Kulturpolitik 13.08.2019 In schulische Ganztagsangebote kommt Musik

Kultusministerium und Musikrat unterzeichnen Rahmenvereinbarung zu Ganztagsangeboten

 

Die kulturelle Bildung an Schulen zu stärken, ist das Ziel einer Vereinbarung zwischen dem Sächsischen Musikrat und dem Kultusministerium. Kultusminister Christian Piwarz und der Präsident des Sächsischen Musikrates e. V., Prof. Milko Kersten, unterzeichneten heute eine Rahmenvereinbarung, auf deren Grundlage Ganztagsagebote im Bereich der Musik in qualitativer und quantitativer Hinsicht ausgebaut werden sollen. „Bildung und Kultur spielen eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung unserer Gesellschaft. Umso erfreulicher ist es, dass wir in dem Sächsischen Musikrat einen kompetenten Partner für unsere Schulen gewinnen konnten. Schulen und Mitglieder des Musikrates können so ihre Zusammenarbeit langfristig planen und für Kinder und Jugendliche ein qualifiziertes musikpädagogisches Bildungsangebot bereitstellen.“

Der Sächsische Musikrat (SMR) hat sich zur Aufgabe gemacht die Musiktradition in Sachsen zu pflegen, sowie das zeitgenössische Musikschaffen zu unterstützen. Als größtem kulturellem Dachverband in Sachsen gehören dem SMR derzeitig 49 Landesverbände und Institutionen an.
Für den SMR  ist klar „ Der Ort mit der größten Reichweite in der musikalischen Bildung ist der Musikunterricht an den allgemein bildenden Schulen. Nur hier können und müssen alle Schülerinnen und Schüler erreicht werden, unabhängig von den sozialen Kontexten oder dem Bildungsstand und den finanziellen Ressourcen der Eltern.“

Die gemeinsam von SMR und Kultusministerium erarbeitete Rahmenvereinbarung bildet die Grundlage für den Ausbau von konkreten Kooperationsprojekten und musikpädagogischen Ganztagsangeboten mit den im SMR organisierten Mitgliedern. So soll durch qualifizierte Musikpädagogen, ausgebildete Künstler sowie Musiker die kulturelle Bildung im Rahmen von Ganztagsangeboten gestärkt werden. Die Kooperationsprojekte finden auf Basis der pädagogischen Ganztagskonzeption der jeweiligen Schule statt und stehen in Verantwortung der Schulleitung. Zur Qualitätskontrolle der Angebote sollen gemeinsam Methoden der Evaluation erprobt werden.

Im Schuljahr 2019/2020 unterbreiten fast 90 Prozent der allgemeinbildenden Schulen in Sachsen Ganztagsangebote. Sie sind als unterrichtsergänzende Angebote wichtige Bestandteile der Bildungs- und Fördermaßnahmen vor Ort. An neun von zehn Schulen mit Ganztagsangeboten gehört der musisch-künstlerische Bereich zur Angebotspalette. Ein professioneller schulischer Musikunterricht mit vielfältigen Handlungsformen wie Singen, Instrumentalspiel, Bewegen, Tanzen, Hören, Improvisieren, Diskutieren und Reflektieren ist essentieller Teil der Allgemeinbildung und damit unverzichtbar. Er kann Kinder und Jugendliche auf einen vielfältigen und lebenslangen Umgang mit Musik vorbereiten und wichtige Grundlagen für die Partizipation an musikalischen Praxen legen. Der Auf- und Ausbau von Ganztagsangeboten basiert auf diesen Tatsachen, kann als zusätzliches Angebot begriffen werden und soll Leistungsorientierung und Chancengerechtigkeit befördern. Ganztagsangebote können den bestehenden Anteil des Musikunterrichts in der Schule mit ihrer Rhythmisierung, für die der Wechsel von Kernfächern und Zusatzangeboten, von Grundlagenunterricht und Spezialisierungen typisch ist, verstärken. Sie sind aber nur sinnvoll, wenn eine Rückkopplung zum regulären Unterricht geschieht, wenn dessen Inhalte aufgegriffen und vertieft werden, umgekehrt Impulse aus den GTA auch Eingang in den Schulunterricht finden. Gemeinsame Weiterbildungen, überhaupt die Schaffung von Plattformen der Begegnung der pädagogisch Handelnden, müssen gefunden werden.

In diesem Sinne sieht der Sächsische Musikrat mit großer Dankbarkeit, dass mit der vorliegenden Rahmenvereinbarung zur Zusammenarbeit im Bereich Ganztagsangebote an allgemeinbildenden Schulen im Freistaat Sachsen nach langem Ringen ein wichtiger Schritt getan wurde.

Beide Partner tragen von nun an Verantwortung, das Qualitätsmanagement der Angebote anzugehen und die im GTA-Bereich Tätigen ausreichend zu qualifizieren und leistungsgerecht zu entlohnen. Letzteres auch, um die in der Rahmenvereinbarung geforderte Qualität und Kontinuität der Angebote zu erreichen.

Kulturpolitik 12.08.2019 "Ein Lehrer der nicht singen kann, den seh‘ ich nicht als solchen an."

Der Sächsische Musikrat unterzeichnet am 13. August eine Rahmenvereinbarung zur Zusammenarbeit im Bereich Ganztagsangebote an allgemeinbildenden Schulen mit dem Sächsischen Kultusministerium

 

Zum aufgeklärten Menschen gehört neben anderen Bildungs- und Erfahrungsbereichen unabdingbar die ästhetisch-kulturelle Bildung. Mit ihr bleiben die Wurzeln der jeweils historisch gewachsenen Identität präsent, ohne die gegenwärtige Lebenssituationen und weltweite kulturelle Vielfalt nicht zu verstehen sind. Eine positive Sicht auf die Welt, eine Sicht, die Lust auf konstruktives Mitwirken hervorbringt, benötigt das lebensbegleitende Zusammenwirken unserer intellektuellen und emotionalen Potentiale.
Das Hauptgewicht von Bildung liegt in der heutigen Gesellschaft auf der beruflichen, also letztlich ökonomischen Verwertbarkeit. Bildungsinhalte, die nicht mit dieser ausdrücklichen Zielrichtung vermittelt oder in den dafür explizit vorgesehenen Kontexten erworben werden, werden immer noch viel zu oft als zweitrangig angesehen, obwohl es dem gegenüber eine aktuelle Hochkonjunktur der verbalen Wertschätzung kultureller Bildung gibt. Kulturelle Bildung ist zu einem Hoffnungsträger der Bildungsbemühungen insgesamt erklärt worden. Kreativität, und aus unserer Sicht eben nicht nur die digitale Kompetenz, ist höchst gefragte Schlüsselqualifikation zumindest in anspruchsvollen Zusammenhängen der Arbeitswelt. Auf Künstler und Kulturvermittler richtet sich vielfach die Hoffnung auch der Verantwortlichen in Allgemein-, Berufs- und Weiterbildung. Durch den Einsatz künstlerischer Mittel und Methoden erhofft man sich Transferleistungen von Kreativität, Wahrnehmungs- und Kommunikationsfähigkeit auch in Bildungsprozessen für alle Wissens- und Tätigkeitsbereiche. So wird in der politischen Argumentation kulturelle Bildung oft weniger in ihrer Grundbedeutung für die Persönlichkeitsentwicklung und die gesellschaftliche Teilhabe des kulturell gebildeten, emanzipierten Individuums gewürdigt, als vielmehr für die angenommenen arbeitsmarktkompatiblen „persönlichen Attribute“ und neuerdings auch für Integrationsleistungen in der multi- und interkulturellen Situation in Deutschland. Die Vermittlung von kultureller Bildung birgt eine Reihe von kreativen, sozialen und innovativen Potentialen. Wenn kulturelle Bildung einen wesentlichen Anteil daran haben soll, eine deutsche Nationalität zu entwickeln, die den Begriff nicht staatlich, sondern sprachlich-kulturell begreift, dann muss die Qualität dieser Ausbildung ins Blickfeld gerückt werden. Die Festlegung von Zielprojektionen sowie von Qualitätsstandards ist unabdingbar.
Der Ort mit der größten Reichweite in der musikalischen Bildung ist der Musikunterricht an den allgemein bildenden Schulen. Nur hier können und müssen alle Schülerinnen und Schüler erreicht werden, unabhängig von den sozialen Kontexten oder dem Bildungsstand und den finanziellen Ressourcen der Eltern.
Ein professioneller schulischer Musikunterricht mit vielfältigen Handlungsformen wie Singen, Instrumentalspiel, Bewegen, Tanzen, Hören, Improvisieren, Diskutieren und Reflektieren ist essentieller Teil der Allgemeinbildung und damit unverzichtbar. Er kann Kinder und Jugendliche auf einen vielfältigen und lebenslangen Umgang mit Musik vorbereiten und wichtige Grundlagen für die Partizipation an musikalischen Praxen legen.
Der Auf- und Ausbau von Ganztagsangeboten basiert auf diesen Tatsachen, kann als zusätzliches Angebot begriffen werden und soll Leistungsorientierung und Chancengerechtigkeit befördern. Ganztagsangebote können den bestehenden Anteil des Musikunterrichts in der Schule mit ihrer Rhythmisierung, für die der Wechsel von Kernfächern und Zusatzangeboten, von Grundlagenunterricht und Spezialisierungen typisch ist, verstärken. Sie sind aber nur sinnvoll, wenn eine Rückkopplung zum regulären Unterricht geschieht, wenn dessen Inhalte aufgegriffen und vertieft werden, umgekehrt Impulse aus den GTA auch Eingang in den Schulunterricht finden. Gemeinsame Weiterbildungen, überhaupt die Schaffung von Plattformen der Begegnung der pädagogisch Handelnden, müssen gefunden werden.

Ganztagsangebote müssen qualitativ und quantitativ auf hohem Niveau immer wieder neu entwickelt werden. Der Sächsische Musikrat weist daher darauf hin, dass die Vergabe von Fördermitteln des Freistaates Sachsen für diesen Bereich an den Nachweis von qualitativ hochwertigen und nachhaltigen Angeboten zu binden sind. Die Qualität der Angebote wird daher auch wesentlich von Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen abhängen, die beide Vertragspartner gemeinsam für alle in diesem Bereich Tätigen anzubieten.  Zukünftig sollten die Mehrzahl dieser Angebote für alle Schüler verpflichtend sein, ohne dass sie in Konkurrenz zu außerschulischen kulturellen Bildungsangeboten geraten.
Zielformulierungen für die der Sächsische Musikrat in der sächsischen Bildungspolitik auch weiterhin werben wird.

In diesem Sinne sieht der Sächsische Musikrat mit großer Dankbarkeit, dass mit der vorliegenden Rahmenvereinbarung zur Zusammenarbeit im Bereich Ganztagsangebote an allgemeinbildenden Schulen im Freistaat Sachsen nach langem Ringen ein wichtiger Schritt getan wurde.
Beide Partner tragen von nun an Verantwortung, das Qualitätsmanagement der Angebote anzugehen und die im GTA-Bereich Tätigen ausreichend zu qualifizieren und leistungsgerecht zu entlohnen. Letzteres auch, um die in der Rahmenvereinbarung geforderte Qualität und Kontinuität der Angebote zu erreichen.

Allgemeines 07.08.2019 Kein leichtes Spiel

Deutsches Musikinformationszentrum beleuchtet die Situation freier Ensembles in Deutschland

 

Sie sind Motor für Kreativität und Innovation im Musikleben: die freien Ensembles. Als Zusammenschlüsse selbstständiger Musikerinnen und Musiker tragen sie jedoch vielfach ein hohes wirtschaftliches Risiko. In seinem neuen Online-Fokus Freie Ensembles zeigt das Deutsche Musikinformationszentrum (MIZ), eine Einrichtung des Deutschen Musikrats, die Chancen und Herausforderungen der freien Musikszene auf und beleuchtet insbesondere deren Bedeutung für die Alte und zeitgenössische Musik.
Freie Ensembles genießen eine hohe künstlerische Freiheit. Sie entwickeln ungewöhnliche Konzertformate, entdecken lang vergessene Werke wieder, erteilen Kompositionsaufträge und geben ihr Wissen in Educationprojekten weiter. Vor allem in der Alten und der zeitgenössischen Musik gehören sie zu den zentralen Impulsgebern und Interpreten. Rund 400 Spezialensembles verzeichnet das MIZ allein in diesen beiden Bereichen, wobei die Übergänge von zeitgenössischer Musik zu Jazz und elektronischer Musik oftmals fließend sind. Hinzu kommt eine Vielzahl von Ensembles mit einem klassisch-romantischen Schwerpunkt. Zusammen sorgen sie für eine hohe Repertoirevielfalt mit internationaler Strahlkraft.
Die künstlerische Freiheit und Vielfalt der freien Musikszene hat jedoch ihre Schattenseiten. Als Zusammenschlüsse von Freiberuflern verfügen viele Ensembles über kein regelmäßiges gesichertes Einkommen, sondern finanzieren sich aus Honoraren, Projektfördermitteln und Spenden. "Die Förderlandschaft in Deutschland stellt viele Ensembles vor große Herausforderungen, weil meist nur Projekte und kaum Strukturen finanziert werden", erklärt Stephan Schulmeistrat, Leiter des MIZ. "Es gibt nur wenige Ensembles, die eine dauerhafte Strukturförderung erhalten. Insofern ist die finanzielle Lage vieler Ensembles prekär."
Der neue Online-Fokus "Freie Ensembles" des Deutschen Musikinformationszentrums (MIZ) gibt einen Überblick über die freie Musikszene und zeigt ihre künstlerischen Schwerpunkte und spezifischen Problematiken auf. In einem Übersichtsbeitrag gehen Richard Lorber, Redakteur beim WDR und Leiter der Tage Alter Musik in Herne, sowie der Komponist Tobias Eduard Schick programmatischen und finanziellen Aspekten der freiberuflichen musikalischen Arbeit nach und beleuchten insbesondere die Szenen für Alte und zeitgenössische Musik. Außerdem spricht Lena Krause, Geschäftsführerin des neuen Interessenverbands der freien Szene FREO e.V. (Verein Freie Ensembles und Orchester in Deutschland), im Interview über die Arbeitsbedingungen und Zukunftsperspektiven freier Ensembles.
Ergänzt wird der Fokus "Freie Ensembles" durch Strukturdaten, die das MIZ zu den professionellen Ensembles für Alte und zeitgenössische Musik in Deutschland erhebt. Die Spezialensembles werden mit ihrem jeweiligen Repertoireschwerpunkt, ihrer Mitgliederzahl sowie mit Angaben zu ihrer Besetzung dargestellt. Außerdem sind dem Fokus Literaturhinweise, Statistiken und Dokumente zum Thema beigefügt.
Zu erreichen ist der neue Online-Fokus über https://themen.miz.org/fokus-freie-ensembles

Kinder & Jugend 07.08.2019 Jugend-Jazzorchester Sachsen trifft Jan Schreiner

Vom 9. bis 18. August probt das Jugend-Jazzorchester Sachsen in der Landesmusikakademie Sachsen

 

Die Band probt dort eine Woche lang unter der Leitung von Jan Schreiner. Lebendiger Jazz made in Germany –  so könnte man die Elemente in Jan Schreiners Musik mit der Mischung aus Soul Jazz der Sixties, dem Groove mit einem Hauch Unterhaltungsmusik plakativ zusammenfassen. Das Besondere liegt im Klang. Man hört einerseits die Fülle einer Big Band, eines für Jazz-Verhältnisse größeren Ensembles, gleichzeitig die Beweglichkeit und Flexibilität eines Solistenensembles. Dies liegt in der Natur der Komposition.  Als Bass-Posaunist und Tubist arbeitet Schreiner auch gern mit den Nuancen der tiefen Töne. Der Künstler schreibt Einzelstimmen, aus denen sich vertikale Zufallsklänge ergeben. Was vielleicht auf den ersten Blick widersprüchlich erscheint, überzeugt als Ganzes. Es entsteht ein dichter, satter Sound mit eindrucksvollen Soli, ein expressives Spiel mit steigender Dynamikkurve.  Geformt wird ein »Kollektiv aus Individualisten« zum Ensemble,  Einheit und Persönlichkeit zugleich.
Jan Schreiner, 1984 in Stuttgart geboren, ist er einer der wenigen deutschen Bass-Posaunisten, der sich auch international einen Namen machte.  2016 erhielt er den Master of Music in Jazz Composition an der Musikhochschule Mannheim bei Jürgen Friedrich. 2005-08 war Jan Schreiner Mitglied des Bundesjazzorchesters. 2007 war er Mitbegründer des Lucerne Jazz Orchestra.  2009 gründete er das Vertigo Trombone Quartet mit Nils Wogram, Bernhard Bamert und Andreas Tschopp und war 2010 Mitbegründer des Berlin Art Orchestra. Seit 2014 ist er als Komponist hauptsächlich für das Jan Schreiner Large Ensemble tätig. 2018 erschien das Doppelalbum "You Better Look Twice" auf Float Music. Als Sideman/Aushilfe stand Jan Schreiner unter anderem mit folgenden Formationen auf der Bühne: Ed Partyka Jazz Orchestra, Till Brönner Orchestra, Subway Jazz Orchestra, Malte Schillers Red Balloon, Reinhold Schmölzers orchest•ra•conteur, WDR Big Band and HR Big Band, NDR Big Band, RIAS Big Band, Swiss Jazz Orchestra, Sunday Night Orchestra, Ensemble Modern uvm.
Als Gastdirigent/Komponist leitete er folgende Formationen: Spielvereinigung Süd, Jazzkombinat Hamburg, Subway Jazz Orchestra, Sunday Night Orchestra, Mannheim Jazz Orchestra, Lucerne Jazz Orchestra and Berlin Art Orchestra.

Das JUGEND-JAZZORCHESTER SACHSEN ist eine Big Band vom Feinsten. Das Ensemble, dessen Bühnenbesetzung nicht mehr als 20 Musiker umfasst, besteht in immer wechselnden Besetzungen seit 1993 und begeisterte seit seiner Gründung sowohl regionales Publikum als auch Jazzliebhaber in Kanada, Griechenland, Indien, Ungarn, Israel und wo die zahlreichen Konzertreisen noch hinführten. Dabei befindet sich auch die künstlerische Leitung im ständigen Wechsel, um den jungen Musikern im Alter zwischen 16 und 26 Jahren möglichst vielfältige Impulse zu geben. So dirigierten schon Jazzgrößen wie Jürgen Friedrich, Carla Bley (USA), Joe Sullivan (Kanada), Rolf von Nordenskjöld, Marko Lackner, Al Porcino, Thomas Zoller, Ansgar Striepens, Milan Svoboda (Tschechien), Janis Steprans (Kanada) die Band. Das übergeordnete Motto ist dabei immer „Think Jazz! Feel Jazz! Be Jazz!“

Konzerte:
Donnerstag, 15.08.2019 | 19.30 Uhr | 11. Colditzer Jazz-Night in Colditz, Kammermusiksaal  
Info unter: 034381-469575 / lma@lma-sachsen.de
Um telefonische Voranmeldung wird gebeten!
Eintritt frei, Spenden sind herzlich willkommen!

Freitag, 16.08.2019 | 20:00 | Dresden Jazzclub Tonne e.V. (Tzschirnerplatz 3-5; 01067 Dresden)
Eintritt Vvk. Erm. 15/11 €, Ak. 18/14 € zzgl. Gebühren
Tickets: www.reservix.de; www.jazzclubtonne.de und in vielen VVK-Stellen in Dresden und Umgebung

Sonnabend, 17.08.2019 | 15 Uhr | Landesgartenschau Frankenberg (Naturerlebnisraum Zschopauaue; 09669 Frankenberg / Sa.)
Informationen unter: lgs-frankenberg.de/unbekannt/jugend-jazzorchester-sachsen/

Sonntag, 17.08.2019 | 15 Uhr | 16. Internationale Jazztage Bad Elster
Musikpavillon am Badeplatz (Badstr 6; 08645 Bad Elster)
Informationen unter: chursaechsische.de/veranstaltungen/detail/8443.html
Eintritt frei


Allgemeines 07.08.2019 Lausitzfestival

Aufbau der Strukturen für ein länder- und spartenübergreifendes Festival beginnen

 

Nach dem im Juni 2019 erfolgten Kabinettsbeschluss der Landesregierungen von Sachsen und Brandenburg in der Lausitz ein länder- und spartenübergreifendes Kunst-Festival zu etablieren läuft aktuell der Prozess zur Definition einer tragfähigen und arbeitsfähigen Struktur. Im Juli traf sich dazu erstmalig eine Struktur-Arbeitsgruppe. Diese besteht aus Vertretern beider beteiligter Bundesländer. Für den Freistaat Sachsen obliegt die Leitung dem Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst, für das Land Brandenburg übernimmt das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur diese Aufgabe. 
Das Hauptziel der Struktur AG ist es, auf der Basis eines gemeinsamen Festivalkonzepts Strukturen und Gremien zu definieren, welche den Aspekt, ein länder- und spartenübergreifendes sowie regional verankertes Festival zu etablieren, beinhalten und praktisch umsetzbar machen. Im ersten Schritt wird dafür in den nächsten Wochen ein länderübergreifend besetzter Fachbeirat zusammengestellt und benannt. 
Dem Netzwerktreffen der Kultur-Akteure aus Sachsen, welches im Juni auf Initiative des Kulturkonvents des Kulturraumes Oberlausitz-Niederschlesien gemeinsam mit dem Intendanten Herrn Daniel Kühnel stattfand, folgt Ende August ein Treffen der Kultur-Akteure aus Brandenburg. Hierbei sollen weitere Partnerschaften und Kooperationen aufgebaut werden.
Aktuell werden somit die Grundsteine für die weitere inhaltliche Arbeit zur Fortführung des Lausitz Festivals gelegt.
Kulturschaffende können sich weiterhin gern bei der Görlitzer Kulturservicegesellschaft mbH melden. Anregungen zu möglichen Kooperationen und Projekten im Rahmen des Lausitz Festivals werden hier gelistet und im weiteren Prozess näher beraten.
Kontakt: Görlitzer Kulturservicegesellschaft mbH, Maria Schulz, Geschäftsführung, kultur.service (at) goerlitz.de

Allgemeines 18.07.2019 »EX TEMPORE«

Das Leipziger Improvisationsfestival für Alte Musik vom 19. bis 22. September mit neuem Namen

 

Martin Erhardt, künstlerischer Festivalleiter, verabschiedet sich damit vom etwas sperrigen Titel »LivFe!«. Das bewährte Konzept hingegen bleibt gleich: Vom 19.-22. September 2019 gibt es wieder wie alle zwei Jahre Musik in Echtzeit für Kenner und Liebhaber spontan erfundener »historischer« Klänge.

Virtuosen der Alten Musik treten mitsamt ihrer Instrumente miteinander in Dialog und improvisieren in den Konzerten live auf der Bühne. Daneben stehen Workshops und JamSessions auf dem Programm. Mit dabei: Star-Gambist Paolo Pandolfo, Ensemble 1684, ein historischer Geigenwettstreit mit Mechthild Karkow und Matthieu Camilleri, Ian Harrison (Zink), Mareike Greb und Bernd Niedecken (Tanz) und etliche andere.

Kartenbestellung: www.improfestival-leipzig.de

Allgemeines 16.07.2019 Meisterklasse Gesang

Sommerkurs an der Hochschule für Kirchenmusik Dresden

 

Vom 26. bis 28.06.2019 veranstaltete die Hochschule für Kirchenmusik der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens auf ihrem Campus am Käthe-Kollwitz-Ufer einen Sommerkurs für sechs Studenten der Presbyterian University and Theological Seminary (PUTS) in Seoul/Südkorea.

Frau Prof. Gertrud Günther arbeitete mit vier Sopranistinnen und zwei Tenören an den vorbereiteten Stücken aus dem deutschen barocken und romantischen Oratorienrepertoire bzw. an ausgewählten deutschen Kunstliedern. Besonders in Bezug auf die Sprachbehandlung, den Einsatz historisch informierter Aufführungspraxis sowie das Herausarbeiten stilistisch unterschiedlicher Interpretationsweisen konnten die stimmlich alle hoch begabten Studenten vom Unterricht in der Meisterklasse in Dresden sehr profitieren. Begleitet und betreut wurden sie von ihrer Professorin Frau Lee, die gleichzeitig die Übersetzung übernahm.

Mit der Hoffnung auf Wiederholung eines solchen Kurses im Rahmen einer lockeren Partnerschaft der beiden Hochschulen wurden die Kursteilnehmer und ihre Mentorinnen Frau Prof. Lee und Frau Kwan am 28.06. verabschiedet.

Alle Studenten bereiten sich an der PUTS auf einen kirchenmusikalischen Hochschulabschluss vor, der es ihnen erlaubt, an presbyterianischen Kirchen in Südkorea bzw. in den USA als Sänger zu arbeiten.
Die Hochschule bildet außerdem auch Organisten und Theologen aus.

Kinder & Jugend 15.07.2019 »Die Konferenz der Kinder« in Dresden

Musikalisches Sommercamp für »Die Konferenz der Kinder«. Dresdner Schüler nutzen letzte Ferienwoche zum Proben

Konzerte
So, 18. August, 16 Uhr
Frauenkirche Dresden, Uraufführung

Di, 20. bis Fr, 23. August, jeweils 10 Uhr
Frauenkirche Dresden, Schulaufführungen

Künstlerische Leitung: Elisabeth Holmer
Komposition: Arne Gieshoff, Libretto: Alexander Gruber
Pädagogische Leitung: Wolfgang Lessing
Künstler: 100 Schülerinnen und Schüler aus Dresden und Umgebung sowie die Ensembles AuditivVokal und El Perro Andaluz

facebook
instargram

 

Die Vorbereitungen für »Die Konferenz der Kinder« laufen an. Seit einigen Wochen studieren über 100 junge Sänger der teilnehmenden Schulen und Vereine aus Dresden und Umgebung ihre Chorstellen ein. Damit am Sonntag, dem 18. August 2019 in der Dresdner Frauenkirche die erfolgreiche Uraufführung des Kinder-Oratoriums stattfinden kann, treffen sich alle Teilnehmer in der letzten Woche der sächsischen Sommerferien zu einem gemeinsamen Sommercamp: Vom 12. bis 17. August proben die Kinder gemeinsam mit Profimusikern im Dresdner Landesgymnasium für Musik.

Das auf einem Motiv von Erich Kästner basierende 70-minütige Oratorium ermöglicht über 100 Schülerinnen und Schülern unterschiedlicher Herkunft und Abstammung, sich kreativ mit den Themen Krieg, Flucht und Umwelt- zerstörung auseinanderzusetzen. Ähnlich wie in Kästners »Konferenz der Tiere« steht auch hier der leidenschaftliche Appell für die Rechte der Kinder im Fokus.

Kinder & Jugend 08.07.2019 Die »LandStreicher« sind wieder unterwegs

Das landesweite Kinderorchester beginnt sein 18. Projekt mit abschließenden Konzerten in Jüterbog und Großenhain

 

Montagmorgen, erster Sommerferientag in Sachsen: endlich Ausruhen, an den Strand gehen, in die Berge fahren ... Nicht für die 43 Kinder die an diesem Morgen pünktlich mit gepackten Koffern und Geige, Bratsche, Cello oder Kontrabass nebst Pult und Noten am Bus stehen. Sie alle bilden nun für die nächsten zwölf Tage das Orchester »LandStreicher«. Hinter diesem etwas launigen Namen verbirgt sich ein sehr ernsthaft arbeitendes Orchester, das in Sachsen landesweit Jahr für Jahr während der Sommerferien für knapp zwei Wochen junge Streicher im Alter von 10 bis 14 Jahren zusammenbringt.

Die künstlerische Leitung hat der Dresdner Dirigent Wolfgang Behrend inne, mit der er maßgeblich und nachhaltig Impulse in der Arbeit mit dem musikalischen Nachwuchs setzt. Unterstützt wird er von einem fünfköpfigen Dozententeam, das die Kinder während der Proben in den einzelnen Stimmgruppen an die Bewältigung technischer Schwierigkeiten der Orchesterstimmen heranführt. Ein großes Augenmerk wird neben dem Erlernen orchestertypischer Kompetenzen dabei auch auf stilistisch genaues Musizieren gelegt. Darum sind die zu erarbeitenden Konzertprogramme weniger einem dramaturgischen Gedanken, als vielmehr dem pädagogischen Anliegen einer stilistischer Vielfalt verpflichtet. Musik des 20. und 21. Jahrhunderts findet sich da ebenso wie Wiener Klassik, Barock- oder auch Renaissancemusik. Und ob Haydn, Purcell, Rolla, Elgar oder McCartney – »Renner des Jahres« kann bei den Kindern Musik aus jeder Epoche werden.

Wie in jedem Jahr wird ein ehemaliges Mitglied der LandStreicher solistisch tätig werden. In diesem Jahr ist es die inzwischen 16jährige Tabea Orckert, die zunächst als Geigerin und in ihrem letzten Jahr bereits als Bratscherin im Orchester musizierte.

Den Abschluss der intensiven gemeinsamen Tage bilden zwei Konzerte, in denen folgendes Programm erklingen wird:

Michael Haydn Sinfonia G-Dur
Henry Purcell The Gordian Knot Untied (Suite)
Alessandro Rolla
Divertimento BI 330 für Viola und Streichorchester (Solistin: Tabea Ockert, Viola)
Edward Elgar
Serenade für Streichorchester e-Moll op. 20
Paul McCartney
Liverpool-Suite

18.07.2019 | 19 Uhr
Konzert
in Jüterbog, St. Nikolai
Benefizkonzert zu Gunsten des Hospizes »Hand in Hand« Luckenwalde 
Eintritt frei – Spenden erbeten!

19.07.2019 | 19:30
Konzert
in Großenhain, Kulturschloss Großenhain
Eintritt 12 €
Kartenvorverkauf

 

 

Personalia 05.07.2019 Stiftung legt Saat für gutes Gedeihen von Kunst und Kultur

Dr. Manuel Frey wird neuer Direktor der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen

 

Das Kuratorium der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen unter dem Vorsitz des Ministerpräsidenten Michael Kretschmer hat sich in seiner Sitzung am 3. Juli 2019 einstimmig für die Berufung von Dr. Manuel Frey zum neuen Stiftungsdirektor der Kulturstiftung entschieden.

Der Berufung vorausgegangen war eine bundesweite Ausschreibung der Stelle, die auf große Resonanz stieß. Im Auftrag des Kuratoriums sichtete eine Findungskommission mit Staatssekretär Uwe Gaul (SMWK), Ulf Großmann (Präsident der Kulturstiftung), Dr. Christoph Dittrich (Präsident des Sächsischen Kultursenats), Prof. Klaus Vogel (Direktor des Deutschen Hygiene-Museums Dresden), Christian Schramm (Vizepräsident der Kulturstiftung) und Helge-Björn Meyer (Mitglied des SprecherInnenteams der IG Landeskulturverbände) die eingegangenen Bewerbungen und führte zahlreiche Gespräche mit Bewerbern. Nach eingehender Beratung empfahl die Findungskommission die Berufung von Herrn Dr. Frey zum Stiftungsdirektor der Kulturstiftung. Der Stiftungsvorstand und das Kuratorium der Kulturstiftung schlossen sich jeweils dieser Empfehlung an.

Dr. Eva-Maria Stange, Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, gratuliert Herrn Dr. Frey zu seiner künftigen Aufgabe: »Dr. Frey ist ein herausragender Kenner der sächsischen Kunst- und Kulturlandschaft und zugleich ein profilierter Stiftungsfachmann. Ich bin zuversichtlich, dass sich die Kulturstiftung unter seiner Führung dynamisch weiterentwickelt und zugleich das Vertrauen der Kunst- und Kulturschaffenden im Freistaat Sachsen erhält. Die Kulturstiftung ist unser wichtigstes Instrument der Projektförderung. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die Beiratsmitglieder legen mit ihrer Arbeit und ihren Gremienentscheidungen die Saat für das gute Gedeihen von Kunst und Kultur im Freistaat.«

Ulf Großmann, Präsident der Kulturstiftung, freut sich über den Beschluss: »Mit Dr. Frey hat sich das Kuratorium für den Bewerber entschieden, dessen konzeptionelle Überlegungen zur künftigen Ausrichtung der Kulturstiftung am überzeugendsten waren. Ich bin sicher, dass er gemeinsam mit dem Mitarbeiterteam in der Stiftung die Herausforderungen der Zukunft meistern wird.«

Dr. Manuel Frey wurde 1964 in Bamberg geboren. Er wurde nach einem Studium der Geschichte und Soziologie 1996 an der Universität Bielefeld promoviert. 2008 habilitierte er sich an der Technischen Universität Dresden. Dr. Frey ist seit dem Jahr 2002 im Kulturbereich im Freistaat Sachsen tätig, seit 2005 in der Kulturstiftung als Referent und seit 2008 als stellvertretender Stiftungsdirektor. Er tritt sein künftiges Amt am 1. September 2019 an.

Die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen wurde im Jahr 1993 vom Freistaat Sachsen als rechtsfähige Stiftung öffentlichen Rechts gegründet. Sie initiiert, realisiert und fördert Projekte in den Bereichen Bildende Kunst, Darstellende Kunst und Musik, Literatur, Film, Soziokultur und Spartenübergreifende Projekte mit dem Schwerpunkt auf zeitgenössischer Kunst und Kultur sowie Projekte der Industriekultur und des interkulturellen Dialogs. Außerdem vergibt sie Stipendien und kauft Werke Bildender Künstler für den Freistaat Sachsen an.

Diese Maßnahmen werden mitfinanziert mit Steuermitteln auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.

Werbung