Allgemeines 07.01.2019 Erfolgreichstes Bachfest der Festivalgeschichte

Jahresbilanz 2018 des Leipziger Bacharchivs – Erweiterung der Sammlung, Publikationen, Ausstellungen, Bachpreisträger und Sonderprojekte

 

Eine positive Jahresbilanz 2018 zieht das Bach-Archiv Leipzig. Zahlreiche Publikationen spiegeln die aktuellen Forschungsergebnisse des Hauses wider und die Sammlung der Stiftung wurde um wichtige Quellen zur Bach-Familie erweitert. Im Juni feierte Leipzig das erfolgreichste Bachfest der Festival-geschichte: Über 79.000 Besucher aus 45 Ländern hörten unter anderem die Konzerte des »Leipziger Kantaten-Rings« in den historischen Leipziger Bach-Kirchen. Einen Monat später reisten zum Internationalen Bach-Wettbewerb Leipzig erneut Interpreten aus 34 Ländern in die Messestadt, um den begehrten Titel »Bachpreisträger« zu erringen. Das Bach-Museum Leipzig präsentierte zwei erfolgreiche Kabinettausstellungen zu Bachs Privatschülern und zur mitteldeutschen Musiklandschaft des Barock.

Auch im Jahr 2018 standen sowohl die zahlreichen Forschungs- und Editions-projekte zur Bach-Familie als auch die Erweiterung der Sammlung im Zentrum der Arbeit des Bach-Archivs Leipzig. Im Carus-Verlag erschien ein Thematisch-systematisches Verzeichnis der musikalischen Werke von Johann Ernst Bach sowie, in Kooperation mit der Evangelischen Verlagsanstalt Leipzig, der zweite Band der Dokumente zur Geschichte des Thomaskantorats. Erworben wurde unter anderem ein handschriftliches Spendenbuch der Thomasschule zu Leipzig aus den Jahren 1633 bis 1641 sowie zwei Abschriften von Kompositionen aus dem engen Umfeld der Bach-Familie.

Prof. Peter Wollny, Direktor des Bach-Archivs Leipzig: »Ich freue mich, dass das Bach-Archiv in allen seinen Bereichen exzellent aufgestellt ist und auch im vergangenen Jahr seinen Ruf als führendes Forschungszentrum zu Leben und Werk Johann Sebastian Bachs und seiner Familie behaupten konnte. Mit der Besetzung der vakanten Stellen gehen wir gestärkt und zuversichtlich ins neue Jahr.«

Gleich zwei wichtige Positionen des Hauses wurden 2018 durch den Stiftungsrat neu besetzt: Zur Geschäftsführerin des Bach-Archivs wurde Franziska Grimm ernannt. Die Kulturmanagerin wechselte aus Dresden nach Leipzig und trat die Position zum 1. August 2018 an. Zum Intendanten des Bachfestes Leipzig wurde der Musikwissenschaftler Dr. Michael Maul berufen, nachdem dieser seit 2016 die künstlerische Planung der Leipziger Bachfeste als Dramaturg maßgeblich verantwortet hatte. Der habilitierte Musikwissenschaftler Michael Maul gehört zu den führenden Bach-Forschern weltweit. Seit 2002 wirkt er am Bach-Archiv Leipzig.

Anlässlich des 333. Geburtstages von Johann Sebastian Bach wurde im März die multimediale Online-Plattform jsbach.de freigeschaltet. Die Seite versteht sich als digitaler Reiseführer, der den Einstieg in Bachs Welt auf verschiedenen Wissensebenen ermöglicht. Mittels historischer Quellen und audiovisueller Medien informiert jsbach.de kurzweilig und crossmedial auf der Basis der aktuellen Bach-Forschung. Die Seite entstand in Kooperation mit der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen sowie Deutschlandfunk Kultur und wird kontinuierlich von der Forschungsabteilung des Bach-Archivs Leipzig weiterentwickelt.  Im Oktober erschien mit Bach 333 bei Deutsche Grammophon und Decca das umfangreichste CD-Box-Set, das je einem einzelnen Komponisten gewidmet wurde. Die 222 CDs und eine DVD-Dokumentation umfassende Gesamtausgabe entstand in Zusammenarbeit mit 32 Labels und einem Team von Wissenschaftlern des Bach-Archivs Leipzig. Forschungsergebnisse, die auf der aktuellen Arbeit der Wissenschaftler an der der revidierten Ausgabe des Bach-Werke-Verzeichnisses basieren, fanden hier erstmals Berücksichtigung.

Unter seinem neuen Intendanten Dr. Michael Maul feierte Leipzig das bisher erfolgreichste Bachfest seit Beginn der Festivalgeschichte im Jahr 1999. In 161 Veranstaltungen des zehntägigen Musikfestes wurden erstmals über 79.000 Besucher gezählt. Der ausverkaufte Zyklus »Leipziger Kantaten-Ring« am Eröffnungswochenende wurde von der weltweiten Bach-Gemeinde begeistert aufgenommen und von Musikliebhabern aus 45 Nationen mit Standing Ovations gefeiert. Es wurden 54 % mehr Tickets als im Vorjahr abgesetzt, Konzerte mit reinem Bach-Programm erreichten insgesamt eine Auslastung von 90 %. Der XXI. Internationale Johann-Sebastian-Bach-Wettbewerb Leipzig 2018 fand vom 11. bis 21. Juli statt. 105 hochbegabte Musikerinnen und Musiker aus 34 Ländern wetteiferten in den Fächern Klavier, Cembalo und Violine/Barockvioline um den begehrten Titel »Bachpreisträger«. In jedem Fach wurden drei Bach-Preise vergeben, die ersten Preise errangen Rachel Naomi Kudo (USA, 1. Preis Klavier), Avinoam Shalev (Israel, 1. Preis Cembalo) sowie Maria Włoszczowska, Violine (Polen, 1. Preis Violine).

 

Wenn die Musikstadt Markneukirchen im Frühjahr 2019 zum 54. Mal junge Musiker zum Internationalen Instrumentalwettbewerb einlädt, werden vom 9. bis 18. Mai die Fächer Violoncello und Gitarre im Mittelpunkt stehen. Gerne erinnert man sich im Vogtland noch an die herausragenden Preisträger der letzten Wettbewerbe in diesen Fächern – Bruno Delepelaire (jetzt Berliner Philharmoniker), Sol Daniel Kim und Edward King in der Kategorie Violoncello sowie Otto Tolonen, Rafael Aguirre und Matthias Müller im Fach Gitarre.

Zu den drei öffentlichen Auswahlprüfungen und einer Finalrunde in jedem Fach sowie dem abschließenden Preisträgerkonzert in Begleitung des Philharmonischen Orchester Plauen-Zwickau werden auch 2019 außergewöhnliche Talente aus aller Welt erwartet. Die öffentliche Ausschreibung des Wettbewerbsprogramms sowie weitere Informationen zum Wettbewerbsablauf können über die Homepage des Wettbewerbes abgerufen werden. Anmeldungen sind dort direkt online möglich. Die Anmeldefrist für das Fach Violoncello läuft noch bis 10. Januar 2019. Für das Fach Gitarre werden Bewerbungen bis zum 31. Januar 2019 entgegengenommen. Die Anmeldegebühr beträgt 100 Euro, die Altersgrenze liegt bei 30 Jahren im Fach Violoncello bzw. 32 Jahren für Gitarre. Den Preisträgern werden Geldpreise im Wert von 31.000 Euro sowie Konzertengagements und verschiedene Sachpreise in Aussicht gestellt. Für den Wettbewerb 2019 hat erneut der Chefdirigent der Sächsischen Staatskapelle Dresden, Christian Thielemann, die Schirmherrschaft übernommen. Die Präsidentschaft liegt in den Händen von Prof. Thomas Selditz. Unter seiner Leitung werden die beiden Fachjuryvorsitzenden Prof. Danjulo Ishizaka - Violoncello (Japan/Deutschland) und Prof. Thomas Müller-Pering – Gitarre (Deutschland) gemeinsam mit international anerkannten Musikerpersönlichkeiten und Pädagogen in den beiden Fachjurys wirken. Dazu gehören im Bereich Violoncello: Prof. Yi-Bing Chu (China), Prof. Maria Kliegel (Deutschland), Prof. Zdzisław Łapiński (Polen), Prof. Monika Leskovar (Kroatien), Prof. Csaba Onczay (Ungarn) und Prof. Marko Ylönen (Finnland). Der Jury im Fach Gitarre gehören an: Prof. Joaquín Clerch (Kuba), Prof. József Eötvös (Ungarn), Prof. Margarita García Escarpa (Spanien), Prof. Pablo Márquez (Argentinien), Prof. Raphaella Smits (Belgien) und Prof. Alexander Swete (Österreich).

Allgemeines 03.01.2019 Clara Schumann als Komponistin

Sonderausstellung im Robert-Schumann-Haus Zwickau ab dem 13. Januar 2019

 

Komponierende Frauen im 19. Jahrhundert waren eine Ausnahme. Dass Clara Schumann sogar mehr als 20 ihrer Werke in Druckausgaben bei renommierten Verlagen vorlegte, ist umso ungewöhnlicher. In einer Sonderausstellung präsentiert das Robert-Schumann-Haus Zwickau Clara Schumanns Kompositionen in Originalhandschriften und -ausgaben mitsamt den zugehörigen Entstehungsdokumenten. Alle Exponate gehören zum reichhaltigen Archivbestand des Museums. Aus dem Nachlass Friedrich Wiecks kamen die Originalausgaben der frühen Klavierwerke seiner Tochter ins Zwickauer Schumann-Museum, beim Ankauf des Schumann-Nachlasses durch die Stadt Zwickau 1925 wurden auch zahlreiche Notenhandschriften Clara Schumanns erworben. Erst 1971 konnte die Partiturhandschrift von Clara Schumanns vielleicht bedeutendstem Werk, ihrem Klaviertrio op. 17, aus dem Nachlass einer Schülerin für das Robert-Schumann-Haus erworben werden. Erstmals zu sehen sind Neuerwerbungen von Originalausgaben einzelner Klavierstücke Clara Schumanns aus den Jahren 1885 und 1892. Die Musikalien werden ergänzt durch eigenhändige Briefe und Tagebuchdokumente zur Entstehung sowie Programmzettel und Besprechungen in zeitgenössischen Musikzeitschriften. Die Ausstellung, die bis 31. März zu sehen ist, wird am Sonntag, 13. Januar, um 16 Uhr eröffnet, der Eintritt zur Vernissage ist frei. Im Anschluss findet ab 17 Uhr ein Konzert statt, bei dem auch Clara Schumanns Violinromanzen erklingen. »Clara Schumann als Komponistin« ist die erste der Sonderausstellungen des Robert-Schumann-Hauses, mit denen in diesem Jahr unterschiedliche Aspekte des Lebens und Schaffens von Clara Schumann beleuchtet werden. Aus Anlass ihres 200. Geburtstages folgen bis einschließlich Dezember noch »Clara Schumann und ihre Kinder«, »Clara en tour Konzertauftritte und -reisen« sowie »Clara Schumann und die Familie Wieck«.

Kinder & Jugend 20.12.2018 Du stehst auf Jazz?

10. internationales Kinderjazzfestival in Leipzig

Vom 1. bis 3. März 2019 findet in Leipzig das 10. Internationale Kinderjazzfestival statt. Im Januar enden die Bewerbungsfristen für Solisten, Bands und Workshop-Teilnehmer.

Zum nunmehr zehnten Mal organisiert der Verein »Kids Jazz L.E.« das Internationale Kinderjazzfestival in Leipzig. Die ersten Bands stehen bereits fest. Doch es gibt noch ausreichend Platz auf der Bühne im MDR-Orchestersaal für weitere Kinder- und Jugend-Ensembles, die sich auf Jazz spezialisiert haben. Im Rahmen des Festivals können sie an den Festivaltagen ein oder mehrfach auftreten. Auch Solisten und Duos können sich noch bis zum 15. Januar bewerben.

Neben den Konzerten im MDR-Orchestersaal auf dem Leipziger Augustusplatz, finden im Rahmen des Festivals Workshops für musikbegeisterte Kinder und Jugendliche statt. Hier lernen die Teilnehmer andere Musiker kennen, die sich als Band, Duett oder Solist angemeldet haben. Die Workshops finden am 2. und 3. März ab 10 Uhr in der Hochschule für Musik und Theater »Felix Mendelssohn Bartholdy« statt. Die Festival-Teilnehmer werden hier in kleineren Bands von erfahrenen Dozenten und Profi- Musikern unterrichtet. Zum Abschluss des Festivals treten am Ende des Wochenendes alle Workshop-Bands auf der großen MDR-Orchesterbühne auf. Hier können die Kinder und Jugendlichen Eltern und Freunden zeigen, was sie während des Wochenendes erarbeitet und gelernt haben. Für viele Teilnehmer ist es das erste Zusammenspiel in einer Band, das Lust auf mehr Musik macht!

Bands, Solisten, Duos und Workshop-Teilnehmer können ihre Bewerbung per E-Mail mit Namen, Alter und Instrument per Mail an info@kidsjazz.de schicken. Teilnehmen kann jeder, der nicht älter als 16 Jahre ist. Den Teilnehmern wird während der Workshops Einzel- als auch Gruppenunterricht (Jazzcombo/Bigband) angeboten. Es gibt Workshops für junge Jazz-»Pro s«, für Jazzanfänger und für interessierte Kinder, die noch kein Instrument spielen.

Unter dem Motto »Kinder jazzen für Kinder! Hören – erleben – mitmachen« veranstaltet der Verein»Kinds Jazz LE e.V.« seit 2009 das Internationale Kinderjazzfestival in Leipzig. Oberstes Ziel und Anliegen ist es, Kinder und Jugendliche für diese spezielle, sonst oft Erwachsenen vorbehaltene Musik zu begeistern und nachhaltiges Interesse zu wecken. Neben Kinder aus Deutschland, haben sich in den vergangenen Jahren auch Ensembles aus Estland, Litauen, Ukraine und Russland beworben. Das Jubiläumsfestival 2019 wird ein ganz besonderes. Neben einer Allstar-Band mit Teilnehmern aus den vergangen Jahren, sind es die Teilnehmer selbst, die das Festival wie jedes Jahr besonders machen werden. Auch der Leipziger Nachwuchsjazz wird vertreten sein und beweisen, wie beliebt die Stilrichtung Jazz bei Kindern und Jugendlichen ist.

Kulturpolitik 18.12.2018 Kultur für alle und überall

Staatsregierung verabschiedet landesweites Konzept Kulturelle Kinder- und Jugendbildung

 

Kulturelle Bildung ist Teil eines umfassenden Bildungsverständnisses. Alle Kinder und Jugendliche sollen die Möglichkeit ihres Erwerbs bekommen. Das Kabinett hat daher in seiner Sitzung am 23.10.2018 das »Landesweite Konzept Kulturelle Kinder- und Jugendbildung für den Freistaat Sachsen« zur Kenntnis genommen und seine Umsetzung beauftragt.

Mit dem Konzept hat die Sächsische Staatsregierung einen gemeinsamen Rahmen zur Förderung und Entwicklung der Kulturellen Bildung in Sachsen erarbeitet. Die Verabschiedung des landesweiten Konzepts entspricht einem im Koalitionsvertrag zwischen CDU und SPD formulierten Vorhaben der Regierungskoalition. Das Konzept wurde unter Führung des Kunstministeriums innerhalb einer interministeriellen Arbeitsgruppe gemeinsam mit den Staatsministerien für Kultus, Soziales und Gleichstellung erarbeitet. Die Kulturräume, Kultureinrichtungen, zuständigen Dachverbände und weitere Partner der Kulturellen Bildung wurden in diesem Prozess umfangreich beteiligt. Alle treffen sich demnächst an einem Runden Tisch Kulturelle Bildung, um die konkrete Umsetzung des Konzeptes zu besprechen.

Ziel des landesweiten Konzepts ist es, kulturelle Bildungsangebote auch außerhalb der urbanen Zentren zu stärken, die schulische Kulturelle Bildung deutlicher zu akzen¬tuieren und die kulturelle und interkulturelle Kompetenz zu fördern. Für die Förderung von Maßnahmen der Kulturellen Kinder- und Jugendbildung stehen aktuell jährlich über sieben Millionen Euro bereit. Die setzen sich zusammen aus der Musikschulförderung (6 Mill. €) und der Förderung von Projekten der Kulturellen Bildung (über eine Million Euro). Darin enthalten sollen im kommenden Doppelhaushalt erneut 300.000 € zur Förderung von Mobilitätsprojekten sein. Die Arbeit der Netzwerkstellen in den Kulturräumen – Mittler zwischen Kultur- und Bildungseinrichtungen soll mit 210.000 € gefördert werden. Dies bedarf noch der Zustimmung des Sächsischen Landtags.

Das Konzept folgt fünf Leitzielen, welche den Rahmen für die weitere Stärkung der Kulturellen Bildung in Sachsen setzen:

  • Herstellung von Teilhabegerechtigkeit,
  • Entwicklung bedarfsgerechter Angebote,
  • Existenz stabiler Kooperationen und Partnerschaften zwischen Kultur-, Jugend- und Schuleinrichtungen,
  • Qualitätssicherung der Angebote
  • qualifizierte Aus- und Weiterbildung von Fachkräften.

Diese als Zielperspektiven formulierten Arbeitsschwerpunkte werden mit 40 Einzelmaßnahmen untersetzt.

Preise & Stipendien 17.12.2018 Gustav-Wohlgemuth-Plakette für Rolf Schneider und Christfried Brödel

Außergewöhnliche Verdienste um Laien- und Kirchenchorwesen in Sachsen gewürdigt

 

Mit der Gustav-Wohlgemuth-Plakette zeichnete der Sächsische Chorverband e.V. jetzt den Chemnitzer Chorleiter und Dirigenten Rolf Schneider sowie den emeritierten Rektor und Professor für Chorleitung an der Hochschule für Kirchenmusik Dresden, Christfried Brödel, aus. Damit würdigt der Sächsische Chorverband die jahrzehntelangen außergewöhnlichen Verdienste der beiden Persönlichkeiten um das sächsische Laienchorwesen. Die Plakette wurde benannt nach dem Leipziger Chordirigenten und Komponisten Gustav Wohlgemuth (1863–1937). Er leitete u.a. die Leipziger Singakademie, war Festdirigent der Gesamtchöre bei den Sängerfesten des Deutschen Sängerbundes, gehörte dem Führungsgremium des Deutschen Sängerbundes an und leitete 20 Jahre die Zeitschrift »Sängerhalle«.

Christfried Brödel wirkte von 1992 bis zur seiner Emeritierung im Jahr 2013 als Rektor und Professor für Chorleitung an der Hochschule für Kirchenmusik in Dresden. Sein Weg dahin führte zunächst über die Mathematik. Denn dieses Fach studierte der aus einem sächsischen Pfarrhaus stammende Christfried Brödel zunächst in Leipzig. Während des Studiums prägten und förderten ihn musikalisch zwei Chorleiter entscheidend: der Thomaskantor und Leiter des Universitätschores Hans-Joachim Rotzsch und Erich Schmidt, der damalige Leiter der Meißner Kantorei. Eine akademische Laufbahn als Mathematiker war Christfried Brüdel aus politischen Gründen verwehrt. So wechselte er 1984 als Kirchenmusiker zur Evangelischen Landeskirche Sachsens. Dort arbeitete er zunächst als Landessingwart und später als Dozent und Direktor an der damaligen Kirchenmusikschule in Dresden. Von 1981 bis 2017 leitete Christfried Brödel die Meißner Kantorei. Dieser außergewöhnliche Chor ist ein Ensemble begabter und begeisterter Laiensängerinnen und Sänger, das seinen Schwerpunkt schon seit Jahrzehnten bei zeitgenössischen geistlichen Chorwerken des 20. und 21. Jahrhunderts setzt. Christfried Brödels musikalisches Wirken lebt von der Spannung zwischen alter und zeitgenössischer geistlicher Musik. Mit der Meißner Kantorei und dem von ihm gegründeten Ensemble »vocal modern« brachte er rund 80 Werke zur Uraufführung, unter anderem zahlreiche Kompositionen aus dem Kantatenzyklus »Das geistliche Jahr« des Dresdner Komponisten Jörg Herchet. Hinzukommen kommen zahllose Erstaufführungen. Christfried Brödel ist Mitglied der Sächsischen Akademie der Künste und Vorsitzender der Neuen Bachgesellschaft (NBG). Für die Verbreitung der Werke Bachs engagiert er sich besonders durch die Leitung von Bachakademien in Osteuropa (Rumänien und Ukraine). In seiner 30 Jahre währenden Tätigkeit als Dozent und Professor für Chorleitung hat er ganze Generationen von Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusikern entscheidend geprägt. In zahllosen Seminaren und Kursen arbeitet er in ganz Deutschland und z.T darüber hinaus mit Dirigenten und Chorleitern, wobei ihm die Arbeit mit Laien nicht weniger Freude bereitet als die Leitung eines Meisterkurses. Christfried Brödel begreift sich stets selbst als Lernenden. Von seinem Chorleitungslehrbuch »Dirigieren für Chorleiter«, das 2014 im Bärenreiter-Verlag erschien, sagt er selbst, es sei das Ergebnis dessen, was er von seinen Studierenden lernen durfte.

1992 initiierte der Chemnitzer Rolf Schneider die Gründung des Musikbundes Chemnitz e.V., dessen erster Vorsitzender er wurde und den er über viele Jahre profilierte. Heute ist der Musikbund Chemnitz mit seinen 24 Chören und 900 Mitgliedern in Chemnitz und dem Umland einer von vier Regionalverbänden des Sächsischen Chorverbandes e.V. Bereits 1948 gründete Rolf Schneider als Neulehrer seinen ersten Chor in Chemnitz, ein Jahr später kam ein Männerchor hinzu. 1961 übernahm er die Leitung des Orchesters des »Florian-Geyer-Ensembles« Karl-Marx-Stadt und 1962 die Gesamtleitung des Ensembles, das er zu einem der leistungsstärksten Laienensembles der DDR profilierte. Mit diesem trat er zu den Arbeiterfestspielen auf, nahm an nationalen und internationalen Wettbewerben teil, reiste zu Konzerten durch die DDR und ins Ausland, war mehrfach in Fernsehsendungen wie »Alles singt!« zu sehen und zu hören. Das Ensemble wurde zudem für seine Uraufführungen von zeitgenössischen Komponisten wie Jürgen Golle und Gunter Erdmann gefeiert. Rolf Schneider leitete Jurys nationaler und internationaler Chorwettbewerbe oder gehörte diesen an. Als Dozent bildete er Chorleiter aus und weiter, unter anderem auch in Kuba. Auch den Eiskunstläuferinnen Gabi Seiffert und Katharina Witt sowie dem bislang einzigen europäischen Weltmeister auf der 400-Meter-Strecke von 1987, Thomas Schönlebe, brachte er als Musiklehrer an der damaligen Sportschule Karl-Marx-Stadt die Welt der Musik näher. Bereits ab 1985 engagierte sich der Chemnitzer im Bereich der Seniorenchöre. Von 1999 bis 2017 leitete er die Treffen von Seniorenchören künstlerisch. 2018 trafen sich in Chemnitz zum 33. Mal in Chemnitz Chöre aus Deutschland und Europa zum »Sängerfest«. Dieses geht ebenfalls auf das Engagement von Rolf Schneider zurück. Bereits 1983 regte er mit Blick auf die sängerische Tradition des »Deutschen Sängerbundes« das »Arbeitersängerfest« in Karl-Marx-Stadt an. 1989 nahmen erstmals Chöre aus Finnland, Österreich und der Bundesrepublik an diesem Treffen teil. Rolf Schneider, der in wenigen Tagen seinen 88. Geburtstag feiert, dirigierte letzmalig im Juni 2017 zum »Tag der Volkssolidarität« auf der IGA Berlin einen Chor von über 200 Sängerinnen und Sängern aus Berlin, Potsdam, Schwerin und Chemnitz.

Allgemeines 13.12.2018 »Wurzeln«

Internationale Messiaen-Tage 2019

Über das Festival

Dass Musik nicht trennt, sondern verbindet und über Schmerz und Elend hinweghelfen kann, bewies der französische Komponist Olivier Messiaen, als er während seiner Gefangenschaft im Stalag VIII A sein »Quatuor pour la fin du temps« komponierte und gemeinsam mit drei Mitgefangenen am 15. Januar 1941 in der Theaterbaracke zur Uraufführung brachte.

Der Meetingpoint Music Messiaen e.V. erinnert bereits seit 2008 jedes Jahr am 15. Januar am historischen Ort an dieses besondere Ereignis. 2017 erwuchs daraus ein mehrtägiges Festival, welches vom europäischen Friedensgedanken inspiriert, Menschen auf beiden Seiten der Neiße, sowie aus ganz Europa und der Welt an diesem einzigartigen Ort der (Musik-)Geschichte zusammenbringen will. Internationale Künstler treffen dabei auf Forschende zur jüngeren Geschichte der Region und das Publikum wird eingeladen Zeitgenössische Musik und Kunst im historischen Ambiente der Grenzstadt, Führungen, Vorträge und Diskurse zu erleben und sich so dem Spannungsfeld Kunst - Krieg zu nähern.

 

Vom 11. bis 15. Januar 2019 laden die dritten Internationalen Messiaen-Tagen Görlitz Zgorzelec ein. Das junge Festival beschäftigt sich auf künstlerischer Ebene mit einem besonderen Moment der Geschichte dieser Region und widmet sich 2019 dem Themenkreis »Wurzeln«. Durch zeitgenössische Konzerte, historisch- informierte Akzente in Form von Vorträgen und Führungen, sowie einer Ausstellungseröffnung soll den Menschen der Region, wie auch interessierten Gästen von außerhalb eine weite Palette an assoziativen Aspekten nähergebracht werden. Das Festival kehrt stets zu seinen musikalischen Wurzeln zurück und setzt das »Quartett auf das Ende der Zeit« als zentralen Anker. Die Leitfragen des Festivals für das kommende Jahr sind: Wer sind wir? Wo kommen wir her? Wo gehen wir hin? Jeder Festivalbesucher hat individuell die Möglichkeit sich mit diesen Fragen, seiner Herkunft und seiner Geschichte über die Musik und Kunst auseinander zu setzen.

Die Sinfonietta Dresden eröffnet das Festival mit dem Sinfoniekonzert in der Annenkapelle Görlitz. Ein Orchester, das dem Görlitzer Publikum aufgrund seines abwechslungsreichen zeitgenössischen Repertoires bekannt ist und für den Freitag ein Konzert voller Naturbeobachtungen vorbereitet hat. Am Samstagvormittag finden historische Führungen statt und am Abend können Sie im Theater Görlitz beim Kammerkonzert »Fremde bin ich eingezogen« und im Atelier Kremser beim Nachtschwärmerkonzert »Ragtime polonais« den Tag auf eine besondere Art und Weise ausklingen lassen. Der Sonntag beginnt mit einer deutsch- polnischen Heiligen Messe in der Bonifatiuskirche Zgorzelec, anschließend folgen Lied und Lesung zu Mikis Theodorakis, eine Kurzführung auf dem Gelände des ehemahligen Stalag VIII A und am späten Nachmittag können Sie sich vom Liederabend in der Annenkapelle inspirieren lassen. Der Festivalmontag steht ganz unter dem Motto der Begegnung: Armin Mueller- Stahl eröffnet eine besondere Ausstellung in der Galerie Brüderstraße Görlitz und am Abend haben Sie die Möglichkeit an einer Podiumsdiskussion zum Thema Grenzidentitäten im Schlesischen Museum Görlitz teilzunehmen. Am letzten Tag erwartet Sie unter anderem der Höhepunkt unseres Festivals: das Kammerkonzert »Quatuor pour la fin du temps, Stalag VIII A« mit einer Erstaufführung.

Programm und Karten

Das detaillierte Programm für das gesamte Festival, wie auch für jedes einzelne Konzert finden Sie auf der Internetseite www.messiaen-tage.eu. Eintrittkarten bei Eventim

Preise & Stipendien 10.12.2018 Ehrung für Markus Rindt

Der Intendant und Mitbegründer der Dresdner Sinfoniker wurde mit dem Erich-Kästner-Preis ausgezeichnet

 

Am 2. Dezember 2019 wurde Markus Rindt, Intendant und Mitbegründer der Dresdner Sinfoniker, mit dem Erich-Kästner-Preis ausgezeichnet. Der Presseclub Dresden ehrte damit sein vielfältiges Engagement für eine bessere Verständigung der Völker, gegen Fanatismus und Abschottung und seinen unermüdlichen Einsatz für die Dresdner Sinfoniker, die nunmehr seit 20 Jahren das internationale Kulturleben mit einem positiven Signal aus der Stadt Dresden bereichern. Für Markus Rindt stellt diese Auszeichnung eine sehr große Ehre dar – vor allem unter dem Aspekt, dass der Erich-Kästner-Preis in der Vergangenheit so bedeutenden Persönlichkeiten wie Ignatz Bubis, Richard von Weizsäcker, Hans-Dietrich Genscher oder Joachim Gauck verliehen wurde. Er dankte seiner Familie, seinem Team und den Musikerinnen und Musikern der Dresdner Sinfoniker, die in der Vergangenheit immer wieder mit viel Engagement und Idealismus bei seinen Projekten mitwirkten. Aus diesem Anlass möchten wir Ihnen das MDR-Klassik-Gespräch vom 29. Oktober 2018 zum Nachhören empfehlen, wo Markus Rindt mit Redakteur Thomas Bille über seine Biographie, seine Neugier auf andere Kulturen, über die politische Bedeutung von Musik und seine Arbeit mit den Dresdner Sinfonikern spricht: https://www.mdr.de/kultur/dresdner-sinfoniker-markus-rindt-100.html

Die 10.000 Euro Preisgeld spendet Markus Rindt übrigens in voller Höhe der Dresdner Initiative »Musaik – Grenzenloses Musizieren«, die im September 2017 von den Musikpädagoginnen Luise Börner und Deborah Oehler gegründet wurde und sich kostenlos an Kinder aus schwierigen ökonomischen oder familiären Verhältnissen richtet. Zudem wollen die Dresdner Sinfoniker eine Kooperation mit dem »neuen Orchester« im Stadtteil Dresden-Prohlis eingehen und die Kinder bei einem Konzert im nächsten Jahr in das Programm einbinden. Darauf dürfen Sie gespannt sein!

Personalia 03.12.2018 Axel Köhler ist neuer Rektor der HfM Dresden

Erweiterter Senat stimmt mehrheitlich für 58jährigen Sänger und Regisseur

 

Axel Köhler ist neuer Rektor der Dresdner Hochschule für Musik. Der 58jährige setzte sich am 3. Dezember in der Wahl durch den Erweiterten Senat im ersten Wahlgang gegen Prof. Stephan Froleyks (Prodekan Universität Münster) durch. Köhler hat bereits erklärt, die Wahl annehmen zu wollen.

Zu Beginn seiner Amtszeit wolle er, so Köhler, als Einstieg in eine gut funktionierende Kommunikation, jeden Mitarbeiter des Hauses kennenlernen und Kontakt zu den Studierenden aufnehmen. »Eine Bestandsaufnahme zum internen mentalen Zustand der Hochschule halte ich für einen gelingenden Start für besonders wichtig.« In der Folge werde er zügig die gemeinsame Diskussion um Leitlinien zur weiteren Ausrichtung und Profilierung der Hochschule eröffnen.

Axel Köhler wurde 1960 in Schwarzenberg im Erzgebirge geboren. Er studierte an der Dresdner Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Violinpädagogik und Gesang. Seine musikalische Karriere führte ihn zunächst ins Ensemble der Oper Halle, im Verlauf seiner künstlerischen Karriere als Gast u.a. an die Semperoper Dresden, die Bayrische Staatsoper, die Staatsoper Hamburg, das Royal Opera House London, die Staatsoper Wien sowie zu den Salzburger Festspielen. 1994 wurde er mit dem Händel-Preis geehrt und 1998 zum Kammersänger ernannt. Von 2009 bis 2016 war Axel Köhler künstlerischer Direktor und später Intendant der Oper Halle. Seit 2000 ist Köhler auch als Regisseur tätig, inszenierte u.a. in München, Bayreuth, Innsbruck, Dresden, Palermo und Graz. Seit der Spielzeit 2016|2017 ist er Mitglied des Ensembles der Staatsoperette Dresden.

Wann der neu gewählte Rektor sein Amt tatsächlich antreten kann, wird derzeit noch verhandelt. Die Hochschule für Musik wird nach dem Rücktritt von Amtsvorgängerin Judith Schinker im März dieses Jahres derzeit interimistisch von Rebekka Frömling, Prorektorin für Studium und Lehre, geleitet.

Preise & Stipendien 23.11.2018 Robert-Schumann-Preis 2019

Ragna Schirmer und Janina Klassen erhalten den Robert-Schumann-Preis der Stadt Zwickau

 

Die Pianistin Prof. Ragna Schirmer und die Musikwissenschaftlerin Prof. Dr. Janina Klassen erhalten den Robert-Schumann-Preis der Stadt Zwickau 2019 zu gleichen Teilen. Die Jury würdigt damit ihre jahrzehntelange Auseinandersetzung besonders mit Clara Schumann, deren 200. Geburtstag im kommenden Jahr gedacht wird.

Janina Klassen wurde 1953 in Bad Salzuflen geboren. Sie studierte Musikwissenschaft, Germanistik, Philosophie und Italienisch in Freiburg, Wien und Kiel. Nach ihrer Magister-Prüfung arbeitete sie zunächst im Christians-Verlag Hamburg und als Dozentin für Musiktheorie. 1988 wurde sie in Kiel mit einer Dissertation »Clara Wieck-Schumann: Die Virtuosin als Komponistin: Studien zu ihrem Werk« promoviert. Für die Recherchen zu dieser Arbeit kam sie noch zu DDR-Zeiten zu Forschungsaufenthalten ins Robert-Schumann-Haus Zwickau. Seit 1999 lehrt sie als Professorin an der Musikhochschule in Freiburg im Breisgau, wo sie Clara Schumann regelmäßig in Lehrveranstaltungen einbezieht. Ihre 2009 erschienene Clara-Schumann-Biographie erreichte ein weites Leserpublikum. Neben zahlreichen Artikeln hat sie sich auch als Notenherausgeberin mit dem Werk Clara Schumanns, auch durch Erstveröffentlichungen, intensiv auseinandergesetzt.

Ragna Schirmer wurde 1972 in Hildesheim geboren. Sie studierte Klavier in Hannover bei Karl-Heinz Kämmerling sowie in Paris bei Bernard Ringeisen. Sie war Stipendiatin des Deutschen Musikrats und der Studienstiftung des Deutschen Volkes. Seit 1996 lebt sie in Halle an der Saale. 2001 bis 2011 wirkte sie als Professorin an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim/Heidelberg. Unter ihren mehr als ein Dutzend veröffentlichten CD-Produktionen nimmt die Musik von Clara und Robert Schumann eine besondere Stellung ein. Sie spielte nicht nur Soloklavierwerke, sondern auch das orchesterbegleitete Klavierkonzert Clara Schumanns ein. Für die im Bärenreiter-Verlag erscheinende Ausgabe der Klavierwerke Robert Schumanns steuert sie die Fingersätze bei, wobei sie sich an den Fingersätzen Clara Schumanns orientiert. Im Vorfeld des Clara-Schumann-Jubiläumsjahrs 2019 hat sie sich auf besondere Weise für die Komponistin und Pianistin engagiert, z. B. durch das Clara-Schumann-Projekt des Puppentheaters Halle oder durch Auseinandersetzung mit der im Robert-Schumann-Haus Zwickau erhaltenen Programmzettelsammlung Clara Schumanns, wofür sie vor Ort recherchierte.

Der Robert-Schumann-Preis der Stadt Zwickau wird seit 1964 von der Stadt verliehen. Ausgezeichnet werden damit hochrangige Dirigenten, Wissenschaftler, Instrumentalisten, Sänger, Klangkörper oder Institutionen des deutschen und internationalen Musiklebens, denen ein besonderer Verdienst um die Verbreitung der musikalischen Werke Schumanns und der Erforschung seines Lebens und Schaffens zukommt. Bis 2002 wurde die Auszeichnung jährlich vergeben, seit 2003 erfolgt die Vergabe alle zwei Jahre. Die Auszeichnungsvorschläge unterbreitet die Robert-Schumann-Gesellschaft Zwickau e.V. Der Preis ist mit einer Gesamtsumme von 10.000 Euro dotiert, die bei mehreren Preisträgern geteilt werden kann. Weiterhin gehören eine Bronzemedaille und eine Urkunde zur Auszeichnung.

Zwar wurden auch früher schon Musiker und Musikwissenschaftler für ihre besonderen Verdienste um Clara Schumann mit dem Preis ausgezeichnet, so 1993 der belgische Pianist Jozef De Beenhouwer und 1996 die amerikanische Biographin Nancy Reich, doch steht im kommenden Jahr erstmals Clara Schumann ganz im Zentrum der Preisvergabe. Die Verleihung erfolgt in einer öffentlichen Fest-Veranstaltung im Robert-Schumann-Haus Zwickau am Freitag, dem 12. April 2019.

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