Kinder & Jugend 11.05.2018 Der Gesang der Nachtigall

Daniel Hope spielt Preisträgerstück der zwölfjährigen Dresdnerin Hannah Katterfeld

 

Die zwölfjährige Dresdnerin Hannah Katterfeld hat mit ihrem Geigenstück »Der Gesang der Nachtigall« beim Kompositionswettbewerb der Philharmonie Essen gewonnen. Kein Geringerer als der renommierte Violin-Virtuose Daniel Hope, aktueller Residenzkünstler des Orchesters, wird ihre im März 2018 entstandene Komposition im Rahmen des »Geigengipfels« am Sonntag, 13. Mai im Alfred-Krupp-Saal der Philharmonie Essen uraufführen. Hannah ist Schülerin des Dresdner Hans-Erlwein-Gymnasiums, spielt Tenorhorn im Posaunenchor der Gemeinde Gruna-Seidnitz und erhält seit vier Jahren Kompositionsunterricht in der Komponistenklasse Dresden (Leitung: Silke Fraikin).

Die Philharmonie Essen hatte junge Musikerinnen und Musiker dazu eingeladen, kurze Solostücke für Geige zu komponieren. Wie die Veranstalter mitteilten, konnte sich Daniel Hope nicht für eine Preisträgerkomposition entscheiden und wird daher am Sonntag die Wettbewerbsstücke zweier Gewinnerinnen präsentieren. Neben »Der Gesang der Nachtigall« von Hannah Katterfeld erklingt auch »Thriller of Love« der zehnjährigen Nelly Josten.

»Musik ist Kommunikation«, so Hope, und die sei wie Offenheit und Austausch das Wichtigste überhaupt. Bereits im Alter von drei Jahren entdeckte Hope die Geige für sich. Für ihn, den Grenzgänger und Wanderer zwischen den musikalischen Welten, der sich im Reich der Worte fast genauso wohl fühlt wie in dem der Töne, sind Konzerte für und mit Kindern das Allerschönste – heißt es in der Konzertankündigung. Bei dem von der Philharmonie Essen in Kooperation mit der Folkwang Musikschule Essen veranstalteten »Geigengipfel« nimmt er gleich 100 junge Musiker mit auf seine Reise durch die »Welt der Violine«. Auf dem Programm stehen Musik und Arrangements von Aleksey Igudesman.

In der Komponistenklasse Dresden lernen Kinder und Jugendliche, eigene musikalische Ideen in die Tat umzusetzen. Unter Anleitung der Komponisten Silke Fraikin und Johannes Korndörfer treffen sich junge Musik-Erfinder aus Dresden und dem sächsischen Raum zu regelmäßigem Kompositionsunterricht, Workshops und Ferienkursen und haben die Gelegenheit, ihre Werke im Rahmen professioneller Uraufführungskonzerte zu erleben. Die Komponistenklasse Dresden wurde 2015 mit dem Sächsischen Initiativpreis für Kunst und Kultur der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen ausgezeichnet.

Wettbewerbe 11.05.2018 Fünf Chöre aus Sachsen beim Deutschen Chorwettbewerb in Freiburg

Der 10. Deutsche Chorwettbewerb in Freiburg vom 5. bis 13. Mai ist Geschichte. Fünf Chöre aus Sachsen nahmen im Ergebnis des Landeswettbewerbes im Juni 2017 in Bad Elster dort teil und erreichten zum Teil hervorragende Ergebnisse!

 

Das Prädikat »mit hervorragendem Erfolg teilgenommen« (ab 23 von 25 Punkten) erhielten u.a. der Kammerchor Josquin des Préz aus Leipzig und der MädchenchorPLUS der Hildebrand-Schule Markkleeberg.

Ergebnisse der Chöre aus Sachsen

  • Kammerchor Josquin des Préz: 24,0 Punkte, 1. Preis
    (Leitung: Ludwig Böhme)
  • MädchenchorPLUS der Rudolf-Hildebrand-Schule Markkleeberg: 23,4 Punkte, 1. Preis
    (Leitung: Virginie Ongyerth)
  • Chornfeld, Jazzchor Leipzig: 21,0 Punkte, 3. Preis
    (Leitung: Virginie Ongyerth)
  • Vokalgruppe VIP: 21,6 Punkte, 2. Preis
  • Denkmalchor Leipzig: 17,8 Punkte, mit gutem Erfolg teilgenommen
    (Leitung: Philipp Goldmann)

Herzlichen Glückwunsch an alle Beteiligten!

Einen Sonderpreis für die hervorragende Interpretation eines deutschen Volksliedes hat die Vokalgruppe VIP für »In einem kühlen Grunde« (Friedrich Silcher) erhalten.

Aktuelle Informationen zum Deutschen Chorwettbewerb

Allgemeines 02.05.2018 Variationen

Vom 4. bis 13. Mai 2018 findet in Chemnitz das 27. Sächsische Mozartfest statt

Eintrittskarten zu den Konzerten des Sächsischem Mozartfestes 2018 sind online im Ticketshop (www.mozartfest-sachsen.de), in der Geschäftsstelle der Sächsischen Mozart-Gesellschaft e.V. (0371-6949444) sowie in allen Freie-Presse-Shops in Ihrer Nähe erhältlich.

 

Am 4. Mai beginnt in Chemnitz das 27. Sächsische Mozartfest. In den folgenden zehn Tagen wagt das Festival mit seinem diesjährigen Thema »Variationen« einen frischen Blick auf alte Werke, erkundet Zusammenhänge, fördert zahlreiche Entdeckungen zu Tage und lässt Vertrautes in neuem Licht erscheinen.

Im Eröffnungskonzert sorgen die Pianistin Saskia Giorgini, Gewinnerin des Internationalen Mozartwettbewerbs Salzburg 2016, und Dirigent Eckehard Stier mit dem Netzwerkorchester für eine mit Überraschungen und Pointen bespickte Begegnung zwischen Johann Christian Bach, Wolfgang Amadé Mozart und Arvo Pärt. Ein weiteres Orchesterkonzert steht mit der Deutschen Streicherphilharmonie unter Leitung von Wolfgang Hentrich auf dem Programm. Mozarts Requiem findet in einer Bearbeitung ganz »ohne Worte« im Wasserkraftwerk Mittweida eine optische Umsetzung in Lichtdesign. Das Ehepaar Martina und Chris Jarrett lenken beim Baustellenkonzert in der Neuen Universitätsbibliothek Chemnitz den Blick auf Mozart pur und von Mozart angeregte Eigenkompositionen. Dem Thema Mozart in Jazz widmet sich auch das Abschlusskonzert mit Klarinettist Helmut Eisel sowie Silvio Schneider und Conny Sommer. Mit der Reihe Opern und Sinfonien »im Taschenformat« bilden kammermusikalische Bearbeitungen einen weiteren Schwerpunkt des Festivals.

Das Sächsische Mozartfest 2018 »Variationen« überrascht, bewegt und begeistert: ganz im Geiste des Genies Mozart und seiner Musik.

Personalia 16.04.2018 Gabriele Hegner

Sächsische Bläserphilharmonie und Deutsche Bläserakademie haben eine neue Geschäftsführerin

 

 

Gabriele Hegner hat nach knapp zwei Jahren als Orchesterdirektorin und Orchestermanagerin die Geschäftsführung der Sächsischen Bläserphilharmonie und der Deutschen Bläserakademie übernommen.

Sie löst damit ab April Heiko Schulze ab, der die Geschicke seit 1996 in Bad Lausick führte. »Mein Ziel ist es, die Wahrnehmung unserer Institution, sowohl der Sächsischen Bläserphilharmonie als auch der Deutschen Bläserakademie deutlich zu verstärken. Die Bereiche Marketing und Sponsoring müssen sich massiv verändern. Wir wollen nicht nur überregional, sondern auch in unserer Heimat die Menschen erreichen und überzeugen. Es wird Zeit für die Marke ›Sächsische Bläserphilharmonie‹!«, so Gabriele Hegner über ihre Zukunftsplänen. Gabriele Hegner bringt durch ihre 10-jährige Erfahrung als Leiterin des Künstlerischen Betriebsbüros der Hofer Symphoniker sowie ihre bereits 14-jährige Praxis als selbständige Künstleragentin und Eventmanagerin in Frankfurt am Main die nötige Erfahrung für diese Position mit. Dass sie selbst Orchestermusik studiert hat und als Fagottistin tätig war, kommt der Bläserphilharmonie ebenso entgegen.

Die Sächsische Bläserphilharmonie ist das einzige Kulturorchester Deutschlands, das in ausschließlich sinfonischer Bläserbesetzung auftritt. Mit seinem knapp 70-jährigen Bestehen kann das Ensemble, ehemals Rundfunk-Blasorchester Leipzig, auf eine bewegte Geschichte zurückblicken. Seit 2011 ist Thomas Clamor als Chefdirigent für die Sächsische Bläserphilharmonie tätig. Neben Konzerttätigkeiten im Inland fungiert das Orchester auch als Kulturbotschafter, die die Musiker unter anderem nach China, Venezuela und Australien führte. Im Herbst des vergangenen Jahres wurde das Orchester in das Förderprogramm »Exzellente Orchesterlandschaft Deutschland« aufgenommen, das von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert wird.

Kinder & Jugend 11.04.2018 100 Mozartkinder ...

... konnte die Sächsische Mozart-Gesellschaft innerhalb von zehn Jahren in ihrer musikalischen Entwicklung zu begleiten

 

Die Zeit verging wie im Fluge und die Sächsischen Mozart-Gesellschaft hat es geschafft, innerhalb von 10 Jahren über 100 Mozartkinder in ihrer musikalischen Entwicklung zu begleiten.

Die Idee von Franz Wagner-Streuber, so viele Kinder mit der Genialität Mozarts anzustecken, deren individuelle Fähigkeiten zu entwickeln, ihre Stärken zu fördern und in ein musikalisches Ensemble einzubinden, füllte sich innerhalb der vergangenen zehn Jahre immer mehr mit Leben. Wir blicken auf viele wunderbare gemeinsame Erlebnisse zurück und halten Ausschau in das kommende Jubiläumsjahr und darüber hinaus in eine Zukunft mit weiterhin viel Musik, Freude und Energie. Dieses Jubiläum gibt Anlass mit allen zu feiern, die das Projekt 100Mozartkinder in den vergangenen 10 Jahren mit ihrer Zuwendung ideeller und finanzieller Art begleitet haben. Vor allem in Chemnitz und Umgebung, aber auch in ganz Sachsen und über die Landesgrenzen hinaus, bis hin nach Tschechien, Österreich und Italien, haben die Mozartkinder bei ihren Konzerten die Sächsische Mozart-Gesellschaft e. V. mit bunten Klängen vertreten und den quirligen Geist Mozarts versprüht, was stets Aufmerksamkeit und Interesse erweckte und von Zuhörern mit viel Beifall und Erstaunen aufgenommen wurde.

Viele der damals vor zehn Jahren aufgenommenen Mozartkinder sind nun schon in ihrem Beruf angekommen, einige studieren sogar Musik. Und auch wenn sich mancher Lebensweg bereits von Chemnitz entfernt hat, halten viele nach wie vor Kontakt zum Ensemble 100Mozartkinder. Über 100 junge Menschen haben eine Menge an Eindrücken, Inspirationen und Erfahrungen für ihr Leben aus diesem Projekt mitgenommen und werden diese in die Zukunft und Gesellschaft tragen.
Mit allen Freunden und Unterstützern möchten wir zum 10jährigen Jubiläum der Mozartkinder mindestens zehn Höhepunkte erleben:

  • 4 Jubiläumskonzerte
  • Workshop mit der Band Uwaga!
  • Konzerteise nach Italien
  • Besuch der »Zauberflöte« in der Semperoper Dresden
  • eigenes Stück für die Mozartkinder komponieren lassen
  • eigenes Liederbuch der Mozartkinder erstellen
  • eigenes Logo entwickeln lassen

Unter dem Motto »Viele schaffen mehr« haben wir für dieses Vorhaben gemeinsam mit der Volksbank Chemnitz, die jede erfolgte Spende nochmal mit 25% bezuschusst, das Crowdfunding-Projekt »10 Jahre Ensemble 100Mozartkinder« gestartet. Seit Mitte Dezember 2017 besteht die Möglichkeit unter www.volksbank-chemnitz.viele-schaffen-mehr.de/mokis10 zu spenden. Bis zum Eröffnungskonzert des Sächsischen Mozartfestes am 4. Mai 2018 wollen wir die Spendensumme von mindestens 20.000 Euro erreicht haben. Das schaffen wir nicht alleine. Bitte helfen Sie kräftig mit und unterstützen Sie unser Jubiläumsvorhaben!

Den Auftakt zu mehreren grenzüberschreitenden Konzerten im Festjahr bildet eine Matinee in der Chemnitzer Oper am Samstag, 14. April um 11 Uhr, die zugleich als Einstimmung auf das Sächsischen Mozartfestes erklingt. Das Streichorchester Ponticello, zu dem die Mozartkinder seit vielen Jahren freundschaftliche Beziehungen pflegen, besteht an der Jugendkunstschule ZUŠ Chomutov bereits seit 20 Jahren. Was liegt näher, als Freundschaft und Jubiläen gemeinsam zu feiern? Die Matinee ist eine Veranstaltung im Rahmen der Feierlichkeiten 875 Jahre Stadt Chemnitz.

Allgemeines 28.03.2018 Mozart on Mortality

Das Landesjugendorchester Sachsen probt zu Ostern in der Landesmusikakademie Sachsen und lädt anschließend zu zwei Konzerten in Leipzig und Dresden ein.

  • Michael Nyman: Mozart on Mortality für Sopran und Kammerensemble
  • W. A. Mozart: Chi sá, chi sá, qual sia KV 582, Konzertarie für Sopran und Orchester
  • Yasuo Kuwahara: Raidoh - Konzert für Mandoline und Orchester
  • Rainer Lischka: Konzert für Posaune und Orchester W. A. Mozart: Sinfonie g-Moll KV 550

Teaa An, Sopran
Adrian Wehle, Posaune
Clara Weise, Mandoline
Landesjugendorchester Sachsen
Leitung: Milko Kersten

Konzerte
Sa, 07.04.2018, 20 Uhr,
Kunstkraftwerk Leipzig,
Saalfelder Straße 8b, 04179 Leipzig
(Tickets: 15,– €, erm. 8,– €)

So, 08.04.2018, 19.30 Uhr,
Hochschule für Musik Dresden,
Wettiner Platz 13, 01067 Dresden
(Tickets: 9,50 €,  erm. 6,– €)

Ticketverkauf für beide Konzerte über reservix.de und an der Abendkasse

 

Am 4. April 1787 schrieb W. A. Mozart in einem Brief an den Vater: »… Und ich danke meinem Gott, daß er mir das Glück gegönnt hat, mir die Gelegenheit (Sie verstehen mich) zu verschaffen, ihn als den Schlüssel zu unserer wahren Glückseligkeit kennen zu lernen. Ich lege mich nie zu Bette, ohne zu bedenken, daß ich vielleicht (so jung als ich bin) den andern Tag nicht mehr sein werde …« Der Komponist war erst 31 Jahre alt und schrieb derlei Gedanken über das Ende. Nur ein Jahr später entstanden seine letzten 3 großen Sinfonien, eine davon in g-Moll. Die Mitglieder des LJO Sachsen haben Kompositionen der Wiener Klassik stets auf dem Wunschzettel, eine der großen Sinfonien zu spielen ist nun Premiere.

Michael Nyman hat 1992 Mozart on Mortality komponiert – eine kleine Kammer-Ouvertüre, die den Brieftext an den Vater vertont und in unsere Zeit holt. Konzerte des LJO Sachsen bieten in aller Regelmäßigkeit jungen Solisten die Gelegenheit, sich zu präsentieren. Mozarts Konzertarien werden leider nur selten aufgeführt, in diesem Programm der ideale Rückgriff zum Original nach Nymans Eingangsstatement. Dessen Musikstil basiert auf dem Strömen von kleineren Klangbausteinen, die sich dann in ihrer Proportionalität zu einem Ganzen entwickeln können. Ein Prinzip, das auch die Wiener Klassik bereits kannte und welches gerade in dem ostinaten Beginn der g-Moll-Sinfonie den immer wieder aufs Neue beeindruckenden Sog in eine melancholisch-bewegte Klangwelt erzeugt.
Dieses Strömen von Musik macht der japanische Komponist Yasuo Kuwahara zum Thema eines ganzen Mandolinenkonzertes. Dabei ist er den Klängen der Natur auf der Spur, die in ihrer rhythmischen Raffinesse und lautmalerischen Phantasie die asiatische Herkunft nicht verleugnen, westeuropäische Traditionen aber bewusst liebevoll einschließt. Mit einem Konzertstück für Posaune und Orchester wird sich der derzeitige Soloposaunist des LJO präsentieren und damit musikalische Werbung machen für ein Instrument, für das es momentan in Sachsen nicht zuviel Nachwuchs gibt …

Kinder & Jugend 28.03.2018 Bläser kommen nach Meißen

Die Stadt an der Elbe ist Gastgeber für das 17. Sächsische Kinder- und Nachwuchsorchestertreffen

 

Die Stadt Meissen freut sich, Gastgeber für das 17. Sächsische Kinder- und Nachwuchsorchestertreffen des Sächsischen Blasmusikverbandes am 5. Mai 2018 mit 350 jungen Musikerinnen und Musiker zu sein.

Für das diesjährige Treffen haben sich aktuell 14 Orchester angemeldet, darunter auch Gäste aus Thüringen. Auf fünf Bühnen im Stadtzentrum werden die Programme der Orchester zu erleben sein, bis 16 Uhr auf dem Hauptmarkt mit dem großen Abschlusskonzert aller Teilnehmenden der Höhepunkt des Musikfestes zu erleben ist. Der Kinder- und Nachwuchsorchestertreff wurde ins Leben gerufen, um den jungen Musizierenden eine Plattform zum Zeigen ihrer herausragenden Leistungen zu geben. Die jungen Orchestermitglieder aus den verschiedenen Regionen Sachsens lernen einander kennen, besuchen sich gegenseitig bei ihren Auftritten und musizieren beim gemeinsamen Abschlusskonzert aller Teilnehmer miteinander. Feste wie dieses verbinden die Musizierenden, ihre Gäste und die Gastgeber über die Konzerte hinaus.

Kulturelle Bildung 23.03.2018 Kulturelle Bildung ist kein Abstraktum ...

Der Sächsische Musikrat zum Handlungsprogramm »Nachhaltige Sicherung der Bildungsqualität in Sachsen«

 

Kulturelle Bildung ist kein Abstraktum, sondern bedarf der eigenen elementaren Betätigung und Erfahrung

Der Präsident des Sächsischen Musikrates, Prof. Dr. Christoph Krummacher, hat sich am 21. März mit einem Schreiben an Staatsminister Christian Piwarz gewandt.

Die mit dem Handlungsprogramm »Nachhaltige Sicherung der Bildungsqualität in Sachsen« in Aussicht gestellten Verbesserungen der Rahmenbedingungen für Schulbildung in Sachsen werden dahin grundsätzlich begrüßt. Der Sächsische Musikrat verweist in dem Scheiben auch auf Meldungen, nach denen im Fach Musik Reduktionen geplant sind. Zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen aus den letzten Jahrzehnten belegen eindeutig die hohe Bedeutung der musisch-ästhetischen Schulfächer und insbesondere des Musikunterrichtes für die soziale Bildung und den Zusammenhalt von Kindern und Jugendlichen – im Klassenverbund und lebenslang. »Der Stellenwert der entsprechenden Bildungsinhalte ist in besonderer Weise hinsichtlich sozial schwächerer Milieus und deren Integration und Teilhabe wichtig«, so Krummacher. Insofern sieht der Musikrat die Stärkung der politischen und sozialen Bildung im unmittelbaren Zusammenhang mit der musisch-ästhetische Bildung. »Kulturelle Bildung ist kein Abstraktum, sondern bedarf der eigenen elementaren Betätigung und Erfahrung, wie sie nur im obligatorischen Fachunterricht vermittelbar sind«, heißt es im Schreiben. Die weitere Stärkung der Ganztagsangebote wird dies nicht leisten können, jedenfalls nicht in der bisher gegebenen Qualität und Verbindlichkeit.

Der Sächsische Musikrat hofft auf eine breite Bildungsdiskussion in Sachsen, die für Deutschland vorbildhaft sein könnte. Die Expertise des Musikrates und seiner Mitglieder, u.a. der beiden Musikhochschulen in Sachsen, des Bundesverbandes Musikuntericht und außerschulisch agierender Akteure wie den Musikschulen und Chorverbänden sollten dabei hilfreich sein.

Kinder & Jugend 19.03.2018 Neues Dozententeam an der SBMV-Akademie für die Jugendleiterausbildung

Seminare des Sächsischen Blasmusikverbandes zum Erwerb und zur Verlängerung der Jugendleitercard (JuLeiCa)

 

Vom 2. bis 4. März 2018 fand in der Landesmusikakademie Sachsen das Aufbauseminar des Sächsischen Blasmusikverbandes zur Verlängerung der Jugendleitercard (JuLeiCa) für insgesamt 9 Teilnehmer sowie der erste Teil des Grundseminars zum Erwerb der JuLeiCa mit 13 Teilnehmern statt.

Warum erwerben die Jugendleiterinnen und Jugendleiter ihre Qualifikation an der SBMV-Akademie? Verschiedene Aspekte sprechen dafür – so gute Seminar-Rahmenbedingungen. Als Seminarort kooperiert die SBMV-Akademie mit der Landesmusikakademie Sachsen. Für Teilnehmende und Dozenten sind dort ausgezeichnete Arbeitsbedingungen gegeben. Letztlich entscheidend sind für die Teilnehmenden das zu erwerbende Wissen und die praktischen Fähigkeiten und Fertigkeiten im Umgang mit Kindern und Jugendlichen in den Musikvereinen. Diese praxisorientierte Ausrichtung liegt der Seminargestaltung zu Grunde, die in die Wissensvermittlung in allen Themenbereichen einfließt. Garant dafür ist das Dozententeam.

In diesem Jahr trat ein neues Dozententeam an:

  • Sarah Nehring, Pädagogische Fachkraft in der Schule, Trainerin in der Jugend(verbands)arbeit, Nachwuchsbeauftragte im Orchester Holzhausen e.V. und ehrenamtlich in der Jugendhilfe tätig
  • Jonas Ernecke, Musikwissenschaftler, Trainer in der Jugend(verbands)arbeit, Dirigent Oederaner Blasmusikanten e.V.
  • Sascha Mühleisen, Fachgebietsleiter Ausbildung der Jugendfeuerwehr Sachsen, Themenkomplex Recht

Unter Leitung von Marion Frank, Bildungsreferentin des SBMV e.V. und Mitwirkung von Gaston Saborowski, der die Seminarübergabe begleitet hat, fanden die Seminare statt. »Die Übergabe hat gepasst«, war eine Teilnehmeräußerung aus dem Aufbauseminar: »Anne und Gaston haben uns viel beigebracht, mit euch, Sarah, Jonas und Sascha, gehen die Aufbauseminare toll weiter, wir lernen stets neues!«

Warum ist an der SBMV-Akademie ein eigener überfachlicher Bildungsbereich mit einem Bildungsschwerpunkt Jugendarbeit seit 2016 aktiv? Die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in unseren Musikvereinen basiert auf den gleichen gesetzlichen Vorschriften wie zum Beispiel in Sport- und Theatervereinen, Literaturzirkeln oder Arbeitsgemeinschaften junger Wissenschaftler. Qualifizierte Fachkräfte sind einzusetzen, in Seminaren erwerben sie die Jugendleitercard (JuLeiCa). Nach bundesweit einheitlichen Standards erfolgt die Ausbildung, mit der JuLeiCa erwerben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen deutschlandweit anerkannten Qualifikations- und Legitimationsnachweis für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Nach dem Grundseminar (im Allgemeinen umfasst es 48 Bildungseinheiten an zwei Wochenenden) ist aller drei Jahre ein Wochenend-Aufbauseminar zur Verlängerung der JuLeiCa zu besuchen.

Die Themenbereiche reichen von psychologischen und pädagogischen Grundlagen für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, wie Motivation, Gruppenpädagogik, Konfliktmanagement und Organisation über Fragen zu Kindeswohlgefährdung, Jugendschutz und Aufsichtspflicht bis hin zu Demokratiebildung und Erste Hilfe. Die JuLeiCa-Seminare an der SBMV-Akademie werden in Trägerschaft der Bläserjugend Sachsen im SBMV durchgeführt; die Jugendleitercard wird nach erfolgreicher Seminarteilnahme vom Bundesjugendring ausgestellt.

Silke Schulze

Wettbewerbe 16.03.2018 Jugendwettbewerb mit 74 jungen Musikerinnen und Musikern

11. Roland-Zimmer-Jugendwettbewerb für Soloinstrumente Gitarre, Mandoline und Zither vom 5. bis 7. April 2018 in Hohenstein-Ernstthal

Veranstalter

SAXONIADE e.V. und Bund Deutscher Zupfmusiker – Landesverband Sachsen e.V

 

Mit 45 Teilnehmern im Fach Gitarre werden am 5. und 6. April 2018 die öffentlichen Wertungsspiele im Lessinggymnasium Hohenstein-Ernstthal absolviert. Ab Samstag wird der Wettbewerb durch die Wertungsspiele von 16 Mandolinisten und 13 Zitherspielern ergänzt. Vom hohen Niveau und dem ausdrucksstarken Spiel der jungen Künstler kann sich das Publikum im Konzert der Preisträger am 7. April 2018 in der Aula des Lessing Gymnasium in Hohenstein-Ernstthal ab 19 Uhr überzeugen.

Nach einer Idee von Gerhard Puhlfürst, dem damaligen Präsidenten des SAXONIADE e.V.,entstand 1998 der Roland-Zimmer Jugendwettbewerb für Gitarre Solo und Mandoline Solo und wurde zum ersten Mal im Schloss Forderglauchau durchgeführt. Danach waren sich der Bund Deutscher Zupfmusiker, Landesverband Sachsen e.V. und der SAXONIADE e.V. einig, den zweiten Wettbewerb im Jahr 2000 mit dem Instrument Zither zu erweitern und zu bereichern. Der Roland-Zimmer-Jugendwettbewerb für Soloinstrumente Gitarre, Mandoline und Zither ist dem Vermächtnis von Prof. Roland Zimmer (1933-1993) gewidmet. Die kennzeichnenden Orte des Lebens von Prof. Roland Zimmer waren die Musikstadt Markneukirchen im Vogtland und Thüringens Klassikerstadt Weimar. Seinem Studium in Weimar folgte eine Lehrtätigkeit an der nunmehrigen Franz-Liszt-Hochschule, die später durch Dozenten-, Juroren- und Konzerttätigkeit über den nationalen Rahmen hinaus ergänzt wurde.

Der Wettbewerb dient der Förderung des Amateurmusizierens, der Anhebung der musikalischen Qualität und versteht sich als Wegbereiter für nationale und internationale Leistungsvergleiche.

In dem anspruchsvollen musikalischen Wettstreit haben Kinder und Jugendliche die Möglichkeit, in den Fächern Gitarre, Mandoline und Zither ihre solistischen Leistungen zu präsentieren und ihre Kräfte zu messen. Eine fachkundige Jury schätzt die im Wertungsspiel dargebotene Leistung eines jeden ein, beurteilt und gibt Hinweise für die weitere Arbeit. So können die jungen Künstler auch untereinander ihre künstlerischen Leistungen vergleichen.

Rudi Stößel

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