Tickets für die Konzerte der Jazztage Dresden (einschließlich dem Eröffnungsabend) sind an allen ReserviX-Vorverkaufsstellen erhältlich. Ebenso steht die ReserviX-Hotline unter 01806 700733 (0,20 Euro aus dem Festnetz, mobil 0,60 Euro) zur Verfügung.

 

Seit Wochen lächeln die Plakate Dresdner und Gäste an und steigern die Vorfreude auf das vielseitige Programm der diesjährigen Festivalsaison der Jazztage Dresden. Am 23. Oktober hat das Warten endlich ein Ende: Mit einer großen Eröffnungsfeier ab 19.30 Uhr in der QF-Passage direkt neben der Frauenkirche startet das Festival in einen Monat voller musikalischer Hochkaräter und Konzerte für Jung und Alt. Unter dem diesjährigen Motto »Out of Space« zeigen die Jazztage Dresden ihren Zuschauern vom 23. Oktober bis 24. November wieder, was die nationale und internationale Jazzszene derzeit zu bieten hat.

Traditionell eröffnet Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert das Festival. Anschließend erleben die Besucher auf verschiedenen Bühnen und in den Geschäften der QF-Passage ein buntes Konzertprogramm mit Musik, Tanz und Show. Mit einem Begrüßungsgetränk in der Hand können sie durch die Location im Herzen der Stadt flanieren. Bei anregenden Gesprächen und entspanntem Beisammensein genießen sie den künstlerischen Ausblick auf den neuen Festivaljahrgang. Für die Vielfalt des Jazz und die Brücke zwischen den verschiedenen Musikgenres, teils in Verbindung mit Tanz, stehen an diesem Abend eine auserlesene Reihe an Jazztage-Künstlern wie das alpenländische Percussion-Ensemble Alpin Drums, der italienische Gitarrenvirtuose Luca Stricagnoli, Body Percussionist Gabriel Hahn, der Jazzchor Dresden, die Forster Family und die Klazz Brothers zusammen mit den Dresden Hepcats und den deutschen Breakdance-Meistern »The Saxonz«. Durch den Abend führt MDR-Moderator und Nachrichtensprecher Peter Hartlapp. Einen kleinen Vorgeschmack auf die bunte Internationalität der kommenden Jazztage Dresden gibt dabei bereits die Eröffnungsfeier, denn außerdem zu erleben sind der israelische Kontrabassist Adam Ben Ezra, der kolumbianische Pianist Bruno Böhmer Camacho sowie das vielsprachige Kateryna-Kravchenko-Quartett.

In diesem Jahr können sich Besucher zudem auf die Jazztage-Dresden-Konzerte von Größen wie Nina Hagen, Bob Geldof, Rebekka Bakken, Stanley Clarke, Curtis Stigers, Stefanie Heinzmann, Lizz Wright und viele mehr freuen.

Der Einlass in die QF-Passage ist am 23. Oktober ab 19.15 Uhr möglich. Damit dem Late-Night-Shopping zwischen den Konzerten nichts im Weg steht, haben die Geschäfte und Boutiquen exklusiv für den Festivalstart bis 23 Uhr geöffnet. Die Dresden Information startet zudem eine Sonderaktion und bietet dabei für die Eröffnungsbesucher Festivaltickets für nicht ausverkaufte oder auf Restkarten stehende Konzerte mit 50% Rabatt. Eine extended Happy Hour sorgt für kostenloses Bier, alkoholfreie Getränke und Sektempfang. Für Imbiss- und weitere Getränkeangebote ist gesorgt.

Allgemeines 17.10.2019 Förderpreises Dresdner Laienchöre

Die Landeshauptstadt Dresden würdigt die vielfältige Chorlandschaft als bedeutsamen Teil ihres Kulturlebens

3. Dresdner Chortag
Preisträgerkonzert des »Förderpreises Dresdner Laienchöre«
Mittwoch, 20. November 2019, 18.00 Uhr
Kulturpalast Dresden

Gunter Berger, Leitung
Arndt Schmöle, Moderation
Pascal Kaufmann, Orgel
Dresdner Laienchöre

Tickets
10 € / 9 € Schüler, Studenten / 5 € Kinder bis 16 Jahre
ticket (at) dresdnerphilharmonie.de

 

Der »Förderpreis Dresdner Laienchöre« geht in eine neue Runde. Bereits zum dritten Mal würdigt die Landeshauptstadt Dresden die vielfältige Chorlandschaft als bedeutsamen Teil ihres Kulturlebens. In den letzten Jahren gestalteten die Preisträger mit Begeisterung und großem Engagement den inzwischen zur Tradition gewordenen »Dresdner Chortag« im Kulturpalast mit einem abwechslungsreichen Programm. Mit Spannung wird erwartet, welche Chöre die Preise in diesem Jahr am Mittwoch, den 20. November 2019 im Konzertsaal des Kulturpalastes erhalten und sich auf dem Podium präsentieren.

38 gemischte Chöre, Frauen- und Männerchöre, Kinder- und Jugendchöre, Schulchöre, Jazz- und Popchöre sowie Vokalensembles nutzten die Gelegenheit, sich in fünf Kategorien um Geldpreise bis zu 1.200 EUR zu bewerben. Nach Einreichung der Unterlagen traf eine Jury unter Vorsitz des Philharmonischen Chordirektors Gunter Berger die Auswahl der Preisträger. Die Auszeichnungen werden im Rahmen des 3. Dresdner Chortages im Kulturpalast übergeben.

Mit der Vergabe der Förderpreise ehrt die Landeshauptstadt die lebendige Laienchorszene Dresdens. Der Förderpreis soll die Chöre in ihrer Arbeit unterstützen, ihren ideellen Wert für die städtische Kulturlandschaft sichtbar machen und ihnen ein gemeinsames Podium zum Singen bieten.

19.10.2019 | 19:30 Uhr
Konzert in Dresden
Konzertsaal der Hochschule für Musik

20.10.2019 | 19 Uhr
Konzert in Leipzig
Gewandhaus Leipzig, Großer Saal

Landesjugendorchester Sachsen
Mitglieder des Singapore National Youth Orchestra

Solisten

19.10.: Hyunyoung Lee, Klavier
(Klasse Prof. Gunther Anger, Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden)

20.10.: Kilian Scholla, Klavier
(Klasse Prof. Dietmar Nawroth, Hochschule für Musik und Theater Leipzig)

Thabet Azzawi, Ud
(Deirazzor/Dresden)

Tim Niklas Rumpelt, Pauke
(Fuchshain)

Leitung

Milko Kersten

 

Orient und Okzident treffen im Konzertprogramm des Landesjugendorchesters Sachsen unmittelbar aufeinander. Unterschiedliche Denk-und Klangwelten beeinflussen sich, ohne um die Vormacht zu streben. Sie achten sich im Nebeneinander und entfalten ihre Schönheit in ihrer Unterschiedlichkeit. Robert Schumanns »Phantasie« für Klavier und Orchester, die er später zum Klavierkonzert erweiterte, ist ein beredtes Beispiel für dessen Maxime: »Musik ist die höhere Potenz der Poesie«. Ein Liebesgedicht in Tönen. Im Werk von Schmidt-Kapfenburg geht türkische Volksmusik in ihrem Skalenreichtum eine Verbindung mit der abendländischen Dur-Moll-Tonalität ein. Bei Anton Bruckner tut sich ein kreativer Graben auf zwischen dessen weitgehend ereignislosem, biederen Privatleben und dessen kompositorischer Welt, die uns verführt zu Erhabenem, Skurrilem und Dämonischem. In eine poetische Welt von apokalyptischer Wucht. Das LJO Sachsen lädt mit seinem Herbstprogramm zur »Vorlesung« Sinfonische Poetik: Liebe–Neugier–Glaube.

Robert Schumann: Klavierkonzert a-Moll op. 54
Thorsten Schmid-Kapfenburg: »Ein West-östlicher Divan« – Konzertsuite für Ud, Streichorchester und Pauken
Anton Bruckner: Sinfonie d-Moll »Nullte« WAB 100

 

Im April kamen wertvolle historische Archiv- und Notenbestände der THOMANA in die Verwahrung des Bach-Archivs Leipzig. Teile des jüngeren Bestandes mit Autographen der Thomaskantoren von Johann Sebastian Bach bis Gustav Schreck wurden seither digitalisiert und werden nun auf der digitalen Präsenz des Bach-Archivs bei Google Arts & Culture erstmals der Öffentlichkeit frei zugänglich gemacht. Das Bach-Museum Leipzig ist das erste Musikermuseum Deutschlands und das Bach-Archiv die erste Leipziger Institution, die sich auf der Google-Plattform umfassend präsentiert.

Das Archiv des THOMANERCHOR Leipzig dokumentiert einen der größten Schätze der europäischen Musikgeschichte. Der ungebrochene Zusammenhang von musikalischen, bildungs-, kultur- und sozialgeschichtlichen Quellen aus über sechs Jahrhunderten Schulgeschichte machen das Archiv von einem der ältesten Knabenchöre der Welt zu einem beispiellosen Kulturgut. Die Sammlung enthält einzigartige handschriftliche Dokumente und frühe Drucke. Im April 2019 übernahm das Bach-Archiv Leipzig weitere wertvolle historische Bestände des THOMANERCHOR Leipzig – etwa 700 Partien – in die konservatorische Obhut. Sie werden seither digitalisiert und wissenschaftlich ausgewertet. Einzelne Objekte reichen bis ins Jahr 1471 zurück, darunter Lehrmaterial, Matrikeln seit dem 17. Jahrhundert, Quittungsbücher mit den Unterschriften von Johann Sebastian Bach und anderen Kantoren und Rektoren, autographe Musikhandschriften und Erstdrucke aus der Chorbibliothek sowie historische Aufführungsmaterialien ehemaliger Thomaskantoren.

Eine repräsentative Auswahl der Sammlung THOMANA wird nun auf der Plattform Google Arts & Culture erstmals öffentlich zugänglich gemacht. Die Webanwendung ermöglicht Nutzern einen virtuellen Blick in eine Vielzahl bedeutender Museen, Ausstellungen und Sammlungen weltweit. In Deutschland sind Musikinstitutionen wie die Elbphilharmonie Hamburg, die Berliner Philharmoniker, das Rheingau Musik Festival oder das Label Deutsche Grammophon auf der Plattform vertreten. Als bisher einziges Musikermuseum Deutschlands und erste Institution Leipzigs präsentiert sich das Bach-Archiv Leipzig mit dem Bach-Museum auf Google Arts & Culture umfänglich.

Prof. Dr. Peter Wollny, Direktor des Bach-Archivs Leipzig: »Google Arts & Culture bietet Interessierten aus aller Welt einen kostenfreien, direkten Blick auf die bedeutendsten Kulturschätze der Geschichte. Ich freue mich sehr, dass die Plattform nun auch den Zugang zur Sammlung des ›THOMANERCHOR Leipzig‹ ermöglicht. Die seit zehn Jahren bestehende Online-Plattform ›Bach digital‹ bestätigt uns tagtäglich ein weltweites Interesse an den Handschriften Johann Sebastian Bachs. Der online-Zugang zur Sammlung THOMANA auf Google Arts & Culture erschließt all diesen Usern einen weiteren bedeutenden Teil der Leipziger Musikgeschichte.«

Die Seite des Bach-Archivs Leipzig bei Google Arts & Culture bietet zahlreiche weitere Informationen: Ausführlich vorgestellt wird nicht nur das Leben und Wirken des bedeutenden Thomaskantors Johann Sebastian Bach, 360-Grad-Rundgänge entführen zudem an seine Hauptwirkungsstätte, die Leipziger Thomaskirche, den Thomaskirchhof und perspektivisch das Bach-Museum Leipzig. Zahlreiche multimediale Geschichten spiegeln darüber hinaus die aktuelle Leipziger Bach-Pflege. Diese ist maßgeblich mit der Institution Bach-Archiv Leipzig verknüpft, die als musikalisches Kompetenzzentrum am Hauptwirkungsort Johann Sebastian Bachs Leben, Werk und Wirkungsgeschichte des Komponisten und der weit verzweigten Musikerfamilie Bach erforscht und vermittelt.

Kinder & Jugend 25.09.2019 Förderstipendium der Sächsischen Mozart-Gesellschaft

Für musikalisch hochbegabte Kinder und Jugendliche vergibt die Sächsische Mozart-Gesellschaft e.V. im Rahmen ihrer langjährigen Kinder- und Jugendförderung ein Förderstipendium zur Unterstützung ihrer Ausbildung und musikalischen Laufbahn im Jahr 2020.

Für das Förderstipendium der Sächsischen Mozart-Gesellschaft e.V. kann man sich selbst bewerben oder durch Dritte vorgeschlagen werden.

Vorschläge und Bewerbungen für das Förderstipendium 2020 sind bis zum 31. Oktober 2019 zu richten an:
Sächsische Mozart-Gesellschaft e.V.
Hartmannstraße 7c
09111 Chemnitz       

 

Das Förderstipendium beinhaltet eine finanzielle Zuwendung in Höhe von 600 €. Darüber hinaus gibt die Sächsische Mozart-Gesellschaft den Stipendiaten die Möglichkeit, ihr Können in Konzerten zu demonstrieren und somit wertvolle Erfahrung zu sammeln. Die Vorstellung der neuen Stipendiaten erfolgt in einem repräsentativen Rahmen bei einem Konzert der Sächsischen Mozart-Gesellschaft e.V.

Vergabekriterien
1. Das Förderstipendium wird an musikalisch hochbegabte Kinder und Jugendliche zur Unterstützung ihrer musikalischen Ausbildung im instrumentalen oder vokalen Bereich verliehen.
2. Das Förderstipendium wird in einer Höhe von insgesamt 600 € für ein Kalenderjahr ausgegeben.
3. Das Förderstipendium kann sowohl an eine Einzelperson als auch an ein Ensemble verliehen werden.
4. Das Höchstalter der Stipendiaten zum Stichtag der Verleihung beträgt 18 Jahre.
5. Voraussetzung für die Verleihung des Förderstipendiums sind herausragende Wettbewerbserfolge wie beispielsweise bei »Jugend musiziert« (mindestens auf Landesebene) oder ähnlichen Wettbewerben bzw. ein herausragendes nachgewiesenes Leistungsniveau.

Bewerbungsunterlagen beinhalten einen kurzen Lebenslauf, den musikalischen Werdegang, das bereits erarbeitete Repertoire, Referenzen von Lehrern sowie ein Foto und aktuelle Video- oder Tonaufnahmen.

Allgemeines 24.09.2019 30 Chöre aus Sachsen bringen Landesgartenschau zum Klingen

800 Chorsängerinnen und -sänger werden beim »Sächsischen Chorfestival 2019« die Landesgartenschau Frankenberg/Sachsen mit ihrem Gesang erfüllen.

 

Eine Woche vor dem Ende der Landesgartenschau in Frankenberg/ werden am Sonnabend, dem 28. September 30 mitwirkende Chöre und Ensembles des Sächsischen Chorverbandes, des Kirchenchorwerkes Sachsen und des Kirchenbezirkes Marienberg auf den Bühnen des Landesgartenschau-Areals auftreten. Von 10 Uhr bis 18 Uhr unterhalten 13 Chorensembles auf der großen Bühne im Naturerlebnispark Zschopau-Aue und auf der Bühne in den Paradiesgärten Mühlbachtal das Publikum der Landesgartenschau in Einzelauftritten mit ihrem A-cappella-Gesang. Höhepunkt des »Chorfestivals zur Landesgartenschau Frankenberg« wird 15 Uhr ein gemeinsames Konzert aller 30 Chöre gemeinsam mit der Mittelsächsischen Philharmonie auf der Hauptbühne werden.
In den Chorkonzerten werden beliebte Chorstücke a-cappella und mit Orchesterbegleitung erklingen. Die Chöre werden die Landesgartenschau-Besucher zum Mitsingen einladen, unter anderem bei »Bunt sind schon die Wälder“ (im Satz von Volker Hahn), »Heute wollen wir das Ränzlein schnüren« im Satz von Rolf Lukowsky und beim Kanon »Dona nobis pacem«. Auch das bekannte Lied »Das Wandern ist des Müllers Lust« soll gemeinsam mit dem Publikum gesungen werden. Das Besondere wird dabei die orchestrale Fassung, die von der Mittelsächsischen Philharmonie begleitet wird. Die Chöre haben dieses Arrangement nur einzeln in ihren regulären Chorproben einstudiert. Auf der Landesgartenschau werden sie kurz vor der Aufführung zu einer Generalprobe erstmals zusammenfinden. Die Chöre werden die Gelegenheit nutzen, um neue Sängerinnen und Sänger für das Chorsingen zu werben. Einige der Chöre werden im kommenden Jahr vom 30. April bis zum 3. Mai 2020 beim Deutschen Chorfestival in Leipzig dabei sein.

Einzelkonzerte geben in Frankenberg der Chemnitzer Liederkreis e.V., der Chor des Kurortes Hartha, die Augustusburger Choryfeen, die Chöre der Kantoreien Frankenberg und Flöha-Niederwiesa, der Lützeltalchor Frankenberg, der Ökumenischer Kirchenchor Eppendorf, der Kirchenchor Dörnthal, Meracante aus Meerane, die Chemnitzer Singflut, der Frauenchor Leipzig-Süd, der Seniorenchor der Volkssolidarität und das Ensemble Musica Chemnitz.

Gefördert wird das Chorkonzert vom Kulturraum Erzgebirge-Mittelsachsen, der Landesgartenschau Frankenberg und der Evangelisch-lutherische Landeskirche Sachsen.

Für den Zutritt zur Landesgartenschau ist der ausgeschriebene Eintrittspreis zu zahlen.

Kulturpolitik 24.09.2019 Chorarbeit muss einen festen Platz an Schulen erhalten

120 Chorleiter aus Schulen, Musiklehrer, Wissenschaftler und Vertreter von Verbänden erarbeiteten Handlungskatalog auf »1. Symposium Sächsische Schulchöre«

 

Chorarbeit muss endlich einen festen Platz an unseren Schulen finden. Dafür müssen Politik, Gesellschaft und Wissenschaft die Rahmenbedingungen schaffen. 120 Chorleiter aus Schulen, Musiklehrer, Wissenschaftler, Vertreter von sächsischen Staatsministerien und Institutionen diskutierten am zurückliegenden Wochenende an der Hochschule für Musik Dresden über die Situation von Schulchören in Sachsen. In einem Handlungs- und Forderungskatalog werden die Ergebnisse des »1. Symposiums Sächsische Schulchöre« nun zusammengefasst. »Wir werden diesen Katalog an die sächsische Politik, die Fachpolitiker im neuen Sächsischen Landtag, an die zuständigen Ministerien und das Sächsische Landesamt für Schule und Bildung weiterreichen«, erklärte Olaf Katzer, Professor für Chormusik an der Hochschule für Musik Dresden, nach Abschluss des dreitägigen Symposiums. Ein Exemplar wird auch direkt an Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer gehen. »Wir freuen uns, dass er sich zum Auftakt unseres Symposiums auch in Zeiten einer Digitalisierungsoffensive an Sachsens Schulen an einer hohen Qualität der Schulchorarbeit interessiert zeigte.« Sachsens Ministerpräsident sagte den Akteuren des Symposiums zudem zu, eine längst überfällige qualitative und quantitative Evaluierung der Chorarbeit an Sachsens Schulen mit zu befördern.

»Schulchorarbeit ist ein künstlerischer Prozess mit einer hohen ästhetischen Qualität«, fasst Professor Olaf Katzer die Essenzen des »1. Symposiums Sächsische Schulchöre« zusammen. »Dieser Wert muss in Gesellschaft, Politik und Wissenschaft erkannt, deutlich gemacht und verankert werden. Dafür muss die Chorarbeit quantitativ und qualitativ nachhaltiger im Bildungskanon und mit der gleichen Wertigkeit wie die MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) im Schulalltag platziert werden.« Die Teilnehmer des Symposiums artikulierten sich klar dagegen, dass Chorarbeit einzig als Ganztagsangebote (GTA) an den Schulen stattfinden dürfe. Chorarbeit müsse parallel zum Musikunterricht fest in die Stundentafeln integriert werden. In Ganztagsangeboten könnten ergänzen, so mit Stimmbildung und Korrepetition. »Vielen Musiklehrern fehlt inzwischen angesichts der Überreizung ihres Stundendeputats die Kraft und Zeit, zusätzlich einen Chor an der Schule zu leiten. Diese Lehrer, die ihre Liebe zur Musik zum Beruf gemacht haben und den Wert der Musik gern an junge Generationen weitergeben wollten, sind zunehmend frustriert«, so Olaf Katzer. »Schulchorarbeit braucht die Verbindlichkeit von Raum und Zeit für diese Lehrer, um eine Beständigkeit und Kontinuität für die Schulchöre zu sichern. Ansonsten geht das Schulchorsterben in Sachsen weiter.« Insbesondere in den Schulen auf dem Land, aber auch in den Städten müsse gewährleistet werden, dass Schülerinnen und Schülern das Singen im Schulchor möglich gemacht wird.

Die TeilnehmerInnen des Symposiums forderten weiterhin eine fachspezifische Fort- und Weiterbildung für Quereinsteiger, eine Etablierung eines Referenten für schulische Chorarbeit in den zuständigen Ministerien und eine Grundevaluierung des Schulchorwesens im Freistaat Sachsen. Den sächsischen Musikhochschulen müsste seitens der zuständigen Ministerien stärker als bisher ermöglicht werden, das Thema Schulchor wissenschaftlich und die Aus- und Fortbildung der Chorleiter und Musiklehrer fachlich zu begleiten. Gefordert wird ebenso eine Studienzeitverlängerung im Lehramt Grundschule von vier auf fünf Jahre sowie die Einbeziehung der Schulleiterkonferenz in das Thema. Aus dem Symposium heraus wurden ein »Sächsisches Schulchornetzwerk« und diverse Foren initiiert, um die Initialzündung des Symposiums weiterzutragen.

Über 300 Schülerinnen und Schüler aus sieben Schulchören zeigten mit ihren Auftritten zur festlichen Eröffnung des Symposiums und in zwei Gesprächskonzerten, welche engagierte Arbeit Chorleiter und Musiklehrer in Sachsen erbringen und in welch hoher Qualität, mit wie viel Freude sächsische Schulchöre ihre Liebe zur Chormusik leben.

Das Symposium war eine groß angelegte Zusammenarbeit zwischen verschiedensten Institutionen - der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden, dem Sächsischen Musikrat, der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, dem Sächsischen Chorverband e.V., dem Bundesverband Musikunterricht, Landesverband Sachsen, dem Netzwerk Musikalische Nachwuchsförderung, dem Verband Deutscher Konzertchöre und dem Landesamt für Schule und Bildung. Die Sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Dr. Eva-Maria Stange, und der Sächsische Staatsminister für Kultus, Christian Piwarz, übernahmen die Schirmherrschaft für das »1. Symposium Sächsische Schulchöre«.

Allgemeines 03.09.2019 Kennen Sie Milda?

Einladung zur Ausstellungseröffnung „Augenblicke - Muldenblicke“

22. September 2019 | 11 Uhr | Landesmusikakademie Sachsen | Schloss Colditz

 

Die alte Namensform der Mulde, Milda, wird von Namensforschern als die Wasserreiche übersetzt.

Die Mulde entspringt entlang den Nordhängen des Erzgebirges als Freiberger bzw. Zwickauer Mulde. Ab dem Zusammenfluss beider Mulden nahe Sermuth, unweit von Colditz, durchquert sie als Vereinigte Mulde das Leipziger Tiefland und die Dübener Heide bis zur Einmündung in die Elbe bei Dessau. Mit bis zu 900 Metern Höhenunterschied auf einer Länge von rund 300 Kilometern wird sie als der am schnellsten fließende Fluss Mitteleuropas bezeichnet.
Dabei fließt sie durch enge Täler und weite Flusslandschaften, vorbei an malerischen Burgen und herrschaftlichen Schlössern, Fähren und alten Mühlen, durch Talsperren und Wehre, unter historischen Brücken und Viadukten hindurch. Die Städte und Dörfer entlang des Flusslaufes geben Einblick in die eindrucksvolle Geschichte der Kulturlandschaften Sachsens.
Nicht immer friedlich plätschernd, verlässt sie auch manchmal ihr angestammtes Bett, tritt über die Ufer und hinterlässt dabei Verwüstung und Not.
Hier möchte ich Ihnen die liebenswerten, romantischen und schönen Seiten der Mulde näherbringen. Dabei liegt das besondere Augenmerk auf dem mittleren Teil der Mulde, der Landschaft zwischen Leisnig, Rochlitz und Wurzen.
Lassen Sie sich zu einem Streifzug durch unser schönes Muldental im Wandel der Tages- und Jahreszeiten verführen. Nicht immer ist die Schönheit auf den ersten Blick zu sehen, manchmal verstecken sich neue und spannende Einblicke hinter Altbekanntem. Unsere Landschaft zu lieben und zu achten ist auch ein Beitrag zur Erhaltung unserer Natur, um sie auch für spätere Generationen zu bewahren.
Ich wünsche viel Vergnügen beim „Entdecken“ von Milda in den Räumen der Landesmusikakademie Sachsen im Schloss Colditz. Die Eröffnung wird durch das Ensemble Allegro aus Leipzig unter der Leitung von Christine Theile musikalisch begleitet.

Rainer Kurth, Fotograf


Allgemeines 30.08.2019 Kirchenmusiktage werfen ihre Klänge voraus

Grußkonzerte in verschiedenen Regionen Sachsen stimmen ein

 

Das Eröffnungskonzert der insgesamt zwölf Grußkonzerte im Vorfeld der Landeskirchenmusiktage vom 23. bis 27. Oktober 2019 in Dresden findet am 1. September mit einem vogtländischen Kantorei- und Bläsertreffen in der Michaeliskirche im vogtländischen Adorf statt.

In den darauf folgenden Wochen stimmt die abwechslungsreiche Konzertreihe in den Regionen Sachsens auf das kirchenmusikalische Großereignis in Dresden ein. Mit Oratorien, Chor- und Instrumentalmusik, mit Gospel, Bläser, Orgel und Orchester ziehen die Organisatoren in den kirchenmusikalischen Zentren alle Register, bevor sie sich selbst auf den Weg nach Dresden machen.

Die Landeskirchenmusiktage unter dem Motto „spielräume“ mit zahlreichen Konzerten, Seminaren, Workshops und Fortbildungen dienen somit nicht nur als kirchenmusikalische Leistungsschau sächsischer Prägung, sondern auch als willkommener Treffpunkt für Kirchenmusiker und Kirchenmusikerinnen, um sich fortzubilden und Erfahrungen auszutauschen. Für Musikinteressierte stehen die Türen offen, ebenso die Konzerte einer breiten Besucherschar. So wird u.a. in der Dresdner Kreuzkirche am 26. Oktober die Vesper - Messe solennelle von Hector Berlioz mit dem Chor der Teilnehmer der Landeskirchenmusiktage, Solisten und Orchester der Hochschule für Musik aufgeführt.

Nach den Landeskirchenmusiktagen in Chemnitz (2007) und zuletzt im Rahmen des Deutschen Evangelischen Chorfestes in Leipzig 2014 wird im Jubiläumsjahr zum 70. Bestehen der damaligen Kirchenmusikschule und heutigen Hochschule für Kirchenmusik zum Musikfest nach Dresden eingeladen. Die Grußkonzerte und die Landeskirchenmusiktage werden durch die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen gefördert.

Vorbereitet und verantwortet werden die Landesmusiktage von der Arbeitsstelle Kirchenmusik, der Hochschule für Kirchenmusik sowie von Landeskirchenmusikdirektor Markus Leidenberger. In der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens singen und musizieren regelmäßig in 719 Kirchenchören und Kantoreien 16.681 Sängerinnen und Sänger, 519 Kurrenden mit 6.632 Kindern und 413 Instrumentalkreise mit 3.259 Musikern. 323 haupt- und nebenamtliche Kirchenmusiker sind neben über doppelt so vielen kirchenmusikalischen Helfern in den Kirchgemeinden tätig.

Mit den Grußkonzerten beginnen auch sukzessive die Anmeldungen für das kirchenmusikalische Fachpublikum aus den sächsischen Regionen.

Hier finden Sie die Grußkonzerte im Überblick


Allgemeines 30.08.2019 Hochschule für Musik Dresden unter neuer Leitung

Am 2. September 2019 tritt Axel Köhler sein Amt als Rektor der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden an. Nach reichlich einjähriger Interimsleitung folgt er damit der im März 2018 vom Rektorenamt zurückgetretenen Judith Schinker.

 

Bereits nach seiner Wahl am 03.12.2018 kündigte er an, er wolle als Einstieg in eine gut funktionierende Kommunikation jeden Mitarbeiter des Hauses kennenlernen und Kontakt zu den Studierenden aufnehmen. „Eine Bestandsaufnahme zum internen mentalen Zustand der Hochschule halte ich für einen gelingenden Start für besonders wichtig.“ In der Folge werde er zügig die gemeinsame Diskussion um Leitlinien zur weiteren Ausrichtung und Profilierung der Hochschule eröffnen.
Eine der ersten offiziellen Amtshandlungen des neuen Rektors ist die feierliche Eröffnung des Wintersemesters 2019 am 27.09.19 um 16:00 im Konzertsaal der Musikhochschule. Zu diesem Anlass wird Axel Köhler alle Studierenden, Lehrenden und Mitarbeitenden der Dresdner Musikhochschule zum neuen Studienjahr willkommen heißen.

Die feierliche Investitur des neuen Rektors findet öffentlich am 10.10.19 um 15:00 im Konzertsaal der Musikhochschule statt.

Axel Köhler wurde 1960 in Schwarzenberg im Erzgebirge geboren. Er studierte an der Dresdner Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Violinpädagogik und Gesang. Seine musikalische Karriere führte ihn zunächst ins Ensemble der Oper Halle, im Verlauf seiner künstlerischen Karriere als Gast u.a. an die Semperoper Dresden, die Bayrische Staatsoper, die Staatsoper Hamburg, das Royal Opera House London, die Staatsoper Wien sowie zu den Salzburger Festspielen. 1994 wurde er mit dem Händel-Preis geehrt und 1998 zum Kammersänger ernannt. Von 2009 bis 2016 war Axel Köhler künstlerischer Direktor und später Intendant der Oper Halle. Seit 2000 ist Köhler auch als Regisseur tätig, inszenierte u.a. in München, Bayreuth, Innsbruck, Dresden, Palermo und Graz. Seit der Spielzeit 2016/17 ist er Mitglied des Ensembles der Staatsoperette Dresden.


Foto von Axel Köhler © Lutz Edelhoff


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