Preise & Stipendien 18.09.2018 Internationaler Heinrich-Schütz-Preis 2018

Hans-Christoph Rademann ist der erste Preisträger des Ehrenpreises des Heinrich Schütz Musikfests

 

Herausragende künstlerische wie wissenschaftliche Leistungen in der Vermittlung und Verbreitung der Musik von Heinrich Schütz und seiner Zeit sowie herausragendes Engagement in deren Bewahrung und Förderung werden zukünftig jährlich mit dem Internationalen Heinrich-Schütz-Preis geehrt. Anlässlich des 20. Jubiläums des Heinrich Schütz Musikfests wird dieser Ehrenpreis in Form einer Medaille erstmalig verliehen. Erster Preisträger ist der Dirigent und Schütz-Experte Hans-Christoph Rademann.

Mit diesem Preis würdigt das Heinrich Schütz Musikfest unter Leitung der Intendantin Dr. Christina Siegfried Rademanns überragendes Engagement für das Werk von Heinrich Schütz, dessen klingende Bewahrung, überzeugende Interpretation und lebendige Vermittlung. Beispielhaft für dieses langjährige herausragende Wirken steht, neben unzähligen begeisternden und berührenden Konzerten in aller Welt, die einzigartige Einspielung des Gesamtwerks von Heinrich Schütz beim Carus-Verlag Stuttgart mit dem von ihm gegründeten und bis heute geleiteten Dresdner Kammerchor, die in diesem Jahr ihren Abschluss finden wird. Der Preis wurde ihm am 14. Oktober 2018 in Dresden im Rahmen des festlichen Abschlusskonzerts des Heinrich Schütz Musikfests, das der Dresdner Kammerchor unter Leitung von Hans-Christoph Rademann gestaltete, überreicht. »Es ist mir eine Ehre, als erster überhaupt diesen besonderen Preis in Empfang zu nehmen.«, sagt der gebürtige Schwarzenberger über die Ehrung, und ergänzt: »Besonders freut mich, dass an der Schütz-Gesamtaufnahme zahlreiche beteiligte Solistinnen und Solisten aus der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden hervorgegangen sind, zu der auch der Dresdner Kammerchor eine enge Verbindung hat.« Die neu geschaffene Auszeichnung verdeutliche einmal mehr, welche enorme Bedeutung Heinrich Schütz für die europäische Musikgeschichte hat: »Dies den Menschen zu vermitteln, ist stets der Antrieb für meine Arbeit mit Schütz‘ Musik.«, so Rademann.

Die Ehrenmedaille wurde von der in Berlin lebenden renommierten Bildhauerin und Medailleurin Anna Franziska Schwarzbach geschaffen: »Es ist ein Geschenk, die Internationale Heinrich-Schütz-Preis-Medaille entwerfen und ausführen zu dürfen. Es ist eine zusätzliche Freude, sie für Hans-Christoph Rademann modellieren zu können – einem Freund aus jungen Jahren. Musik von Heinrich Schütz in der Kirche von Schwarzenberg prägte meine Kindheit.« Der Heinrich-Schütz-Preis in Form einer in Silber gegossenen Medaille zeigt das Portrait des kurfürstlich-sächsischen Hofkapellmeisters samt eigenhändigem Namenszug »Henrich Schütz / Capellmeister«. Der umlaufende Schriftzug »parens nostrae musicae modernae« benennt Schütz (1585–1672) als den »Vater unserer modernen Musik«, als den ihn bereits seine Zeitgenossen zu würdigen wussten. Auf der Rückseite der Medaille ist das Signet des Heinrich Schütz Musikfests zu sehen, welches aus einem Bassschlüssel im Autograph von Schütz‘ Osterdialog (Dialogo per la Pascua) SWV 443 entwickelt wurde. »Ich kann mir keinen besseren ersten Preisträger als Hans-Christoph Rademann vorstellen.« Die Intendantin des Heinrich Schütz Musikfests, Dr. Christina Siegfried, empfindet es als eine glückliche Fügung, dass das zwanzigjährige Bestehen des Musikfests und der Abschluss der Schütz-Gesamteinspielung in dasselbe Jahr fallen: »Dieses gewagte, anspruchsvolle Vorhaben einer Gesamtaufnahme hat in Hans-Christoph Rademann einen kreativen Visionär, engagierten Motor und inspirierten Botschafter gefunden.« Siegfried sieht die meisterhaft gestaltete Schütz-Medaille als zusätzliches Geschenk zum Jubiläum des Musikfests. Dass Anna Franziska Schwarzbach als Medailleurin gewonnen werden konnte, ließe nicht zuletzt den Preis selbst zu einem Kunstwerk werden. Zugleich sei es Zeichen dafür, welchen Stellenwert dieser neue Preis für die Pflege des Werks von Heinrich Schütz und der Musikkultur des 17. Jahrhunderts insgesamt haben wird.

Preise & Stipendien 10.09.2018 Johann Walter Plakette 2018

Der Sächsische Musikrat e.V. vergibt am 15. September 2018 zum neunten Mal die Johann Walter Plakette, die in diesem Jahr an Steffen Schleiermacher und Thomaskantor Prof. Gotthold Schwarz geht.

 

Der lebendige Reichtum sächsischer Musikkultur, die für viele Menschen zum inneren Besitz gehört, ist wesentlich der Hingabe musikbegeisterter Menschen an die Kunstausübung zu danken. In der Überzeugung, dass allein die aktive Musikpflege die Zukunft unserer Musikkultur gewährleistet, hat der Sächsische Musikrat die Johann Walter Plakette gestiftet, um mit ihrer Verleihung aller zwei Jahre auf beispielhafte Leistungen im Musikleben unseres Landes aufmerksam zu machen.

Der Sächsische Musikrat e.V. vergibt am 15. September 2018 zum neunten Mal die Johann Walter Plakette. Die Vergabe erfolgt an zwei Persönlichkeiten, die sich um die Pflege der Musiktradition und des Musiklebens in Sachsen, die Förderung des musikalischen Nachwuchses oder die Entwicklung des zeitgenössischen Musikschaffens in Sachsen besondere Verdienste erworben haben. Benannt ist die Plakette nach Johann Walter (*1496 in Kahla, †1570 in Torgau). Der enge Freund Martin Luthers und dessen musikalischer Berater wirkte 1525 maßgeblich bei der Gestaltung der »Deutschen Messe« mit. Von 1526 bis 1548 leitete Johann Walter die Torgauer Stadtkantorei. Diese wurde zum Ur- und Vorbild des lutherischen Kantoreiwesens. 1548 in das Amt des Hofkapellmeisters nach Dresden berufen, gründete und leitete Johann Walter die Kurfürstliche Hofkantorei. Als lutherischer »Ur-Kantor« schuf er die Grundlage für die evangelische Kirchenmusik. Der Lehrer, Kantor, Dichter und Komponist Johann Walter hat einen historischen Beitrag für die Wende zur Neuzeit in Deutschland und Europa geleistet. 

Mit Steffen Schleiermacher und Thomaskantor Prof. Gotthold Schwarz werden im Jahr 2018 zwei Persönlichkeiten die Ehrung erhalten, die auf sehr unterschiedliche Weise die Musikkultur in Deutschland befördert haben.

Thomaskantor Prof. Gotthold Schwarz wird für seine jahrzehntelangen künstlerischen Verdienste als Exponent einer historisch informierten Aufführungspraxis, herausragender Sänger und Initiator zahlreicher und angesehener Vokal- und Instrumentalensembles in Sachsen die Johann Walter Plakette des Sächsischen Musikrates verliehen. Mit Gotthold Schwarz besitzt das Musikleben eine in Deutschland und international hoch angesehene Persönlichkeit. In seinem vielfältigen Wirken und seiner lebenslangen Verbundenheit zum Leipziger Thomanerchor hat er Wesentliches für die Pflege der Kirchenmusik und die Beständigkeit unserer Musikkultur bewirkt.

Steffen Schleiermacher wird für sein künstlerisches Wirken als Komponist, Pianist und Dirigent und die damit verbundenen Verdienste um die Musik des 20. und 21. Jahrhunderts und deren Vermittlung die Johann Walter Plakette des Sächsischen Musikrates verliehen.Mit Steffen Schleiermacher besitzt das Musikleben eine hoch angesehene Persönlichkeit, die im eigenen Schaffen und im Engagement für die zeitgenössische Musik national und international wesentliche Beiträge zur lebendigen Fortentwicklung unserer Musikkultur geleistet hat.

Der Präsident des Sächsischen Musikrates e.V., Prof. Dr. Christoph Krummacher wird die Auszeichnungen in einer öffentlichen Veranstaltung am Samstag, 15. September 2018, 15 Uhr in der Torgauer Schlosskapelle verleihen.

Allgemeines 07.09.2018 »Für Clara« – die 17. Schumann-Festwoche in Leipzig

Festival stimmt vom 8. bis 16. September auf den 200. Geburtstag von Clara Schumann ein

Christoph Prégardien, Ragna Schirmer und Bodecker & Neander stimmen vom 8. bis 16. September 2018 zur 17. Schumann-Festwoche in Leipzig auf den 200. Geburtstag von Clara Schumann ein. Dieser wird 2019 in der Geburts- und Wirkungsstadt der Künstlerin mit dem Festjahr »CLARA19«. gefeiert. Zur Schumann-Festwoche in diesem Jahr zeigt sich das Schumann-Haus zudem mit einem neuen Erscheinungsbild. Es ist ein Vorbote auf die Neugestaltung des Museums in der Inselstraße 18 zum Jubiläumsjahr 2019. Programmatisch verbindet das einwöchige Festival 2018 Claras eigene Werke mit Kompositionen ihres Mannes, die sie während ihrer einzigartigen Konzertkarriere berühmt gemacht hat, und Kammermusik ihrer Zeitgenossen. Das junge, international ausgezeichnete Rolston String Quartet aus Kanada eröffnet am 8. September die 17. Schumann-Festwoche im Leipziger Schumann-Haus. Am 16. September interpretiert der Tenor Christoph Prégardien zusammen mit dem Pianisten Daniel Heide Robert Schumanns Dichterliebe sowie Franz Schuberts Neun Lieder nach dem »Poetischen Tagebuch« des Dichters Ernst Schulze, die erst in den vergangenen Jahren ihre berechtigte Würdigung erhielten. Ein weiterer Höhepunkt ist das Konzert mit Ragna Schirmer am 15. September. Die Pianistin wird ein Originalkonzertprogramm von Clara Schumann aus dem Jahr 1872 spielen (u.a. mit Beethovens Sonate op. 53 »Waldstein« und Schumanns Kinderszenen op. 15). Einen elektrisierenden Abend, der alle Sinne anspricht, garantiert das Duo Bodecker & Neander am 14. September im Polnischen Institut (Markt 10). Mit ihrem »visual theater« zählen sie zu Deutschlands führenden Pantominenkünstlern. Die Geschichten in ihrem Stück »Opus 4« sind wie eine Partitur, die mit der unnachahmlichen poetischen Bildsprache und viel Magie auf die Bühne gebracht wird. Obwohl keine einzige Note erklingt, meint das Publikum ein ganzes Orchester gehört und gesehen zu haben. Erzählt wird von einem von Schluckauf geplagten Tenor, der seinen Auftritt dennoch mit Stil und Bravour meistert, einem Dirigenten, der auf vielsagende Art und Weise uneins mit den Musikern ist und von einer Musikunterrichtsstunde, die sich zum Albtraum entwickelt. Neugierige Zuhörer können sich am 11. September bei experimentellen Klangversuchen mit dem dem Ensemble Atonor Clara nähern. Lieder von Clara Schumann und Fanny Hensel wählten Bariton Tobias Berndt und Pianist Alexander Fleischer für ihren Abend am 12. September aus. Unter dem Titel: »Grün ist der Jasminstrauch« lesen am 13. September Astrid Höschel-Bellmann und Horst Damm aus dem Briefwechsel des Künstlerehepaares. Umrahmt wird die Veranstaltung von Stephan König am Klavier.

Im Leipziger Schumann-Haus verbrachten Clara und Robert Schumann die glücklichen ersten vier Ehejahre. Am 13. September 1840 bezogen die frisch Vermählten ihr erstes gemeinsames Domizil in einem aufstrebenden neuen Stadtteil, das sich zum Zentrum des Buchgewerbes entwickelte. Zahlreiche Verlage und Buchdruckereien siedelten sich hier an, darunter Breitkopf & Härtel und C. F. Peters sowie F. A. Brockhaus und Reclam. In der Inselstraße 18 begrüßte das Künstlerpaar regelmäßig berühmte Persönlichkeiten wie Felix Mendelssohn Bartholdy, Franz Liszt und Hector Berlioz. Hier komponierte Robert Schumann einige seiner bedeutenden Werke, beispielsweise den Liebesfrühling op. 37 zusammen mit Clara, die Frühlingssinfonie op. 38, die Dichterliebe op. 48 sowie sein Klavierquintett op. 44, das seine Frau im Gewandhaus uraufführte. Ab September 2019 wird sich das Schumann-Haus mit einem neuen Museumskonzept präsentieren, das in Zusammenarbeit mit Kuratorin und Clara Schumann-Expertin Dr. Beatrix Borchard entstand.

Allgemeines 06.09.2018 »no human is an island«

Vom 11. bis 14. Oktober 2018 veranstaltet der Verein HABeaTUS e.V. das SeaNaps Festival in Leipzig

 

 

Unter dem Motto »no human is an island« werden experimentelle Inhalte aus Musik, Kunst und Technik miteinander verbunden. Zu erwarten ist ein vielfältiges Programm für neugierige Ohren, offene Augen und interessierte Köpfe. Intensive Konzertreihen bilden den Kern des musikalischen Programms des SeaNaps Festival und werden durch wache Clubnächte ergänzt. So entstehen über 30 Musikperformances an mehr als sechs Orten. Eine Besonderheit des Festivals ist seine ökonomische Infrastruktur, in die mittels einer App in Echtzeit Einblick gewährt wird. Verwendung findet dabei die Blockchain-Technologie. Diese und die Frage nach Auswirkungen kultureller Veranstaltungen auf die Ökonomie einer Stadt wird in Informations und Diskussionsveranstaltungen thematisiert werden. Das komplette Programm und die genauen Veranstaltungsorte werden wenige Wochen vor Beginn des Festivals über Soziale Medien bekannt gegeben. Der Eintritt zu einem Großteil der Veranstaltungen ist frei.

DAS PROGRAMM
Tiefe Flächen und klangvolle Punkte werden im Westflügel Lindenfels geboten. Neben der Eröffnung am Donnerstag mit der einmaligen Formation um den elektronischen Künstler und Produzenten Rabih Beaini und der Gesangskünstlerin Sofia Jernberg können hier die Hauptkonzerte am Freitag- und Samstagabend erlebt werden. Zu erwarten sind genreübergreifende Performances, die die Form suchen aber Improvisation nicht scheuen. Von den elektronisch verstärkten Wasserschalen der Künstlerin Tomoko Sauvage, über die elektroakustischen Arbeiten von Nikolaienko und Marimba, bis hin zu den musikalischen Experimenten der Soundpoetin Lucrecia Dalt. In der Freitagnacht elektrisieren KünstlerInnen wie Deena Abdelwahed und Nene Hatun die nächtliche Bühne in Leipzigs Institut für Zukunft. Die beiden DJanes umrahmen dort die akustische Performance des Daf- und Tombak Virtuosen Mohammad Reza Mortazavi und lassen dabei rhythmische Wellen über die Körper der Zuhörenden rollen. Die Umsetzung des Abends ist in Zusammenarbeit mit SHAPE, einer europäischen Plattform für innovative Musik und audiovisuelle Kunst, und dem SeaNaps Festival entstanden. Die Samstagnacht wird eröffnet mit der Premiere des Ensembles um die Saxofonistin und Komponistin Luise Volkmann zusammen mit den Balafonistinnen Mélissa und Ophélia Hié. Dieser Auftritt entlässt dann in eine losgelöste Nacht mit Eli Pavel und DJ Fett. Weitere kulturelle Institutionen in Leipzig, wie das Noch Besser Leben werden dem künstlerischen Programm des Festivals Wirkungsraum geben.

BLOCKCHAIN MY ART
Das SeaNaps Festival 2018 ist nicht nur ein Musikfestival, sondern zugleich Spielwiese für das von HABeaTUS e.V initiierte europäische Projekt BlockchainMyArt. Dieses stellt die Frage nach einer fairen und transparenten Umverteilung des Erlöses bei Kulturveranstaltungen und bietet eine Alternative zur herkömmlichen finanziellen Infrastruktur kultureller Events an. Ein Blockchain basiertes Zahlungssystem wird bei ausgewählten Programmpunkten einen Einblick in die finanzielle Struktur des Festivals geben. Direkte Einnahmen des Festivals, die auf die AkteurInnen der Veranstaltung aufgeteilt werden, können von den BesucherInnen in Echtzeit eingesehen werden. Dies führt zur Wahrnehmung der eigenen Rolle im wirtschaftlichen Kreislauf einer Kulturveranstaltung und ermöglicht die Teilhabe an einem Diskurs über Transparenz und Fairness.

www.facebook.com/seanapsfestival

Allgemeines 05.09.2018 Stellenausschreibung

Für die Landesmusikakademie Sachsen wird ein neuer Projektleiter gesucht

 

Stellenausschreibung
Projektleiter Landesmusikakademie Sachsen (m/w/d), E 11 TV-L (Vollzeit)
Besetzung zum 1. Januar 2019

Der Sächsische Musikrat e.V. ist Träger der Landesmusikakademie Sachsen im Schloss Colditz. Sie dient Musikern und Gästen aus ganz Deutschland und Europa als Proben- und Tagungshaus sowie Veranstaltungs- und Weiterbildungszentrum. Der Schwerpunkt der Tätigkeit liegt auf der Organisation des Akademiebetriebs und des Betriebs der Räume, der Fortentwicklung eines eigenen Kursangebotes sowie der Koordination der Zusammenarbeit mit der Europa-Jugendherberge Schloss Colditz. Der Projektleiter ist Teil eines Teams von acht Mitarbeitern des Sächsischen Musikrates in den Betriebsstätten Colditz und Dresden.

Voraussetzungen für diese Tätigkeit sind ein abgeschlossenes Studium. Berufspraxis und Interesse an Aufgaben im Kulturmanagement werden erwartet. Organisatorische Erfahrung und Aufgeschlossenheit für betriebliche Arbeitsabläufe sind ebenso erforderlich wie Kommunikations- und Teamfähigkeit, Verlässlichkeit und Belastbarkeit. Bereitschaft zu Mobilität und flexibler Zeiteinteilung (auch an Abendstunden und an Wochenenden) sind unverzichtbar. Arbeitsort ist Colditz.

Bewerbungen sind bis zum 12.10.2018 an den Sächsischen Musikrat, Glashütter Str. 101a, 01277 Dresden oder bevorzugt per E-Mail in einer Datei an Torsten Tannenberg zu richten. Da wir Ihre Unterlagen nicht zurücksenden, bitten wir Sie, Ihrer Bewerbung nur Kopien beizulegen.

Allgemeines 27.08.2018 Man(n) singt im Chor!

Mit dem Männerchor-Projekt »Man(n) singt im Chor!« stimmt der Sächsische Chorverband e.V. auf das »Deutsche Chorfest« 2020 in Leipzig ein.

 

Sachsens Männer sollen mit der Initiative zum Chorsingen animiert werden. »Wir suchen Männer, die gern singen (möchten), und Sänger aller Altersstufen, mit Vorkenntnissen im Chorgesang und ohne diese für einen Projekt-Männerchor. Dieser soll seinen großen Auftritt beim Deutschen Chorfest in Leipzig haben. Wir haben eine lange Tradition des Männerchorgesangs in Sachsen. Diese möchten wir erlebbar machen und natürlich weiterführen«, erläutert Andreas Hauffe, Vizepräsident des Sächsischen Chorverbandes e.V., das Projekt. Der Projektchor »Man(n) singt im Chor!« wird sich jährlich mehrmals für etwa vier Stunden jeweils an einem Wochenende in Dresden treffen. »Um in unserem Projektchor mitzusingen, müssen sich die sangesfreudigen Männer weder an einen Verein binden noch wöchentliche Proben einplanen«, so Andreas Hauffe. »Wir sprechen insbesondere Sänger an, die bislang überhaupt noch nicht in einem Chor gesungen haben und ebenso jene, die gemischten Chören angehören und schon immer mal in einem Männerchor mitsingen wollten. Natürlich freuen wir uns auch über Sänger mit Erfahrungen im Männerchor.«

Leiten wird das Männerchor-Projekt Matthias Hieke, der im ostsächsischen Raum über viele Jahre Männerchöre auf die Bühnen führte. Er wird gemeinsam mit den Sängern geeignete Stücke aus der vielfältigen Männerchorliteratur einstudieren und den Chor künstlerisch betreuen. Geprobt wird im Gymnasium Bürgerwiese in Dresden. Dieses ist auch zu Fuß vom Dresdner Hauptbahnhof bestens erreichbar. Je nach Sängeranzahl und Interesse der Sänger sind Auftritte des Projektchores bereits beim Weihnachtssingen in der Kreuzkirche Dresden 2018 und beim Sächsischen Chorfest 2019 geplant. Auch Wochenendausflüge zu Chorfesten in anderen Bundesländern sind denkbar, aber kein Muss. Der Sächsische Chorverband hofft mit seinem Projekt, neue Interessenten für den Männerchorgesang in Sachsen zu gewinnen und damit diese jahrhundertealte Tradition als wichtigen Bestandteil der Gesangskultur im Freistaat fortzuführen. Zugleich soll die aktive Männerchorszene in Sachsen und die Arbeit der existierenden Männerchöre damit ergänzt und weiter unterstützt werden. »Wir wollen zeigen, das singende Männer modern, musikalisch, unterhaltsam und kein Auslaufmodell sind«, ruft Andreas Hauffe die sächsischen Männer auf: »Kommt Männer, lasst Eure Stimmen erklingen!« Erstmals wird der Projektchor am 29. September von 14 bis 18 Uhr im Gymnasium Bürgerwiese Dresden proben.

Interessenten können sich unter www.oscvev.de/mann-singt.html anmelden.

Kulturpolitik 24.08.2018 Im Osten nichts Neues …?

Gesellschaftspolitische Dimensionen Kultureller Bildung in Ost- und Westdeutschland – Fachbegegnung am 24. September 2018 in Leipzig

Kultur öffnet Welten ist das bundesweit größte Netzwerk für Diversität und Kulturelle Teilhabe, initiiert von Bund, Ländern, Kommunen, künstlerischen Dachverbänden, der Zivilgesellschaft inklusive Migrant/innenselbstorganisationen. Wir wollen gemeinsam sichtbar machen, wie sich Kulturschaffende und -institutionen für Kulturelle Teilhabe und Vielfalt engagieren. Kultur öffnet Welten wird als Teil des Kompetenzverbundes Kulturelle Integration und Wissenstransfer KIWit von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien gefördert.

 

Ziel der Fachbegegnung ist ein Augenmerk auf die jeweiligen politischen und kulturellen Entwicklungslinien in den ost- und westdeutschen Bundesländern zu legen und ihre Bedeutung für die Praxis Kultureller Bildung zu diskutieren. Gibt es Unterschiede in Konzepten, Ansätzen, Methoden oder Formaten Kultureller Bildung? Und wenn ja, welche? Expert/innen und Teilnehmer/innen aus Ost und West suchen im Dialog miteinander nach einem reflektierten Zugriff auf die gesellschaftspolitische Dimension Kultureller Bildung. Die Fachbegegnungen richten sich an Expert/innen und Akteure aus Kunst und Kultur, Soziokultur, Bildung, Zivilgesellschaft inklusive Migrant/innenselbstorganisationen, Kulturadministration und Kulturpolitik.

Montag, 24. September 2018, 10-17 Uhr, Oper Leipzig, Konzertfoyer

Veranstalter: Kultur öffnet Welten, c/o netzwerk junge ohren e.V.

Anmeldung per Anmeldeformular oder per E-Mail.  Die Teilnahme an der Fachbegegnung ist für Sie kostenfrei.

Programm (pdf)

 

 

 

Allgemeines 09.08.2018 Argentinische Nacht mit Festival-Eis

In wenigen Tagen beginnt das 26. Moritzburg Festival, das vom 11. bis 26. August 2018 stattfindet.

 

Der 26. Jahrgang steht unter der Schirmherrschaft von Prof. Monika Grütters, Staatsministerin für Kultur und Medien. Sie wird eines der beliebtesten Konzertformate – das Gala-Dinner auf Schloss Proschwitz – besuchen, bei dem dieses Jahr der thematische Schwerpunkt auf Südamerika liegt. Bei der »Argentinischen Nacht« am 17. August werden demnach insbesondere Werke von Astor Piazolla gespielt.

Mathieu Dufour, Solo-Flötist der Berliner Philharmoniker, musste seine Teilnahme am 26. Moritzburg Festival leider absagen. An seiner Stelle wird nun Marina Piccinini spielen, die schon beim ersten Festival 1993 zu Gast war. Beim Festivalauftakt am 11. August um 19:30 Uhr in der Gläsernen Manufaktur in Dresden stehen neben Mozarts Concerto für Flöte & Harfe KV 299 Werke von Mendelssohn und Schubert auf dem Programm.

Konzertmeisterin des Festival Orchesters war 2017 Abigél Králik, die kurzfristig beim 25. Moritzburg Festival für die erkrankte Arabella Steinbacher einsprang. »Mit makelloser Intonation und mitreißender Leidenschaft« (SäZ) begeisterte sie Publikum und Presse gleichermaßen. Daraufhin wurde sie dieses Jahr als Solistin eingeladen. Die 20-jährige Geigerin amerikanisch-ungarischer Abstammung hat das Talent und den Ehrgeiz in die Fusßstapfen von ihren Vorgängern Noah Bendix-Balgley und Nikki Chooi zu treten. Der international erfolgreichen Karriere dieser beiden Geiger ging ebenfalls die Position des Konzertmeisters beim Moritzburg Festival Orchester voraus. Abigél Králik spielt bei den Konzerten vom 21. – 25. August.

Bei der »Orchesterwerkstatt« am 9. August, dem Proschwitzer Musik-Picknick am 12. August und bei allen Kirchenkonzerten dürfen sich die Festivalbesucher auf eine besondere Erfrischung freuen. Kreiert wurde die Festival Eissorte Joghurt-Granatapfel von der Dresdner Traditionsmanufaktur Neumanns Eis. Das Eis wird bereits ab heute in Neumanns Tiki Eisbar sowie beim Tiki im Kunsthof (Dresden) und in Neumanns Eisterrasse am Moritzburger Schlossparkplatz verkauft.

www.moritzburgfestival.de

Allgemeines 09.08.2018 »Fish and Chips«

Die 42. Leipziger Jazztage reichen vom 11. bis 20. Oktober 2018 »Fish and Chips«

 

Das Festival bringt an zehn Tagen und zehn Spielorten weit über 100 internationale MusikerInnen zusammen auf die Bühne, die sich nicht nur dem musikalischen Erbe Großbritanniens, sondern auch seiner jungen, vielversprechenden Jazzszene widmen. Neben Stars wie Dave Holland, Norma Winstone und Joshua Redman präsentieren die Jazztage auch einzigartige Festivalprojekte und Auftragskompositionen, die ausschließlich in Leipzig zu erleben sein werden: So trifft Matthew Herbert’s Brexit Bigband im Schauspielhaus auf das Vocalconsort Leipzig und MusikerInnen der Hochschule für Musik und Theater Leipzig. Der Berliner Schlagzeuger Max Andrzejewski spielt mit seiner Band HÜTTE im Westbad die Auftragskomposition »The Music of Robert Wyatt« – Wyatt selbst, der legendäre Musiker der Band Soft Machine, kann aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr selbst spielen, unterstützt das Projekt aber. Die Konzertreihe »Across the English Channel« bringt britische und deutsche MusikerInnen in exklusiven Konzerten zusammen: Leipzigs internationaler Jazz-Star Michael Wollny spielt dabei mit Leafcutter John und Alex Nowitz die »Goldberg-Tangenten«, Lucia Cadotsch trifft auf das Londoner Duo Tricko, die junge Hamburger Saxophonistin Anna-Lena Schnabel auf Florian Weber, James Banner und James Maddren sowie der ostdeutsche Jimi Hendrix Helmut »Joe« Sachse auf die englische Sängerin Maggie Nicols. Christian Kögel hingegen widmet sich mit seiner Band der Musik von Queen.

»Fish and Chips« verspricht nicht nur ein künstlerisch reizvolles Festival, sondern es ist auch Ausdruck dessen, was wir seit wenigen Jahren im Jazz beobachten: Insbesondere junge MusikerInnen beziehen zunehmend politisch Stellung, initiieren internationale Projekte und Solidaritätskonzerte: Jazz wird wieder heterogener und er wird gesellschaftlich ambitionierter, er spiegelt wieder verstärkt den Zeitgeist. In diesem Sinne verstehen wir »Fish and Chips« auch als ein kreatives Beschwören der europäischen Idee.

www.jazzclub-leipzig.de

Allgemeines 08.08.2018 Hornwerkstatt und Kammermusik-Workshop

Instrumentalkurse mit Bühnenpräsenzcoaching an der Deutschen Bläserakademie

 

Vom 14. bis 16. September 2018 finden an der Deutschen Bläserakademie in Bad Lausick eine Hornwerkstatt und ein Kammermusik-Workshop statt. Beide Kurse laufen parallel und bieten neben dem Instrumentalunterricht mit den Profimusikern der Sächsischen Bläserphilharmonie ein Bühnenpräsenzcoaching mit Dorothea Gädeke vom Freiburger Institut für Musikermedizin an. Dabei erhalten die Teilnehmenden ein Coaching zum Thema Auftritt, Körperhaltung und -spannung und Umgang mit Lampenfieber. Die Dozentin wird die Musiker bei den Proben begleiten, gibt individuelle Tipps und steht auch für Einzelgespräche zur Verfügung.

In der Kammermusik-Akademie werden, abgestimmt auf die individuellen Vorkenntnisse der Teilnehmenden, Standardwerke der Holzbläserkammermusik erarbeitet. Gern können auch eigene Werkvorschläge zur gezielten Vorbereitung auf einen Wettbewerb, eine Prüfung oder ein Konzert eingereicht werden. Angesprochen sind fortgeschrittene Musiker an Flöte, Oboe, Klarinette, Horn und Fagott, die ihre kammermusikalischen Fähigkeiten erweitern möchten. Auch bestehende Ensembles vom Trio bis zum Oktett und darüber hinaus sind herzlich willkommen.

Die Hornwerkstatt findet in diesem Jahr bereits zum siebenten Mal statt und richtet sich an fortgeschrittene Musiker aus dem Amateurbereich, aber auch Musikstudierende, die sich Praxistipps von Profimusikern wünschen. In kleinen Gruppen bzw. im Einzelunterricht wird Ensembleliteratur in unterschiedlichen Besetzungen und aus verschiedenen Epochen erarbeitet.In einem gemeinsamen öffentlichen Abschlusskonzert mit dem Dozententeam kann jeder Teilnehmer seinem Können entsprechende Werke präsentieren.

Alle Informationen zu den Kursen und die Anmeldeformulare finden Sie unter www.deutsche-blaeserakademie.de.

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