07.06.2018

»Geschichten – Kunst – Katastrophen«

Mit einem Eröffnungsreigen, darunter drei deutsche Erstaufführungen, startet HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste unter der neuen Intendanz von Carena Schlewitt in die Saison 2018/2019

Unter dem Motto »Geschichten – Kunst – Katastrophen« geht es um Geschichten und Geschichte, um Biografien und das Hereinbrechen unerwarteter Ereignisse, um Lebensentwürfe in Zeiten großer gesellschaftlicher Umbrüche. Herausragende Künstler/innen und Ensembles wie die Needcompany (BE), Milo Rau/IIPM (DE, CH, A), blitz theatre group (GR), Thom Luz (CH) und Dimitris Papaioannou (GR) zeigen im Eröffnungsmonat ein breites Spektrum zwischen Theater, Tanz, Performance, Musik und Musiktheater. Die Eröffnungsproduktion der belgischen Needcompany »Krieg und Terpentin« (Deutsche Erstaufführung) ist eine musikalisch choreografische Romanadaption des mehrfach ausgezeichneten gleichnamigen Buches von Stefan Hertmans. In dem Stück »Empire« von Milo Rau erzählen Schauspieler/innen aus Griechenland, Syrien und Rumänien ihre Geschichten von Heimat, Familie, Repression und Krieg. Die blitz theatre group aus Athen tanzt nach der Katastrophe in einem leeren Ballsaal auf den Trümmern Europas und erinnert sich mit Poesie und Ironie an frühere Zeiten. Der Schweizer Musiktheatermagier Thom Luz entwickelt mit seinen vier Ausnahmemusiker/inne/n für »Unusual Wheather Phenomena« eine sich verselbstständigende Wettersinfonie. Ein weiterer Programmhöhepunkt im Herbst 2018 ist das neue jährliche Format »4:3 – KAMMER MUSIK NEU«, in dessen Zentrum zeitgenössische Kammermusik steht.

Das Jahr 2019 wird mit dem neuen Format »Happy New Ear« begrüßt. Zu Gast sind die Sächsische Staatskapelle Dresden und am darauffolgenden Tag das Ensemble ZEITKRATZER. Im März 2019 stellt »TONLAGEN – Dresdner Tage der zeitgenössischen Musik« die Stimme nicht nur als musikalisches und akustisches Phänomen in den Mittelpunkt. Unter dem Arbeitstitel »Erbstücke« setzen sich im Frühjahr 2019 mehrere aktuelle Tanz- und Theaterproduktionen mit dem Begriff des Erbes auseinander. Im Juni 2019 schaut die internationale Tanzwelt auf Dresden und HELLERAU, wenn sich der Tanzkongress unter der künstlerischen Leitung der renommierten Choreografin Meg Stuart in einem experimentellen Versammlungsformat zeitgenössischen Fragen des Tanzes widmen wird. Außerdem gibt es Kooperationen mit dem Medienkunstfestival CYNETART, mit DAVE – Festival für Clubkultur, Fast Forward – Europäisches Festival für Junge Regie, Our Stage – 4. Europäisches Bürgerbühnenfestival, mit den Dresdner Musikfestspielen, der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden, dem Heinrich-Schütz-Konservatorium Dresden und dem Zentralwerk Dresden.

Carena Schlewitt im Foyer des Festspielhauses in Hellerau
Foto: Stephan Floß

 

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