Allgemeines 24.03.2020 Corona-Pandemie: Service des Sächsischen Musikrates

Ein neues Informationsportal rund um die aktuelle Corona-Krise ist jetzt auf der Website des Sächsischen Musikrat zu finden

 

Die momentane Situation während der Corona-Pandemie stelle viele Kunst- und Kulturschaffende vor zahlreiche Probleme und Fragen. Um diese zu beantworten haben wir für Sie eine vorläufige Sammlung von aktuellen Informationen, Hilfestellungen und Wissenswertes für Kulturschaffende zusammengetragen, die wir tagesaktuell auf einer eigens dafür eingerichteten Corona-Seite ergänzen.

Auch wir sehen und wissen nicht alles. Fehlt Ihnen vielleicht eine bestimmte Information? Zögern Sie nicht, Ihre diesbezüglichen Hinweise und Nachfragen an uns heranzutragen. Wir nehmen diese gerne per E-Mail entgegen. Wir und alle mit uns verbundenen Musikbegeisterten in Sachsen danken Ihnen dafür!

Bitten achten Sie auf sich und andere und halten Sie sich an die leider notwendigen Beschränkungen. Bleiben Sie gesund und besonnen. Gemeinsam werden wir sicher recht bald zu einem normalen Musikleben in Sachsen zurückkehren können.

Kulturpolitik 24.03.2020 Freiberufliche Musiker und Musikpädagogen in Corona-Zeiten

Offener Brief des TKV Sachsen an den Ministerpräsidenten Michael Kretschmer, die Staatsministerin Barbara Klepsch und weiter Verantwortungsträger des öffentlichen Kulturlebens in Sachsen

 

Sehr geehrter Herr Ministerpräsident Michael Kretschmer,
Sehr geehrte Frau Staatsministerin Barbara Klepsch,
Sehr geehrte Damen und Herrn Landtagsabgeordnete, Oberbürgermeister, Bürgermeister und Verantwortungsträger in Staat, Kommunen und Institutionen des öffentlichen Kulturlebens in Sachsen,

wir wenden uns mit konkreten Vorschlägen für ein ergänzendes, wirksames Hilfsszenario für die mehreren tausend in Sachsen vom aktuellen Zusammenbruch des kulturellen Lebens für noch unbestimmte Zeit betroffenen Freiberufler und Solo-Selbstständige in den Musikberufen an Sie. Deren Situation trifft auch auf viele andere Freiberufler und Solo-Selbstständige zu. Wir wissen, dass Sie angestrengt an Hilfsprogrammen erarbeiten, dazu wollen wir Vorschläge einbringen.

Das umfangreiche Kreditprogramm der SAB wird für viele Betroffene eine Brücke zur befristeten Stabilisierung in ihrer Berufssituation sein. Die Unterzeichner möchten sich nachdrücklich bei Ihnen, den beteiligten Fraktionen des Landtages und den Gremien der SAB für die zugesagte unbürokratische und schnelle Bereitstellung von Krediten und die Zusage einer möglichen Wandlung in Zuschüsse bedanken. Sachsen zeigt in der Krise Solidarität mit den Betroffenen, ein unendlich wichtiges Signal!  

Für einen großen Teil kann dies jedoch nicht DIE bzw. nicht die alleinige Lösung sein. Die daneben vorgesehene Ausweitung des Zugangs zur Grundsicherung für Solo-Selbstständige bzw. Freiberufler federt gewiss soziale Notlagen ab, versetzt die hochqualifizierten, leistungsbereiten freiberuflichen Angehörigen der Musikberufe allerdings in die Situation sozialer Bittsteller, obwohl noch andere Lösungen möglich sind, zu denen wir hier beitragen möchten.

Diese Freiberufler tragen als Musiker, Musikpädagogen, Komponisten und in vielfältigen weiteren Berufsformen seit 30 Jahren große Teile des Musiklebens in Sachsen. Neben und in den im Außenbild sichtbaren öffentlichen Kulturbetrieben sind die freien Musiker als Solo-Selbstständige mit ihren stets befristeten Verträgen, den Lehraufträgen, der Vielfalt ihrer Angebote im Musikleben, den Honorarleistungen in den öffentlichen und privaten Musikschulen und ihren freien Angeboten musikalischer Bildung rein zahlenmäßig das personelle Fundament im Musikland Sachsen. Ohne sie ist die außerschulische Bildungslandschaft und das reiche Kulturleben in Sachsen nicht denkbar.

Wir möchten die folgenden Vorschlägen zur Überbrückung der beruflichen Notsituation dieser Berufsgruppe einbringen, für deren Interessen wir als Unterzeichner hier eintreten. Wir würden uns freuen, wenn diese positiv aufgenommen, auf Realisierbarkeit geprüft und den zuständigen Gremien und Stellen übermittelt würden und hoffen auf eine kurzfristige Kontaktaufnahme durch diese. Weil die Zahl der gleichartig Betroffenen in der Musiksparte besonders hoch ist, haben wir unsere Anregungen für deren Situation dargestellt, wohl wissend, dass sie evtl. auf andere vergleichbare Verhältnisse übertragen werden können.

Mit den besten Wünschen für Ihre Gesundheit und Kraft für ihre verantwortungsvolle Arbeit in dieser Krisensituation, zu deren Bewältigung wir mit den folgenden Zuarbeiten etwas beitragen möchten,

und mit musikalischen Grüßen,

Stephanie Dathe (1. Vorsitzende)
Christian Scheibler (Geschäftsführer)
Berufsverband für Musik - DTKV Sachsen e.V.

Anlage 1: Erläuterungen zu den Vorschlägen im Detail
Anlage 2: Daten und Dimensionierung der befürchteten Ausfälle

Personalia 23.03.2020 Hohe Ehrung für Dresdner Klavierprofessor

Prof. Arkadi Zenzipér erhielt das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland

 

Zum ersten Mal wurde einem Professor der Dresdner Hochschule für Musik die höchste Ehrung der Bundesrepublik Deutschland zu Teil. Auf Vorschlag des Niedersächsischen Ministerpräsidenten Stephan-Peter Weil erhielt Prof. Arkadi Zenzipér das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Die Auszeichnung würdigt die herausragende nationale und internationale künstlerische Arbeit von Prof. Zenzipér als Pianist, Pädagoge und Festivalleiter.
»Es ist mir eine große Ehre, diese hohe Auszeichnung des Landes für meinen Beitrag zum kulturellen Leben in Deutschland entgegen zu nehmen.« so Arkadi Zenzipér.

Arkadi Zenzipér wurde 1958 in St. Petersburg geboren und absolvierte sein Klavierstudium am St. Petersburger Konservatorium bei G. Sokolow und N. Perlmann. Der Fall der Mauer und der innerdeutschen Grenze war für Arkadi Zenzipér auch ein persönlicher Glücksfall: Als Solist wurde er nunmehr zu Konzerten im In- und Ausland eingeladen. Er konzertierte mit der Staatskapelle Dresden, dem Berliner Rundfunksinfonieorchester, der Tschechischen Philharmonie und der Staatskapelle St. Petersburg. Er spielte beim Schleswig-Holstein-Musikfestival, beim Münchner Klaviersommer, im Concertgebouw Amsterdam und gewann den XI. Internationalen Kammermusikwettbewerb in Florenz.

Seit 1986 hat Arkadi Zenzipér eine Professur für Klavier an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden inne.

Allgemeines 22.03.2020 Corona-Pandemie

Aktuelles, Hilfestellungen und Wissenswertes für Kulturschaffende

 

Aufgrund der momentanen Situation in Sachen Corona haben wir für Sie auf der Website des Sächsischen Musikrates einige Informationen zusammengetragen, die wir ggf. tagesaktuell zu folgenden Themen ergänzen:

  • Quarantäne und vorübergehenden Betriebsschließungen
  • Entschädigungen bei Quarantäne für Selbstständige und Freiberufler
  • Kurzarbeitergeld – Information für Arbeitgeber
  • Abgesagte Projekte des Sächsischen Musikrats und seiner Partner
  • Kosten für Reisen zu abgesagten Veranstaltungen
  • Unterstützungsbestrebungen bei Verdienstausfall
  • Datenerhebung zum Honorarausfall – Aufruf des Tonkünstlerverbands Sachsen
  • Absage von Veranstaltungen wegen des Corona Virus mit der Begründung der höheren Gewalt
  • Weiterführende Informationen & Links

AKTUELL
Soforthilfe in Dresden geplant: Die Landeshauptstadt plant aktuell die Auszahlung einer Soforthilfe zur Unterstützung von Kleinstunternehmen, Selbstständigen und FreiberuflerInnen und stellt 1.000 Euro Zuschuss in Aussicht.

Informationen des Freistaates Sachsen zu den Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Corona-Virus sowie Informationen für Unternehmen, Freiberufler und Arbeitnehmer

NEUE Allgemeinverfügung: Vollzug des Infektionsschutzgesetzes – Maßnahmen anlässlich der Corona-Pandemie Verbot von Veranstaltungen (Bekanntmachung des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt vom 20. März 2020, Az.: 15-5422/5)

Weiterhin sind wir mit den Kolleg/-innen im Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus im Gespräch. So wird es Sonderregelungen im Rahmen des Zuwendungsrechts u.a. bei Anerkennung von Stornokosten geben.

Kulturpolitik 13.03.2020 Solidarität mit Kulturschaffenden jetzt!

Für viele Kulturschaffende steht jetzt durch abgesagte Veranstaltungen die Existenz auf dem Spiel – Umfrage des Deutschen Musikrates

 

Die aktuellen Maßnahmen, um die Verbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen, sind notwendig und richtig. Der Deutsche Musikrat hat bereits am 04. März 2020, nach der Absage der Frankfurter Musikmesse, von der Bundesregierung ein Auffangprogramm gefordert, um Arbeitsplätze im Musikleben zu sichern und soziale Härten zu vermeiden. Mit zunehmender Verschärfung der Lage ruft der Deutsche Musikrat nun Bund und Länder nochmals dazu auf, ihre Solidarität mit den Kulturschaffenden zu zeigen und zeitnah einen Notfallfonds für Härtefälle zu etablieren.

Hierzu Prof. Christian Höppner, Generalsekretär des Deutschen Musikrates: »Für viele Kulturschaffende steht jetzt durch abgesagte Veranstaltungen die Existenz auf dem Spiel. Das betrifft auch die freien Musikerinnen und Musiker. Wer laut Künstlersozialkasse mit einem Jahresbruttoeinkommen von 13.000 Euro über die Runden kommen muss, kann keine Rücklagen schaffen. Die klare Botschaft von Kulturstaatsministerin Monika Grütters, hier helfen zu wollen, ist ein wichtiges Signal an die gesamte Kulturszene. Ich hoffe, dass die Ministerpräsidentinnen und -präsidenten der Länder sich ebenfalls in dieser Verantwortung sehen, denn Kultur ist mindestens ebenso systemrelevant, wie es die Banken sind. Die Vielfalt unseres Kulturlebens ist die Lebensader für unser Zusammenleben.«

Der Deutsche Musikrat hat am 06. März 2020 eine Umfrage unter Kulturschaffenden über die Auswirkungen der Corona-Krise auf ihre Arbeit initiiert, um sich ein möglichst umfassendes Bild über die Probleme und finanziellen Schäden zu machen, die sich für die Musikszene Deutschlands aus der aktuellen Situation ergeben. Die Erkenntnisse aus dieser Umfrage sollen einen Beitrag dazu liefern, geeignete Hilfe-Maßnahmen anzustoßen. Die Umfrage läuft noch bis 31. März 2020 und ist unter folgendem Link zu erreichen: www.surveymonkey.de/r/XZJSKBZ.

Berlin, 13. März 2020

Kulturelle Bildung 11.03.2020 An deutschen Grundschulen fehlen 23.000 ausgebildete Musiklehrer – Tendenz steigend

Ergebnisse einer vom Deutschen Musikrat, der Konferenz der Landesmusikräte sowie der Bertelsmann Stiftung gemeinsam beauftragten bundesweiten Erhebung

 

Viele Schulkinder haben keine hinreichende Chance auf musikalische Bildung in der Grundschule, weil Musik zu selten unterrichtet wird und zu oft von nicht dafür ausgebildeten Lehrkräften. Das zeigt die erste bundesweite Auswertung von Daten zum Musikunterricht in Deutschland. Der in den nächsten Jahren weiter zunehmende Musik Lehrermangel erfordert Gegenmaßnahmen.

Den Grundschulen in Deutschland gehen die Musiklehrer aus. Dies ist das Ergebnis einer vom Deutschen Musikrat, der Konferenz der Landesmusikräte sowie der Bertelsmann Stiftung gemeinsam beauftragten bundesweiten Erhebung, die erstmals belastbare Zahlen zur Situation des Musikunterrichts auf Länderebene liefert. Demnach gibt es in den 14 Bundesländern, deren Daten für die Auswertung herangezogen werden konnten, einen Bestand von rund 17.000 Musiklehrerinnen und -lehrern. Um den in den Lehrplänen der Länder vorgegebenen Umfang an Musikunterricht fachgerecht abzudecken, würden rechnerisch jedoch ca. 40.000 Musiklehrkräfte benötigt. Die Berechnung berücksichtigt, dass der Umfang des vorgesehenen Musikunterrichts teilweise sehr voneinander ab- weicht: In den ersten vier Schuljahren haben Kinder, je nach Bundesland, einen Anspruch auf eine oder auf zwei Musikstunden pro Woche. Im Ergebnis fehlen in den 14 untersuchten Ländern rund 23.000 grundständig ausgebildete Musikpädagogen. Dies führt dazu, dass lediglich 43 Prozent des von den Ländern vorgeschriebenen Unterrichts von grundständig ausgebildeten Musiklehrkräften erteilt wird. Detaillierte Aussagen zum Unterrichtsausfall sind nicht für alle 14 Länder möglich. Auf Basis der vorliegenden Daten ist jedoch davon auszugehen, dass 50 Prozent des vorgesehenen Musikunterrichts fachfremd erteilt wird und der Rest, also rund 7 Prozent, ausfällt. Dabei variiert der Anteil des fachfremd erteilten Unterrichts stark zwischen den Ländern und liegt zwischen 11 Prozent und 73 Prozent. Im Westen Deutschlands wird tendenziell öfter fachfremd unterrichtet als in Ostdeutschland.

Werden keine Gegenmaßnahmen ergriffen, stiege der Mangel an grundständig ausgebildeten Musiklehrkräften für die Grundschule weiter an, da in den kommenden acht Jahren sich die Lücke auf voraussichtlich rund 25.000 Lehrerinnen und Lehrer vergrößert. Der Anteil des fachgerecht erteilten Musikunterrichts fiele entsprechend weiter, von 43 Prozent auf 39 Prozent im Durchschnitt. Das zeigt die Modellrechnung der Studienautoren, Prof. Dr. Andreas Lehmann-Wermser, Ute Konrad und Prof. Dr. Horst Weishaupt. Die wachsende Kluft entsteht einerseits dadurch, dass altersbedingt mehr Musiklehrkräfte den Schuldienst verlassen als Nachwuchskräfte nachrücken. Zum anderen nimmt der Bedarf an Lehrkräften infolge der steigenden Zahl von Grundschulkindern weiter zu.

Grundschule ermöglicht allen Kindern Zugang zur Musik

Ohne ein ausreichendes Angebot an Musikunterricht in der Grundschule bekommen vor allem sozial benachteiligte Schülerinnen und Schüler kaum Chancen, mit Musik in Kontakt zu kommen. Dazu sagt Liz Mohn, stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Bertelsmann Stiftung: »Musik ist unverzichtbarer Bestandteil unserer Bildung. Sie fördert Kreativität, Lebensfreude, Gemeinschaft sowie die gegenseitige Verständigung. Musikalische Bildung besitzt damit einen nicht zu unterschätzenden Anteil an der Persönlichkeitsentwicklung. Die Grundschule erreicht als einzige Schulform alle Kinder und ist für viele von ihnen der einzige Ort, an dem sie einen uneingeschränkten Zugang zur Musik erhalten.«

»Das Ergebnis dieser Studie ist ein Weckruf«, so Christian Höppner, Generalsekretär des Deutschen Musikrates. »Wenn Politik und Gesellschaft jetzt nicht handeln, ist die musikali- sche Bildung an Grundschulen bald Vergangenheit – und damit ein zentraler Baustein für die Persönlichkeitsbildung Heranwachsender. Musikalische Bildung gehört zu den elementaren Kulturtechniken einer humanen Gesellschaft. Deshalb sind jetzt die Parlamente und Regierungen der Länder aufgefordert, die finanziellen Voraussetzungen für eine qualifizierte und kontinuierliche musikalische Bildung zu schaffen.«

Mögliche Maßnahmen gegen den Musiklehrermangel

Angesichts des bereits hohen Ausmaßes an fachfremd erteiltem Unterricht und Unterrichts- ausfall ist es dringend erforderlich, dass Landesregierungen, Schulbehörden und Hochschu- len gleichermaßen aktiv werden und entschlossen handeln. Ausgehend von den Ergebnis- sen der Untersuchung empfehlen sich folgende Ansatzpunkte für Maßnahmen: bedarfsgerechter Ausbau der Studienkapazitäten, Erhöhung des Stundenanteils, mit dem ausgebildete Musiklehrkräfte das Fach Musik unterrichten sowie, für eine Übergangsphase, die Gewinnung von Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteigern nach verbindlichen Standards. Damit eine Versorgung mit qualifizierten Musiklehrkräften künftig sichergestellt werden kann, braucht es außerdem ein deutschlandweit konsistentes Monitoring unter dem Dach der Kultusministerkonferenz.

Die komplette Studie finden Sie hier: https://www.bertelsmann-stiftung.de/de/themen/aktuelle-meldungen/2020/maerz/an-deutschen-grundschulen-fehlen-23000-ausgebildete-musiklehrer-tendenz-steigend

 

Am 3. März hat der Vorstand der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen Dr. Christoph Dittrich zum neuen Präsidenten gewählt. Christoph Dittrich ist Generalintendant der Städtischen Theater Chemnitz und Vorstandsmitglied des Landesverbandes Sachsen des Deutschen Bühnenvereins. Sein Vorgänger Ulf Großmann, der das Amt des Präsidenten seit 2011 innehatte, war am 7. Januar 2020 nach schwerer Krankheit verstorben.

Die Sächsische Staatsministerin für Kultur und Tourismus Barbara Klepsch, zugleich geschäftsführende Kuratorin der Kulturstiftung, gratuliert Herrn Dr. Dittrich zu seinem neuen Amt: »Christoph Dittrich engagiert sich seit mehr als dreißig Jahren für die Kunst und Kultur im Freistaat. Ich schätze ihn als äußerst vielseitigen Theaterfachmann, der in Sachsen exzellent vernetzt ist und sich mit Einfallsreichtum und Empathie für den Austausch zwischen Kunst und Gesellschaft einsetzt.« Auch Christoph Dittrich freut sich über seine neue Aufgabe: »Die Kultur in Sachsen ist ein Resonanzraum, in dem gesellschaftliche und soziale Entwicklungen wiederklingen. Aufgabe der Kulturstiftung Sachsen ist es, dies zu unterstützen und die erfolgreichen Programme in allen Sparten zeitgemäß weiterzuentwickeln. Begeistern und Bewährtes bewahren, Motivieren und Kreatives in Spitze und Breite zu fördern sind die Aufgaben, denen ich mich mit großer Energie widmen möchte.«

Christoph Dittrich wurde 1966 in Dresden geboren. Bereits früh begeisterte er sich für Musik und wurde durch vielfältigen Instrumental-, Gesangs- und Chorleitungsunterricht gefördert. Von 1986 bis 1991 studierte er in Dresden Tuba und Gesang, Pädagogik und Musikwissenschaften. Besonders beeinflusst wurde Christoph Dittrich durch den Kammermusikunterricht in der Meisterklasse von Prof. Ludwig Güttler, aus dem auch 1987 die Gründung des Blechbläserensembles Dresden Brass Quintett mit zahlreichen Konzerten, Festivalauftritten und CD-Einspielungen folgte.

Von 1991 bis 2002 war er als Musiker und dramaturgischer Mitarbeiter bei der Elbland Philharmonie Sachsen tätig und arbeitete zugleich an zukunftsweisenden Projekten zur kulturellen Bildung. Im Jahr 2002 wurde er dort zum Intendanten berufen und prägte das Ensemble sehr erfolgreich bis 2013 durch ein ungewöhnlich breites Repertoire und die intensive Arbeit im Bereich der Musikvermittlung und Jugendmusik. 2008 erfolgte die musikwissenschaftliche Promotion zu Komponisten der 1960er bis 1980er Jahre. Im gleichen Jahr übernahm er die Leitung der Meissner Burgfestspiele.

Dr. Christoph Dittrich ist Vorstandsmitglied des Landesverbandes Sachsen des Deutschen Bühnenvereins, den er von 2010 bis 2019 als Vorsitzender führte. Von 2017 bis 2020 war er Präsident des Sächsischen Kultursenats und in dieser Funktion ebenfalls Mitglied des Vorstandes der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen.

Seit der Spielzeit 2013/2014 ist er Generalintendant der Städtischen Theater Chemnitz. Herausragend wahrgenommen wurde die Inszenierung von Wagners »Ring des Nibelungen« durch vier Regisseurinnen im Jahr 2018, auch ausgezeichnet durch den renommierten »Faust Preis« an Elisabeth Stöppler für die Regie der »Götterdämmerung«. Ebenso stehen die kulturelle Bildung und die Verbindung in die Stadtgesellschaft im Fokus von Dittrichs Theaterarbeit.

Die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen wurde 1993 vom Freistaat Sachsen als rechtsfähige Stiftung öffentlichen Rechts gegründet und fördert jährlich rund 650 Projekte mit einem Fördervolumen von 5 Millionen Euro. Zentrales Ziel der Stiftungsarbeit ist die freie Entfaltung von Kunst und Kultur im Freistaat Sachsen. Der Vorstand der Kulturstiftung arbeitet ehrenamtlich und entscheidet auf Empfehlung der Fachbeiräte über den Einsatz der Stiftungsmittel.

Der Eintritt zu allen Tageskonzerten und Singalongs (sofern nicht anders angegeben) sowie zu allen Wettbewerbskonzerten und Veranstaltungen auf dem Markt ist frei.

Tickets für die kostenpflichtigen Festkonzerte und den Nachtklang sind erhältlich unter chorfest.reservix.de, telefonisch unter 01806 700 733 sowie an allen bekannten Vorverkaufsstellen.

 

Leipzig ist ganz Chor! Vom 30. April bis 3. Mai 2020 lädt der Deutsche Chorverband zum Deutschen Chorfest ein. An vier Tagen präsentieren sich über 500 Chöre in mehr als 700 Konzerten in der ganzen Stadt – vom Kinderchor bis zum Männergesangverein, von der Kantorei bis zur Vocal Band. Auch rund 60 Ensembles aus Sachsen sind im Programm vertreten. Die teilnehmenden Chöre wechseln sich auf den mehr als 30 Bühnen jeweils im halbstündigen Takt ab und ermöglichen es dem Publikum bei zumeist kostenfreiem Eintritt, Vokalmusik in allen Facetten zu entdecken. Ein besonderer Schwerpunkt liegt in diesem Jahr auf dem Bereich der Kinder- und Jugendchöre. So sind unter anderem die Thüringer Sängerknaben, der Kinderchor der Oper Leipzig und der GewandhausKinderchor mit Liedermacher Gerhard Schöne im Konzert zu erleben. Christian Wulff, Präsident des Deutschen Chorverbands, betont: »Das Deutsche Chorfest ist ein besonderes Geschenk für alle, die sich für Chormusik begeistern: Sowohl für diejenigen, die selbst aktiv sind, als auch für die, die zum Zuhören in die Konzerte kommen. Ein wichtiges Anliegen ist uns, dass wirklich jeder daran teilhaben kann und wir den Zusammenhalt stärken: Deshalb wird auch in Begegnungszentren, Seniorentreffs und Pflegeeinrichtungen in Leipzig mit und für die Menschen gesungen.«

Dass das Deutsche Chorfest und Leipzig als Gastgeberstadt hervorragend zusammenpassen, liegt auf der Hand. Burkhard Jung, Oberbürgermeister der Stadt Leipzig: »Leipzig ist berühmt für seine große und lange Musiktradition. Schon 1212 wurde hier der Thomanerchor gegründet und von Johann Sebastian Bach von 1723 bis zu seinem Tod 1750 geleitet. Viele weitere Komponisten sind Leipziger oder haben hier gewirkt: Felix Mendelssohn Bartholdy, Richard Wagner oder Clara und Robert Schumann. Vielleicht auch deshalb sind in unserer Stadt bis heute über 300 Chöre aktiv, die mit ihren Konzerten in Nah und Fern exzellente Botschafter unserer Musikstadt sind.«

Entsprechend umrahmt wird das Festival durch eine Reihe von Festkonzerten. »Hochkarätig beginnen wir am 30. April das Deutsche Chorfest: Ich freue mich auf das Eröffnungskonzert mit dem Thomanerchor, das Konzert mit dem Rundfunk-Jugendchor Wernigerode sowie auf die Vokalvirtuosen von Slixs, die auf der Marktbühne zu erleben sein werden. Auch die nächsten Tage versprechen puren Gesangsgenuss, auch in Kooperation mit dem Internationalen Festival für Vokalmusik ‚a cappella‘. Ein Programm mit solcher Vielfalt und Dichte an renommierten Chören und Vokalensembles war in Leipzig bislang noch nicht zu hören«, betont der Künstlerische Leiter des Chorfests, Tobias Rosenthal. Zum Wandeln laden am Freitag- und Samstagabend (1. und 2. Mai) die jeweils über 20 Konzerte im Rahmen des Nachtklangs ein.

Auch der Wettbewerb, zu dem mehr als 130 Chöre in 11 Kategorien antreten, verspricht für die Beteiligten und das Publikum spannend zu werden. Der Großteil der Kategorien richtet sich dabei nicht nach Chorgattungen, sondern nach Genres und Epochen und wird mehrheitlich in zwei Schwierigkeitsgraden ausgetragen. Die Bekanntgabe der GewinnerInnen erfolgt am Sonntag (3. Mai) auf dem Markt.

Nicht zuletzt jedoch entsteht die unverwechselbare Chorfest-Atmosphäre durch die Singalongs und Mitsingaktionen: Eingestimmt werden kann unter anderem mit dem GewandhausChor in Mendelssohn Bartholdys »Lobgesang«, in bekannte Opernchöre unter dem Motto »Das Publikum singt« sowie in Repertoire aus dem mitteldeutschen Raum im Konzert »In Medias Res – so klingt Mitteldeutschland«. Hierzu erscheint anlässlich des Deutschen Chorfests eigens das »Mitteldeutsche Chorbuch«, das die vielfältige Tradition der Vokalmusik dieser Region ins Zentrum rückt und das alle Chorfest-TeilnehmerInnen vorab exklusiv erhalten werden.

Alle kleinen SängerInnen können zudem am Samstagnachmittag (2. Mai) beim großen Carusos-Familiensingen auf dem Markt einstimmen. »Kinder, Eltern, Freunde und Verwandte sind eingeladen, mit Kinderliederspezialist und Komponist Peter Schindler und Band die Schätze des bunten Carusos-Liederbuchs zu entdecken und so zugleich die Initiative des Deutschen Chorverbands für das Singen mit Kindern kennenzulernen«, freut sich Veronika Petzold, Geschäftsführerin des Deutschen Chorverbands auf dieses Ereignis.

Zentraler Anziehungspunkt zum Zuhören, Mitmachen und Verweilen wird an allen vier Festivaltagen die Open-Air-Bühne auf dem Markt: Von der feierlichen Eröffnung, Auftritten von Accent und basta über das große Live-Event des MDR-Fernsehens mit dem MDR-Rundfunkchor und dem MDR-Kinderchor bis zur großen Abschlusspräsentation des Sächsischen Chorverbands »2020 Stimmen«.

Allgemeines 04.02.2020 Uraufführung gegen das Vergessen

Abschlusskonzert des Sächsischen Chorleiterseminars am 14. Februar 2020 in der Nikolaikirche Freiberg

 

»Baltische Chormusik«, ein renommierter Chorprofessor und Leiter internationaler Spitzenchöre aus Finnland, eine Uraufführung einer Neufassung des »Liedes von der Sachsenburg«, gut 50 Chorleiter*innen, Chorassisten*innen, Musikstudierende, Musiklehrer*innen und über 100 Sänger*innen werden vom 9. bis zum 14. Februar in Freiberg (Sachsen) zu erleben und zu hören sein. In seiner 45. Auflage wartet das »Sächsische Chorleiterseminar« abermals mit einem anregenden Programm und mit fachkompetenten Dozenten in den Anfänger-, Aufbau-, Meister- und Sonderkursen auf. Im abschließenden Konzert in der Nikolaikirche zu Freiberg am Freitag, dem 14. Februar werden die Kursteilnehmer*innen öffentlich zeigen, was sie in einer Woche Chordirigieren gelernt haben. Die eingeladenen Studiochöre werden sie darin unterstützen. Der Eintritt ist frei.

»Wir freuen uns insbesondere, dass wir Timo Nuoranne für einen Workshop innerhalb unseres Chorleiterseminars in Freiberg begeistern konnten«, so Wolfgang Richter, Künstlerischer Leiter des »Sächsischen Chorleiterseminars«. Der Hochschulprofessor lehrt aktuell an der Robert-Schumann-Hochschule in Düsseldorf, leitete den Finnischen Rundfunkchor, weitere renommierte Chöre in Skandinavien, den USA und Deutschland, darunter auch den RIAS-Kammerchor. In Freiberg wird er sich mit den Kursteilnehmer*innen der »Baltischen Chormusik« widmen. Der Kurs wird gemeinsam vom Sächsischen Chorverband e.V. mit dem Kirchenchorwerk der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsen ausgerichtet. Das Kirchenchorwerk stellt dafür zugleich einen Projektchor. In die Silberstadt reist zudem aus Köln Bine Becker-Beck an. Ihre Workshops zum Thema Frauenchor begeisterten in Vorjahren bereits die Seminarteilnehmer*innen. Mit dem Landeschorleiter des Sächsischen Chorverbandes e. V. Nico Nebe aus Zwickau, Berit Walther aus Jena und Peter Kubisch, dem Leiter des a-cappella-Kammerchores Freiberg, garantieren weitere erfahrene Chorleiter*innen und Dozent*innen für ein qualitativ hohes Niveau der Chorleiterweiterbildung in Freiberg. Die Chorliteratur, die in der Seminarwoche einstudiert wird, verspricht zudem ein klangvolles wie interessantes Abschlusskonzert in der Nikolaikirche in Freiberg am 14. Februar. Erklingen wird dann auch eine Uraufführung des von Nico Nebe und Wolfgang Richter neu arrangierten »Liedes von Sachsenburg«. Es ruft die Erinnerung an die Greuel wach, die im ehemaligen Konzentrationslager im Zschopautal verübt wurden. »Wir vergessen zu schnell, wohin Ignoranz von Geschichte führt und verlieren immer mehr den Respekt gegenüber mahnenden Stätten wie der Sachsenburg«, begründet Wolfgang Richter die Auswahl des Stückes für das abschließende Konzert. »Es ist mit Blick auf aktuelle Entwicklungen in unserem Land und in Europa und 75 Jahre nach Beendigung der Naziherrschaft wichtig, dass wir uns erinnern.«

Die Stadt Freiberg ist auch in diesem Jahr wieder Partner des »Sächsischen Chorleiterseminars«, das vom Sächsischen Chorverband e.V. in Kooperation mit dem Landesamt für Schule und Bildung organisiert wird und als Weiterbildung für Musiklehrer*innen anerkannt ist. »Wir möchten uns für diese Partnerschaft mit der Stadt Freiberg herzlich bedanken«, erklärt Wolfgang Richter. Sein Dank gilt insbesondere Andreas Schwinger, dem Sachgebietsleiter Kultur und Städtepartnerschaften im Amt für Kultur-Stadt-Marketing der Stadt Freiberg. Über Jahre hinweg begleitet er das Sächsische Chorleiterseminar, stellte Räumlichkeiten für die Workshops, Seminare und für das Abschlusskonzert bereit. Mit Stadtführungen und Besichtigungen des Freiberger Doms und anderer Sehenswürdigkeiten erwärmte er die Kursteilnehmer*innen, die aus Sachsen und allen Teilen Deutschlands anreisen, für die Reize der Silberstadt. »Auch, wenn Andreas Schwinger in diesem Jahr in seinen wohlverdienten Unruhestand wechselt, würden wir uns freuen, wenn er und die Stadt Freiberg uns als Partner verbunden bleiben«, meint Wolfgang Richter.

Das »45. Sächsische Chorleiterseminar« beginnt am 9. Februar und endet am 14. Februar, 18 Uhr mit dem Abschlusskonzert in der Nikolaikirche zu Freiberg.

Jugendjazzorchester 22.01.2020 »Kopfkino« – Jugend-Jazzorchester Sachsen trifft Ed Partyka

Bigbands sind in der Jazzmusik immer ein besonderes Ereignis – und das Jugend-Jazzorchester Sachsen unter der Leitung von Ed Partyka kommt, um dieses Ereignis zu feiern!

Konzerte Februar 2020

Donnerstag, 13.02.2020, Colditz
19.30 Uhr | Landesmusikakademie Sachsen: 10. Colditzer Jazz-Night
Um telefonische Voranmeldung wird unter (034381) 469575 gebeten! Eintritt frei, Spenden sind herzlich willkommen!

Freitag, 14.02.2020, Leipzig
20 Uhr | WERK 2 - Kulturfabrik Leipzig e.V.
Eintritt Vvk. Erm. 9/7 €, Ak. 12/10 € zzgl. Gebühren, Ermäßigung für Schüler, Studenten und Leipzig-Pass-Inhaber, Tickets gibt es im Ticketshop Werk 2, (0341) 3080140 und in vielen VVK-Stellen in Leipzig

Sonnabend, 15.02.2020, Zwickau
19.30 Uhr | Robert-Schumann-Saal des RSK Zwickau
Eintritt 10/8 € (Ermäßigung für Schüler, Studenten und Auszubildende), Vorverkauf: Robert Schumann Konservatorium der Stadt Zwickau, Stiftstraße 10, (0375) 88371970 und an der Abendkasse (ab 18.30 Uhr)

Sonntag, 16.02.2020, Dresden
20 Uhr | Jazzclub Tonne e.V. (Tzschirnerplatz 3-5)
Eintritt Vvk. Erm. 15/11 €, Ak. 18/14 € zzgl. Gebühren, Tickets gibt es im Jazzclub Tonne, bei reservix.de und in vielen VVK-Stellen in Dresden und Umgebung

 

Ed Partykas Phantasie und Können reichen weit über die branchenüblichen Bigband-Arrangements hinaus. Wo andere flächig schreiben würden, setzt er mit feinem Gespür auf kraftvolle Rhythmen, voluminöse Bläser, präzise Breaks, zarte Zwischenspiele, dynamische Finessen auf komplexe Stimmführungen. Zudem unterlegt er den Instrumentalsoli und der Gesangsstimmen fein abgestufte Orchesterfarben – auch dies ein Zeichen hoher musikalischer Qualität. Viel Platz für kreativen Solisten krönen diese vielschichtigen Arrangements – »Kopfkino« in höchster Form!

Das JJO Sachsen wird im Februar 2020 Musik von Ed Partyka gemeinsam mit dem Posaunisten erarbeiten und dann das Publikum in vier Konzerten in Sachsen mit der Imaginationskraft seiner Musik bezaubern sowie seinen individuellen Schreibstil präsentieren.

Ed Partyka ist Bassposaunist/Tubist, Komponist/Arrangeur und Dirigent. Ursprünglich aus Chicago Illinois stammend, lebt er seit 1990 in Deutschland und der Schweiz. Er tourte und spielte mit dem Bob Brookmeyer New Art Orchestra, Vienna Art Orchestra, Carla Bley, WDR Big Band, NDR Big Band, Mnozil Brass, Gansch & Roses und dem Roman Schwaller Nonet. Er leitet das Ed Partyka Jazz Orchestra EPJO, ist musikalischer Leiter des Jazz Orchestra Regensburg und Co-Leiter des Flip Philipp/Ed Partyka Dectet. Ed Partyka ist ebenfalls im Bereich der Jazzausbildung tätig und hatte Lehraufträge an der Johannes Gutenberg Universität in Deutschland und an der Musikhochschule Wien. Derzeit ist er Professor für Jazztheorie & Komposition und Abteilungsleiter des Jazz-Instituts an der Universität für Musik und Darstellende Kunst in Graz, Österreich, und unterrichtet Komposition an der Hochschule für Technik und Kunst in Luzern, Schweiz.

Das JUGEND-JAZZORCHESTER SACHSEN ist eine Big Band vom Feinsten. Das Ensemble, dessen Bühnenbesetzung nicht mehr als 20 Musiker umfasst, besteht in immer wechselnden Besetzungen seit 1993 und begeisterte seit seiner Gründung sowohl regionales Publikum als auch Jazzliebhaber in Kanada, Griechenland, Indien, Ungarn, Israel und wo die zahlreichen Konzertreisen noch hinführten. Dabei befindet sich auch die künstlerische Leitung im ständigen Wechsel, um den jungen Musikern im Alter zwischen 16 und 26 Jahren möglichst vielfältige Impulse zu geben. So dirigierten schon Jazzgrößen wie Malte Schiller, Jan Schreiner, Janis Steprans (Kanada), Milan Svoboda (Tschechien), Jürgen Friedrich, Carla Bley (USA), Joe Sullivan (Kanada), Rolf von Nordenskjöld, Marko Lackner, Al Porcino, Thomas Zoller und Ansgar Striepens die Band. Das übergeordnete Motto ist dabei immer »Think Jazz! Feel Jazz! Be Jazz!«

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