedener Gattungen und Stilrichtungen werden sich am kommenden Sonnabend auf Schloss Colditz zum »5. Muldentaler Chorfestival und -wettbewerb« präsentieren. Das Wertungs- und Beratungssingen, bei denen Laienchöre aus Sachsen und Thüringen ihr Wettbewerbsprogramm vortragen werden, ist öffentlich. Erstmals wird Colditz Austragungsort des Festivals und Wettbewerbs sein.

Veranstaltet wird der »5. Muldentaler Chorfestival und -wettbewerb« vom Sächsischen Chorverband unter Regie des Leipziger Chorverbandes, einem von vier Regionalverbänden der Chorvereinigung. Der Kammermusiksaal der Landesmusikakademie Sachsen und die Stadtkirche St. Egidien werden Veranstaltungsorte sein. Chöre werden ebenso im Innenhof des Colditzer Schlosses auftreten. Zudem wird es 15:30 Uhr ein Orgelkonzert in der Stadtkirche geben sowie ein Vokalkonzert in der Musikakademie. Die am Wettbewerb teilnehmenden Chöre werden in den Kategorien Gemischte Chöre, Gleichstimmige Chöre, Jazz-/Popchöre sowie in einer Sonderkategorie antreten. Besondere Höhepunkte des »5. Muldentaler Chorfestival und -wettbewerbs« werden am Nachmittag des Sonnabends ein großes Kanonsingen aller Chöre im Schloss-Innenhof und das große Abschlusskonzert ab 16:30 Uhr in der Stadtkirche St. Egidien sein. Zu diesem Abschlusskonzert werden die Chöre dann auch ihre Urkunden und Preise des Wettbewerbs erhalten.

Der Eintritt zu den Veranstaltungen ist frei!

Allgemeines 05.06.2019 »Psalmen & Friedensmusiken«

Hans-Christoph Rademann und der Dresdner Kammerchor vollenden mit der finalen CD der Schütz-Gesamteinspielung ein »Mammutprojekt«

 

Am 7. Juni erscheint die abschließende 20. Folge der weltweit ersten Heinrich-Schütz-Gesamteinspielung: Mit »Psalmen & Friedensmusiken« (Schütz-Edition Vol. 20) vollenden Dirigent Hans-Christoph Rademann und der Dresdner Kammerchor ihr 2009 begonnenes Großprojekt. Damit liegt das umfangreiche Werk des Dresdner Hofkapellmeisters Heinrich Schütz nun erstmals vollständig auf CD vor. Die 20. Folge vereint einerseits prächtige, großangelegte Einzelwerke für besondere repräsentative Anlässe und Auftragskompositionen für außerhalb des Dresdner Hofs. Andererseits sind auch sehr persönliche Stücke zu hören, wie beispielsweise ein ergreifendes Sololied, das Schütz auf den Tod seiner Frau Anna Magdalena komponierte. Diese kaum bekannten und selten aufgeführten Werke zeigen erst die gesamte Fülle von Schütz’ musikalischem Schaffen und sind damit ein wichtiger Schlussstein, der das Bild dieses Komponisten – des »Vaters der deutschen Musik« – vervollständigt.

»Einklang von Verstand und Gefühl«

Dirigent Hans-Christoph Rademann ist dankbar, dass er so umfassend in Schütz’ Werk eintauchen konnte: »Als ich im Jahre 1975 als Sängerknabe im Dresdner Kreuzchor Heinrich Schütz erstmals intensiv kennengelernt habe, hatte sich mir noch längst nicht erschlossen, welch unerhörter Schatz diese Musik ist. Nun, nach dem Abschluss der Gesamteinspielung, bleiben bei mir und allen Mitwirkenden ein ehrfürchtiges Staunen und eine große Dankbarkeit: Wir alle fühlen uns ungemein erfüllt und bereichert. In Schütz‘ Werken bewundern wir den Zusammenhang des Wortes und der Musik, hören eine klingende Welt der Bilder und werden im schönsten Sinne in einen Einklang von Verstand und Gefühl versetzt. Diese Musik schließt die Seele des Menschen auf und lässt die textlichen Inhalte eindringen und wirksam werden. Sie kann uns das geben, was wir gerade in der heutigen Zeit so dringend benötigen: Konzentration, Fokussierung und Ruhe in uns selbst. Ich wünsche allen Hörern unserer Gesamteinspielung, dass sie dies für sich entdecken können.«

»eine Edition, die Maßstäbe setzt«

20 Folgen auf insgesamt 28 CDs umfasst die Gesamteinspielung, die beim Carus-Verlag Stuttgart erschienen ist, z.T. in Koproduktion mit den Radiopartnern MDR Kultur und Deutschlandfunk Kultur. Dass es bei diesem Projekt niemals nur um Vollständigkeit ging, sondern dass Rademann und seinen Musikern auch eine CD-Reihe von gleichbleibend höchster musikalischer Qualität gelungen ist, belegen zahlreiche Preise und Auszeichnungen. Die CD mit Schütz‘ »Johannes-Passion« erhielt 2016 den Jahrespreis der deutschen Schallplattenkritik – eine Ehrung, die zugleich die ganze Schütz-Gesamteinspielung würdigte als »eine Edition, die Maßstäbe setzt« (Jurybegründung). Viele Förderer und Unterstützer trugen dazu bei, dass dieses Projekt realisiert werden konnte. An der Seite des Stuttgarter Carus-Verlags beteiligte sich neben MDR Kultur auch Deutschlandfunk Kultur als Koproduktionspartner, so auch bei der nun erschienenen Vol. 20. Unterstützung kam von der Kulturstiftung Dresden der Dresdner Bank, der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, dem Mitteldeutsche Barockmusik e. V., der Stiftung Kunst und Musik für Dresden, der Berthold Leibinger Stiftung, der EKD sowie von Michaela und Michael Wirtz und zahlreichen weiteren privaten Sponsoren und Spendern.

Allgemeines 13.05.2019 Sächsische Chöre erfüllen Schloss Augustusburg mit Chorgesang

Der Sächsische Bergsteigerchor, Frauen- und Gemischte Chöre präsentieren sich zum 2. Sächsischen Chorfestival am 19. Mai

 

Schloss Augustusburg bildet am 19. Mai die Kulisse für das 2. Sächsische Chorfestival. Chöre des Sächsischen Chorverbandes werden an diesem Sonntag den Schlosshof, die Schlosskirche, das Brunnenhaus und den Hasensaal der Augustusburg mit unterhaltsamer Chormusik unterschiedlicher Genres erfüllen. »Chöre des Sächsischen Chorverbandes unternehmen in Chorkonzerten auf verschiedenen Bühnen sechs Stunden lang einen Streifzug durch die vielfältige Chorlandschaft Sachsens und laden zum Zuhören und zum Mitsingen ein«, so Thomas Lohse, Geschäftsführer des Sächsischen Chorverbandes e.V. Die Augustusburger, aber ebenso Sonntagsausflügler sind eingeladen, einen vom Chorgesang erfüllten Sonntag auf der Albrechtsburg zu verbringen.

Der Sächsische Bergsteigerchor »Kurt Schlosser« aus Dresden wird sich auf Augustusburg nicht nur als eine verschworene Gemeinschaft präsentieren, die naturverbunden den Bergen, dem Klettersport und dem Wandern verbunden ist. Die gut 140 Sänger des traditionsreichen, vor über 90 Jahren gegründeten Männerchores haben bereits in mehr als 14 Ländern ihren klangvollen Gesang erhoben und Säle gefüllt. Am 19. Mai werden sie den Schlosshof von Augustusburg mit ihren Liedern über die Schönheit der Berge und der Natur erfüllen. Die Augustusburger Choryfeen sind, wie der Name bereits vermuten lässt, ein reiner Frauenchor und natürlich in Augustusburg bestens bekannt. Der aus dem Gemischten Chor »Volkschor Augustusburg« hervorgegangene Chor wird im Hasensaal des Schlosses und in der Schlosskirche Volkslieder verschiedener Nationen vortragen, teils auch in der jeweiligen Originalsprache. Zum Repertoire des Frauenchores gehören ebenso geistliches und Liedgut Alter Meister wie Titel aus der Schlager- und Popszene. Ebenfalls im Hasensaal zu hören sein wird der Hutholz-Chor Chemnitz. Der gemischte Chor hat seinen Namen nicht ohne Grund dem Chemnitzer Wäldchen »Hutholz« entlehnt: Das Repertoire der Sängerinnen und Sänger umfasst ein natur- und volksliedbetontes Liedgut. Von der hohen sängerischen Qualität des »Hutholz«-Chores wird sich das Publikum des 2. Sächsischen Chorfestivals auch bei dessen Auftritt im Hasensaal überzeugen können. Im Schlosshof werden die Chorgemeinschaft aus dem Vogtlandchor Treuen und dem Silberbachchor Bad Schlema zu hören sein. Der Silberbachchor Bad Schlema gründete sich 1999. Er pflegt neben dem deutschen und internationalen Volksliederschatz Madrigale, Ausschnitte aus Oratorien, Messen, Opern und Operetten. Unterhaltsame Chorsätze aus Musicals und Evergreens gehören ebenso zum Repertoire des Chores. Dem Chemnitzer Liederkreis wird die Schlosskirche zu Augustusburg für das Chorkonzert vorbehalten sein. Knapp 40 Sängerinnen und Sänger gehören dem 1977 gegründeten Chor an. Alte und neuzeitliche, in- und ausländische Chormusik werden in der Schlosskirche erklingen. Ebenfalls in der Schlosskirche zu hören sein wird der Schwarzbach-Chor Kleinolbersdorf-Altenhain. Der Frauenchor »Hartmannsdorfer Gesangverein« wird im Brunnenhaus und im Schlosshof singen. Zudem werden alle Chöre gegen 13.45 Uhr zu einem gemeinsamen Chor-Singen im Schlosshof der Augustusburg zusammenkommen.

Das 2. Sächsische Chorfest beginnt am 19. Mai um 11.30 und wird gegen 17 Uhr seinen Abschluss finden.

Der Sächsische Chorverband e.V. ist Interessenvertreter von insgesamt 270 Chören in Sachsen. Mehr als 8.500 Sängerinnen und Sänger gehören dem Verband an. Der Sächsische Chorverband e.V. hat sich der Förderung des Chorgesangs im Freistaat Sachsen verschrieben. Der Landesverband vereinigt Chöre alle Gattungen und Richtungen, darunter Männerchöre, Frauenchöre, Gemischte Chöre, Gospelchöre, Vokalensemble u.a. sowie Instrumentalgruppen. Insbesondere hat sich der Verband der Förderung der Kinder- und Jugendchöre verschrieben und unterstützt die Schulchöre an Sachsens Schulen. Dazu fördert er landesweit Projekte, unterstützt die Chöre durch Aus- und Weiterbildung von Chorleitern und Vereinsvorständen sowie Sängerinnen und Sängern. Der Sächsische Chorverband entstand im November 2006 durch die Fusion aus Sächsischem Sängerbund, Chorverband Sachsen, Musikbund Chemnitz, Ostsächsischem Chorverband und Westsächsischem Chorverband. Er hat seinen Sitz in Frankenberg/Sa. Als Regionalverbände gehören dem Landesverband der Ostsächsische Chorverband e.V., der Westsächsische Chorverband e.V., der Leipziger Chorverband e.V. und der Musikbund Chemnitz e.V. an. Der Sächsische Chorverband ist Mitglied im Deutschen Chorverband.

Allgemeines 10.05.2019 Wo sind die Grenzen?

Studentinnen und Studenten der Dresdner Musikhochschule engagieren sich gegen Diskriminierung

 

»Viele Studierende sind überrascht, dass wir über Diskriminierung an unserer Hochschule reden wollen. Erst wenn wir auf mögliche diskriminierende Situationen hinweisen, entdecken sie ihren Redebedarf und erkennen sich wieder.«, so Christoph Margraf, Student der E-Gitarre und Mitbegründer einer sogenannten Awareness Arbeitsgruppe an der Dresdner Musikhochschule. Insgesamt 46 Prozent betrage der Anteil an internationalen Studierenden, deshalb sei es wichtig, gerade diese Gruppe auf die kulturellen Besonderheiten in Deutschland hinzuweisen. »Das betrifft Fragen wie: Wieviel Privates ist im Einzelunterricht okay und wo liegen die Grenzen? Wie wird gegrüßt oder an welchen Stellen ist Körperkontakt angebracht? Vielen – gerade unserer asiatischen – Kommilitoninnen und Kommilitonen ist das nicht bewusst.«, ergänzt Gesangsstudentin Sophia Hohenöcker. Deshalb habe die AG Beispielsituationen aufgeschrieben, sowohl auf Deutsch als auch in anderen Sprachen, die zeigen, wie alltäglich Diskriminierung sei. Mit dem Bewusstsein der interkulturellen Differenzen käme bei den Studierenden auch die Rücksicht darauf.

Die 2018 gegründete Awareness AG der Hochschule habe sich zum Ziel gesetzt, die Studierenden für das Thema Diskriminierung zu sensibilisieren. Erstmals veranstaltete sie im April eine Antidiskriminierungswoche. »Uns ist es wichtig, dass die Studierenden diskriminierende Situationen erkennen und sich beim Studierendenrat oder den Gleichstellungsbeauftragten der Hochschule Hilfe holen.«, so Hohenöcker. Außerdem hoffe sie darauf, dass die Aktion auch die Sozialcourage und die Hilfe der Studierenden untereinander stärkt.

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