Allgemeines 12.06.2019 Colditz ist erstmals Austragungsort für Chorfestival

5. Muldentaler Chorfestival und -wettbewerb präsentiert Chöre aus Sachsen und Thüringen

 

Zehn Chöre verschiedener Gattungen und Stilrichtungen werden sich am kommenden Sonnabend auf Schloss Colditz zum »5. Muldentaler Chorfestival und -wettbewerb« präsentieren. Das Wertungs- und Beratungssingen, bei denen Laienchöre aus Sachsen und Thüringen ihr Wettbewerbsprogramm vortragen werden, ist öffentlich. Erstmals wird Colditz Austragungsort des Festivals und Wettbewerbs sein.

Veranstaltet wird der »5. Muldentaler Chorfestival und -wettbewerb« vom Sächsischen Chorverband unter Regie des Leipziger Chorverbandes, einem von vier Regionalverbänden der Chorvereinigung. Der Kammermusiksaal der Landesmusikakademie Sachsen und die Stadtkirche St. Egidien werden Veranstaltungsorte sein. Chöre werden ebenso im Innenhof des Colditzer Schlosses auftreten. Zudem wird es 15:30 Uhr ein Orgelkonzert in der Stadtkirche geben sowie ein Vokalkonzert in der Musikakademie. Die am Wettbewerb teilnehmenden Chöre werden in den Kategorien Gemischte Chöre, Gleichstimmige Chöre, Jazz-/Popchöre sowie in einer Sonderkategorie antreten. Besondere Höhepunkte des »5. Muldentaler Chorfestival und -wettbewerbs« werden am Nachmittag des Sonnabends ein großes Kanonsingen aller Chöre im Schloss-Innenhof und das große Abschlusskonzert ab 16:30 Uhr in der Stadtkirche St. Egidien sein. Zu diesem Abschlusskonzert werden die Chöre dann auch ihre Urkunden und Preise des Wettbewerbs erhalten.

Der Eintritt zu den Veranstaltungen ist frei!

Karten zu Preisen von 8 bis 23 Euro unter www.theater-chemnitz.de und an der Tageskasse

 

Unter dem Titel »Tiger, Pinguin, Burggespenst & Co« ist am Sonntag, 16. Juni um 10.30 Uhr im Opernhaus Chemnitz ein ganz besonderes Familienkonzert mit starker Dresdner Beteiligung zu erleben. Dass Musik von Schülern der Komponistenklasse Dresden die Neue-Musik-Kids-Konzerte der Robert-Schumann-Philharmonie Chemnitz bereichert, ist bereits zur Tradition geworden. In diesem Jahr steuern die neun- bis 15-jährigen Dresdner sowohl kammermusikalisch besetzte Werke wie »Der Tiger« von Jonas Kerda, »Zwei gute Freunde« von Tom Seidel, »Lülü, das Burggespenst« von Katja Steude und »Das Stück mit dem Joker« von Anton Zeißig als auch die Orchesterkomposition »Am Lagerfeuer« von Helene Scharfe bei. Uraufgeführt wird das auf Wunsch der Chemnitzer Musiker entstandene Stück »Pinguin-Aktion« von Richard Zeißig. Unter der Leitung von Jakob Brenner erklingen außerdem die Uraufführung »Weg zu mir – Meditation für Orchester« des ehemaligen Schülers der Komponistenklasse Dresden Jan Arvid Prée (geb. 1998) sowie Werke von Bernd Alois Zimmermann, Giorgos Kyriakakis (UA), Henry Berthold und Hans Helfritz.

Seit mehreren Jahren führen Musiker der Robert-Schumann-Philharmonie unter der engagierten Federführung der Geigerin Mechthild Winkler Kinder und Jugendliche in Chemnitz und Umgebung an zeitgenössische Musik heran. Mit den NeMuKids-Konzerten »touren« sie in Kindergärten und Grundschulen. Ein wichtiger Bestandteil dieses Projekts ist die Zusammenarbeit mit der Komponistenklasse Dresden, wo komponierende Kinder und Jugendliche gefördert werden.

Kinder & Jugend 06.06.2019 Education-Programm als Erfolgsrezept

Jugendchor »multicolor« ist neuer Patenchor des Dresdner Kammerchores in der Saison 2019/2020

Samstag, 16. November 2019
19:30 Uhr
Annenkirche Dresden
Klage – Gedenkkonzert
Werke von Lasso, Schütz, Mendelssohn, Berlinski
Dresdner Kammerchor, Leitung: Hans-Christoph Rademann

18:30 Uhr
Konzerteinführung mit dem Jugendchor »multicolor« des Gymnasiums Dreikönigschule Dresden
Leitung: Cathleen Berg und Christian Förster

 

Für die in der kommenden Saison erneut stattfindende Schulchor-Patenschaft des Dresdner Kammerchores wurde dieses Mal der Jugendchor »multicolor« des Gymnasiums Dreikönigschule Dresden (Leitung: Cathleen Berg und Christian Förster) ausgewählt. Mit »multicolor« betreut der Dresdner Kammerchor einen äußerst ambitionierten Jugendchor, der sich in seiner Arbeit einem stilistisch vielfältigen Repertoire widmet und 2017 Preisträger des Wettbewerbs für Dresdner Laienchöre war.

Ab dem nächsten Schuljahr eröffnen sich den Jugendlichen ganz neue Perspektiven, da sie hautnah erleben werden, wie ein professionell arbeitender Kammerchor probt und klingt. Die Schüler/innen werden von Mentor/inn/en aus den Kammerchor-Reihen individuell mit Stimmbildung gefördert, erleben gemeinsame Probenarbeitsphasen und besuchen Konzerte. Einer der Höhepunkte der Patenschaft ist das alljährliche Gedenkkonzert des Dresdner Kammerchores am 16. November 2019, für das die Schüler/innen eigens eine klingende Konzerteinführung einstudieren und gestalten werden.

Education-Programm als Erfolgsrezept

Seit 2013 schreibt der Dresdner Kammerchor – damals als deutschlandweit erstes freies Ensemble – zusammen mit seinem Leiter Hans-Christoph Rademann Schulchor-Patenschaften für den sängerischen Nachwuchs aus und geht mit dieser Initiative in die nunmehr siebte Runde. Damit engagiert sich der Kammerchor dezidiert für das Ensemblemusizieren in Schulen und fördert nicht nur die Vokalqualität von Jugendlichen, sondern trägt dazu bei, den musikalischen Horizont der Schüler/innen entscheidend zu bereichern. Die Zusammenarbeit beginnt mit dem Saisonstart im September 2019. Ab dem Frühjahr 2020 können sich erneut Schulchöre aus Dresden und Umgebung für das Schuljahr 2020/21 um eine Patenschaft bewerben.

Allgemeines 05.06.2019 »Psalmen & Friedensmusiken«

Hans-Christoph Rademann und der Dresdner Kammerchor vollenden mit der finalen CD der Schütz-Gesamteinspielung ein »Mammutprojekt«

 

Am 7. Juni erscheint die abschließende 20. Folge der weltweit ersten Heinrich-Schütz-Gesamteinspielung: Mit »Psalmen & Friedensmusiken« (Schütz-Edition Vol. 20) vollenden Dirigent Hans-Christoph Rademann und der Dresdner Kammerchor ihr 2009 begonnenes Großprojekt. Damit liegt das umfangreiche Werk des Dresdner Hofkapellmeisters Heinrich Schütz nun erstmals vollständig auf CD vor. Die 20. Folge vereint einerseits prächtige, großangelegte Einzelwerke für besondere repräsentative Anlässe und Auftragskompositionen für außerhalb des Dresdner Hofs. Andererseits sind auch sehr persönliche Stücke zu hören, wie beispielsweise ein ergreifendes Sololied, das Schütz auf den Tod seiner Frau Anna Magdalena komponierte. Diese kaum bekannten und selten aufgeführten Werke zeigen erst die gesamte Fülle von Schütz’ musikalischem Schaffen und sind damit ein wichtiger Schlussstein, der das Bild dieses Komponisten – des »Vaters der deutschen Musik« – vervollständigt.

»Einklang von Verstand und Gefühl«

Dirigent Hans-Christoph Rademann ist dankbar, dass er so umfassend in Schütz’ Werk eintauchen konnte: »Als ich im Jahre 1975 als Sängerknabe im Dresdner Kreuzchor Heinrich Schütz erstmals intensiv kennengelernt habe, hatte sich mir noch längst nicht erschlossen, welch unerhörter Schatz diese Musik ist. Nun, nach dem Abschluss der Gesamteinspielung, bleiben bei mir und allen Mitwirkenden ein ehrfürchtiges Staunen und eine große Dankbarkeit: Wir alle fühlen uns ungemein erfüllt und bereichert. In Schütz‘ Werken bewundern wir den Zusammenhang des Wortes und der Musik, hören eine klingende Welt der Bilder und werden im schönsten Sinne in einen Einklang von Verstand und Gefühl versetzt. Diese Musik schließt die Seele des Menschen auf und lässt die textlichen Inhalte eindringen und wirksam werden. Sie kann uns das geben, was wir gerade in der heutigen Zeit so dringend benötigen: Konzentration, Fokussierung und Ruhe in uns selbst. Ich wünsche allen Hörern unserer Gesamteinspielung, dass sie dies für sich entdecken können.«

»eine Edition, die Maßstäbe setzt«

20 Folgen auf insgesamt 28 CDs umfasst die Gesamteinspielung, die beim Carus-Verlag Stuttgart erschienen ist, z.T. in Koproduktion mit den Radiopartnern MDR Kultur und Deutschlandfunk Kultur. Dass es bei diesem Projekt niemals nur um Vollständigkeit ging, sondern dass Rademann und seinen Musikern auch eine CD-Reihe von gleichbleibend höchster musikalischer Qualität gelungen ist, belegen zahlreiche Preise und Auszeichnungen. Die CD mit Schütz‘ »Johannes-Passion« erhielt 2016 den Jahrespreis der deutschen Schallplattenkritik – eine Ehrung, die zugleich die ganze Schütz-Gesamteinspielung würdigte als »eine Edition, die Maßstäbe setzt« (Jurybegründung). Viele Förderer und Unterstützer trugen dazu bei, dass dieses Projekt realisiert werden konnte. An der Seite des Stuttgarter Carus-Verlags beteiligte sich neben MDR Kultur auch Deutschlandfunk Kultur als Koproduktionspartner, so auch bei der nun erschienenen Vol. 20. Unterstützung kam von der Kulturstiftung Dresden der Dresdner Bank, der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, dem Mitteldeutsche Barockmusik e. V., der Stiftung Kunst und Musik für Dresden, der Berthold Leibinger Stiftung, der EKD sowie von Michaela und Michael Wirtz und zahlreichen weiteren privaten Sponsoren und Spendern.

Personalia 03.06.2019 »Ich möchte der musikalischen Farbigkeit unserer Chorlandschaft neue Impulse geben«

Nico Nebe ist neuer Landeschorleiter des Sächsischen Chorverbandes

 

Der Zwickauer Musikerzieher, Dirigent, Komponist und Musikverleger Nico Nebe wurde vom Präsidium des Sächsischen Chorverbandes e.V. zum neuen Landeschorleiter des Verbandes gewählt. Der Präsident des Westsächsischen Chorverbandes e.V. und Chorleiter des Kammerchores »Belcanto« Zwickau sowie des Männerchores »Liederkranz« Zwickau 1843 wird sich in dieser Funktion künftig um die musikalischen Interessen und Angelegenheiten der über 270 Chöre des Sächsischen Chorverbandes kümmern. 

»Unsere Chöre zeigen sich in einer großen musikalischen Farbigkeit. Die Genrevielfalt unserer Männerchöre, gemischten Chöre, Kinder- und Jugendchöre, Schulchöre, Frauenchöre, Kammerchöre und Chöre in den Musikrichtungen Jazz, Pop und Groove für die Laienchorlandschaft Sachsens zu erhalten und ihr neue Impulse zu geben, ist eine meiner vordringlichsten Aufgaben«, umreißt Nico Nebe eine der Intentionen für sein Ehrenamt. Bereits als langjähriger Vizepräsident des Sächsischen Chorverbandes war er in den zurückliegenden Jahrzehnten wesentlich an der Entwicklung der Chorszene im Freistaat beteiligt. Für seine künstlerischen Leistungen in der Chorleitung wurde ihm vom Bundesverband Deutscher Chorverbände der Titel Chordirektor (BDC) verliehen.

Als Landeschorleiter wird Nico Nebe Ansprechpartner für die Mitgliedschöre und die vier Regionalverbände in künstlerischen Fragen sein. Darüber hinaus möchte er in seiner Funktion »das Miteinander unserer Chöre koordinieren und den Austausch zwischen unseren Chören auf musikalischen wie persönlichen Ebenen fördern.

Die Chöre des Sächsischen Chorverbandes können viele Synergien und Leistungsangebote nutzen, mit denen der Verband die Chorarbeit unterstützt und fördert. Noch wichtiger als in den Jahren zuvor sei es, den Erfahrungsaustausch unter den Chören zu intensivieren, die Chöre zu Kooperationen zu ermuntern, ihnen aber ebenso künstlerisch neue Impulse für die Gestaltung von Programmen, Proben und Chorauftritten zu geben. Zusammen mit dem Präsidium des Sächsischen Chorverbandes möchte Nico Nebe hierfür neue Ideen und Konzepte entwickeln und umsetzen. Besonders wichtig sei es ihm, die Chöre bei der Gewinnung von sängerischem Nachwuchs zu unterstützen, so Landeschorleiter Nebe. Unter anderem möchte er dafür die Zusammenarbeit von Chören des Sächsischen Chorverbandes mit Kindergärten, Schulen und nicht zuletzt mit nicht verbandsgebundenen Ensembles stimulieren. Dafür ist der Austausch untereinander ebenso erforderlich wie Impulse, die wir als Verband und ich als Landeschorleiter für die Gestaltung von Programmen, Proben oder auch Chorauftritte geben kann. »Wir sollten in unseren Teilverbänden noch stärker darauf schauen, in welchen Chören beispielsweise die Chorarbeit besonders gut läuft. Diese Chöre könnten ihre Erfahrungen zu unseren Infotagen für Vorstände oder in Seminaren an andere Chöre weitergeben. »Wir müssen die Freude, die unsere Chöre am Singen in einer Gemeinschaft haben, noch stärker nach außen tragen. Dafür sind wir als Verband als Ideengeber gefragt«, so Nico Nebe.

»Ich glaube, es wird immer dringlicher, die Zusammenarbeit unserer Chöre zu intensivieren, und zudem das über Jahre hinweg gesungene Repertoire aufzufrischen.« Mit einer regelmäßigen Literaturveränderung halte man SängerInnen geistig fit und gesanglich frisch – überrascht dazu noch das Publikum und gewinnt sängerischen Nachwuchs. Chorvorstände sollten ihre Chorleiter zu Repertoirewechseln ermutigen, so Landeschorleiter Nico Nebe. »Volksliedbearbeitungen beispielsweise, die modern und mit einem hohen musikalischen Anspruch gesungen werden können, sprechen das Publikum an und machen zudem viel Spaß beim Singen.«

Wenn im Frühjahr 2020 Tausende Sängerinnen und Sänger zum Deutschen Chorfest nach Leipzig kommen, wird sich auch der Sächsische Chorverband in seiner ganzen chormusikalischen Farbigkeit zeigen. »Ich ermuntere unsere Chöre, diese einzigartige Chance eines bundesweiten Chorfestes vor der eigenen Haustür zu nutzen, um sich musikalisch zu vergleichen, sich zu präsentieren und sich Anregungen für die eigene Chorarbeit zu holen.« Das Deutsche Chorfest 2020 in Leipzig werde auch eine Werbung für den Chorgesang in Sachsen sein. »Eine klangvollere Werbung für neue Sängerinnen und Sänger in unseren Chören können wir in Sachsen nicht bekommen!«




Personalia 14.05.2019 Ton Koopman – neuer Präsident der Stiftung Bach-Archiv Leipzig

Der niederländerische Cembalist, Organist und Dirigent Ton Koopman gehört zu den weltweit führenden Bach-Interpreten

 

Ton Koopman ist neuer Präsident der Stiftung Bach-Archiv Leipzig. Der niederländische Cembalist, Organist, Dirigent und Musikwissenschaftler übernimmt damit die Rolle eines international beachteten Botschafters für die Leipziger Bach-Forschung. Koopman folgt auf John Eliot Gardiner, der die Funktion des Stiftungspräsidenten von 2014 bis 2018 ausübte.

Im Rahmen einer Sitzung des Stiftungsrates unter Leitung des Leipziger Oberbürgermeisters Burkhard Jung wurde am 13. Mai 2019 Ton Koopman zum neuen Präsidenten der Stiftung Bach-Archiv Leipzig gewählt. In dieser Funktion ergänzt der niederländische Bach-Spezialist ab sofort den dreiköpfigen Vorstand der Stiftung, dem zudem der Direktor des Hauses, Bach-Forscher Prof. Dr. Peter Wollny, und die Geschäftsführerin Franziska Grimm angehören.

Ton Koopmans profunde und wissenschaftlich gestützte Kenntnis von Leben und Wirken Bachs prädestinieren ihn für die Funktion des Stiftungspräsidenten ebenso wie seine herausragende Karriere als Musiker: Koopman ist Gründer des renommierten Amsterdam Baroque Orchestra sowie des Amsterdam Baroque Choir und gastierte als Solist und Ensembleleiter an allen bedeutenden Konzerthäusern und Festivals der Welt. Als Gastdirigent arbeitete Koopman mit bedeutenden Orchestern wie den Berliner Philharmonikern oder dem New York Philharmonic Orchestra. Koopman ist Professor emeritus der Universität Leiden, Ehrenmitglied der Royal Academy of Music in London, künstlerischer Leiter des Festivals »Itinéraire Baroque« und Präsident der International Dieterich Buxtehude Society. Für seine Verdienste wurde Ton Koopman mit zahlreichen internationalen Preisen geehrt, darunter die Bach-Medaille der Stadt Leipzig.

Das Bach-Archiv Leipzig versteht sich als musikalisches Kompetenzzentrum am Hauptwirkungsort Johann Sebastian Bachs. Sein Zweck ist, Leben, Werk und Wirkungsgeschichte des Komponisten und der weit verzweigten Musikerfamilie Bach zu erforschen, sein Erbe zu bewahren und als Bildungsgut zu vermitteln.

Allgemeines 13.05.2019 Sächsische Chöre erfüllen Schloss Augustusburg mit Chorgesang

Der Sächsische Bergsteigerchor, Frauen- und Gemischte Chöre präsentieren sich zum 2. Sächsischen Chorfestival am 19. Mai

 

Schloss Augustusburg bildet am 19. Mai die Kulisse für das 2. Sächsische Chorfestival. Chöre des Sächsischen Chorverbandes werden an diesem Sonntag den Schlosshof, die Schlosskirche, das Brunnenhaus und den Hasensaal der Augustusburg mit unterhaltsamer Chormusik unterschiedlicher Genres erfüllen. »Chöre des Sächsischen Chorverbandes unternehmen in Chorkonzerten auf verschiedenen Bühnen sechs Stunden lang einen Streifzug durch die vielfältige Chorlandschaft Sachsens und laden zum Zuhören und zum Mitsingen ein«, so Thomas Lohse, Geschäftsführer des Sächsischen Chorverbandes e.V. Die Augustusburger, aber ebenso Sonntagsausflügler sind eingeladen, einen vom Chorgesang erfüllten Sonntag auf der Albrechtsburg zu verbringen.

Der Sächsische Bergsteigerchor »Kurt Schlosser« aus Dresden wird sich auf Augustusburg nicht nur als eine verschworene Gemeinschaft präsentieren, die naturverbunden den Bergen, dem Klettersport und dem Wandern verbunden ist. Die gut 140 Sänger des traditionsreichen, vor über 90 Jahren gegründeten Männerchores haben bereits in mehr als 14 Ländern ihren klangvollen Gesang erhoben und Säle gefüllt. Am 19. Mai werden sie den Schlosshof von Augustusburg mit ihren Liedern über die Schönheit der Berge und der Natur erfüllen. Die Augustusburger Choryfeen sind, wie der Name bereits vermuten lässt, ein reiner Frauenchor und natürlich in Augustusburg bestens bekannt. Der aus dem Gemischten Chor »Volkschor Augustusburg« hervorgegangene Chor wird im Hasensaal des Schlosses und in der Schlosskirche Volkslieder verschiedener Nationen vortragen, teils auch in der jeweiligen Originalsprache. Zum Repertoire des Frauenchores gehören ebenso geistliches und Liedgut Alter Meister wie Titel aus der Schlager- und Popszene. Ebenfalls im Hasensaal zu hören sein wird der Hutholz-Chor Chemnitz. Der gemischte Chor hat seinen Namen nicht ohne Grund dem Chemnitzer Wäldchen »Hutholz« entlehnt: Das Repertoire der Sängerinnen und Sänger umfasst ein natur- und volksliedbetontes Liedgut. Von der hohen sängerischen Qualität des »Hutholz«-Chores wird sich das Publikum des 2. Sächsischen Chorfestivals auch bei dessen Auftritt im Hasensaal überzeugen können. Im Schlosshof werden die Chorgemeinschaft aus dem Vogtlandchor Treuen und dem Silberbachchor Bad Schlema zu hören sein. Der Silberbachchor Bad Schlema gründete sich 1999. Er pflegt neben dem deutschen und internationalen Volksliederschatz Madrigale, Ausschnitte aus Oratorien, Messen, Opern und Operetten. Unterhaltsame Chorsätze aus Musicals und Evergreens gehören ebenso zum Repertoire des Chores. Dem Chemnitzer Liederkreis wird die Schlosskirche zu Augustusburg für das Chorkonzert vorbehalten sein. Knapp 40 Sängerinnen und Sänger gehören dem 1977 gegründeten Chor an. Alte und neuzeitliche, in- und ausländische Chormusik werden in der Schlosskirche erklingen. Ebenfalls in der Schlosskirche zu hören sein wird der Schwarzbach-Chor Kleinolbersdorf-Altenhain. Der Frauenchor »Hartmannsdorfer Gesangverein« wird im Brunnenhaus und im Schlosshof singen. Zudem werden alle Chöre gegen 13.45 Uhr zu einem gemeinsamen Chor-Singen im Schlosshof der Augustusburg zusammenkommen.

Das 2. Sächsische Chorfest beginnt am 19. Mai um 11.30 und wird gegen 17 Uhr seinen Abschluss finden.

Der Sächsische Chorverband e.V. ist Interessenvertreter von insgesamt 270 Chören in Sachsen. Mehr als 8.500 Sängerinnen und Sänger gehören dem Verband an. Der Sächsische Chorverband e.V. hat sich der Förderung des Chorgesangs im Freistaat Sachsen verschrieben. Der Landesverband vereinigt Chöre alle Gattungen und Richtungen, darunter Männerchöre, Frauenchöre, Gemischte Chöre, Gospelchöre, Vokalensemble u.a. sowie Instrumentalgruppen. Insbesondere hat sich der Verband der Förderung der Kinder- und Jugendchöre verschrieben und unterstützt die Schulchöre an Sachsens Schulen. Dazu fördert er landesweit Projekte, unterstützt die Chöre durch Aus- und Weiterbildung von Chorleitern und Vereinsvorständen sowie Sängerinnen und Sängern. Der Sächsische Chorverband entstand im November 2006 durch die Fusion aus Sächsischem Sängerbund, Chorverband Sachsen, Musikbund Chemnitz, Ostsächsischem Chorverband und Westsächsischem Chorverband. Er hat seinen Sitz in Frankenberg/Sa. Als Regionalverbände gehören dem Landesverband der Ostsächsische Chorverband e.V., der Westsächsische Chorverband e.V., der Leipziger Chorverband e.V. und der Musikbund Chemnitz e.V. an. Der Sächsische Chorverband ist Mitglied im Deutschen Chorverband.

Kinder & Jugend 13.05.2019 15. SAXONIADE

Internationales Festival für Jugendblasorchester vom 27. bis 30. Juni 2019

 

Blasmusik non stopp heißt es, wenn sich an vier Tagen im Juni 300 junge Musiker aus Deutschland, Polen, Litauen, Ukraine und der Tschechischen Republik treffen, um gemeinsam zu musizieren, Erfahrungen auszutauschen und sich näher kennen zu lernen.

Vom 27. bis 30. Juni 2019 findet im Landkreis Zwickau unter der Schirmherrschaft des Sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer das 15. Internationale Festival für junge Blasmusik, die SAXONIADE, statt. Die teilnehmenden Orchester werden die große Bandbreite ihres musikalischen Könnens bei den Wertungsspielen einer kompetenten Jury und während der Showprogramme dem breiten Publikum präsentieren.

Der SAXONIADE e.V. hält auch dieses Mal wieder die Fäden bei der umfangreichen Vorbereitung und der Durchführung in der Hand. Unterstützt und gefördert wird das Festival durch den Kulturraum Vogtland-Zwickau, der Sparkasse Chemnitz, der Kulturstiftung Sachsen, der Stadt Hohenstein-Ernstthal, dem Landkreis Zwickau, der enviaM, der FV Frische Vielfalt Service GmbH.

Mit einer Zentralisierung der Hauptveranstaltungen im Schützenhaus und im HOT- Sportzentrum, publikumsorientierten Showprogrammen der teilnehmenden Orchester, einem ansprechenden gastronomischen Angebot und natürlich der Musikschau der Nationen auf dem Neumarkt in Chemnitz und auf dem Kunstrasenplatz in Hohenstein-Ernstthal, wollen die Organisatoren im Jahr 2019 die SAXONIADE noch attraktiver und abwechslungsreicher für die Musiker und das Publikum gestalten und freuen sich über viele Besucher bei den einzelnen Veranstaltungen.

Allgemeines 10.05.2019 Wo sind die Grenzen?

Studentinnen und Studenten der Dresdner Musikhochschule engagieren sich gegen Diskriminierung

 

»Viele Studierende sind überrascht, dass wir über Diskriminierung an unserer Hochschule reden wollen. Erst wenn wir auf mögliche diskriminierende Situationen hinweisen, entdecken sie ihren Redebedarf und erkennen sich wieder.«, so Christoph Margraf, Student der E-Gitarre und Mitbegründer einer sogenannten Awareness Arbeitsgruppe an der Dresdner Musikhochschule. Insgesamt 46 Prozent betrage der Anteil an internationalen Studierenden, deshalb sei es wichtig, gerade diese Gruppe auf die kulturellen Besonderheiten in Deutschland hinzuweisen. »Das betrifft Fragen wie: Wieviel Privates ist im Einzelunterricht okay und wo liegen die Grenzen? Wie wird gegrüßt oder an welchen Stellen ist Körperkontakt angebracht? Vielen – gerade unserer asiatischen – Kommilitoninnen und Kommilitonen ist das nicht bewusst.«, ergänzt Gesangsstudentin Sophia Hohenöcker. Deshalb habe die AG Beispielsituationen aufgeschrieben, sowohl auf Deutsch als auch in anderen Sprachen, die zeigen, wie alltäglich Diskriminierung sei. Mit dem Bewusstsein der interkulturellen Differenzen käme bei den Studierenden auch die Rücksicht darauf.

Die 2018 gegründete Awareness AG der Hochschule habe sich zum Ziel gesetzt, die Studierenden für das Thema Diskriminierung zu sensibilisieren. Erstmals veranstaltete sie im April eine Antidiskriminierungswoche. »Uns ist es wichtig, dass die Studierenden diskriminierende Situationen erkennen und sich beim Studierendenrat oder den Gleichstellungsbeauftragten der Hochschule Hilfe holen.«, so Hohenöcker. Außerdem hoffe sie darauf, dass die Aktion auch die Sozialcourage und die Hilfe der Studierenden untereinander stärkt.

Kulturpolitik 06.05.2019 Tarifverhandlungen für Musikschullehrer im Dreiländereck

Der Landkreis Görlitz und die Gewerkschaft Ver.di haben sich bei ihrer Verhandlungsrunde im April über einen Haustarifvertrag für die angestellten Lehrer der Kreismusikschule Dreiländereck angenähert.

 

Der Landkreis Görlitz und die Gewerkschaft Ver.di haben sich bei ihrer Verhandlungsrunde im April über einen Haustarifvertrag für die angestellten Lehrer der Kreismusikschule Dreiländereck angenähert. Das sagte Ver.di-Verhandlungsführer Michael Kopp.

Trotzdem bleiben die Gespräche schwierig: Der Landkreis sei zwar bereit, künftig die Lehrer nach ihren Berufsjahren einzugruppieren. Bei der Höhe der Gehälter seien sich beide Seiten jedoch noch uneins. Laut Gewerkschaft habe der Arbeitgeber angeboten, etwa 20 Prozent weniger als den Flächentarif bezahlen zu wollen. Das habe die Gewerkschaft jedoch als nicht verhandelbar abgelehnt, so Kopp. Die nächste Verhandlungsrunde ist geplant.

Seit anderthalb Jahren kämpfen inzwischen die knapp 40 Angestellten der Kreismusikschule Dreiländereck für eine angemessene Bezahlung. An elf Tagen wurden sogar gestreikt, um beim Arbeitgeber Druck zu machen. »Wir stellen keine überzogenen Forderungen«, betont der Klavierlehrer Michael Syrbe. »Wir wollen, dass die Gehälter in die Nähe des Tariflohns kommen.« Bisher läge man deutlich darunter. Derzeit hat jeder Beschäftigte einen individuellen Vertrag mit der Kultur- und Weiterbildungs GmbH, die im Auftrag des Landkreises Görlitz die Musikschule betreibt. »Es gibt große Unterschiede in der Bezahlung und Schieflagen«, bemängelt Michael Kopp von der Gewerkschaft Verdi, der die Lehrer im Arbeitskampf unterstützt, diese Vorgehensweise. Im April hatte der Gewerkschafter als Verhandlungsführer der Musikschullehrer in einer zweiten Gesprächsrunde mit dem Landkreis Görlitz die Möglichkeiten eines Haustarifvertrags ausgelotet. Schwerpunkte waren die tarifgerechte Eingruppierung der Lehrer und die betriebliche Altersversorgung. Ziel ist eine Bezahlung in Höhe der Entgeltgruppe 9b des Tarifvertrags für den öffentlichen Dienst. »Das ist die unterste Gruppe für Beschäftigte mit Hochschulqualifikation«, erläutert Kopp. Sie gelte als bundesweiter Standard in den öffentlichen Musikschulen.

Für Peter Hesse, Geschäftsführer der Kultur- und Weiterbildungs GmbH und damit Verhandlungspartner auf der Gegenseite, ist die Rechnung einfach: Eine GmbH könne nur das Geld ausgeben, das ihr zur Verfügung stehe. Sie speise sich aus Subventionen und Elternentgelten. »Steigen diese, dann können auch Löhne steigen«, erklärt Hesse. Doch der Landkreis, zu dem die GmbH gehört, tut sich mit einer höheren Bezuschussung schwer. »Die Mitarbeiter der Kultur- und Weiterbildungsgesellschaft, wozu auch die Musikschullehrer gehören, werden nicht nach Tarif vergütet, da die Finanzausstattung des Landkreises Görlitz dies nicht zulässt«, heißt es dazu in einer Mitteilung aus dem Landratsamt. Bei den Eltern der Musikschüler stoßen solche Aussagen auf Unverständnis.

Auch der Verband deutscher Musikschulen steht hinter den Pädagogen der Kreismusikschule Dreiländereck. Nur angestellte Lehrkräfte könnten das vollständige, aufeinander abgestimmte, vielfältige und qualitativ hochwertige Angebot der öffentlichen Musikschulen garantieren, sagt Markus Brückner, Geschäftsführer des Landesverbandes Sachsen. »Der Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst regelt darüber hinaus die Eingruppierung von Musikschullehrkräften, wonach ein hochschulstudierter Musikschullehrer in der Entgeltgruppe 9b einzustufen ist.«

Bis das für den Landkreis Görlitz gilt, sind dicke Bretter zu bohren. Zumal in der Kreismusikschule laut Hesse derzeit rund 60 Prozent des Unterrichts mit angestellten Pädagogen abgedeckt wird. Den Rest leisten Honorarkräfte, die noch einmal wesentlich schlechter bezahlt werden. »Honorarlehrer verdienen pro Stunde 18 Euro brutto und weniger. Abzüglich notwendiger Ausgaben komme man damit in die Nähe des Mindestlohns«, kritisiert Michael Kopp von Verdi. Kopp erhofft sich, dass durch erste Verbesserungen für die Angestellten später auch bei den Honorarkräften nachjustiert wird.

Quelle: mdr/ma

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