16.11.2018

Mehr Geld für Kultur

Sachsen plant ab dem Jahr 2019 eine Aufstockung des Kulturetats des Landes

Die Koalitionsfraktionen von CDU und SPD haben heute die Pläne für den Kulturetat des Freistaates für den Doppelhaushalt 2019/2020 vorgestellt. Nach Aussagen der beiden kulturpolitischen Sprecherinnen von CDU und SPD, Aline Fiedler und Hanka Kliese wird dieser um 28,5 Mio. Euro, d.h. um 13 Prozent, auf dann 244 Mio. Euro ab dem Jahr 2019 steigen.

»Kern des neuen Kulturhaushalts ist die Kulturraumförderung. Nachdem die Mittel mit den vergangenen beiden Doppelhaushalten bereits auf 94,7 Mio. Euro angehoben wurden, werden sie nun auf 104,7 Mio. Euro erhöht. Mit zusätzlichen sieben Mio. Euro pro Jahr können wir so die Theater und Orchester beim Einstieg in eine tarifgerechte Entlohnung der Künstlerinnen und Künstler in den nächsten vier Jahren unterstützen. Zudem werden die Kulturraummittel um drei Mio. Euro pro Jahr aufgestockt und die Kulturräume erhalten weiter jährlich drei Mio. Euro für kleinere Investitionen, zum Beispiel für neue Licht- und Tontechnik oder auch neues Inventar,« so Aline Fiedler. Mit gezielten Maßnahmen werden bestehende Kulturangebote vor Ort unterstützt, aber auch Neues ermöglicht. Ein Schwerpunkt ist die Kulturelle Bildung und hier zentral die Erreichbarkeit von Kultureinrichtungen im ländlichen Raum. Mit zusätzlich 265.000 Euro pro Jahr stehen dann insgesamt 1,5 Mio. Euro jährlich zur Verfügung. Damit werden Mobilitätsangebote für Kinder und Jugendliche beim Besuch von Kultureinrichtung unterstützt, als auch die Mobilität der Künstler und Kultureinrichtungen in die Regionen hinein. Weiterhin erhalten die Musikschulen in Sachsen in den kommenden beiden Jahren jeweils 6,7 Mio. Euro, ein Plus von 700.000 Euro pro Jahr. Mit dem neuen Trägerverein für das Schostakowitsch Festival und des Festival Sandstein und Musik, der Sächsischen Mozartgesellschaft, den Dresdner Sinfonikern und der Leipziger Schaubühne Lindenfels werden vier Einrichtungen neu in die institutionelle Förderung aufgenommen. Die kulturpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Hanka Kliese, sagt dazu: »Mit jedem Euro, den wir in Kultur investieren, stärken wir das Fundament für den sozialen Zusammenhalt. Für uns heißt Kulturförderung nicht nur, bestehende Strukturen zu sichern, sondern auch Raum für Neues zu eröffnen. So haben wir uns in der Koalition u.a. darauf verständigt, die Mittel für die Freie Kunst und Kulturförderung um ca. 2,4 Mio. Euro jährlich aufzustocken.« Dies kommt auch dem Instrumentenfonds des Sächsischen Musikrates zugute, der auf 600.000 Euro anwächst und nunmehr auch damit die Musikschulen in Sachsen in diese Förderung einbeziehen kann.

 

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