Allgemeines 04.07.2019 Ein Feuerwerk der Blasmusik

Das Internationale Festival für junge Blasmusik »Saxoniade« begeisterte an drei Tagen im Juni

 

Ein wahres Feuerwerk der Blasmusik mit Gänsehautfaktor erlebten die zahlreichen Besucher der 15. SAXONIADE, dem Internationalen Festival für junge Blasmusik vom 27. bis zum 30. Juni unter der Schirmherrschaft des Sächsischen Ministerpräsidenten, Michael Kretschmer. An drei Tagen präsentierten sich 350 junge Musikanten aus 4 Ländern in acht Veranstaltungen mit Shows, gemeinsamem Musizieren und konzertantem Spiel.

In diesem Jahr gab es die Musikschau der Nationen zum ersten Mal auf dem Neumarkt in Chemnitz. Nach dem musikalischen Signal »Glückauf« wurde die Veranstaltung offiziell durch den Präsidenten des Sächsischen Blasmusikverbandes, Thomas Colditz eröffnet, bevor die Orchester mit klingendem Spiel einmarschierten und vor dem Chemnitzer Rathaus Aufstellung nahmen. Dort wurden die Teilnehmer und das Publikum mit ein paar Grußworten des Mitgliedes des Deutschen Bundestages der FDP, Frank-Müller-Rosentritt empfangen. Als dann alle Orchester gemeinsam die »Glück-Auf-Fanfare« von dem Hohenstein-Ernstthaler Komponisten, Horst Häupl spielten, staunten die Zuhörer nicht schlecht, dass so viele Musiker auf so einem großen Platz zusammen musizieren können und einige waren bei diesem voluminösen Klang zu Tränen gerührt. In Hohenstein-Ernsttahl begrüßte der Oberbürgermeister, Lars Kluge das Publikum und die teilnehmenden Orchester in ihrer jeweiligen landessprache die jungen Musiker zeigten sich dann mit der Musikschau der Nationen nochmals auf dem Sportplatz am HOT-Sportzentrum.

Die Abendveranstaltungen am Freitag und Samstag mit Musik und Show non stopp, wo sich die Orchester einzeln präsentierten, fanden im Innenhof zwischen Schützenhaus und HOT-Sportzentrum statt. Bei angenehmen Temperaturen konnte das Publikum ein abwechslungsreiches Programm in gemütlicher Atmosphäre erleben. Dabei war ein besonderes Highlight der Auftritt des Polizeiorchesters Sachsen, welches nach der Musikschau ein einstündiges bunt gemischtes musikalisches Programm darbot. Die Orchester hatten auch diesmal wieder Gelegenheit sich näher kennen zulernen und sich gegenseitig zu hören um vielleicht sogar den ein oder anderen gehörten Musiktitel ins eigene Repertoire aufzunehmen.

Am Freitag und Samstag hieß es natürlich auch sich voll zu konzentrieren, um bei den Wertungsspielen maximale Punkte zu erzielen. Die Orchester konnten sich in einer von vier Schwierigkeitsstufen (Kategorie 2-5) bewerben und mussten in einer Kategorie einen Pflicht- und einen Wahltitel vortragen. Diese wurden von einer Fachjury, welche sich aus dem Chefdirigenten der Sächsischen Bläserphilharmonie Prof. Thomas Clamor, dem südtiroler Dirigenten und Komponisten Gottfried Veit und dem Lehrbeauftragten der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden Frank van Nooy bewertet. Am Ende wurden die Orchester mit einer Urkunde, Medaillen und Preisgeldern honoriert.

Am Sonntag Vormittag war dann das Preisträgerkonzert der Bestplatzierten im Schützenhaus Hohenstein-Ernstthal. Den Preis für die beste musikalische Leistung zu den Wertungsspielen in der Kategorie 3 mit 85,1 Punkten überreichte der Vorsitzende des SAXONIADE e.V., Rudi Stößel an dem Musikverein Mülsen e.V.. Das Jugendblasorchester Hohenstein-Ernstthal e.V. konnte sich auch in diesem Jahr wieder den 1.Preis in der Kategorie 4 mit 97,0 Punkten erkämpfen. Mit 94,9 Punkten erhielt die Harmonie Sternberk aus der Tschechischen Republik den 2.Preis und das Jugendblasorchester Vilnius United aus Litauen mit 92,3 Punkten den 3.Preis. In der Kategorie 5 ist in diesem Jahr das Jugendblasorchester »Surma« aus der Ukraine angetreten und erhielt einen 2.Preis mit 83,4 Punkten.
Sonderpreise wurden in diesem Jahr an einen jungen Musiker aus dem Musikverein Mülsen für seine außergewöhnlich gute Leistung beim Spiel im Schlagzeugregister vergeben, die einzigartige Majorettengruppe aus Vilnius, die zu allen Gemeinschaftstiteln der Musikschau tänzerische Einlagen brachten.

Die 15.SAXONIADE klang dann mit den Dankeschönkonzerten, bei welchen sich die Orchester für die Gastfreundschaft in den Gemeinden nochmals bedankten, in Niederfrohna und dem Naherholungszentrum Bernsdorf aus. Ein großes Dankeschön für die unkomplizierte, tatkräftige und finanzielle Unterstützung gebührt dem Kulturraum Vogtland-Zwickau, der Sparkasse Chemnitz, der Kulturstiftung Sachsen, dem Landkreis Zwickau, der Stadt Hohenstein-Ernstthal, der envia Mitteldeutsche Energie AG, Dicks-Domin und Kollegen Steuerberatungsgesellschaft mbH, die Frische Vielfalt Service GmbH, der Baumschule Hohenstein-Ernstthal, dem Eigenbetrieb Zentrales Immobilienmanagement Glauchau, dem DRK-Kreisverband Glauchau, der GlückAuf-Beauerei Gersdorf sowie allen anderen fleißigen Helfern vor und hinter den Kulissen.

Joachim Blum

Kulturpolitik 03.07.2019 Was steht zur Wahl? – Perspektiven sächsischer Kulturpolitik

Öffentliches Gespräch mit Parteien am 26. August in der Motorenhalle Dresden zur Landtagswahl 2019

 

Der Sächsische Musikrat als Mitglied in der Interessengemeinschaft (IG) Landeskulturverbände Sachsen lädt im Vorfeld der sächsischen Landtagswahl 2019 die Parteien CDU, Die Linke, SPD, FDP, AfD und Bündnis 90/Die Grünen zu einem öffentlichen Gespräch in die Motorenhalle/Projektzentrum für Zeitgenössische Kunst, Dresden ein. Gemeinsam mit dem Publikum und den Parteivertretern werden Perspektiven sächsischer Kulturpolitik sowie die Positionen der anwesenden Parteien zur zukünftigen Kultur- und Kunstpolitik in Sachsen beleuchtet. Das Gespräch findet im Fishbowl-Format statt und wird moderiert von Katja Großer (KREATIVES SACHSEN). Das Publikum ist herzlich eingeladen, sich aktiv zu beteiligen.

Die IG Landeskulturverbände ist ein parteiunabhängiger Zusammenschluss von elf sächsischen Landeskulturverbänden, die sich gemeinsam kulturpolitisch in und für Sachsen engagieren.

Montag, 26. August 2019, 19.00–21.00 Uhr
Veranstaltungsort: Motorenhalle | Projektzentrum für Zeitgenössische Kunst
Wachsbleichstraße 4am 01067 Dresden

 

Die Deutsche Bläserakademie bietet ein breites Angebot an Weiterbildungs- und Qualifizierungsmöglichkeiten für MusikerInnen auf verschiedenen Niveaustufen an. In diesem Jahr wird erstmalig auch ein Meisterkurs Dirigieren das Angebot ergänzen.

Der Meisterkurs vom 25. bis 28. September 2019 richtet sich an professionell tätige DirigentInnen und fortgeschrittene Studierende und bietet eine kompakte Fortbildung auf professionellem Niveau durchgeführt an Meisterwerken der Musik- und Blasorchesterliteratur in Originalen und Transkriptionen. In Einzel- und Gruppencoachings werden die TeilnehmerInnen in intensiven Phasen mit Prof. Hermann Pallhuber, einem international renommierten Dirigenten und der Sächsischen Bläserphilharmonie, dem einzigen professionellen Orchester in ausschließlicher Bläserbesetzung wichtige Erfahrungen sammeln. Dabei arbeiten sie an der klanglichen Umsetzung von Partituren und deren vielfältigen Interpretationsmöglichkeiten.

Die enge Begrenzung auf acht aktive TeilnehmerInnen ermöglicht die individuelle Betreuung und Förderung jedes/r Einzelnen. Alle aktiven KursteilnehmerInnen können sich und ihre Arbeit bei einem öffentlichen Abschlusskonzert im Saal der Deutschen Bläserakademie präsentieren.

Auch passive TeilnehmerInnen sind dazu eingeladen den Meisterkurs zu besuchen. Für sie besteht die Möglichkeit, an den allgemeinen Einheiten und den Einheiten vor dem Orchester zu hospitieren.

Geleitet wird der Kurs von Professor Hermann Pallhuber, der sowohl national, als auch international für die erfolgreiche Leitung zahlreicher Orchester und Formationen verantwortlich ist. Seit Oktober 2016 ist er Professor für Dirigieren und Leitung von Blasorchestern an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Mannheim.

Mit der Sächsischen Bläserphilharmonie steht den Teilnehmenden nicht nur ein exzellentes, sondern auch ein in der Musikvermittlung und Musikpädagogik erfahrenes Kulturorchester zur Verfügung. Das Orchester wurde 2017 in das Programm »Exzellente Orchesterlandschaft Deutschlands« von der Beauftragten der Bunderegierung für Kultur und Medien aufgenommen, über das auch dieser Kurs gefördert wird.

Kulturpolitik 01.07.2019 Wir für Sachsen

Ein deutschlaweit einmaliges Förderprogramm

 

Seit 2006 können Bürgerinnen und Bürger des Freistaates Sachsen, welche sich ehrenamtlich in Projekten engagieren, über das Ehrenamtsförderprogramm »Wir für Sachsen« eine Aufwandsentschädigung erhalten. Dieses Förderprogramm, das nach wie vor einmalig in der Bundesrepublik Deutschland ist, weil die ehrenamtlich Tätigen direkt im Fokus der Förderung stehen, hat sich kontinuierlich weiter entwickelt.

Das Jahr 2018 war das bisher erfolgreichste Förderjahr. Laut den geprüften Endver-wendungsnachweisen erhielten insgesamt 26.093 Bürger/innen, die sich in 5.697 Projekten engagierten, Mittel aus dem Programm. Der Freistaat Sachsen setzte dafür 8.96 Mio. Euro ein. Gefördert wurde das Engagement in den Bereichen Soziales, Umwelt, Kultur und Sport.

Diese positive und seit Jahren kontinuierliche Entwicklung wird auch 2019 fortgesetzt. Von den 6.100 Projektanträgen konnten nach Prüfung 5.974, das sind 97,93 %, bewilligt werden. Dafür wird mit 9,75 Mio. Euro der bisher höchste Betrag aus Steuermitteln eingesetzt. Davon 53,14 % im sozialen Bereich, 23,65 % im Bereich Sport, 8,62 % im Bereich Kultur, 3,39 % im Bereich Umwelt- und Naturschutz und 11,20 % in anderen gesellschaftlichen Bereichen.

Von den 29.504 beantragten Personen sind 52,46 % weiblich und 47,54 % männlich. Mit 31,18 % ist die Altersklasse 28-49 Jahre am stärksten vertreten, gefolgt von den Altersklassen über 65 Jahre mit 29,31 % und 50-65 Jahre mit 29,30 %. Mit 10,21 % sind Jugendliche bis 27 Jahre beteiligt. Dieser Anteil kann erhöht werden, wenn ge-zielt die sich neu entwickelten Strukturen und Formen des Ehrenamts innerhalb der jungen Genration gefördert werden. Die ehrenamtlich Tätigen sind zu 42,69 % berufstätig, 33,09 % sind im Ruhestand und 24,22 % arbeitslos bzw. anderen sozialen Verhältnissen zuzuordnen. Das ehrenamtliche Engagement ist seit Jahren ein stabiler, unverzichtbarer Baustein zur Festigung des gesellschaftlichen Zusammenhalts und der Stärkung unserer Zivilgesellschaft.

Das 2019 geförderte Engagement findet zu 62,64 % in Vereinen, zu 9,29 % den Spitzenverbänden der freien Wohlfahrtspflege, zu 7,99 % in anderen Verbänden, zu 7,98 % in Kirchgemeinden, zu 7,43 % in Gemeinden und Gemeindeverbänden, zu 4,10 % in gemeinnützigen wirtschaftlichen Unternehmen und zu 0,57 % in Stiftungen statt.

Die Weiterentwicklung des Programms erfolgte auch durch Inkraftsetzung der neuen Richtlinie des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und Verbraucherschutz zur Förderung des gesellschaftlichen Zusammenhalts (RL GeZus) vom 18. Dezember 2018. Das Ehrenamtsförderprogramm »Wir für Sachsen« ist seither gemeinsam mit thematisch ergänzenden Programmen in diese Richtlinie eingebettet. Bitte beachten Sie dabei, dass mit der neuen Richtlinie auch neue Antrags- und Abrechnungsformulare verbunden sind.

Ab August können bei der Bürgerstiftung Dresden wieder Anträge zur projekt- und personengebundenen Förderung eingereicht werden. Die Antragsfrist für eine Förderung im Jahr 2020 endet am 31. Oktober 2019.

Hinweise zur Richtlinie, zur Antragstellung und alle Formulare

Personalia 28.06.2019 Nachruf auf Stefan Fritzen

Am 31. Mai 2019 ist Stefan Fritzen von uns gegangen.

 

 

Mit diesem freundlichen Lächeln haben ihn die meisten, die ihn gut kannten, in Erinnerung. Wir verlieren in ihm den langjährigen Künstlerischen Leiter der Bläserphilharmonie, einen kompetenten und landesweit geschätzten Juror und Dozenten, einen wertvollen Kollegen und aufmerksamen Mitmenschen.

Stefan Fritzen ist mit seiner Biografie ein Beispiel deutsch-deutscher Teilungsgeschichte. Am 29. Mai 1940 in Rötha (Sachsen) geboren, beginnt er mit 18 Jahren Posaune und Chorleitung in Ostberlin an der Musikhochschule »Hans Eisler« zu studieren. 1961 wird er in das von Kurt Sanderling geleitete Berliner Sinfonieorchester aufgenommen, 1973 wechselt er in die Staatskapelle Dresden und bleibt dort bis 1980. Ende der 70ger trifft ihn ein harter Schicksalsschlag: er erkrankt, so dass er seinen Beruf als Soloposaunist aufgeben muss. Die Anerkennung als Berufserkrankung bleibt ihm verwehrt. Mit seiner Frau empfindet er sich zunehmend als »abgeschnitten« und als »Feind des Sozialismus« stigmatisiert. Fast zwangsläufig geschieht so der Bruch – 1986 findet das Ehepaar Fritzen in Mannheim einen neuen Anfang, neuen Sinn und Ziele fürs Leben. Stefan Fritzen prägt die Mannheimer Bläserphilharmonie zu einem Spitzenensemble und wird in Mannheim 2005 für dieses Lebenswerk mit der Schillerplakette gewürdigt. Und doch zieht es den rüstigen Senioren zurück in die Heimat Sachsen. In Dresden sind die Reviere abgesteckt, seine Ankunft in der Stadt ist nicht unumstritten, man kennt seine Kompetenzen und seine Energie, man fürchtet wohl auch ein wenig seine unbequeme Geradlinigkeit und seine Kraft als Konkurrent im Werben um junge musikalische Talente. Ich persönlich hörte den Namen regelmäßig, ohne in der Person einen so interessanten Musikpädagogen und Dirigentenkollegen zu vermuten. Die Empfehlung, ihn als Dozenten zum Landesjugendorchester Sachsen einzuladen, brachte uns die persönliche Begegnung und eine sofortige kollegiale Zuneigung, weil wir die gleiche Sprache nutzten.

Voller Dankbarkeit schaue ich zurück, auf die wiederholte Zusammenarbeit beim LJO und in verschiedenen Jurys. Seine Probenarbeit zu beobachten, kam einer Weiterbildung in Methodik gleich. Seine Ansagen an die Musiker konnten nicht selten die Ausmaße von Kurzvorträgen annehmen, das Musikalische überschritt auch gern die Grenze zum Philosophischen. Wer Inhalte suchte wurde belohnt, wer einfach spielen wollte musste sich etwas in Geduld üben – profitiert haben stets alle.

Wieder gelang es ihm, nun mit der Dresdner Bläserphilharmonie ein Laienensemble zu entwickeln und zu prägen, dass in Klangkultur und vor allem im dramaturgischen Anspruch ein Alleinstellungsmerkmal in der Stadt einnimmt. Auch hier wieder führte seine Geradlinigkeit in der Planung von Konzertprogrammen, die sinfonische Blasmusik als ernst zu nehmendes Genre, fern einer banalen Unterhaltungsmusik, zu etablieren halfen, zu großen Erfolgen. Die ausverkauften Konzerte im neuen Saal des Kulturpalastes sprechen für sich.

Wünschen wir der Bläserphilharmonie, dass sie dieses Vermächtnis erfolgreich weitertragen kann. Stefan Fritzen hat bis ins hohe Alter gewirkt und hatte noch immer weiterführende, ambitionierte Pläne, die nun in seinem Sinne Wirklichkeit werden dürfen.

Wir trauern mit allen Angehörigen, mit den Musikerinnen und Musikern der Bläserphilharmonie, die ihm in letzter Zeit besonders nahestanden und behalten ihn in unseren Herzen und im Gedächtnis. Wir gedenken eines treuen, leidenschaftlich engagierten Kollegen. 

Milko Kersten
14. Juni 2019

 

Musik von Schülern der Komponistenklasse Dresden erklingt am Sonnabend, 29. Juni 2019 zur Langen Nacht der Künste im Japanischen Palais. Musiker des Ensembles »El perro andaluz« spielen »Tag am Strand« von Tom Seidel, »verlustig« von Ole Jana, »Delfine« von Katja Steude sowie »Gesang der Nachtigall« von Hannah Katterfeld und »Die Wanderspinne« von Hannes Kerda. Das Ensemble AuditivVokal singt Stücke von Schülern der Kompositionsworkshops von Annette Schlünz am Konservatorium Straßburg. Außerdem sind Werke von John Cage, Luciano Berio, Tobias Schick, Hartmut Dorschner, Jörg Herchet und Agnes Ponizil zu erleben.

Die Sächsische Akademie der Künste lädt ein zu einer Reise in die Vergangenheit der Zukunft. Texte bekannter und vergessener Zukunftsvisionen folgen auf Klänge einer Musik, die selbst in die Debatte um die Zukunft eingreift. Filmszenen wechseln sich ab mit Bildern, wie sie nur der Tanz bereithält und Verschwörungstheoretiker streiten sich mit Astrologen um das Wort. Dies alles findet statt in den Räumen der Ausstellung »Die Erfindung der Zukunft« der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden im Japanischen Palais, die vom 09.05. bis 08.09.2019 zu sehen ist.

Sonnabend, 29. Juni 2019, 19 Uhr, Japanisches Palais, Dresden
Eintritt frei

Wettbewerbe 21.06.2019 Ensemble Nobiles gewinnt in Tampere

Erster Platz bei bedeutendem Wettbewerb in Finnland

 

Das Ensemble Nobiles aus Leipzig hat beim renommierten Vokalensemble-Wettbewerb im finnischen Tampere den ersten Preis in der Kategorie für unverstärkte Gruppen gewonnen. Die Formation mit Wurzeln im Leipziger Thomanerchor kann damit auf einen weiteren internationalen Wettbewerbserfolg zurückblicken. Zuletzt konnten sich die fünf Sänger 2016 über einen ersten Preis des in Graz ausgetragenen vokal.total-Festivals freuen.

Neben der Teilnahme am seit dreißig Jahren stattfindenden Wettbewerb »Tampereen Sävel« gab das Ensemble auch ein Konzert und sang im Gottesdienst zum Pfingstsonntag der deutschsprachigen evangelischen Gemeinde in Helsinki.

Außerdem arbeitete Ensemble Nobiles im Rahmen eines Workshops mit etwa dreißig Sängerinnen. »Wir sind begeistert von der Freude und dem Können, mit der die Sängerinnen an unserem Workshop teilgenommen haben«, zeigt sich Paul Heller, Tenor bei Ensemble Nobiles, beeindruckt.

Bereits seit 13 Jahren besteht das Vokalquintett, dessen Gründungsmitglieder sich im Thomanerchor Leipzig kennenlernten. Neben einem umfangreichen kirchenmusikalischen Repertoire legt das Männerquintett auch großes Augenmerk auf die Männerchorliteratur der Romantik. Die CD Landkjending beinhaltet u.a. Werke von Jean Sibelius, dem wohl bekanntesten Komponisten Finnlands. Konzerte, Workshops und Theaterprojekte führten die Gruppe neben diversen europäischen Ländern bereits nach Australien, Neuseeland, Singapur und in die USA.

Allgemeines 12.06.2019 Colditz ist erstmals Austragungsort für Chorfestival

5. Muldentaler Chorfestival und -wettbewerb präsentiert Chöre aus Sachsen und Thüringen

 

Zehn Chöre verschiedener Gattungen und Stilrichtungen werden sich am kommenden Sonnabend auf Schloss Colditz zum »5. Muldentaler Chorfestival und -wettbewerb« präsentieren. Das Wertungs- und Beratungssingen, bei denen Laienchöre aus Sachsen und Thüringen ihr Wettbewerbsprogramm vortragen werden, ist öffentlich. Erstmals wird Colditz Austragungsort des Festivals und Wettbewerbs sein.

Veranstaltet wird der »5. Muldentaler Chorfestival und -wettbewerb« vom Sächsischen Chorverband unter Regie des Leipziger Chorverbandes, einem von vier Regionalverbänden der Chorvereinigung. Der Kammermusiksaal der Landesmusikakademie Sachsen und die Stadtkirche St. Egidien werden Veranstaltungsorte sein. Chöre werden ebenso im Innenhof des Colditzer Schlosses auftreten. Zudem wird es 15:30 Uhr ein Orgelkonzert in der Stadtkirche geben sowie ein Vokalkonzert in der Musikakademie. Die am Wettbewerb teilnehmenden Chöre werden in den Kategorien Gemischte Chöre, Gleichstimmige Chöre, Jazz-/Popchöre sowie in einer Sonderkategorie antreten. Besondere Höhepunkte des »5. Muldentaler Chorfestival und -wettbewerbs« werden am Nachmittag des Sonnabends ein großes Kanonsingen aller Chöre im Schloss-Innenhof und das große Abschlusskonzert ab 16:30 Uhr in der Stadtkirche St. Egidien sein. Zu diesem Abschlusskonzert werden die Chöre dann auch ihre Urkunden und Preise des Wettbewerbs erhalten.

Der Eintritt zu den Veranstaltungen ist frei!

Karten zu Preisen von 8 bis 23 Euro unter www.theater-chemnitz.de und an der Tageskasse

 

Unter dem Titel »Tiger, Pinguin, Burggespenst & Co« ist am Sonntag, 16. Juni um 10.30 Uhr im Opernhaus Chemnitz ein ganz besonderes Familienkonzert mit starker Dresdner Beteiligung zu erleben. Dass Musik von Schülern der Komponistenklasse Dresden die Neue-Musik-Kids-Konzerte der Robert-Schumann-Philharmonie Chemnitz bereichert, ist bereits zur Tradition geworden. In diesem Jahr steuern die neun- bis 15-jährigen Dresdner sowohl kammermusikalisch besetzte Werke wie »Der Tiger« von Jonas Kerda, »Zwei gute Freunde« von Tom Seidel, »Lülü, das Burggespenst« von Katja Steude und »Das Stück mit dem Joker« von Anton Zeißig als auch die Orchesterkomposition »Am Lagerfeuer« von Helene Scharfe bei. Uraufgeführt wird das auf Wunsch der Chemnitzer Musiker entstandene Stück »Pinguin-Aktion« von Richard Zeißig. Unter der Leitung von Jakob Brenner erklingen außerdem die Uraufführung »Weg zu mir – Meditation für Orchester« des ehemaligen Schülers der Komponistenklasse Dresden Jan Arvid Prée (geb. 1998) sowie Werke von Bernd Alois Zimmermann, Giorgos Kyriakakis (UA), Henry Berthold und Hans Helfritz.

Seit mehreren Jahren führen Musiker der Robert-Schumann-Philharmonie unter der engagierten Federführung der Geigerin Mechthild Winkler Kinder und Jugendliche in Chemnitz und Umgebung an zeitgenössische Musik heran. Mit den NeMuKids-Konzerten »touren« sie in Kindergärten und Grundschulen. Ein wichtiger Bestandteil dieses Projekts ist die Zusammenarbeit mit der Komponistenklasse Dresden, wo komponierende Kinder und Jugendliche gefördert werden.

Kinder & Jugend 06.06.2019 Education-Programm als Erfolgsrezept

Jugendchor »multicolor« ist neuer Patenchor des Dresdner Kammerchores in der Saison 2019/2020

Samstag, 16. November 2019
19:30 Uhr
Annenkirche Dresden
Klage – Gedenkkonzert
Werke von Lasso, Schütz, Mendelssohn, Berlinski
Dresdner Kammerchor, Leitung: Hans-Christoph Rademann

18:30 Uhr
Konzerteinführung mit dem Jugendchor »multicolor« des Gymnasiums Dreikönigschule Dresden
Leitung: Cathleen Berg und Christian Förster

 

Für die in der kommenden Saison erneut stattfindende Schulchor-Patenschaft des Dresdner Kammerchores wurde dieses Mal der Jugendchor »multicolor« des Gymnasiums Dreikönigschule Dresden (Leitung: Cathleen Berg und Christian Förster) ausgewählt. Mit »multicolor« betreut der Dresdner Kammerchor einen äußerst ambitionierten Jugendchor, der sich in seiner Arbeit einem stilistisch vielfältigen Repertoire widmet und 2017 Preisträger des Wettbewerbs für Dresdner Laienchöre war.

Ab dem nächsten Schuljahr eröffnen sich den Jugendlichen ganz neue Perspektiven, da sie hautnah erleben werden, wie ein professionell arbeitender Kammerchor probt und klingt. Die Schüler/innen werden von Mentor/inn/en aus den Kammerchor-Reihen individuell mit Stimmbildung gefördert, erleben gemeinsame Probenarbeitsphasen und besuchen Konzerte. Einer der Höhepunkte der Patenschaft ist das alljährliche Gedenkkonzert des Dresdner Kammerchores am 16. November 2019, für das die Schüler/innen eigens eine klingende Konzerteinführung einstudieren und gestalten werden.

Education-Programm als Erfolgsrezept

Seit 2013 schreibt der Dresdner Kammerchor – damals als deutschlandweit erstes freies Ensemble – zusammen mit seinem Leiter Hans-Christoph Rademann Schulchor-Patenschaften für den sängerischen Nachwuchs aus und geht mit dieser Initiative in die nunmehr siebte Runde. Damit engagiert sich der Kammerchor dezidiert für das Ensemblemusizieren in Schulen und fördert nicht nur die Vokalqualität von Jugendlichen, sondern trägt dazu bei, den musikalischen Horizont der Schüler/innen entscheidend zu bereichern. Die Zusammenarbeit beginnt mit dem Saisonstart im September 2019. Ab dem Frühjahr 2020 können sich erneut Schulchöre aus Dresden und Umgebung für das Schuljahr 2020/21 um eine Patenschaft bewerben.

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