03.09.2019

Kennen Sie Milda?

Einladung zur Ausstellungseröffnung „Augenblicke - Muldenblicke“ 22. September 2019 | 11 Uhr | Landesmusikakademie Sachsen | Schloss Colditz

Die alte Namensform der Mulde, Milda, wird von Namensforschern als die Wasserreiche übersetzt.

Die Mulde entspringt entlang den Nordhängen des Erzgebirges als Freiberger bzw. Zwickauer Mulde. Ab dem Zusammenfluss beider Mulden nahe Sermuth, unweit von Colditz, durchquert sie als Vereinigte Mulde das Leipziger Tiefland und die Dübener Heide bis zur Einmündung in die Elbe bei Dessau. Mit bis zu 900 Metern Höhenunterschied auf einer Länge von rund 300 Kilometern wird sie als der am schnellsten fließende Fluss Mitteleuropas bezeichnet.
Dabei fließt sie durch enge Täler und weite Flusslandschaften, vorbei an malerischen Burgen und herrschaftlichen Schlössern, Fähren und alten Mühlen, durch Talsperren und Wehre, unter historischen Brücken und Viadukten hindurch. Die Städte und Dörfer entlang des Flusslaufes geben Einblick in die eindrucksvolle Geschichte der Kulturlandschaften Sachsens.
Nicht immer friedlich plätschernd, verlässt sie auch manchmal ihr angestammtes Bett, tritt über die Ufer und hinterlässt dabei Verwüstung und Not.
Hier möchte ich Ihnen die liebenswerten, romantischen und schönen Seiten der Mulde näherbringen. Dabei liegt das besondere Augenmerk auf dem mittleren Teil der Mulde, der Landschaft zwischen Leisnig, Rochlitz und Wurzen.
Lassen Sie sich zu einem Streifzug durch unser schönes Muldental im Wandel der Tages- und Jahreszeiten verführen. Nicht immer ist die Schönheit auf den ersten Blick zu sehen, manchmal verstecken sich neue und spannende Einblicke hinter Altbekanntem. Unsere Landschaft zu lieben und zu achten ist auch ein Beitrag zur Erhaltung unserer Natur, um sie auch für spätere Generationen zu bewahren.
Ich wünsche viel Vergnügen beim „Entdecken“ von Milda in den Räumen der Landesmusikakademie Sachsen im Schloss Colditz. Die Eröffnung wird durch das Ensemble Allegro aus Leipzig unter der Leitung von Christine Theile musikalisch begleitet.

Rainer Kurth, Fotograf


 

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