Allgemeines 17.08.2017 Das Josquin-Gesamtwerk in Leipzig

Ein weltweit einzigartiges Projekt feiert nach 13 Jahren das große Finale vom 1. bis 3. September

 

Nach 13 Jahren wird vom 1. bis 3. September 2017 nun zum großen Finale des Josquin-Projektes nach Leipzig geladen. Das Publikum erwartet zahlreiche Konzerte, ein Renaissance-Fest für die ganze Familie mit Gauklern, Tänzern, Musikanten und Schauspielern (3. September, 11:30-14:00 Uhr, Thomaskirchhof) sowie ein vielfältiges Workshop-Angebot. Zu Gast sind die Ensembles Weser-Renaissance Bremen, Alta Musica, Ensemble all’improvviso, The Playfords und die Spezialistin für historischen Tanz Mareike Greb. Im Abschlusskonzert in der Leipziger Thomaskirche schlagen der Kammerchor Josquin des Préz gemeinsam mit weiteren Künstlern des Finalwochenendes den Bogen zu Martin Luther, der Josquin als Lieblingskomponist bezeichnete. Auf dem Programm stehen Werke von Ludwig Senfl, Johann Hermann Schein, Heinrich Schütz sowie die »Luther-Madrigale« von Bernd Franke. Außerdem erklingt Josquins 24-stimmiger Kanon »Qui habitat«. Deutschlandfunk überträgt das Konzert am 9. September ab 20:03 Uhr.

Seit 2004 widmet sich der Kammerchor unter der künstlerischen Leitung von Ludwig Böhme zusammen mit Spezialisten der Alten-Musik-Szene der weltweit ersten Gesamtaufführung des Oeuvres von Josquin des Préz, das u.a. 18 Messen, 60 Motetten und 60 Chansons umfasst. In den über 30 Konzerten wurden zudem Kompositionen aus dem musikalischen Umfeld Josquins sowie Werke der späteren Jahrhunderte bis hin zur Gegenwart einbezogen, die sich mit dem Meister der Renaissance auseinandersetzen. In enger Zusammenarbeit mit Willem Elders, Chefeditor der »New Josquin Edition«, entstand ein einzigartiges Projekt, das den Geist Josquins und seine Bedeutung weiterträgt.

Das Ensemble Weser-Renaissance Bremen unter der Leitung von Manfred Cordes eröffnet am 1. September um 20 Uhr in der Evangelisch Reformierten Kirche das Finalwochenende u.a. mit Josquins »Missa Malheur me bat" (NJE 9.1) und dem Motettenzyklus »O Domine Jesu Christe" (NJE 22.1).

Ein außergewöhnlicher Abend mit kulinarischen und musikalischen Genüssen ist am Samstag, dem 2. September um 18 Uhr in den Salles de Pologne garantiert. Das Gebäude Hôtel de Pologne, dessen Ursprung auf zwei Gasthöfe zurückgeht, in dem (»Zum Birnbaum«) u.a. 1519 Martin Luther und Philipp Melanchthon während der Disputation zu Gast waren, galt vor und nach dem Wiederaufbau Mitte des 19. Jahrhunderts als eines der legendären Hotels und Kulturzentren der Musikstadt. In den prunkvollen Sälen fanden zahlreiche Kammer- und Sinfoniekonzerte sowie Veranstaltungen der Literarischen Gesellschaft statt. Heute erstrahlen die beiden Säle wieder in ihrer ganzen barocken Pracht. Zum Josquin-Finale erklingt dort höfisch konzertante Musik von Josquin des Préz und seiner Zeit, dargeboten vom Ensemble Alta Musica (Berlin) unter der Leitung von Rainer Böhm. Das Restaurant-Team vom Hotel Michaelis reicht dazu ein exklusives Vier-Gänge-Menü, inspiriert von historischen Rezepten der Renaissance-Zeit. In der Peterskirche liefern sich, ebenfalls am Samstagabend (20 Uhr), die Impovisationsspezialisten The Playfords und Ensemble all’improvviso musikalische Duelle.

Wie man im 16. Jahrhundert tanzte, dazu spielte oder aus einem kunstvoll gestalteten Motettenbuch der Renaissance-Zeit sang, ist in drei Workshops am Samstag, dem 2. September, zu erfahren. Laien und erfahrene Profis sind herzlich eingeladen, sich mit Mareike Greb im italienischen Quattrocento-Stil oder zur Branle durch den Saal zu bewegen (12:30–16:00 Uhr, Gemeindesaal der Thomaskirche). Alle improvisationsfreudigen Instrumentalisten sollten sich den Kurs mit Martin Erhardt (Ensemble all’improvviso, 13:00-16:00 Uhr, Alte Börse) vormerken.

Im Zentrum des Workshops »Singen aus historischen Drucken« mit Maurice van Lieshout (16:30–19:30 Uhr, Alte Börse) steht die Messe »Pange lingua« von Josquin des Préz wie sie im »Occo-Codex« aufgezeichnet wurde. Diese einzigartige Handschrift war im Besitz der Amsterdamer Händler-Familie Occo und wurde von dem berühmten Deutsch-Niederländischen Schreiber Petrus Alamire im frühen 16. Jahrhundert angefertigt. Die Handschrift gehört zu seinen kalligraphischen Meisterleistungen. Die Veranstaltung ist eine Kooperation mit dem Verband Deutscher KonzertChöre.

Allgemeines 09.08.2017 Jubiläum in Moritzburg

Im 25. Jahr des Festivals sind internationale Klassik-Stars wie Baiba Skride, Lawrence Power und Alexander Sitkovetsky der Einladung von Jan Vogler nach Moritzburg gefolgt. Sven Helbig ist Composer-in-Residence.

 

Lebendiger Innovationsgeist, musikalische Dynamik und faszinierende Spielstätten prägen die einzigartige Atmosphäre des Moritzburg Festivals. 1993 von Kai Vogler, Peter Bruns und Jan Vogler in Anlehnung an das berühmte »Marlboro Festival« (USA) gegründet, versteht sich das Moritzburg Festival als experimentelles Labor und Exzellenzstätte zugleich. Unter der künstlerischen Leitung des Cellisten und Echo-Preisträgers Jan Vogler hat es sich als eines der renommiertesten Kammermusikfestivals weltweit etabliert.

Alljährlich im August treffen sich Solisten der internationalen Musikszene und herausragende Nachwuchskünstler aus aller Welt im idyllischen Moritzburg bei Dresden. Hier arbeiten sie gemeinsam an neuen Interpretationen kammermusikalischer Werke und präsentieren diese in dynamisch wechselnden Besetzungen, die so nur beim Moritzburg Festival zu erleben sind.

Für die bevorstehenden Orchester- und Kammermusikauftritte proben 50 Teilnehmer/innen der Moritzburg Festival Akademie 2017 bereits seit Anfang der Woche in der Evangelischen Hochschule in Moritzburg.

Für viele Veranstaltungen sind  noch Restkarten an den Reservix-Vorverkaufsstellen, unter Telefon (0351) 16 09 26 15 sowie auf der Website des Moritzburg Festivals erhältlich.

Preise & Stipendien 21.07.2017 Kulturstiftung vergibt Meisterinstrumente

Zur Förderung begabter Nachwuchsmusiker vergibt die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen in diesem Jahr aus ihrem Musikinstrumentenfonds vier wertvolle Meisterinstrumente

 


Zur Förderung begabter Nachwuchsmusiker vergibt die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen in diesem Jahr aus ihrem Musikinstrumentenfonds vier wertvolle Meisterinstrumente: ein Violoncello des Markneukirchner Geigenbaumeisters Ekkard Seidl (venezianisches Modell,  Baujahr 1999), einen Kontrabass aus der Meisterwerkstatt Alfred Meyer Markneukirchen (4/4 Größe, 4-saitig, Baujahr 2007) und zwei Bassposaunen (Lätzsch Bassposaune, Modell SL 580, Goldmessing, 2012 und S.E. Shires B II 2 R 10 Bassposaune, Jazz, 2012). Die Instrumente werden leihweise für einen Zeitraum von drei Jahren zur Verfügung gestellt, eine Verlängerung um weitere zwei Jahre ist möglich.
Als Stipendiaten können sich insbesondere Mitglieder der sächsischen Landesjugendensembles, begabte Musikschüler, Preisträger von Wettbewerben wie „ Jugend musiziert“, sowie junge Absolventen oder Studierende an den sächsischen Musikhochschulen bewerben. Weitere Informationen und die Unterlagen zur Ausschreibung sind im Internet unter www.kdfs.de zu finden.
Die Bewerbungen sind bis zum 31. August 2017 an die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, Karl-Liebknecht-Str. 56, 01109 Dresden zu richten. Der Bewerbung sind eine Kurzbiographie, Zeugnisse, Empfehlungen und Beurteilungen sowie Informationen über Preise und die Teilnahme an Wettbewerben beizufügen.Weitere Informationen: Johannes Schiel, Tel. 0351-8848024, kontakt@kdfs.de

Kulturpolitik 13.07.2017 Mehr Musikberichterstattung, weniger fest angestellte Musikredakteure

MIZ präsentiert Hintergründe zu Strukturen und Entwicklungen der Musikberichterstattung in Print- und Onlinemedien

 

Musik nimmt im Themenspektrum der Feuilleton- und Kulturseiten von Tages- und Wochenzeitungen einen unangefochtenen Spitzenplatz ein. Wie das Deutsche Musikinformationszentrum (MIZ), eine Einrichtung des Deutschen Musikrats, mitteilt, machen musikbezogene Beiträge mittlerweile über ein Viertel der Kulturberichterstattung aus. Grund hierfür ist nicht zuletzt die größere Beachtung des Popularmusikbereichs, dessen Anteil an der Berichterstattung dem der E-Musik inzwischen gleichberechtigt gegenübersteht. Trotz der hohen Wertschätzung musikalischer Themen ist jedoch die Anzahl fest angestellter Musikredakteurinnen und -redakteure gesunken. Vor allem die Konkurrenz durch kostenlose Angebote aus dem Internet stellt die Macher von Printmedien vor besondere Herausforderungen. In einem neuen Schwerpunktangebot zum Thema »Musikberichterstattung in Print- und Onlinemedien« wirft das MIZ einen Blick auf die aktuelle Situation des Musikjournalismus in Deutschland und vermittelt grundlegende Informationen zu Strukturen und Entwicklungen in diesem Bereich. Betrachtet werden dabei die Redaktionen von rund 170 Tages- und Wochenzeitungen, die regelmäßig über musikbezogene Themen berichten. Nach Angaben des MIZ arbeiten in den Redaktionen derzeit etwa 100 fest angestellte Redakteurinnen und Redakteure, die Musik als Schwerpunkt ihrer Berichterstattung nennen. »Die Kulturteile der deutschen Zeitungen stehen bis in die kleinsten Auflagenklassen hinein für eine unabhängige und vielfältige Musikberichterstattung und befriedigen ein weit verbreitetes Informationsbedürfnis. Als wichtige Stimme im kulturellen Diskurs haben sie darüber hinaus eine hohe politische Relevanz«, erläutert der Leiter des MIZ, Stephan Schulmeistrat. »Allerdings klagen viele Redaktionen über eine erhöhte Arbeitsbelastung, nicht zuletzt deshalb, weil Presseverlage aus wirtschaftlichen Gründen in den vergangenen Jahren vermehrt gezwungen waren, feste Stellen abzubauen und auch die Beschäftigung freier Mitarbeiter einzuschränken«, so Schulmeistrat weiter.

Über die Tages- und Wochenzeitungen hinaus existieren etwa 170 regelmäßig erscheinende musikalische Fachzeitschriften mit breitem inhaltlichen Spektrum: von großen Publikumszeitschriften und Zeitschriften mit Schwerpunktsetzung auf einzelne musikalische Genres über instrumentenspezifische Titel bis hin zu wissenschaftlichen oder berufsgruppenorientierten Publikationen, etwa im Bereich Musikwissenschaft oder Musiktherapie. Ergänzt werden sie durch eine stetig wachsende Zahl von Online-Angeboten und Musikblogs. Im Zentrum des Informationsangebots steht ein neuer Fachbeitrag von Gunter Reus, Professor für Journalistik an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover und selbst erfahrener Kulturjournalist. Im Rahmen einer umfassenden Darstellung der Printmedien beleuchtet er Arbeitsinhalte und Arbeitsbedingungen von Musikjournalisten. Unter Einbeziehung eigener Untersuchungsergebnisse zeichnet der Autor u.a. die Entwicklung journalistischer Darstellungsformen im Spiegel der voranschreitenden Digitalisierung nach und beschreibt damit verbundene Veränderungen im Berufsbild des Musikjournalisten. Abgerundet wird das Angebot des MIZ durch weiterführende Informationen zu Verbänden, Ausbildungsmöglichkeiten, Fort- und Weiterbildungs- sowie Fördermaßnahmen für Musikjournalistinnen und -journalisten. Auch kommen Vertreter des professionellen Musikjournalismus in Interviews zu Wort.

Stephan Schulmeistrat

Kinder & Jugend 26.06.2017 Fleißige „LandStreicher“ sind wieder unterwegs

Seit dieser Woche sind die „LandStreicher“, ein Nachwuchsstreichorchester des Sächsischen Musikrates, wieder unterwegs. Die Ergebnisse der Proben lassen sich knapp zwei Wochen später in zwei Konzerten, am 6. Juli in der Inselkirche Hermannswerder in Potsdam und am 7. Juli in der St. Pauli Theaterruine in Dresden, bestaunen.

 

Schon seit 2001 organisiert der Sächsische Musikrat e.V. das Orchester, aber kein Jahr ist wie das andere bei den LandStreichern. Die 10 bis 14-Jährigen bewerben sich in einem Probespiel jedes Jahr aufs Neue, so ändert sich die 40-köpfige Besetzung von Jahr zu Jahr. In der zweiwöchigen Probephase, die jedes Jahr zu Beginn der Sommerferien stattfindet, sammeln die jungen Talente erste Einblicke in die Orchesterarbeit und erlangen Erfahrungen in professionellen Vorgehensweisen. Täglich widmen sie sich fünf (und manchmal auch mehr) Stunden dem Musizieren und erarbeiten ein Programm, das am Ende der Probephase in zwei Konzerten zu hören ist. Doch nicht nur die Realisierung der Konzerte, auch das soziale Miteinander und der Entstehungsprozess stehen ganz zentral im Fokus. Denn nur mit einer gehörigen Portion Teamwork und Kooperation ist eine solche Leistung erst möglich.

 

Durch das eingespielte Dozententeam und den langjährigen künstlerischen Leiter Wolfgang Behrend, mit dem das Orchester schon seit 2005 zusammenarbeitet, ist eine kontinuierliche Entwicklung möglich. Die jährlich wechselnden Standorte der Probenphasen bringen auf der anderen Seite jedes Jahr frischen Wind und neue Impulse in den Prozess. Dieses Jahr findet die Probenzeit auf Schloss Trebnitz in Brandenburg statt.

 

Auf dem diesjährigen Programm stehen bekannte Namen wie Antonio Vivaldi und Antonín Dvořák, aber auch Georg Matthias Monn, Witold Lutosławski und John Rutter sind mit beeindruckenden Kompositionen vertreten. Das Cellokonzert von Antonio Vivaldi wird von Friederike Kollmar (15) gespielt, selbst eine ehemalige LandStreicherin.

 

Programm:

Georg Matthias Monn: Sinfonia G-Dur

Antonio Vivaldi: Konzert für Violoncello, Streichorchester und B.c. a-Moll RV 422

Antonín Dvořák: Zwei Walzer op. 54

Witold Lutosławski: Fünf Volksmelodien

John Rutter: Suite für Streichorchester

 

Konzerte:

Do, 06.07.2017 | 19 Uhr

Potsdam, Inselkirche Hermannswerder

 

Fr, 07.07.2017 | 19:30 Uhr

Dresden, St. Pauli Theaterruine

 

Solistin: Friederike Kollmar, Violoncello

Leitung: Wolfgang Behrend        

 

Pressekontakt: Matthias Pagenkopf, 0172.8785192, pagenkopf (at) saechsischer-musikrat.de

Bildmaterial: http://www.saechsischer-musikrat.de/projekte/landstreicher-sachsen/presse/

Link zum Projekt: http://www.saechsischer-musikrat.de/projekte/landstreicher-sachsen/16-projekt-2017/

Kinder & Jugend 21.06.2017 … and the SchulchorPatenschaft 2017/18 goes to: Jugendchor des Romain-Rolland-Gymnasiums Dresden

Für die SchulchorPatenschaft des Dresdner Kammerchores in der kommenden Saison wurde der Jugendchor des Romain-Rolland-Gymnasiums ausgewählt.

 

Mehrere Monate dürfen die Jugendlichen die Profis begleiten, werden von MentorInnen mit Einzelstimmbildung individuell gefördert, erleben gemeinsame Probenarbeit und besuchen Konzerte. Herzstück ist die Mitgestaltung des Pogrom-Gedenkkonzertes am 10. November 2017 in der Dresdner Annenkirche.

Musikvermittlung: Eine Herzensangelegenheit: »In der jungen Generation die Begeisterung für klassische Musik zu wecken – eine Begeisterung, die hoffentlich ein Leben lang anhält – diese Aufgabe ist für mich und den Dresdner Kammerchor eine Herzensangelegenheit«, sagt Chefdirigent Hans-Christoph Rademann. »Wir freuen uns sehr, dass unsere SchulchorPatenschaft nun in die fünfte Runde geht: in einer neuen, vertieften Form, die sich auf die ganze Konzertsaison erstreckt«, so Agnes Böhm, Geschäftsführerin des Kammerchores. »Regelmäßig werden die beiden Chöre einander begegnen und miteinander singen. Die Jugendlichen sollen hier nicht nur stimmlich gefördert werden, sondern vor allem auch Neues kennenlernen und Neues ausprobieren, Offenheit erleben und selbst kreativ werden – zum Beispiel beim Gestalteten von Konzerteinführungen oder in einem Workshop im Rahmen unserer Chorwerkstatt für Neue Musik ›CoroTopia‹ im April 2018.« Erfolgsrezept in der Education-Arbeit: Seit 2013 schreibt der Dresdner Kammerchor SchulchorPatenschaften aus, um die sich alle interessierten Schulen bewerben können. In den vergangenen Jahren wurden der Jugendchor der Evangelischen Schulgemeinschaft Annaberg-Buchholz, der Chor des Vitzthum-Gymnasiums Dresden, der Chor der Rudolf-Hildebrand-Schule Markkleeberg und der Schulchor des Carl-von-Bach-Gymnasiums Stollberg/Erzgebirge mit einer Patenschaft gefördert.

Die SchulchorPatenschaft mit dem Jugendchor des RoRo-Gymnasiums Dresden (Leitung: Katja Schöne) beginnt mit dem Saisonstart im September 2017.

Wettbewerbe 12.06.2017 Sechs sächsische Chöre fahren 2018 nach Freiburg

Ein Rückblick auf die »Chorwelten« mit 7. Sächsischen Chorwettbewerb in Bad Elster

 

Mit Monteverdis Madrigal »Da murmeln schon die Wellen«, das die Naturschönheit eines erwachenden Morgens beschreibt, eröffnete am Samstagvormittag der Canzonetta-Kammerchor Leipzig die tschechisch-deutsche Chorbegegnung CHORWELTEN mit dem 7. Sächsischen Chorwettbewerb im schönen und sommerlichen Ambiente der Kurstadt Bad Elster. Geschulte Stimmen wetteiferten mit kreativen Arrangements und suggestiv vorgetragenen Texten beim alle vier Jahre stattfindenden Landeschorwettbewerb. Bei den Wertungssingen im König Albert Theater, dem Königlichem Kurhaus und im neu eröffneten Saal des Theatercafés fanden sie mit ihren Programmen großen Anklang. Auch das offene Singen des Chorpodiums im blühenden Kurpark Bad Elster erfreute sich zahlreicher Zuschauer. Singend und swingend trugen die Chöre hier den Sängerwettstreit in die Stadt. 18 Chöre mit insgesamt 412 Sängerinnen und Sänger waren aus Leipzig, Eilenburg, Markleeberg, Dresden, Meißen, Chemnitz und Litoměřice ins Vogtland gereist und stellten sich in neun Wertungskategorien einer Fachjury aus Persönlichkeiten der deutschen Chorszene. Diese bewerteten die Chorleistungen unter technischen und künstlerischen Gesichtspunkten und im abendlichen Preisträgerkonzert im König Albert Theater wurden die Wettbewerbsergebnisse feierlich bekannt gegeben, Prädikate und Preise verliehen. Die Chöre sangen noch einmal Höhepunkte aus ihren Programmen und mit »The Long Day Closes« von Arthur Sullivan, meisterlich interpretiert von der Vokalgruppe VIP, ging ein schöner und erfolgreicher Wettbewerbstag zu Ende.

Sechs Chöre können sich über die Delegierung zum 10. Deutschen Chorwettbewerb im Mai 2018 in Freiburg freuen: das Pop-Vokalensemble Quintense, der Kammerchor Josquin des Préz, der Jazzchor »Chornfeld«, der Denkmalchor (alle aus Leipzig), der Mädchenchor der Rudolf-Hildebrand-Schule Markkleeberg sowie die Vokalgruppe VIP aus Dresden. Diese sechs Chöre und Ensembles begeisterten mit sehr guten bis hervorragenden Leistungen Jury und Publikum. Der ebenfalls sehr geeignete Canzonetta-Kammerchor Leipzig wurde zusätzlich für den Deutschen Chorwettbewerb empfohlen.

Besonders hervorzuheben ist die Leistung der jungen Chorleiterin Virginie Ongyerth, die mit zwei Chören antrat (Jazzchor »Chornfeld« und MädchenchorPLUS der Rudolf-Hildebrand-Schule Markkleeberg) und mit beiden Ensembles für den Deutschen Chorwettbewerb nominiert wurde, und zudem mit einem Chor einen Sonderpreis errang.

Zur Würdigung ganz besonderer Leistungen der teilnehmen Chöre überreichte der Präsident des Sächsischen Musikrates, Prof. Dr. Christoph Krummacher, drei Förderpreise in Höhe von insgesamt 1.500 Euro. Für die punkthöchste Wertung des Wettbewerbs wurde das Pop-Vokalensemble Quintense vom Sächsischen Musikrat gewürdigt. Der Verlag Breitkopf und Härtel prämierte den MädchenchorPLUS der Rudolf-Hildebrand-Schule Markkleeberg mit den Sonderpreis für herausragende Programmgestaltung und den von der Sächsischen Staatsbäder GmbH gestifteten Nachwuchsförderpreis erhielt der hervorragende tschechische Kinderchor Modrásci aus Litoměřice.

Bad Elster, die kleine Kurstadt im Süden des Freistaates war bereits zum zweiten Mal Austragungsort des Sächsischen Chorwettbewerbs. Die »Festspielmeile der kurzen Wege« bietet mit dem Königlichen Kurhaus, dem König Albert Theater, dem neu eröffneten Theatercafé sowie dem herrlichen Kurpark einen nahezu idealen Austragungsort für die Chorbegegnung CHORWELTEN. Neben der Qualität der Spielstätten garantierten aber auch (wieder) die hervorragenden Gastgeber und professionellen Veranstaltungspartner, die Chursächsische Veranstaltungs GmbH, die Stadt Bad Elster sowie das Badecafé im Kurpark, das die Mittagsversorgung der Chöre übernahm, einen erfolgreichen Sängerwettstreit.

Alle Ergebnisse sowie detaillierte Informationen zur Veranstaltung und den beteiligten Chören können der Website des Chorwettbewerbs entnommen werden.

Die CHORWELTEN sind ein Projekt des Sächsischer Musikrat e.V. im Rahmen des Netzwerkes Kulturelle Bildung und Sprache. Das Netzwerk wird gefördert aus Mitteln des Kooperationsprogramms zur Förderung der grenzübergreifenden Zusammenarbeit zwischen dem Freistaat Sachsen und der Tschechischen Republik 2014-2020.

Wettbewerbe 09.06.2017 »Chorwelten« in Bad Elster

Der Sächsische Musikrat veranstaltet am 10. Juni die tschechisch-deutsche Chorbegegnung CHORWELTEN in der Kultur- und Festspielstadt Bad Elster.

 

18 Chöre aus Sachsen und Tschechien werden am frühen Morgen des 10. Juni aus Leipzig, Eilenburg, Markleeberg, Dresden, Meißen, Chemnitz und Litoměřice in den Vogtlandkreis reisen, um sich gegenseitig zuzuhören, gemeinsam zu singen, sich kennenzulernen und vor allem in einem Sängerwettstreit gegeneinander anzutreten. Der 7. Sächsische Chorwettbewerb bringt 412 Sängerinnen und Sänger aller Altersstufen und unterschiedlichster Chorformationen in die Bäderstadt nahe der tschechischen Grenze und hier werden Nachbarn sich klangvoll im Singen messen und um eine Nominierung zum 10. Deutschen Chorwettbewerb wetteifern. In 9 Kategorien stellen sich große gemischte Chöre, Kammer-, Kinder- und Jazzchöre sowie Vokalensembles einer Fachjury, die aus Persönlichkeiten der deutschen Chorszene besteht.

Die Wertungssingen der Chöre finden ab 10 Uhr im Königlichen Kurhaus, im König-Albert-Theater sowie im benachbarten Theatercafé statt und sind öffentlich, der Eintritt ist frei. Parallel zum Wettbewerb findet im Musikpavillon am Badeplatz ein Chorpodium statt. Im schönen Ambiente des Kurparks haben die Chöre die Möglichkeit, sich auf einer Bühne ohne Wertungsdruck zu präsentieren und den Chortreffengedanken direkt ins Zentrum der Kurstadt zu tragen. Ein breites Spektrum sächsischer Chormusik wird den Kurgästen präsentiert: Um 15:30 Uhr eröffnet der Johann-Srauß-Chor Leipzig mit »Sing mit mir« den bunten Reigen, es folgen Gospelklänge, dann swingt es und große romantische Chormusik wechselt sich mit Volksliedklängen ab.

Bad Elster, die kleine Kurstadt im Süden des Freistaates ist bereits zum zweiten Mal Austragungsort des Sächsischen Chorwettbewerbs. Die »Festspielmeile der kurzen Wege« bietet mit dem Königlichen Kurhaus, dem König Albert Theater, dem neu eröffneten Theatercafé sowie dem herrlichen Kurpark einen nahezu idealen Austragungsort für die CHORWELTEN. Neben der Qualität der Spielstätten ist uns die Chursächsischen Veranstaltungs GmbH ein professioneller Veranstaltungspartner. Um die Vorbereitung der Chöre auf den Wettbewerb zielgerichtet zu unterstützen, hat der Sächsische Musikrat allen teilnehmenden Chöre speziell zugeschnittene Coachings mit hochqualifizierten Chorexperten sowie Probenaufenthalte in der Landesmusikakademie Sachsen angeboten. Die gleiche Förderung gilt auch für diejenigen Ensembles, die sich auf der Basis ihrer Leistungen für den Bundeswettbewerb im Mai 2018 in Freiburg qualifizieren werden. Im abendlichen Preisträgerkonzert im König-Albert-Theater werden die Wettbewerbsergebnisse feierlich bekannt gegeben, Prädikate und Preise verliehen. Die Chöre singen noch einmal Höhepunkte aus ihren Programmen.

»Wo man singt, da lass dich ruhig nieder!«
10. Juni 2017 | 19:30 Preisträgerkonzert im König Albert Theater
Der Eintritt ist frei. Restkarten sind ggf. an der Abendkasse erhältlich.

Die Zeitpläne der Wertungssingen und des Chorpodiums entnehmen Sie bitte den Informationen vor Ort oder der Website des Sächsischen Musikrates.

Die CHORWELTEN sind ein Projekt des Sächsischen Musikrates im Rahmen des Netzwerkes Kulturelle Bildung und Sprache. Das Netzwerk wird gefördert aus Mitteln des Kooperationsprogramms zur Förderung der grenzübergreifenden Zusammenarbeit zwischen dem Freistaat Sachsen und der Tschechischen Republik 2014–2020.

Kulturpolitik 08.06.2017 Millionen für eine lebendige Kunst- und Kulturszene in Sachsen

Kulturstiftung des Freistaates Sachsen fördert im zweiten Halbjahr 2017 neue Projekte für 1,1 Millionen Euro

 

Der Vorstand der Kulturstiftung hat in seiner Sitzung im Juni für das zweite Halbjahr 2017 Fördergelder in Höhe von rund 1,1 Millionen Euro bewilligt. Auf Empfehlung der Fachbeiräte erhielten insgesamt 133 herausragende Kunst- und Kulturprojekte im Freistaat Sachsen eine Förderzusage. Darunter sind Theaterprojekte, Musikfestivals, Kunstausstellungen, Lesungen sowie Projekte aus den Bereichen Film, Soziokultur und Industriekultur, die in der zweiten Jahreshälfte 2017 in Sachsen durchgeführt werden.

Mit der Projektförderung leistet die Kulturstiftung einen wesentlichen Beitrag für eine lebendige Kunst- und Kulturszene im Freistaat Sachsen. »Die Projektförderung der Kulturstiftung ist eine Erfolgsgeschichte. Seit 1993 ist es uns gelungen, mehr als 4.500 Projekte zu fördern. Dabei zeigt sich eine enorme Vielfalt, von der die Künstlerinnen und Künstler ebenso profitieren wie das Publikum und die vielen Ehrenamtlichen, die auf ganz unterschiedliche Weise und mit großem Engagement in Kunsträumen, Theatern, soziokulturellen Zentren, Chören, Orchestern, Museen oder Filmwerkstätten arbeiten. Ihnen allen gilt unsere Unterstützung und Anerkennung«, betont Stiftungsdirektor Ralph Lindner.

Ein Blick auf die aktuellen Projekte verdeutlicht diese Vielfalt an Ideen und Themen. Zum Beispiel lädt der Kunstverein Meißen e.V. unter der Überschrift »AUSSER HAUS« Künstlerinnen und Künstler nach Meißen ein, um in den derzeit nicht genutzten Läden der Altstadt ortsspezifische Arbeiten zu entwickeln und diese in den Schaufenstern für alle sichtbar auszustellen. Mit einer »Sommerparade der Werktätigen« durch die Leipziger Quartiere Plagwitz und Lindenau wird die Schaubühne Lindenfels eine Brücke zwischen der einstigen industriellen Prägung und dem von Kunst- und Kreativwirtschaft vorangetriebenen Wandel schlagen. Die seit vielen Jahren auch international erfolgreiche Tanztheatergruppe DEREVO St. Petersburg – Dresden erhält eine Förderung zur Entwicklung eines neuen Theaterstücks. »POTOK. Der Strom« so lautet der vorläufige Titel für die geplante Inszenierung, die sich durch Tanz, Clownerie und Bewegungsbilder mit der Globalisierung beschäftigen wird. Bewegung, Ortswechsel, Ankommen und Weiterreisen sowie Erneuerung und Veränderung, das sind die Stichworte, von denen die Stückentwicklung ihren Ausgang nehmen wird. Auf dem Gelände der Scheune in der Dresdner Neustadt findet im Juli der 20. Schaubudensommer statt. Das Festival ist gibt einen Einblick in das aktuelle Schaffen der freien sächsischen Tanz-, Theater- und Musikszene. Durch die Oberlausitz reist im Herbst das so genannte »FAB MOBIL« des Dresdner constitute e.V. Das mobile Zukunftslabor ist unter anderem mit 3D-Druckern, 3D-Scannern, einer CNC-Fräse sowie einer Lötstation ausgerüstet. Es wird an Schulen und soziokulturellen Einrichtungen Station machen und insbesondere Jugendliche zu Experimenten sowie der Verwirklichung eigener Ideen einladen. In einer siebenteiligen Reihe wird sich der Leipziger Kuratorium Haus des Buches e.V. mit der Idee und den Wirkungen der Oktoberrevolution beschäftigen, die sich 2017 zum einhundertsten Mal jährt. Geplant sind moderierte Autorenlesungen, szenische Lesungen und Filmvorführungen, unter anderem mit der aktuellen Preisträgerin der Leipziger Buchmesse Natascha Wodin. Sie liest aus ihrem aktuellen Roman »Sie kam aus Mariupol«. Ebenfalls eine Förderung erhält die hechtfilm – Filmproduktion UG für die Produktion des Dokumentarfilms »Im Umbruch«, der sich mit drei Tänzerinnen in drei verschiedenen Zeitaltern - der DDR, der Nachwendezeit und heute – befasst. Im Zentrum steht die ostdeutsche Ikone der Improvisation: Fine Kwiatkowski. Mit ihr gibt der Film einen Einblick in die Subkultur der DDR in den 1970er und 80er Jahren. Außerdem erzählt der Plot wie Kunstschaffende aus dieser Szene die Wiedervereinigung erlebt haben und wie sie danach zurechtkamen.

Einen Überblick über alle im zweiten Halbjahr 2017 durch die Kulturstiftung geförderten Kunst- und Kulturprojekte finden Sie auf der Website der Kulturstiftung. Die Projekte werden mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes.

Für Rückfragen: Dr. Manuel Frey, (0351) 884 80 15

Allgemeines 29.05.2017 Mozart und Böhmen in Chemnitz

26. Sächsisches Mozartfest »Mozart und Böhmen« erfolgreich beendet

 

Mit dem Abschlusskonzert »Im Originalklang« in der vollbesetzten Schloßkirche Chemnitz ist das 26. Sächsische Mozartfest »Mozart und Böhmen« gestern abend erfolgreich zu Ende gegangen. Der Cembalist Mahan Esfahani und das La Folia Barockorchester gestalteten einen hochspannenden Konzertabend mit Musik von Mozart und seinen böhmischen Zeitgenossen – sie hinterließen ein restlos begeistertes Publikum.

Unter der Schirmherrschaft von Dr. Matthias Rößler, Präsident des Sächsischen Landtages und Barbara Ludwig, Oberbürgermeisterin der Stadt Chemnitz fanden beim Sächsischen Mozartfest in diesem Jahr 27 Veranstaltungen an 17 Tagen statt – das Festival strahlte diesmal nicht nur in der Stadt Chemnitz und in die sächsische Region zwischen Mittel-, Westsachsen und dem Erzgebirge aus. Dem Festivalmotto folgend gab es Konzerte in der böhmischen Nachbarregion ebenso wie Gastspiele tschechischer Musiker, Chöre und Ensembles in Sachsen. Beim Sächsischen Mozartfest 2017 waren herausragende Konzerte mit dem Leipziger Streichquartett, Matthias Kirschnereit und dem Minguet Quartett, dem Mendelssohn Kammerorchester Leipzig, dem La Folia Barockorchester und dem Schweizer Folkensemble musique en route zu erleben.

Der Mozartpreis 2017 wurde im Eröffnungskonzert in der Kreuzkirche an den Dirigenten und Cembalisten Václav Luks verliehen. Damit, so der 1. Vorsitzende der Sächsischen Mozart-Gesellschaft e. V., Gert Gauder, »wurde ein leidenschaftlicher junger Europäer geehrt, der seine musikalische Kompetenz seit Jahren in Böhmen wie in Sachsen zur Verbindung von Kultur und Kulturen einsetzt.« Franz Streuber, Vorstand der Sächsischen Mozart-Gesellschaft e. V., zeigte sich erfreut, dass eine lebendige, sich fortsetzende und deutlich fortentwickelnde Mozartpflege in Sachsen in diesem Jahr sowohl durch Spitzenensembles als auch durch Laienmusiker, Chöre und den musikalischen Nachwuchs eindrucksvoll demonstriert wurde. »Im Miteinander von Musikern, Gästen, Partnern und Unterstützern geschieht Exzeptionelles, und diese Atmosphäre war in unseren Konzerten zum Mozartfest, im Austausch und im persönlichen Engagement wieder spürbar.« Mit Unterstützung des Mozarteums Salzburg konnte erneut die begleitende Ausstellung »Mozart in Kursachsen« gezeigt werden – diesmal im Schloß Waldenburg, wo nicht nur der Freundeskreis Waldenburg sein 15-jähriges Bestehen feierte, sondern auch das Ensemble Amadeus unter Leitung von Normann Kästner 20-jähriges Bestehen mit einem bejubelten Konzert beging. 2018 steht das 27. Sächsische Mozartfest unter dem Motto »Variationen« und wird vom 4. bis 13. Mai stattfinden. Der Vorverkauf startet im November.

Alexander Keuk

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