Allgemeines 03.09.2019 Kennen Sie Milda?

Einladung zur Ausstellungseröffnung „Augenblicke - Muldenblicke“

22. September 2019 | 11 Uhr | Landesmusikakademie Sachsen | Schloss Colditz

 

Die alte Namensform der Mulde, Milda, wird von Namensforschern als die Wasserreiche übersetzt.

Die Mulde entspringt entlang den Nordhängen des Erzgebirges als Freiberger bzw. Zwickauer Mulde. Ab dem Zusammenfluss beider Mulden nahe Sermuth, unweit von Colditz, durchquert sie als Vereinigte Mulde das Leipziger Tiefland und die Dübener Heide bis zur Einmündung in die Elbe bei Dessau. Mit bis zu 900 Metern Höhenunterschied auf einer Länge von rund 300 Kilometern wird sie als der am schnellsten fließende Fluss Mitteleuropas bezeichnet.
Dabei fließt sie durch enge Täler und weite Flusslandschaften, vorbei an malerischen Burgen und herrschaftlichen Schlössern, Fähren und alten Mühlen, durch Talsperren und Wehre, unter historischen Brücken und Viadukten hindurch. Die Städte und Dörfer entlang des Flusslaufes geben Einblick in die eindrucksvolle Geschichte der Kulturlandschaften Sachsens.
Nicht immer friedlich plätschernd, verlässt sie auch manchmal ihr angestammtes Bett, tritt über die Ufer und hinterlässt dabei Verwüstung und Not.
Hier möchte ich Ihnen die liebenswerten, romantischen und schönen Seiten der Mulde näherbringen. Dabei liegt das besondere Augenmerk auf dem mittleren Teil der Mulde, der Landschaft zwischen Leisnig, Rochlitz und Wurzen.
Lassen Sie sich zu einem Streifzug durch unser schönes Muldental im Wandel der Tages- und Jahreszeiten verführen. Nicht immer ist die Schönheit auf den ersten Blick zu sehen, manchmal verstecken sich neue und spannende Einblicke hinter Altbekanntem. Unsere Landschaft zu lieben und zu achten ist auch ein Beitrag zur Erhaltung unserer Natur, um sie auch für spätere Generationen zu bewahren.
Ich wünsche viel Vergnügen beim „Entdecken“ von Milda in den Räumen der Landesmusikakademie Sachsen im Schloss Colditz. Die Eröffnung wird durch das Ensemble Allegro aus Leipzig unter der Leitung von Christine Theile musikalisch begleitet.

Rainer Kurth, Fotograf


Allgemeines 30.08.2019 Kirchenmusiktage werfen ihre Klänge voraus

Grußkonzerte in verschiedenen Regionen Sachsen stimmen ein

 

Das Eröffnungskonzert der insgesamt zwölf Grußkonzerte im Vorfeld der Landeskirchenmusiktage vom 23. bis 27. Oktober 2019 in Dresden findet am 1. September mit einem vogtländischen Kantorei- und Bläsertreffen in der Michaeliskirche im vogtländischen Adorf statt.

In den darauf folgenden Wochen stimmt die abwechslungsreiche Konzertreihe in den Regionen Sachsens auf das kirchenmusikalische Großereignis in Dresden ein. Mit Oratorien, Chor- und Instrumentalmusik, mit Gospel, Bläser, Orgel und Orchester ziehen die Organisatoren in den kirchenmusikalischen Zentren alle Register, bevor sie sich selbst auf den Weg nach Dresden machen.

Die Landeskirchenmusiktage unter dem Motto „spielräume“ mit zahlreichen Konzerten, Seminaren, Workshops und Fortbildungen dienen somit nicht nur als kirchenmusikalische Leistungsschau sächsischer Prägung, sondern auch als willkommener Treffpunkt für Kirchenmusiker und Kirchenmusikerinnen, um sich fortzubilden und Erfahrungen auszutauschen. Für Musikinteressierte stehen die Türen offen, ebenso die Konzerte einer breiten Besucherschar. So wird u.a. in der Dresdner Kreuzkirche am 26. Oktober die Vesper - Messe solennelle von Hector Berlioz mit dem Chor der Teilnehmer der Landeskirchenmusiktage, Solisten und Orchester der Hochschule für Musik aufgeführt.

Nach den Landeskirchenmusiktagen in Chemnitz (2007) und zuletzt im Rahmen des Deutschen Evangelischen Chorfestes in Leipzig 2014 wird im Jubiläumsjahr zum 70. Bestehen der damaligen Kirchenmusikschule und heutigen Hochschule für Kirchenmusik zum Musikfest nach Dresden eingeladen. Die Grußkonzerte und die Landeskirchenmusiktage werden durch die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen gefördert.

Vorbereitet und verantwortet werden die Landesmusiktage von der Arbeitsstelle Kirchenmusik, der Hochschule für Kirchenmusik sowie von Landeskirchenmusikdirektor Markus Leidenberger. In der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens singen und musizieren regelmäßig in 719 Kirchenchören und Kantoreien 16.681 Sängerinnen und Sänger, 519 Kurrenden mit 6.632 Kindern und 413 Instrumentalkreise mit 3.259 Musikern. 323 haupt- und nebenamtliche Kirchenmusiker sind neben über doppelt so vielen kirchenmusikalischen Helfern in den Kirchgemeinden tätig.

Mit den Grußkonzerten beginnen auch sukzessive die Anmeldungen für das kirchenmusikalische Fachpublikum aus den sächsischen Regionen.

Hier finden Sie die Grußkonzerte im Überblick


Allgemeines 30.08.2019 Hochschule für Musik Dresden unter neuer Leitung

Am 2. September 2019 tritt Axel Köhler sein Amt als Rektor der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden an. Nach reichlich einjähriger Interimsleitung folgt er damit der im März 2018 vom Rektorenamt zurückgetretenen Judith Schinker.

 

Bereits nach seiner Wahl am 03.12.2018 kündigte er an, er wolle als Einstieg in eine gut funktionierende Kommunikation jeden Mitarbeiter des Hauses kennenlernen und Kontakt zu den Studierenden aufnehmen. „Eine Bestandsaufnahme zum internen mentalen Zustand der Hochschule halte ich für einen gelingenden Start für besonders wichtig.“ In der Folge werde er zügig die gemeinsame Diskussion um Leitlinien zur weiteren Ausrichtung und Profilierung der Hochschule eröffnen.
Eine der ersten offiziellen Amtshandlungen des neuen Rektors ist die feierliche Eröffnung des Wintersemesters 2019 am 27.09.19 um 16:00 im Konzertsaal der Musikhochschule. Zu diesem Anlass wird Axel Köhler alle Studierenden, Lehrenden und Mitarbeitenden der Dresdner Musikhochschule zum neuen Studienjahr willkommen heißen.

Die feierliche Investitur des neuen Rektors findet öffentlich am 10.10.19 um 15:00 im Konzertsaal der Musikhochschule statt.

Axel Köhler wurde 1960 in Schwarzenberg im Erzgebirge geboren. Er studierte an der Dresdner Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Violinpädagogik und Gesang. Seine musikalische Karriere führte ihn zunächst ins Ensemble der Oper Halle, im Verlauf seiner künstlerischen Karriere als Gast u.a. an die Semperoper Dresden, die Bayrische Staatsoper, die Staatsoper Hamburg, das Royal Opera House London, die Staatsoper Wien sowie zu den Salzburger Festspielen. 1994 wurde er mit dem Händel-Preis geehrt und 1998 zum Kammersänger ernannt. Von 2009 bis 2016 war Axel Köhler künstlerischer Direktor und später Intendant der Oper Halle. Seit 2000 ist Köhler auch als Regisseur tätig, inszenierte u.a. in München, Bayreuth, Innsbruck, Dresden, Palermo und Graz. Seit der Spielzeit 2016/17 ist er Mitglied des Ensembles der Staatsoperette Dresden.


Foto von Axel Köhler © Lutz Edelhoff


Kinder & Jugend 27.08.2019 Jugend musiziert 2020 Holzbläser-Kammermusik-Projekt

Das Holzbläser-Kammermusik-Projekt ist Bestandteil der Meisterkurse mit Joachim Klemm und Philipp Zeller zur Vorbereitung auf „Jugend musiziert” 2020.

 

Schülern sächsischer Musikschulen, die an ihren Musikschulen bislang keinen passenden Kammermusikpartner haben, soll die Teilnahme am Wettbewerb „Jugend musiziert” 2020 ermöglicht werden.  Im Rahmen dieses Projektes können sie sich in Holzbläser-Kammermusikensembles zusammenfinden. Aber auch bereits bestehende Ensembles können sich bewerben.     

Gemeinsam proben für den Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“ 2020
Dozenten: Prof. Joachim Klemm (Klarinette) und Prof. Philipp Zeller (Fagott)
 
Sächsische Musikschüler, die bislang noch keinen Kammermusikpartner haben, können sich im Rahmen dieses Projekts zu Holzbläser-Kammermusikensembles zusammenfinden und sich gemeinsam mit Prof. Joachim Klemm (Klarinette) und Prof. Philipp Zeller (Fagott) auf den Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“ 2020 vorbereiten. Es können Ensembles mit gleichen Instrumenten oder gemischte Ensembles als Bläserquintett und Trio d´anches gebildet werden. Auch bereits bestehende Formationen können sich bewerben.
 
Ab Oktober 2019 sollen die Proben in Wochenendblöcken an Musikschulen der Region stattfinden, aus deren Nähe die beteiligten Musikschüler kommen. Die enge Zusammenarbeit mit den jeweiligen Musikschullehrern ist ein Kernelement dieses Projekts.
Weitere Informationen unter www.hfmdd.de/nachwuchsfoerderung sowie im Flyer der Ausschreibung.
 
Anfragen und Anmeldungen können durch die Musikschullehrer ab sofort an das Netzwerk Musikalische Nachwuchsförderung in Sachsen gesendet werden:
Silke Fraikin (Projektkoordination) netzwerk.nachwuchsfoerderung (at) hfmdd.de

Veranstalter: Hochschule für Musik Dresden und Sächsisches Landesgymnasium für Musik

 

 

Allgemeines 27.08.2019 Zukunft braucht Herkunft: zwei offene Kulturdenkmäler - zwei Chorkonzerte

Die EUROPA CHOR AKADEMIE GÖRLITZ am 8. September in Altdöbern und Görlitz

 

Wenn jedes Jahr am zweiten Sonntag im September historische Bauten und Stätten, die sonst nicht oder nur teilweise zugänglich sind, ihre Türen öffnen, dann sind Millionen von Architektur- und Geschichtsliebhabern zu Streifzügen in die Vergangenheit eingeladen. „Geschichte zum Anfassen”, das bietet der Tag des offenen Denkmals dem Besucher dabei in wohl einmaliger Weise. Die EUROPA CHOR AKADEMIE GÖRLITZ (ECA) unterstützt die Aktion in diesem Jahr erstmalig als Partner der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und singt in gleich zwei denkmalgeschützen Juwelen der deutschen Baugeschichte. „Denn Zukunft braucht Herkunft“, bringt Prof. Joshard Daus, Künstlerischer Leiter der ECA das Engagement auf den Punkt. Die beiden Chorkonzerte finden an herausragenden Orten für kulturelle Veranstaltungen statt - auf Schloss Altdöbern in Brandenburg und in der Stadthalle Görlitz im Freistaat Sachsen. Das Schloss geht auf eine frühdeutsche Wasserburg zurück und repräsentiert mit seiner baulichen Evolution die deutsche Geschichte in besonderer Form. Seit 1996 ist das beeindruckende Gebäude mit Anlage im Besitz der Brandenburgische Schlösser GmbH und wird in Stand gesetzt. So entwickeln sich die bedeutenden Kulturdenkmäler Schloss und Park Altdöbern wieder zu einem wesentlichen Standort im Lausitzer Seeland. Die Stadthalle ist das größte Baudenkmal der Stadt Görlitz und ein einzigartiges Jugendstil-Juwel aus dem Jahr 1910. Der Freistaat und die Bundesregierung haben für die Förderung der geplanten Komplettsanierung den größten Teil der Mittel bereitgestellt, die Europastadt Görlitz/Zgorzelec plant die Wiedereröffnung für das Jahr 2024.
Die EUROPA CHOR AKADEMIE GÖRLITZ will mit ihren beiden A-Cappella-Konzerten „Rund um den Globus - Volkslieder aus aller Welt“ mit einer musikalischen Reise den kulturellen Reichtum der grenzüberschreitenden Regionen Brandenburg und Sachsen in zwei wunderbaren Kulturdenkmälern akustisch erlebbar machen. Am eigenen Standort Görlitz liegt es der ECA am Herzen, einen Eindruck zu vermitteln, welche Strahlkraft die Stadthalle nach ihrer Fertigstellung wieder entfalten und die Europastadt zu einem Ort machen kann, der Künstler aus aller Welt anlockt und dafür sorgt, dass die Region wieder ins Scheinwerferlicht rückt. „Die Entscheidung den einzigartigen Konzertsaal zu restaurieren wird Görlitz in Europa im kulturellen Bereich eine glänzende Zukunft bescheren“, so Maestro Daus weiter. Der EUROPA CHOR freut sich, mit seinem Konzert auch eine Spenden-Aktion des Kuratoriums der Stadthallenstiftung für die Restaurierung des Frieses mit den Engelsfiguren im Großen Saal einläuten zu dürfen. Spender werden die Möglichkeit haben, über ein digitales Puzzle von Einzelteilen des Reliefs der Brüstungsfelder ihre Spende für „ihr Feld“ zu personalisieren. „Den Engeln ihre Köpfe zurückgeben, damit die Stadthalle zu Görlitz wieder ihr Gesicht hat“ – so beschreibt Volker Bandmann, MdL a.D. und Vorsitzender des Kuratoriums der Stadthallenstiftung die Bedeutung der Kampagne.

Konzerte:
Schloss Altdöbern, 12 Uhr
Stadthalle Görlitz, 17 Uhr

Kulturpolitik 22.08.2019 Ermutigung

Die Arbeit des Sächsischen Musikrates steht für Toleranz und Menschlichkeit.

 

Wir wollen allen Mitgliedern, allen Teilnehmenden von Jugendprojekten und vielfältigen Weiterbildungen die Möglichkeit geben, sich frei und den Neigungen entsprechend vertieft mit Musik zu beschäftigen.
Die Grundwerte des friedlichen Miteinanders einer demokratischen Gesellschaft sind zugleich unverzichtbare Grundlage für jede musische Bildung und auch für alle Art künstlerischer Spitzenleistungen, insbesondere der uns anvertrauten jungen Generation.
In den Ensembles des Sächsischen Musikrates, in der Landesmusikakademie ebenso wie im Wettbewerb »Jugend musiziert« heißen wir Menschen aus aller Welt willkommen und bieten die unterschiedlichen künstlerischen Angebote allen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen unseres Landes an, unabhängig davon, woher sie kommen, welcher Religion sie angehören oder welche Form des Zusammenlebens sie wählen. Die Freiheit von Musikpädagogik und musischer Betätigung, die freie Entwicklung musikalischer und tänzerischer Talente kommt einer Investition in die Zukunft gleich und bietet die Chance, stabilisierend für eine friedliche Gesellschaft zu wirken. Ein gedeihliches Kulturschaffen kann unmöglich, wie jedes andere auch, sich den Zwängen einer Uniformierung beugen, will es nicht verarmen. Universell soll es sein, auf das Gemeinsame zielend, welches Geborgenheit gibt.
Wir ermutigen deshalb alle Mitglieder unseres Verbandes, alle Erstwähler/-innen und Schüler/-innen wie auch alle Eltern im Land, sich hörbar für eine offene und diskriminierungsfreie Gesellschaft zu engagieren und für die Grundwerte einer demokratischen und offenen Gesellschaft einzutreten.
Mit Blick auf die bevorstehenden Landtagswahlen appellieren wir an alle Wählerinnen und Wähler, die Wahlprogramme der einzelnen Parteien zum Thema Bildung und Kultur zu lesen. Es geht um unsere Zukunft, vor allem aber die der Kinder unseres Landes. Entscheiden Sie wissend.
Lassen Sie uns hörbar deutlich machen, dass eine Mehrheit im Land die bisher errungene und weiterzuentwickelnde Freiheit der Meinung, der Wissenschaft, der Kunst und der Medien als hohes Gut wertschätzt und verteidigen möchte.
Sichern wir mit unserer Wahlbeteiligung, dass Freiheit, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit nicht in Frage gestellt werden.

Für den Sächsischen Musikrat

Prof. Milko Kersten
Präsident

Kinder & Jugend 22.08.2019 Komponisten schreiben für Jugend musiziert in Sachsen

Der Sächsische Musikrat und der Deutsche Komponistenverband LV Sachsen/Sachsen-Anhalt setzen auch in diesem Jahr das seit 2004 im Abstand von zwei Jahren bundesweit einmalige Projekt "Komponisten schreiben für Jugend musiziert" im Zeitraum 2019/2020 fort.

 

 

"Komponisten schreiben für Jugend musiziert" lebt vom Engagement des Komponisten und Hochschullehrers Prof. Matthias Drude und Torsten Tannenberg, Geschäftsführer des Sächsischen Musikrates und Projektleiter des Landeswettbewerbs Jugend musiziert in Sachsen.Das Kompositionsprojekt beinhaltet die Zusammenarbeit lebender sächsischer Komponist/-innen mit interessierten Ensembles bzw. Solist/-innen. Ziel ist es, ein für den Solisten oder das Ensemble adäquates Werk zu komponieren und im Rahmen der Teilnahme am Wettbewerb "Jugend musiziert" 2020 uraufzuführen. Die dafür notwendige finanzielle Unterstützung der Komponist/-innen übernimmt der Sächsische Musikrat. Damit entstehen für die beteiligten Musikschulen, freiberuflichen Musikpädagog/-innen und Musizierenden keine Ausgaben.In diesem Jahr werden folgende drei Kooperationen realisiert:

Agnes Ponizil (Dresden) / Quasar J001516XX für Akkordeonduo
„Welt ist Klang“. Mit diesem Zitat von Joachim Ernst Berendt erforschen wir, warum eigentlich alles in der Welt, vom Tanz der Elektronen um den Atomkern über alle Lebens Kreisläufe bis zu den Schwingungen der Galaxien, Schwingung ist. In diesem Grundgedanken entsteht das Stück Quasar J001516 2019 für Akkordeonduo in Zusammenarbeit mit der Akkordeonlehrerin Danny Leuschner und Schüler/-innen aus Dresden und Meißen. Menschen reizt es immer wieder, die Weiten des Universums, den Kosmos zu erforschen. So erforschen wir den Kosmos des Instrumentes Akkordeon zwar nicht umfassend, aber wir suchen eine eigene Spur. Stilistisch wird die Komposition der Minimal Music zuzuordnen sein. Es wird zusätzliche Möglichkeiten geben, die experimentelle Spielweise des Akkordeons auszuloten. Die Interpret/-innen sind bei aleatorischen Flächen und improvisierten Teilen zur kreativen Mitarbeit ausdrücklich eingeladen. Das Werk entsteht in enger Zusammenarbeit den mit virtuosen Möglichkeiten der jungen Interpreten und ihren Entwicklungsreserven.

Peter Helmut Lang (Leipzig)/ Komposition für Querflöten, Violine, Harfe, Klavier und  Schlagwerk
Die Komposition entsteht auf Anregung der Leipziger Musikpädagogin Elizaveta Birjukova für ein Kammermusikensemble mit Schüler/-innen der Musikschule Leipzig.

Shir-Ran Yinon (Leipzig) / Komposition für Streichquartett
Die künstlerische Zusammenarbeit mit einem Streichquartett mit Schüler/-innen aus Leipzig entstand auf Anregung von Marie Smalla, die als Instrumentalpädagogin an der Musikschule Leipzig arbeitet.

Das Projekt ist ein „Work in progress“. Das gegenseitige Kennenlernen von Komponist und Musiker/-innen spielt bereits vor Beginn der Komposition eine große Rolle. Auch der abschließende Probenprozess wird vom Komponisten begleitet und wird dadurch auch für die jungen Musiker/-innen

Kontakt: Sächsischer Musikrat, Torsten Tannenberg
Tel. 0351-8024233, tannenberg (at) saechsischer-musikrat.de

Foto: (c) Agnes Ponizil 2019

 

 

 

Kulturpolitik 13.08.2019 In schulische Ganztagsangebote kommt Musik

Kultusministerium und Musikrat unterzeichnen Rahmenvereinbarung zu Ganztagsangeboten

 

Die kulturelle Bildung an Schulen zu stärken, ist das Ziel einer Vereinbarung zwischen dem Sächsischen Musikrat und dem Kultusministerium. Kultusminister Christian Piwarz und der Präsident des Sächsischen Musikrates e. V., Prof. Milko Kersten, unterzeichneten heute eine Rahmenvereinbarung, auf deren Grundlage Ganztagsagebote im Bereich der Musik in qualitativer und quantitativer Hinsicht ausgebaut werden sollen. „Bildung und Kultur spielen eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung unserer Gesellschaft. Umso erfreulicher ist es, dass wir in dem Sächsischen Musikrat einen kompetenten Partner für unsere Schulen gewinnen konnten. Schulen und Mitglieder des Musikrates können so ihre Zusammenarbeit langfristig planen und für Kinder und Jugendliche ein qualifiziertes musikpädagogisches Bildungsangebot bereitstellen.“

Der Sächsische Musikrat (SMR) hat sich zur Aufgabe gemacht die Musiktradition in Sachsen zu pflegen, sowie das zeitgenössische Musikschaffen zu unterstützen. Als größtem kulturellem Dachverband in Sachsen gehören dem SMR derzeitig 49 Landesverbände und Institutionen an.
Für den SMR ist klar „Der Ort mit der größten Reichweite in der musikalischen Bildung ist der Musikunterricht an den allgemein bildenden Schulen. Nur hier können und müssen alle Schülerinnen und Schüler erreicht werden, unabhängig von den sozialen Kontexten oder dem Bildungsstand und den finanziellen Ressourcen der Eltern.“

Die gemeinsam von SMR und Kultusministerium erarbeitete Rahmenvereinbarung bildet die Grundlage für den Ausbau von konkreten Kooperationsprojekten und musikpädagogischen Ganztagsangeboten mit den im SMR organisierten Mitgliedern. So soll durch qualifizierte Musikpädagogen, ausgebildete Künstler sowie Musiker die kulturelle Bildung im Rahmen von Ganztagsangeboten gestärkt werden. Die Kooperationsprojekte finden auf Basis der pädagogischen Ganztagskonzeption der jeweiligen Schule statt und stehen in Verantwortung der Schulleitung. Zur Qualitätskontrolle der Angebote sollen gemeinsam Methoden der Evaluation erprobt werden.

Im Schuljahr 2019/2020 unterbreiten fast 90 Prozent der allgemeinbildenden Schulen in Sachsen Ganztagsangebote. Sie sind als unterrichtsergänzende Angebote wichtige Bestandteile der Bildungs- und Fördermaßnahmen vor Ort. An neun von zehn Schulen mit Ganztagsangeboten gehört der musisch-künstlerische Bereich zur Angebotspalette. Ein professioneller schulischer Musikunterricht mit vielfältigen Handlungsformen wie Singen, Instrumentalspiel, Bewegen, Tanzen, Hören, Improvisieren, Diskutieren und Reflektieren ist essentieller Teil der Allgemeinbildung und damit unverzichtbar. Er kann Kinder und Jugendliche auf einen vielfältigen und lebenslangen Umgang mit Musik vorbereiten und wichtige Grundlagen für die Partizipation an musikalischen Praxen legen. Der Auf- und Ausbau von Ganztagsangeboten basiert auf diesen Tatsachen, kann als zusätzliches Angebot begriffen werden und soll Leistungsorientierung und Chancengerechtigkeit befördern. Ganztagsangebote können den bestehenden Anteil des Musikunterrichts in der Schule mit ihrer Rhythmisierung, für die der Wechsel von Kernfächern und Zusatzangeboten, von Grundlagenunterricht und Spezialisierungen typisch ist, verstärken. Sie sind aber nur sinnvoll, wenn eine Rückkopplung zum regulären Unterricht geschieht, wenn dessen Inhalte aufgegriffen und vertieft werden, umgekehrt Impulse aus den GTA auch Eingang in den Schulunterricht finden. Gemeinsame Weiterbildungen, überhaupt die Schaffung von Plattformen der Begegnung der pädagogisch Handelnden, müssen gefunden werden.

In diesem Sinne sieht der Sächsische Musikrat mit großer Dankbarkeit, dass mit der vorliegenden Rahmenvereinbarung zur Zusammenarbeit im Bereich Ganztagsangebote an allgemeinbildenden Schulen im Freistaat Sachsen nach langem Ringen ein wichtiger Schritt getan wurde.

Beide Partner tragen von nun an Verantwortung, das Qualitätsmanagement der Angebote anzugehen und die im GTA-Bereich Tätigen ausreichend zu qualifizieren und leistungsgerecht zu entlohnen. Letzteres auch, um die in der Rahmenvereinbarung geforderte Qualität und Kontinuität der Angebote zu erreichen.

Foto:Prof. Milko Kersten (li.) und Staatsminister Christian Piwarz (re.), c by Sächsisches Staatsministerium für Kultus

 

 

Kulturpolitik 12.08.2019 "Ein Lehrer der nicht singen kann, den seh‘ ich nicht als solchen an."

Der Sächsische Musikrat unterzeichnet am 13. August eine Rahmenvereinbarung zur Zusammenarbeit im Bereich Ganztagsangebote an allgemeinbildenden Schulen mit dem Sächsischen Kultusministerium

 

Zum aufgeklärten Menschen gehört neben anderen Bildungs- und Erfahrungsbereichen unabdingbar die ästhetisch-kulturelle Bildung. Mit ihr bleiben die Wurzeln der jeweils historisch gewachsenen Identität präsent, ohne die gegenwärtige Lebenssituationen und weltweite kulturelle Vielfalt nicht zu verstehen sind. Eine positive Sicht auf die Welt, eine Sicht, die Lust auf konstruktives Mitwirken hervorbringt, benötigt das lebensbegleitende Zusammenwirken unserer intellektuellen und emotionalen Potentiale.
Das Hauptgewicht von Bildung liegt in der heutigen Gesellschaft auf der beruflichen, also letztlich ökonomischen Verwertbarkeit. Bildungsinhalte, die nicht mit dieser ausdrücklichen Zielrichtung vermittelt oder in den dafür explizit vorgesehenen Kontexten erworben werden, werden immer noch viel zu oft als zweitrangig angesehen, obwohl es dem gegenüber eine aktuelle Hochkonjunktur der verbalen Wertschätzung kultureller Bildung gibt. Kulturelle Bildung ist zu einem Hoffnungsträger der Bildungsbemühungen insgesamt erklärt worden. Kreativität, und aus unserer Sicht eben nicht nur die digitale Kompetenz, ist höchst gefragte Schlüsselqualifikation zumindest in anspruchsvollen Zusammenhängen der Arbeitswelt. Auf Künstler und Kulturvermittler richtet sich vielfach die Hoffnung auch der Verantwortlichen in Allgemein-, Berufs- und Weiterbildung. Durch den Einsatz künstlerischer Mittel und Methoden erhofft man sich Transferleistungen von Kreativität, Wahrnehmungs- und Kommunikationsfähigkeit auch in Bildungsprozessen für alle Wissens- und Tätigkeitsbereiche. So wird in der politischen Argumentation kulturelle Bildung oft weniger in ihrer Grundbedeutung für die Persönlichkeitsentwicklung und die gesellschaftliche Teilhabe des kulturell gebildeten, emanzipierten Individuums gewürdigt, als vielmehr für die angenommenen arbeitsmarktkompatiblen „persönlichen Attribute“ und neuerdings auch für Integrationsleistungen in der multi- und interkulturellen Situation in Deutschland. Die Vermittlung von kultureller Bildung birgt eine Reihe von kreativen, sozialen und innovativen Potentialen. Wenn kulturelle Bildung einen wesentlichen Anteil daran haben soll, eine deutsche Nationalität zu entwickeln, die den Begriff nicht staatlich, sondern sprachlich-kulturell begreift, dann muss die Qualität dieser Ausbildung ins Blickfeld gerückt werden. Die Festlegung von Zielprojektionen sowie von Qualitätsstandards ist unabdingbar.
Der Ort mit der größten Reichweite in der musikalischen Bildung ist der Musikunterricht an den allgemein bildenden Schulen. Nur hier können und müssen alle Schülerinnen und Schüler erreicht werden, unabhängig von den sozialen Kontexten oder dem Bildungsstand und den finanziellen Ressourcen der Eltern.
Ein professioneller schulischer Musikunterricht mit vielfältigen Handlungsformen wie Singen, Instrumentalspiel, Bewegen, Tanzen, Hören, Improvisieren, Diskutieren und Reflektieren ist essentieller Teil der Allgemeinbildung und damit unverzichtbar. Er kann Kinder und Jugendliche auf einen vielfältigen und lebenslangen Umgang mit Musik vorbereiten und wichtige Grundlagen für die Partizipation an musikalischen Praxen legen.
Der Auf- und Ausbau von Ganztagsangeboten basiert auf diesen Tatsachen, kann als zusätzliches Angebot begriffen werden und soll Leistungsorientierung und Chancengerechtigkeit befördern. Ganztagsangebote können den bestehenden Anteil des Musikunterrichts in der Schule mit ihrer Rhythmisierung, für die der Wechsel von Kernfächern und Zusatzangeboten, von Grundlagenunterricht und Spezialisierungen typisch ist, verstärken. Sie sind aber nur sinnvoll, wenn eine Rückkopplung zum regulären Unterricht geschieht, wenn dessen Inhalte aufgegriffen und vertieft werden, umgekehrt Impulse aus den GTA auch Eingang in den Schulunterricht finden. Gemeinsame Weiterbildungen, überhaupt die Schaffung von Plattformen der Begegnung der pädagogisch Handelnden, müssen gefunden werden.

Ganztagsangebote müssen qualitativ und quantitativ auf hohem Niveau immer wieder neu entwickelt werden. Der Sächsische Musikrat weist daher darauf hin, dass die Vergabe von Fördermitteln des Freistaates Sachsen für diesen Bereich an den Nachweis von qualitativ hochwertigen und nachhaltigen Angeboten zu binden sind. Die Qualität der Angebote wird daher auch wesentlich von Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen abhängen, die beide Vertragspartner gemeinsam für alle in diesem Bereich Tätigen anzubieten.  Zukünftig sollten die Mehrzahl dieser Angebote für alle Schüler verpflichtend sein, ohne dass sie in Konkurrenz zu außerschulischen kulturellen Bildungsangeboten geraten.
Zielformulierungen für die der Sächsische Musikrat in der sächsischen Bildungspolitik auch weiterhin werben wird.

In diesem Sinne sieht der Sächsische Musikrat mit großer Dankbarkeit, dass mit der vorliegenden Rahmenvereinbarung zur Zusammenarbeit im Bereich Ganztagsangebote an allgemeinbildenden Schulen im Freistaat Sachsen nach langem Ringen ein wichtiger Schritt getan wurde.
Beide Partner tragen von nun an Verantwortung, das Qualitätsmanagement der Angebote anzugehen und die im GTA-Bereich Tätigen ausreichend zu qualifizieren und leistungsgerecht zu entlohnen. Letzteres auch, um die in der Rahmenvereinbarung geforderte Qualität und Kontinuität der Angebote zu erreichen.

Allgemeines 07.08.2019 Kein leichtes Spiel

Deutsches Musikinformationszentrum beleuchtet die Situation freier Ensembles in Deutschland

 

Sie sind Motor für Kreativität und Innovation im Musikleben: die freien Ensembles. Als Zusammenschlüsse selbstständiger Musikerinnen und Musiker tragen sie jedoch vielfach ein hohes wirtschaftliches Risiko. In seinem neuen Online-Fokus Freie Ensembles zeigt das Deutsche Musikinformationszentrum (MIZ), eine Einrichtung des Deutschen Musikrats, die Chancen und Herausforderungen der freien Musikszene auf und beleuchtet insbesondere deren Bedeutung für die Alte und zeitgenössische Musik.
Freie Ensembles genießen eine hohe künstlerische Freiheit. Sie entwickeln ungewöhnliche Konzertformate, entdecken lang vergessene Werke wieder, erteilen Kompositionsaufträge und geben ihr Wissen in Educationprojekten weiter. Vor allem in der Alten und der zeitgenössischen Musik gehören sie zu den zentralen Impulsgebern und Interpreten. Rund 400 Spezialensembles verzeichnet das MIZ allein in diesen beiden Bereichen, wobei die Übergänge von zeitgenössischer Musik zu Jazz und elektronischer Musik oftmals fließend sind. Hinzu kommt eine Vielzahl von Ensembles mit einem klassisch-romantischen Schwerpunkt. Zusammen sorgen sie für eine hohe Repertoirevielfalt mit internationaler Strahlkraft.
Die künstlerische Freiheit und Vielfalt der freien Musikszene hat jedoch ihre Schattenseiten. Als Zusammenschlüsse von Freiberuflern verfügen viele Ensembles über kein regelmäßiges gesichertes Einkommen, sondern finanzieren sich aus Honoraren, Projektfördermitteln und Spenden. "Die Förderlandschaft in Deutschland stellt viele Ensembles vor große Herausforderungen, weil meist nur Projekte und kaum Strukturen finanziert werden", erklärt Stephan Schulmeistrat, Leiter des MIZ. "Es gibt nur wenige Ensembles, die eine dauerhafte Strukturförderung erhalten. Insofern ist die finanzielle Lage vieler Ensembles prekär."
Der neue Online-Fokus "Freie Ensembles" des Deutschen Musikinformationszentrums (MIZ) gibt einen Überblick über die freie Musikszene und zeigt ihre künstlerischen Schwerpunkte und spezifischen Problematiken auf. In einem Übersichtsbeitrag gehen Richard Lorber, Redakteur beim WDR und Leiter der Tage Alter Musik in Herne, sowie der Komponist Tobias Eduard Schick programmatischen und finanziellen Aspekten der freiberuflichen musikalischen Arbeit nach und beleuchten insbesondere die Szenen für Alte und zeitgenössische Musik. Außerdem spricht Lena Krause, Geschäftsführerin des neuen Interessenverbands der freien Szene FREO e.V. (Verein Freie Ensembles und Orchester in Deutschland), im Interview über die Arbeitsbedingungen und Zukunftsperspektiven freier Ensembles.
Ergänzt wird der Fokus "Freie Ensembles" durch Strukturdaten, die das MIZ zu den professionellen Ensembles für Alte und zeitgenössische Musik in Deutschland erhebt. Die Spezialensembles werden mit ihrem jeweiligen Repertoireschwerpunkt, ihrer Mitgliederzahl sowie mit Angaben zu ihrer Besetzung dargestellt. Außerdem sind dem Fokus Literaturhinweise, Statistiken und Dokumente zum Thema beigefügt.
Zu erreichen ist der neue Online-Fokus über https://themen.miz.org/fokus-freie-ensembles

Werbung